-
„Der Weg des Lebens“ oder „der Weg des Todes“ — Wofür entscheidest du dich?Der Wachtturm 1979 | 1. Dezember
-
-
„Der Weg des Lebens“ oder „der Weg des Todes“ — Wofür entscheidest du dich?
„Und zu diesem Volk wirst du sagen: ,Dies ist, was Jehova gesprochen hat: „Siehe, ich lege euch den Weg des Lebens und den Weg des Todes vor“‘“ (Jer. 21:8).
1. Welche Fragen erheben sich angesichts dessen, daß wir heute vor der Entscheidung stehen, zwischen dem „Weg des Lebens“ und dem „Weg des Todes“ zu wählen?
IST die Lage wirklich so ernst geworden? Sind wir alle davon betroffen? Steht heute die ganze Welt vor der Entscheidung, zwischen dem „Weg des Lebens“ und dem „Weg des Todes“ zu wählen? Ist das überhaupt möglich? Ist der Tod nicht das Normale? Wenn ja, wieso liegt dann für die Menschheit der Fall heute anders als früher? In den vergangenen Jahrtausenden konnten Männer, Frauen, Kinder und Babys dem Tod nicht entgehen. Sie hatten keine andere Wahl. Weshalb sollte man dann heute sagen können, wir müßten zwischen dem „Weg des Lebens“ und dem „Weg des Todes“ wählen? Welche Chance haben wir, dem alten Feind, dem TOD, zu entgehen?
2, 3. (a) Wann in der Geschichte wurde einmal die ganze Welt mit einem plötzlichen Tod konfrontiert? (b) Wie wurde es den Menschen damals ermöglicht, zwischen Leben und Tod zu wählen?
2 Nun, es ist nicht das erste Mal, daß eine ganze Menschenwelt mit dem Tod, einem plötzlichen Tod, konfrontiert wird. Geschichtsschreiber machen uns auf eine Begebenheit aufmerksam, bei der dies schon einmal der Fall war. Ein solcher Geschichtsschreiber sagte: „Von alters her [gab es] Himmel ... und eine Erde, die kompakt herausstand aus dem Wasser und inmitten des Wassers durch das Wort Gottes; und durch diese Dinge wurde die damalige Welt vernichtet, als sie mit Wasser überflutet wurde“ (2. Petr. 3:5, 6).
3 Dieser Geschichtsschreiber, der christliche Apostel Petrus, meinte damit die weltweite Flut der Tage Noahs. Wurden der damaligen Welt der Weg des Lebens und der Weg des Todes vorgelegt? Ganz gewiß! Damals ging es darum, daß man entweder aus Unglauben außerhalb der Arche blieb, die Noah und seine Angehörigen gebaut hatten, und die Sintflut nicht überlebte oder daß man mit Noah und seinen Angehörigen in die Arche ging und auf diese Weise dem gewaltsamen Tod entrann, der über die gottlose Welt kam.
4, 5. (a) Weshalb sind wir alle trotz der Sintflut der Tage Noahs am Leben? (b) Weshalb sollten wir es nicht versäumen, aus dem Beispiel Noahs und seiner Familie eine Lehre für die heutige Zeit zu ziehen?
4 Etwas vorher in dem gleichen Brief schrieb der Apostel Petrus: „Und er [Gott] hielt sich nicht davon zurück, eine ehemalige Welt zu strafen, sondern hielt Noah, einen Prediger der Gerechtigkeit, mit sieben anderen in Sicherheit, als er eine Sintflut über eine Welt gottloser Menschen brachte“ (2. Petr. 2:5).
5 Noah und seine Familie entschieden sich für den Weg des Lebens, bevor die Sintflut losbrach. Deshalb sind wir heute, über 4 300 Jahre später, am Leben. Wir, die wir heute leben, sollten es nicht versäumen, aus dem Beispiel Noahs und seiner Familie eine Lehre zu ziehen. Warum? Weil die Heilige Schrift für die gottlose Menschenwelt, die herangewachsen ist und heute die Erde füllt, ein ähnliches Ende voraussagt.
