Wachtturm ONLINE-BIBLIOTHEK
Wachtturm
ONLINE-BIBLIOTHEK
Deutsch
  • BIBEL
  • PUBLIKATIONEN
  • ZUSAMMENKÜNFTE
  • Zahlenrätsel
    Erwachet! 1984 | 8. September
    • AUFLÖSUNG DES ZAHLENRÄTSELS

      A. FELDZUG; B. RABBUNI; C. UNWILLIG; D. CHERUB; E. HERD; F. TRAUMDEUTER; G. DUENGEN; H. ELFENBEIN; I. SKIZZE; J. GEWAND; K. ELEGANZ; L. ILLEGITIM; M. SCHIFF; N. TUGEND; O. ENTWURF; P. SADDUZAEER

      Gitter: LIEBE, FREUDE, FRIEDE, LANGMUT, FREUNDLICHKEIT, GUETE, GLAUBEN, MILDE, SELBSTBEHERRSCHUNG; GALATER FUENF, ZWEIUNDZWANZIG UND DREIUNDZWANZIG

      Anfangsbuchstaben: FRUCHT DES GEISTES

  • Ist mein Kind hyperkinetisch?
    Erwachet! 1984 | 8. September
    • Ein zu niedriger Blutzuckerspiegel ist gewöhnlich die Folge eines Insulinüberschusses, wodurch die Glucose im Blut schneller abgebaut wird, als sie ersetzt werden kann. Die Gehirntätigkeit hängt von einer konstanten Versorgung mit Glucose aus dem Blut ab. Hypoglykämie beeinträchtigt die Funktion des Gehirns, was Verhaltensstörungen zur Folge hat. Ein Heißhunger auf stärkehaltige, süße Speisen könnte einen zu niedrigen Blutzuckerspiegel andeuten.

      Bei einer Diät für Hypoglykämiker werden nicht nur künstliche Farb- oder Aromastoffe, sondern auch die meisten Zucker gemieden, insbesondere Rohrzucker. Zucker ist für Hypoglykämiker insofern gefährlich, als er einen plötzlichen Anstieg des Blutzuckerspiegels verursacht, der als Gegenreaktion eine zu hohe Abgabe an Insulin auslöst. In einem Artikel, betitelt „Treatment of Learning Disabilities“ (Behandlung von Lernstörungen) schreibt Dr. Allan Cott diesbezüglich: „Forscher, die sich mit dem Ernährungszustand von solchen Kindern befassen, haben übereinstimmend festgestellt, daß zu ihrer Nahrung sehr viel Zucker, Bonbons, Süßigkeiten und andere zuckerhaltige Kost gehören. Wird solche Nahrung weggelassen, ist eine auffallende Abnahme an Hyperkinese die Folge.“ Daher raten einige Mediziner davon ab, hyperkinetischen Kindern zuckerhaltige Speisen oder Getränke zu geben.

      Nehmen wir den Fall der vierjährigen Beky. Sie war ungeduldig, reizbar und frustriert, besonders gegen Abend. Ihre Mutter, der man zu einer zuckerfreien Diät für Beky riet, berichtet: „Es kostet die Eltern mehr Beherrschung als das Kind. Eine glückliche, ruhige Tochter zu haben ist die Anstrengung wert. Die ganze Familie hat einen Nutzen davon. Allein durch den Verzicht auf Zucker änderte sich das Verhalten meiner Tochter.“

      Umweltverschmutzung — eine weitere Ursache?

      In der britischen Ärztezeitschrift The Lancet wird gesagt: „Die Schlußfolgerung scheint vernünftig zu sein ..., daß erhöhte Bleikonzentrationen im Blut (nicht notwendigerweise im toxischen Bereich), die über einen längeren Zeitraum bestehen, für den Minimalhirnschaden verantwortlich sind, der unter dem Syndrom der Hyperkinese mit auftritt.“ Spätere Untersuchungsergebnisse bestätigen dies auch.

      Folglich könnte durch die Umweltverschmutzung, insbesondere durch den hohen Bleianteil, der in erster Linie durch die Abgase von Kraftfahrzeugen in die Atmosphäre gelangt, die Zunahme an hyperkinetischen Kindern in unseren Städten verursacht werden.

      Hyperkinese durch Ereignisse vor oder bei der Geburt?

