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„Lass deine Hände nicht erschlaffen“Der Wachtturm 1951 | 15. Juni
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„Lass deine Hände nicht erschlaffen“
KEIN einziger kann verneinen, dass Jehova Gott ein Volk auf Erden hat, das nach seinem heiligen Namen genannt ist! Nicht die Leute von der mächtigen, stolzen und auf andere herabblickenden Christenheit, sondern eine verachtete und verfolgte Minderheit ist es, die den heiligen Namen, Jehovas Zeugen, trägt. Auf diese schaut die feindselige Welt herab, weil sie weder politisch noch religiös noch sozial noch kommerziell mächtig sind. Sie sind ein verhältnismässig „armes Volk“, das demütigen Geistes und arm an materiellen Gütern ist. (Zeph. 3:11, 12) Da indes die Weltlage immer kritischer wird, nimmt das Werk dieser Zeugen einen immer grösseren Umfang an und gewinnt mehr und mehr an Bedeutung.a Was macht es denn, wenn die Welt uns nicht liebt, sondern uns hasst und bedrückt? Angesichts von Verhältnissen, die im Paradieszustand unter Gottes ergebenem Volk gedeihen, ist dies keine Zeit, unglücklich zu sein und zu trauern, weil die Welt uns schlecht behandelt. Horche auf das, was Jehova sagt: „Jubele, Tochter Zion; jauchze, Israel! freue dich und frohlocke von ganzem Herzen, Tochter Jerusalem! Jehova hat deine Gerichte weggenommen, deinen Feind weggefegt; der König Israels, Jehova, ist in deiner Mitte, du wirst kein Unglück mehr sehen.“ (Zeph. 3:14, 15) Das Königreich ist hier! Unsere Feinde sind hinausgeworfen worden. Jehova regiert in unserer Mitte!
In dieser „Zeit des Endes“ der Welt rufen alle diese biblischen Prophezeiungen nach Handlung: „Fürchte dich nicht! Zion, lass deine Hände nicht erschlaffen!“ (Zeph. 3:16) Christus Jesus, der auf den Thron erhobene König, lässt seine Hände nicht aus Furcht vor der Organisation des Teufels erschlaffen. Auch wir, seine Untertanen, dürfen unsere Hände nicht in hilfloser Untätigkeit sinken lassen. Statt dessen lautet der Befehl: „Richtet auf die erschlafften Hände“ und haltet die Botschaft des Lebens hoch, die Gott uns in die Hände gelegt hat!
Heute hören sanftmütige und lernbereite Menschen guten Willens aus allen Nationen, Stämmen, Völkern und Sprachen diese Botschaft und stimmen fröhlich in den mächtigen Chor ein. (Off. 7:9, 10, NW) Hunderte und Tausende haben schon Folge geleistet. Wie viele Tausende weiterer werden dieses grossartige Vorrecht vor Harmagedon noch ergreifen?
Die Namen der gesetzlosen Feinde, die zu dieser Welt gehören, sind zur Verwesung bestimmt, der Name und die Lobpreisung der Zeugen Jehovas aber werden auf den leuchtenden Blättern der Ewigkeit zur Ehre ihres Gottes, des Allmächtigen, immerdar weiterleben. „Jehova, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein rettender Held.“ (Zeph. 3:17) So möge es denn nie geschehen, dass Schmach über den Namen Jehovas komme zufolge eines falschen persönlichen Benehmens deinerseits. Nie lass es geschehen, dass seine Lobpreisung verringert oder zum Schweigen gebracht werde durch Lässigkeit, Furcht oder Verrat von dir. Bis wir an der Rechtfertigung des Namens Jehovas in seinem Siege auf dem Schlachtfeld von Harmagedon vollen Anteil ernten, „lass deine Hände nicht erschlaffen“, sondern erhebe sie immer mehr zu seinem Lobe und zum Preise seines regierenden Königs!
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Zur Verteidigung der EheDer Wachtturm 1951 | 15. Juni
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Zur Verteidigung der Ehe
„Die Ehe sei ehrbar bei allen, und das Ehebett sei unbefleckt; denn Gott wird Hurer und Ehebrecher richten.“ — Heb. 13:4, NW.