6. Weshalb ist es heute dringend, daß wir den „Weg des Lebens“ wählen und den „Weg des Todes“ verwerfen?
6 Logischerweise werden wir irgendwann, während das vorhergesagte Ende herannaht, vor eine ähnliche Entscheidung gestellt wie Noah und seine Familie. An der Erfüllung biblischer Prophezeiungen seit dem Ersten Weltkrieg, der das Jahr 1914 als Ende der 2 520 Jahre währenden Zeiten der Nationen kennzeichnete, erkennen unsektiererische Erforscher der Bibel, daß wir am „Abschluß des Systems der Dinge“ leben (Matth. 24:3). Heute, im Jahre 1979, sind wir in der Schlußperiode dieses Systems der Dinge schon weit vorangeschritten. Deshalb drängt sich jetzt mehr denn je die Notwendigkeit auf, den „Weg des Lebens“ zu wählen und den „Weg des Todes“ zu verwerfen. Vor diese Wahl stellt uns barmherzigerweise der Lebengeber aller Atmenden.
7, 8. (a) Welches weitere ähnliche Beispiel aus alter Zeit haben wir? (b) In welchem Ausmaß wollte Jehova den Propheten in der Öffentlichkeit auftreten lassen?
7 Außer der Sintflut der Tage Noahs gab es in der Menschheitsgeschichte noch eine weitere Begebenheit, bei der man entscheiden mußte, ob man am Leben bleiben wollte oder ob das Leben und die damit verbundenen Vorrechte abrupt zu einem Ende kommen sollten. Es handelte sich dabei um das Volk Israel während der Tage des Priesters und Propheten Jeremia, des Sohnes Chilkijas (Jer. 1:1-5). Jehova Gott hatte ihn „zum Propheten für die Nationen“ gemacht. Selbst wenn wir also nicht zu dem gleichen Volk gehören wie Jeremia, geht uns das, was dieser internationale Prophet sagte und tat, etwas an.
8 Der Gott, der Jeremia als Wortführer beauftragte, wollte, daß er in der Öffentlichkeit auftrat, daß er die Aufmerksamkeit von Königen, von Fürsten, von Priestern, der Bevölkerung, ja eines Weltherrschers, Nebukadnezars, des Königs von Babylon, erregte. Jeremia fordert auch heute die Aufmerksamkeit der Welt durch seine aufgezeichneten Prophezeiungen, die aufbewahrt worden sind, damit wir sie in der heutigen kritischen Zeit als zeitgemäße Informationen studieren können (Jer. 1:18, 19; 39:11-14; vergleiche Römer 15:4).
9. Inwiefern entsprach die Zeit Jeremias der Zeit seit 1914, was politische Veränderungen auf der Erde betrifft?
9 Die alternde Generation, die die Weltereignisse seit 1914 verfolgt, hat unter den Herrschern der Nationen viele Änderungen beobachtet. Auch Jeremia sah politische Veränderungen. Nachdem der gute König Josia im Jahre 628 v. u. Z. gestorben war, sah Jeremia drei Söhne und einen Enkel Josias nacheinander auf dem Thron des Königreiches Juda. Nachdem Josias Sohn Jehoachas nur drei Monate in Jerusalem regiert hatte, wurde er abgesetzt, und sein Bruder Jojakim folgte ihm auf dem Thron. Nachdem dieser Sohn Josias 618 v. u. Z. einen vorzeitigen Tod fand, regierte sein jüngerer Sohn Jojachin für drei Monate und ergab sich dann Nebukadnezar, dem König von Babylon. Nebukadnezar setzte dann den übriggebliebenen Sohn Josias, Zedekia, als neuen König von Juda ein. Im 11. Jahr der schlechten Herrschaft Zedekias fiel Jerusalem an die Babylonier, und Zedekia wurde gefangen nach Babylon geführt, nachdem Jerusalem und sein Tempel in Trümmern lagen (2. Chron. 35:23 bis 36:21).
10. Weshalb war es für Jeremia keine leichte Aufgabe, die Botschaft Jehovas zu verkündigen, und für wen heute war er ein ermutigendes Beispiel?