      Es gibt Kinder, bei denen die Diät keine Wirkung zeigt. Es muß nach einer anderen Ursache als den zuvor besprochenen gesucht werden. Ashley Montagu, Autor des Buches Life Before Birth (Leben vor der Geburt), bezieht sich auf das entscheidende Entwicklungsstadium eines Menschen, wenn er sagt: „Das Leben beginnt nicht bei der Geburt, sondern bei der Empfängnis. Das bedeutet, daß ein sich entwickelndes Kind nicht nur in dem Sinn lebendig ist, daß es aus lebendem Gewebe besteht, sondern auch in dem Sinn, daß es vom Augenblick der Empfängnis an Geschehnissen unterworfen ist. ... Ereignisse vor der Geburt und seine Reaktionen darauf werden es für den Rest seines Lebens beeinflussen.“ In den ersten drei Monaten nach der Empfängnis, dem Stadium, in dem sich die größeren Organe bilden, können die Gefühle der Mutter wie Furcht oder ungewöhnlicher Streß und Angst die körperliche Entwicklung des Kindes beeinträchtigen.

      Die Ereignisse, die vor und kurz nach der Geburt eines Kindes eintreten, gelten als bedeutende Faktoren für die Entstehung von Hyperkinese. Ein Wissenschaftler schrieb: „Die Risiken, die auf einen Fetus zukommen, erreichen während der Zeit der Wehen einen Höhepunkt. Die Geburt ist für die meisten Menschen eines der gefährlichsten Ereignisse, denen sie je ausgesetzt sein mögen.“ Eine komplizierte und risikoreiche Geburt, verbunden mit Hypoxämie, einer unzureichenden Sauerstoffversorgung, macht man für die sich unbemerkt entwickelnden neurologischen Effekte verantwortlich, die in späteren Lebensjahren bei Streßsituationen sichtbar werden.

      Ist denn bei einem Minimalhirnschaden, der mit Streß während der Schwangerschaft oder mit Sauerstoffunterversorgung bei der Geburt in Verbindung gebracht werden kann, eine medikamentöse Behandlung angezeigt? Ja, ernste Fälle von Hyperkinese werden mit Stimulanzien beherrscht. In bezug auf die Verwendung von Medikamenten gegen Hyperkinese stimmte ein US-Beratergremium aus 15 Experten „darin überein, daß die Verabreichung von Medikamenten die Krankheit nicht ‚heilt‘, sondern das Kind für erzieherische und beratende Maßnahmen zugänglicher macht“. Man kam jedoch auch zu dem Schluß, „daß die Verabreichung von Stimulanzien in nur ungefähr der Hälfte bis zwei Drittel der Fälle nützt, für die man den Einsatz von Medikamenten als gerechtfertigt erachtet“. Auf der anderen Seite macht der Psychologe James Swanson warnend darauf aufmerksam, daß 40 Prozent der Hyperkinetiker überhaupt keine Medikamente erhalten sollen. Eltern sollten daher nicht voreilig einer medikamentösen Behandlung zustimmen, die in Wirklichkeit nicht gegen Hyperkinese gerichtet ist. Ein Vater, dessen Sohn sechs Monate lang mit Medikamenten behandelt worden war, dann aber anstelle dessen eine Diät einhielt, sagte: „Wir erkennen jetzt, daß Medikamente kein Zaubermittel sind, die Richards Lernfähigkeit verbessern. Um ihm zu helfen, war ein persönliches Opfer an Zeit erforderlich.“

      Hyperkinetischen Kindern mag eine Verhaltenstherapie, bei der nach dem Erreichen vernünftiger Ziele auf Ermutigung, Anerkennung und Belohnung Wert gelegt wird, zwar langsamer, aber dafür wirkungsvoller und nachhaltiger helfen. Eine förderliche Atmosphäre in der Familie und konsequentes Verhalten der Eltern ist ein Muß. Genauso wichtig ist eine tiefe Liebe zu dem kranken Kind, da sonst jegliche Therapie fehlschlagen wird.

      Wie lautet die abschließende Antwort? Ist dein Kind hyperkinetisch? Es mag sein. Vergewissere dich jedoch zuerst, ob die vermutete Hyperkinese nicht auf einen Mangel an Erziehung zurückzuführen ist. Strebe eine feste, konsequente Erziehung in einer liebevollen vereinten Familie an. Achte ferner darauf, daß dein Kind nicht hauptsächlich wertlose Nahrung zu sich nimmt, wie zum Beispiel gefärbte, mit Geschmacksstoffen versehene, hoch zuckerhaltige Süßigkeiten. Falls diese Methoden versagen, sind weitere medizinische Untersuchungen erforderlich, damit die genaue Ursache für die Hyperkinese deines Kindes ermittelt werden kann.

Deutsche Publikationen (1950-2025)
Abmelden
Anmelden
  • Deutsch
  • Teilen
  • Einstellungen
  • Copyright © 2025 Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania
  • Nutzungsbedingungen
  • Datenschutzerklärung
  • Datenschutzeinstellungen
  • JW.ORG
  • Anmelden
Teilen