1. Was zeigt, dass die Ehe eine ehrenhafte Einrichtung ist?
JEHOVA hat durch die Ehe zwischen Mann und Weib etwas Ehrbares eingesetzt. Jesus Christus, der Sohn Gottes, hat die Ehe gewürdigt. Er heiratete als Mensch nicht selbst, denn es gehörte nicht zu Gottes Vorsatz, dass er auf Erden eine Ehe einging, aber er nahm die Einladung zu dieser Hochzeit in Kana von Galiläa an und trug zur Freude dort bei, indem er durch das Verwandeln von Wasser in Wein für die Hochzeitsgäste sein erstes Wunder wirkte. Auch gebrauchte er Hochzeitsfeiern, um Wahrheiten über das Königreich der Himmel zu veranschaulichen. Jehova Gott bediente sich seiner, die Ehe zu ihrem ursprünglichen Stand in Eden wiederherzustellen.
2. (a) An wen wurde Hebräer 13:4 gerichtet, und was zeigt dies? (b) Wer verbot die Ehe? Zu Unrecht oder zu Recht?
2 Der Schöpfer schuf das Weib für den Mann, um durch eine Vermählung der beiden unsere Erde mit einem vollkommenen Menschengeschlecht zu bevölkern, wobei alle von dem e i n e n Elternpaar stammen würden und alle e i n Fleisch und Blut und durch Bande der Familienverwandtschaft miteinander verbunden wären. Die Mittel, die Gott anwendet, um einen Zweck zu erreichen, sind stets ehrenhaft und legen für ihn als den Schöpfer Ehre ein. Sein Wille ist, dass die Ehe von seinen Anbetern stets in Ehren gehalten werde: „Die Ehe sei ehrbar bei allen, und das Ehebett sei unbefleckt.“ (Heb. 13:4, NW) Dieser Befehl wurde Christen erteilt. Christen auf Erden besitzen das Recht, an dieser göttlichen Einrichtung teilzuhaben. Um sie aber in rechter Weise zu gebrauchen, müssen sie die Ehe in Ehren halten und dürfen nicht durch Missbrauch Schande darüber bringen. Religionsführer, die vom christlichen Glauben abgefallen sind oder ihn nie kannten, sind es, die Christen verbieten, in Ehren zu heiraten. „Die inspirierte Äusserung sagt ausdrücklich, dass in späteren Zeitperioden einige vom Glauben abfallen werden, indem sie achten auf irreführende inspirierte Äusserungen und Lehren von Dämonen, durch die Heuchelei von Menschen, die Lügen reden, gebrandmarkt in ihrem Gewissen wie mit einem Brenneisen, indem sie verbieten, zu heiraten.“ (1. Tim. 4:1-3, NW) Die vom christlichen Glauben abgefallen sind und gewissen Männern und Frauen das Heiraten verbieten, haben die Behauptung erhoben, das Eheverbot diene den Interessen des Christentums. Hierin haben sie sich aber selbst getäuscht, denn dies ist Gottes Willen entgegen. Somit hat es sich nicht im Interesse, sondern zum Schaden der sich zum Christentum Bekennenden ausgewirkt. Es hat zu Unsittlichkeit geführt.
3. Wie hat der Teufel das Eheverhältnis innerhalb der christlichen Versammlung angegriffen?
3 Es gibt keine vom Schöpfer eingesetzte Einrichtung, an der sich sein Widersacher, der Teufel, nicht vergriffen und die er nicht hartnäckig zu entwürdigen und zu verderben gesucht hätte. Die christliche Versammlung wurde ausser anderem auch dafür gegründet, das reine und ehrbare Verhältnis zwischen Mann und Frau wiederherzustellen, und deswegen hat der Widersacher die christliche Versammlung in dieser besondern Hinsicht zur Zielscheibe seines Angriffs genommen. Für diesen Angriff hat er falsche Propheten, Lehrer falscher Lehren und Darleger falscher Verhaltungsvorschriften erweckt. Man beachte folgendes Beispiel aus neuer Zeit, wie es in der Neuyorker Times vom 29. Dezember 1949 wie folgt berichtet worden ist: „Unsere Gesellschaft wird ‚binnen weniger Generationen so tolerant sein hinsichtlich vorehelicher Geschlechtsbeziehungen im ehemündigen Alter, wie es die meisten andern Völker der Welt sind‘, wurde gestern von Dr. George Peter Murdock, Professor der Anthropologie an der Yale-Universität, vorausgesagt . . . ‚Als Wissenschaftler bin ich gezwungen, das Verschwinden altgewordener Normen vorauszusagen und auch anzuerkennen, dass neue Normen, auch wenn sie persönlich nicht willkommen sein sollten, wahrscheinlich zur Befriedigung jedermanns gereichen werden.‘ Dr. Murdock sagte, er ‚persönlich hege keine Befürchtungen‘ in bezug auf eine steigende Zahl von Ehescheidungen . . . ‚Ferner vermute ich, dass zunehmende voreheliche Freiheit schliesslich zu einer vernünftigeren Wahl der Gatten und dadurch zu einem Rückgang der Scheidungen führen wird.‘ “
4, 5. Wie hat der Apostel Petrus Christen davor gewarnt?