10 Jeremia sah den ständigen sittlichen und religiösen Verfall unter den letzten vier Königen Judas. Haben wir unter den Herrschern der sogenannt christlichen Nationen eine ähnliche traurige Entwicklung beobachtet? Für Jeremia war es kein leichter Auftrag, ständig den Untergang Jerusalems und den Sturz des davidischen Königreiches zu verkündigen. Für die Jeremia-Klasse von heute ist es ebenfalls keine leichte Aufgabe, Jehovas Prophezeiungen zu verkündigen, die von der verheerenden Vernichtung der Christenheit und all ihrer Kirchen, Kathedralen und Basiliken handeln, die heute Touristenattraktionen sind. Dadurch unterscheidet sich die Jeremia-Klasse von der Geistlichkeit der Christenheit, und deshalb ist sie so unbeliebt. Doch der Jeremia des Altertums ist für sein neuzeitliches Gegenstück ein ermunterndes Beispiel gewesen.
11. Was gebot Jehova Jeremia, um seine Unheilsverkündigung zu veranschaulichen?
11 Einmal sagte Gott, um Jeremias Unheilsverkündigung noch anschaulicher zu machen:
„Geh, und du sollst einen irdenen Töpferkrug holen und einige der älteren Männer des Volkes und einige der älteren Männer der Priester [als Zeugen]. Und du sollst hinausgehen zum Tal des Sohnes Hinnoms, das am Eingang des Scherbentores ist. Und dort sollst du die Worte ausrufen, die ich zu dir reden werde. Und du sollst sprechen: ,Höret das Wort Jehovas, o ihr Könige von Juda und ihr Bewohner von Jerusalem. Dies ist, was Jehova der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen hat:
„Siehe, ich bringe Unglück über diesen Ort, wovon jedem, der es hört, die Ohren gellen werden; darum daß sie mich verlassen haben und darangegangen sind, diesen Ort unkenntlich zu machen und darin anderen Göttern zu räuchern, die sie nicht gekannt hatten, sie und ihre Vorväter und die Könige von Juda; und sie haben diesen Ort mit dem Blut der Unschuldigen erfüllt. Und sie bauten die Höhen des Baal, um ihre Söhne dem Baal als Ganzbrandopfer im Feuer zu verbrennen, etwas, was ich nicht geboten und wovon ich nicht geredet hatte und was nicht in meinem Herzen aufgekommen war“‘“ (Jer. 19:1-5).
12. Was sagte Jeremia über das Topheth im Tal Hinnom, nachdem er den Krug zertrümmert hatte?
12 Worin sollte das „Unglück“ bestehen, wovon den Israeliten die Ohren gellen würden? Der „Ort“, der falschen Göttern geheiligt worden war, sollte durch das „Töten“ der Götzendiener verunreinigt werden (Jer. 19:6). Nachdem Jeremia dies verkündigt hatte, zerschmetterte er den Töpferkrug vor den Augen der Laienältesten und der priesterlichen Ältesten auf dem Boden und sagte:
„Dies ist, was Jehova der Heerscharen gesprochen hat: ,Ebenso werde ich dieses Volk und diese Stadt zerbrechen, wie jemand das Gefäß des Töpfers zerbricht, so daß es nicht mehr ausgebessert werden kann; und im Topheth wird man begraben, bis es keinen Platz zum Begraben mehr gibt‘“ (Jer. 19:10, 11).
13. Was verkündigte Jeremia danach im Vorhof des Tempels von Jerusalem?
13 Nach dieser dramatischen Demonstration vor den Ältesten war es angebracht, der Bevölkerung Jerusalems eine ähnliche Botschaft zu verkündigen. Jeremia ließ daher die Scherben des zerbrochenen Töpferkruges in der Nähe des Scherbentores liegen und ging dann in Richtung Norden durch die Stadt zum Vorhof des Tempels. Darauf sagte er für alle Zuhörer vernehmbar:
„Dies ist, was Jehova der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen hat: ,Siehe, ich bringe über diese Stadt und über alle ihre Städte [Vororte] all das Unglück, das ich gegen sie geredet habe, weil sie ihren Nacken verhärtet haben, um meinen Worten nicht zu gehorchen“ (Jer. 19:14, 15).