4 Der Apostel Petrus warnt Christen in seinem zweiten Brief an sie vor Propheten mit einem falschen Sittlichkeitsmassstab. Er erinnert sie daran, dass sie ‚der Verderbtheit entflohen seien, die in der Welt ist durch die Lust‘. Es wäre daher für Christen ausser Ordnung, wiederum der Verderbtheit zu frönen, die in dieser Welt der Lust herrscht. Um uns vor einem Rückfall in weltliche Verderbtheit zu behüten, sind die wahren Prophezeiungen gegeben worden. (2. Pet. 1:1-4, 19-21, NW) Der Widersacher hat aber Gott den Allmächtigen herausgefordert, Männer und Frauen auf die Erde zu setzen, die er nicht verderbt machen und deren Lauterkeit vor Gott er nicht zerstören kann. So erweckt denn der Widersacher in seiner Verschlagenheit falsche Propheten direkt inmitten des organisierten Volkes Gottes. Man beachte, dass Petrus davor gewarnt hat.
5 Unter Bezugnahme auf die Israeliten, denen Jehova Gott seine wahren Propheten zu ihrer Unterweisung und Rettung sandte, sagt Petrus: „Doch gab es auch falsche Propheten unter dem Volke, wie es auch unter euch falsche Lehrer geben wird. Gerade diese werden unbemerkt verderbliche Sekten einführen und werden sogar den Gebieter [Besitzer] verleugnen, der sie erkaufte, wodurch sie rasches Verderben über sich bringen. Ferner werden viele vom Wege abkommen und ihren Taten zügellosen Wandels folgen, und um dieser willen wird der Weg der Wahrheit gelästert werden. Auch durch Begehrlichkeit werden sie euch ausbeuten mit trügerischen Worten. Für sie aber zögert das Gericht von alters her nicht, und ihr Verderben schlummert nicht.“ — 2. Pet. 2:1-3, NW.
6, 7. Wie verleugnen sie den Gebieter, der sie erkaufte?
6 Aus diesem ersehen wir, dass, was den natürlichen Israeliten vor Christus widerfuhr, ein Bild war, das im voraus anzeigte, was die christliche Versammlung geistiger Israeliten in Gefahr bringen würde. Bestimmt werden durch die Wirksamkeit des Widersachers falsche Lehrer erweckt werden. Diese werden Sekten bilden, Gruppen, die von der wahren Organisation abzweigen und Menschen zu Führern nehmen. Sie werden selbst den ‚Gebieter verleugnen, der sie erkaufte‘, nämlich Jesus Christus. Zu ihm wird gesagt: „Du wurdest geschlachtet und erkauftest für Gott mit deinem Blut Personen aus jedem Stamm und Zunge und Volk und Nation.“ (Off. 5:9, NW) Diese falschen Lehrer und Einführer falscher Bräuche werden ihn anerkennen und werden mit 1. Korinther 6:19, 20 (NW) einiggehen, wo es heisst: „Ihr gehört nicht euch selbst, denn ihr wurdet mit einem Preis erkauft“, und werden mit trügerischen Worten Christus Jesus Herr, Meister und Gebieter nennen, werden ihn aber durch ihren Wandel im Privatleben verleugnen. Als der Apostel Paulus Christen davor warnte, mit einer
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