RELIGIÖSE VERFOLGUNG UND IHR ECHO
14. Was tat Paschchur mit Jeremia, und warum?
14 Die Ältesten, die zugesehen hatten, wie Jeremia im Tal Hinnom den Töpferkrug zerbrach, und seine unheilverkündenden Worte gehört hatten, fühlten sich nicht befugt, ihm etwas anzutun. Doch der führende Beauftragte des Tempels, Paschchur, der Sohn des Priesters Immer, fühlte sich befugt, etwas zu unternehmen. Die Falschheiten, die er prophezeite, wurden von Jeremia nicht bestätigt. Zornig schlug Paschchur ihm ins Gesicht und ließ ihn im Benjamintor, an der Nordmauer Jerusalems, öffentlich in den Stock legen. „Welch ein Patriotismus!“ mögen viele Beobachter gedacht haben. Paschchur war ägyptenfreundlich; er verließ sich auf die militärische Hilfe der Ägypter und glaubte daher nicht, daß sich das von Jeremia gesprochene Wort Jehovas bezüglich des Unglücks über das Königreich Juda durch die Babylonier erfüllen würde. Paschchurs Patriotismus fand jedoch bei Jehova keinen Anklang. In Wirklichkeit kämpfte er gegen Gott!
15. Wie änderte Jehova Paschchurs Namen ab, und welche prophetische Bedeutung hatte dies?
15 Nachdem Paschchur am darauffolgenden Tag Jeremia freigelassen hatte, hatte Jehova eine Botschaft für Paschchur. Sein Name besteht aus den beiden hebräischen Wörtern Pasch und Chur. Zusammen bedeuten diese Wörter vermutlich „Was ringsum übriggeblieben ist“. Auf die Bedeutung des Namens Paschchur anspielend, teilte Jehova Jeremia durch Inspiration mit, er solle diesen Namen ändern:
„Jehova hat deinen Namen nicht Paschchur genannt, sondern ,Schrecken ringsum‘ [hebräisch: Magormissabib]. Denn dies ist, was Jehova gesprochen hat: ‚Siehe ich mache dich zum Schrecken für dich und für alle, die dich lieben [oder: deine Freunde], und sie werden gewißlich durch das Schwert ihrer Feinde fallen, während deine Augen zuschauen werden; und ganz Juda werde ich in die Hand des Königs von Babylon geben, und er wird sie tatsächlich ins Exil nach Babylon mitnehmen und sie mit dem Schwerte schlagen. Und ich will alle angehäuften Dinge dieser Stadt und all ihr Erzeugnis und all ihre kostbaren Dinge preisgeben, und alle Schätze der Könige von Juda werde ich in die Hand ihrer Feinde geben. Und sie werden sie gewißlich plündern und sie nehmen und sie nach Babylon bringen. Und was dich betrifft, o Paschchur, und alle Bewohner deines Hauses, ihr werdet in die Gefangenschaft gehen: und nach Babylon wirst du kommen, und dort wirst du sterben, und dort wirst du selbst begraben werden mit allen, die dich lieben, weil du ihnen in Falschheit prophezeit hast‘“ (Jer. 20:3-6).
16. Inwiefern ging Paschchur anderen Führern voran, und was entspricht diesem heute?
16 Aus diesen Worten Jehovas geht hervor, daß Paschchur für sich den „Weg des Todes“ gewählt hatte. Und durch seine falschen Prophezeiungen führte er seine religiösen Freunde auf den gleichen Weg. Dementsprechend werden heute in der Christenheit Hunderte von Millionen Kirchgänger auf den „Weg des Todes“ geführt. Daran hat die Jeremia-Klasse jedoch keine Schuld.
17. Inwiefern übertraf die Demonstration, die 1919 in Cedar Point stattfand, das Zerschlagen des Tonkruges von Jeremia im Tal Hinnom?
17 Jeremia veranschaulichte Jehovas Prophezeiung auf dramatische Weise, indem er im Tal Hinnom einen Tonkrug zerschlug. Durch weit eindrucksvollere öffentliche Demonstrationen hat die Jeremia-Klasse die Christenheit vor dem drohenden Untergang gewarnt. Ein Beispiel dafür ist ein Kongreß, der im September 1919 in Cedar Point (Ohio, USA) stattfand. Dort hielt der Präsident der Watch Tower Bible and Tract Society vor 10 000 Zuhörern eine Ansprache, in der er erklärte, daß der Segen, den die Geistlichkeit über den damals vorgeschlagenen Völkerbund ausgesprochen hatte, sich als wertlos erweisen werde. Diese Organisation für Weltfrieden und internationale Sicherheit werde kein Gelingen haben. Tatsächlich ließ sie die Christenheit im Jahre 1939 im Stich, als der deutsche Diktator Adolf Hitler die Christenheit in den Zweiten Weltkrieg stürzte.
18. Welche weitere Demonstration führte die Jeremia-Klasse im Jahre 1933 durch?
18 Nehmen wir als weiteres Beispiel das Jahr 1933. Dieses Jahr wurde als ein Heiliges Jahr ausgerufen, weil es das 1 900. Todesjahr Jesu Christi war. Als der Papst dieses Heilige Jahr ankündigte, versprach er der Christenheit insbesondere und auch der ganzen übrigen Welt Frieden und Wohlfahrt, obwohl Hitler in jenem Jahr der Diktator des Deutschen Reiches wurde. Doch die Jeremia-Klasse zog die Versprechungen des Papstes mutig in Frage. Am Sonntag, dem 23. April, hielt der Präsident der Watch Tower Society von dem New Yorker Sender WBBR aus über eine Kette von Rundfunkstationen einen einstündigen Vortrag über das Thema „Wirkung des Heiligen Jahres auf Frieden und Wohlfahrt“. Diese in den Ohren gellende Botschaft wurde weltweit verbreitet, indem sie in der englischen Ausgabe vom 10. Mai 1933 der zweiwöchentlich erscheinenden Zeitschrift Das Goldene Zeitalter veröffentlicht wurde. Sofort erhob die Geistlichkeit der Christenheit lauten Protest. Sie griff zu politischen Druckmaßnahmen und verfolgte die Jeremia-Klasse. Doch dadurch wurden der Weltfriede und die Wohlfahrt nicht gerettet, genausowenig, wie es in den darauffolgenden Heiligen Jahren, 1950 und 1975, der Fall war. Die Christenheit muß immer noch damit rechnen, in der bevorstehenden „großen Drangsal“ vernichtet zu werden.
19. Welche neuzeitliche Parallele finden die Namensänderung Paschchurs und die damit verbundene Unglücksprophezeiung in Verbindung mit der Geistlichkeit der Christenheit?
19 Der Schlag ins Gesicht, den Paschchur, der führende Beauftragte des Tempels, Jeremia versetzte, hat somit im 20. Jahrhundert eine neuzeitliche Parallele gefunden. Wie jener patriotische religiöse Führer in alter Zeit hat die Geistlichkeit der Christenheit die Jeremia-Klasse an den Pranger gestellt. Warum? Um sie öffentlich zu beschämen und zu verhindern, daß Jehovas Vorsatz in bezug auf das heuchlerische Namenchristentum, ja in bezug auf die gesamte falsche Religion und ihre politischen Beschützer und Henkersknechte verkündigt wurde. Doch dieses Vorgehen wirkte sich weder für Paschchur noch für die Geistlichkeit der Christenheit günstig aus. Jehova änderte Paschchurs Namen auf Magormissabib ab, was „Schrecken ringsum“ bedeutet. Dieser „Schrecken“ trat in Verbindung mit der furchtbaren Zerstörung im Jahre 607 v. u. Z. ein. Außerdem wurde Paschchur dazu verurteilt, als Gefangener in Babylon zu sterben. Was die heutigen Nachahmer Paschchurs betrifft, so wurde die Geistlichkeit bloßgestellt und zu ewiger Vernichtung verurteilt.
20. Wie wurde die Geistlichkeit der Christenheit im Jahre 1951 als eine verurteilte Klasse bloßgestellt?
20 Seit dem 1. Jahrhundert haben sich Christen gefragt, wen Paulus mit dem „Sohn des Verderbens“ oder dem „Sohn der Vernichtung“ meinte. Doch zu Jehovas bestimmter Zeit sollte das „Geheimnis der Gesetzlosigkeit“ enthüllt werden (2. Thess. 2:3, 7). So veröffentlichte die Jeremia-Klasse im Jahre 1951 (deutsch: 1953) das Buch Was hat die Religion der Menschheit gebracht? In jenem Jahr wurde das Buch auf dem internationalen Kongreß der Zeugen Jehovas in London (England) freigegeben. Das 25. Kapitel behandelte das Thema: „Die Rote Religion und der ,Mensch der Gesetzlosigkeit‘“. Auf Seite 347, 348 lesen wir über den „Abfall“:
Der Abfall der christlichen Führer vom wahren Christentum, zwecks Bildung einer Klasse oder eines Systems des „Menschen der Gesetzlosigkeit“, begann also kurz nach dem Tode der zwölf Apostel. Da die Apostel nun aus dem Wege waren, trat jene Klasse des ‘gesetzlosen Menschen’ hervor und folgte einem gesetzlosen Lauf der Selbsterhöhung. Er schwang sich als abgefallene Geistlichkeit zur Macht über die religiösen Interessen der sogenannten Christen auf. Dem Wort von Geistlichen wurde mehr Gewicht gegeben als dem geschriebenen Worte Gottes. Die Geistlichkeit stellte die Überlieferungen und Gebote von Menschen über die Gesetze Gottes und machte diese so zunichte. Indem Geistliche die Titel „Ehrwürden“, „Hochwürden“, „Hochehrwürden“ und „Heiligkeit“ und für den Papst sogar „Stellvertreter Gottes“ annahmen, erhöhten sie sich in ihren Tempeln, Kathedralen und Kirchen zum Gegenstand der Verehrung, indem sie die Jehova Gott und seinem Sohne Jesus Christus gebührende Verehrung und Furcht für sich beanspruchten. Sie beanspruchten Söhne Gottes zu sein, machten sich aber in den Augen ihrer Pfarrkinder und Gemeinden zu Göttern oder geistig Mächtigen.
21. Wenn der zur Christenheit gehörende „Sohn der Vernichtung“ untergeht, wer wird dann mit ihm untergehen und welche Situation wird dann für die Namenchristen bestehen?
21 Das oben zitierte Buch erklärte mutig, daß die abtrünnige Klasse des „Menschen der Gesetzlosigkeit“ in der herannahenden „großen Drangsal“ zusammen mit allen anderen Vertretern der falschen, babylonischen Religion die vorhergesagte Vernichtung erleiden werde. Wenn der zur Christenheit gehörende „Mensch der Gesetzlosigkeit“, der „Sohn der Vernichtung“, untergeht, wird auch die Christenheit selbst untergehen. Dieses Ereignis wird die religiösen Empfindungen der Namenchristen sowie aller anderen, die sich zu unbiblischen Religionen bekennen, verletzen; ja, es wird dann „Schrecken ringsum“ herrschen (2. Thess. 2:8 bis 12; siehe auch das Buch „Babylon die Große ist gefallen!“ Gottes Königreich herrscht! [1965], Kapitel 26, das Offenbarung, Kapitel 17 kommentiert).
AUF DIE SEITE DER HINRICHTUNGSSTREITKRÄFTE GOTTES FLIEHEN
22. Wie können wir es verhindern, mit dem zur Christenheit gehörenden „Sohn der Vernichtung“ vernichtet zu werden, wie dies in Jeremias Zeit veranschaulicht wurde?
22 Die Christenheit hat den „Weg des Todes“ eingeschlagen. Laßt uns nicht weiter darauf gehen. Für den einzelnen besteht immer noch die Möglichkeit, nicht mit ihrem „Sohn der Vernichtung“ hingerichtet zu werden. Betrachten wir nur, was mit Jeremia geschah. Er wurde zwar im Wachthof König Zedekias gefangengehalten, und rings um ihn her forderten Hungersnot, Seuchen und der Krieg ihren Tribut, doch er überlebte die Zerstörung Jerusalems und geriet nicht in die Babylonische Gefangenschaft. Freunde Jeremias, die ebenfalls Jehova fürchteten, überlebten mit ihm. Auch heute haben wir die Gelegenheit zu überleben.
23. Weshalb gab es damals keinen Grund für eine günstige Botschaft Jehovas durch Jeremia an König Zedekia?
23 Damals, im Jahre 609 v. u. Z., kämpften sich die einfallenden Babylonier nach Jerusalem durch (Jer. 21:13). König Zedekia war sich bewußt, was bevorstand, und schickte eine Abordnung zu Jeremia, um sich zu erkundigen, ob Jehova möglicherweise eine günstige Botschaft für ihn hatte. Doch welchen Grund hatte Zedekia, durch Jeremia irgendein günstiges Wort zu erwarten? In Jerusalem und im ganzen Königreich Juda herrschten die Zustände, auf die Jehova aufmerksam machte: Sein Bund mit Israel war gebrochen worden, es wurden andere Götter angebetet, ungerechte Gerichtsurteile wurden ausgesprochen, Betrüger raubten hilflose Menschen aus, Witwen und Waisen wurden ausgenutzt, Arbeitern wurde der rechtmäßige Lohn vorenthalten, unschuldiges Blut wurde vergossen, und es wurde in Falschheit geweissagt (Jer. 21:12; 22:3, 13-16; 23:14, 16). Jeremia mußte den Übertretern des Bundes Gottes unbedingt mutig Jehovas unverfälschte Unglücksbotschaft verkündigen (Jer. 21:1-7; 1:7, 8, 17).
24. Wieso haben wir in Jeremia ein ausgezeichnetes Beispiel, was das Ausrichten der Königreichsbotschaft an die heutige Christenheit betrifft?
24 Welch ein ausgezeichnetes Beispiel war doch Jeremia für Jehovas Zeugen heute! In der ganzen Christenheit herrschen heute auf religiösem, sittlichem, gesellschaftlichem und rechtlichem Gebiet traurige Zustände, und es besteht keine Aussicht auf Besserung. Wie im Falle Jeremias hat Jehova auch heute unverhohlen seine richterliche Entscheidung gegen die Christenheit geäußert. Er hat seine Jeremia-Klasse beauftragt, dem neuzeitlichen Gegenstück Jerusalems und Judas eine genauso direkte Unglücksbotschaft zu verkündigen. Die Jeremia-Klasse muß daher schonungslos und unerschütterlich all das verkündigen, was Gott ihr in seinem Wort gebietet.
25. Wohin marschieren heute alle Nationen der Welt, und wie erklärte das Buch Befreiung! im Jahre 1926, was dort stattfinden wird?
25 Alle Nationen, auch die der Christenheit, marschieren nach Har-Magedon. Dieser Name bezeichnet keinen königlichen Kampf zwischen Kapital und Arbeiterschaft, der zu weltweiter totaler Anarchie führen würde. Er bezeichnet auch keinen von Menschen gegen Menschen geführten Krieg, sondern etwas weit Ernsteres und Unheilvolleres. Diese Tatsache wurde zum ersten Mal im Jahre 1926 klargelegt. In dem Buch Befreiung!, das im Mai 1926 auf der Hauptversammlung der Internationalen Bibelforscher-Vereinigung in London der Öffentlichkeit freigegeben wurde, hieß es:
Die Heiligen beteiligen sich nicht an dem eigentlichen Kampf. Dies ist die Schlacht Gottes, des Allmächtigen, und der Kampf wird von seinem geliebten Sohne geführt, dem Priester, dessen Vorbild Melchisedek war. Vor langer Zeit schrieb der Prophet Jehovas in bezug auf diese Stunde: „Der Herr [Jehova] zu deiner Rechten zerschmettert Könige am Tage seines Zornes. Er wird richten unter den Nationen, er füllt alles mit Leichen; das Haupt über ein großes Land [andere Lesart: über viele Länder] zerschmettert er.“ (Ps. 110:5, 6) Er kämpft gleichzeitig für die Errettung des Volkes, damit es von dem Unterdrücker befreit werden möge, und er kämpft auch für die Gesalbten Gottes, damit sie gerechtfertigt dastehen mögen in bezug auf ihr treues Zeugnis für den Namen Jehovas. ...
So wird Satans Reich von der Erde hinweggefegt in die völlige Vergessenheit. Der Name Jehovas wird dann gerechtfertigt dastehen. Alle menschlichen Worte sind zu schwach und armselig, als daß sie diesen großen und furchtbaren Tag des Herrn beschreiben könnten (S. 267, 268).
Möge sich niemand einer Täuschung hingeben und denken, daß die Schlacht von Harmagedon nur ein Kampf zwischen Menschen sein werde oder daß sie einfach eine bildliche Darstellung sei und nichts weiter. Die Schrift macht es ganz klar, daß Harmagedon eine wirkliche Schlacht sein wird, und zwar die Schlacht Gottes, des Allmächtigen, in der er die Erde von dem bösartigen System säubern wird, das von Satan gebraucht wurde, um das Volk während all der vergangenen Jahrhunderte zu verblenden (S. 270).
26. Was darf die Jeremia-Klasse heute genausowenig wie Jeremia tun, um den Herrschern der Welt zu gefallen?
26 Diese „Schlacht von Harmagedon“ wird den Abschluß der „großen Drangsal“ bilden, in deren Verlauf das Weltreich der falschen Religion einschließlich der Christenheit hinweggefegt werden wird (Offb. 16:13-16; 17:1-18). Die Jeremia-Klasse kann diese Tatsache nicht beschönigen, nur um den Zedekia ähnlichen politischen Herrschern der Christenheit oder gar der ganzen Welt zu gefallen. Sie muß ihrem Auftrag getreulich nachkommen, so wie auch Jeremia dem Auftrag Jehovas gegenüber Zedekia gehorsam nachkam.
27. Welchen Hinrichtungsstreitkräften werden die Menschen im Krieg von Har-Magedon gegenüberstehen?
27 Im „Krieg des großen Tages“, in Har-Magedon, müssen die Herrscher des gegenwärtigen Systems der Dinge mit Gott, dem Allmächtigen, rechnen, nicht mit Menschen. Diejenigen, die patriotisch die politischen Lenker des gegenwärtigen Systems der Dinge unterstützen, müssen den Hinrichtungsstreitkräften Jehovas gegenübertreten. In Jeremias Tagen waren dies die babylonischen Heere unter König Nebukadnezar. Im kommenden Krieg von Har-Magedon werden es Jehovas heilige Engel, angeführt von seinem Sohn Jesus Christus, sein (Offb. 16:12; 19:11-21).
28, 29. Welche Wahl sollten wir gewöhnlichen Menschen gemäß den Worten Jehovas aus Jeremia 21:8-10 treffen?
28 Die Herrscher der Christenheit ahmen König Zedekia von Jerusalem nach und weigern sich, sich zu ändern und mit Gott versöhnt zu werden. Was sollten wir gewöhnlichen Menschen daher angesichts der drohenden Weltvernichtung tun? (Jer. 21:11, 12; 22:3-5). Wir sollten als einzelne handeln. Wir sollten für uns persönlich den „Weg des Lebens“ wählen. Jeder einzelne von uns muß die von Jeremia verkündeten Worte Jehovas befolgen:
29 „Und zu diesem Volk wirst du sagen: ,Dies ist, was Jehova gesprochen hat: „Siehe, ich lege euch den Weg des Lebens und den Weg des Todes vor. Wer in dieser Stadt sitzen bleibt, wird durch das Schwert und durch den Hunger und durch die Pest sterben; wer aber hinausgeht und tatsächlich zu den Chaldäern abfällt, die euch belagern, wird am Leben bleiben, und seine Seele wird ihm gewißlich zur Beute werden.“‘ ‚„Denn ich habe mein Angesicht wider diese Stadt gerichtet zum Unglück und nicht zum Guten“ ist der Ausspruch Jehovas. „In die Hand des Königs von Babylon wird sie gegeben werden, und er wird sie gewißlich mit Feuer verbrennen“‘“ Jer. 21:8-10).
30. Weshalb war es für einen Juden damals nicht unpatriotisch oder verräterisch, ‘zu den Chaldäern abzufallen’?
30 Zu ‘den Chaldäern abzufallen’ war nicht unpatriotisch oder verräterisch; es war gehorsam gegenüber Jehova Gott, dem unsichtbaren, himmlischen König Israels. Dies war der „Weg des Lebens“, wohingegen die von den jüdischen Patrioten erwählte ungehorsame Handlungsweise der „Weg des Todes“ war.
31. Welchem Ereignis im ersten Jahrhundert ähnelt dieser Fall?
31 Ähnlich verhielt es sich mit den christianisierten Juden des ersten Jahrhunderts unserer Zeitrechnung. Jesus Christus sagte voraus, daß die wieder aufgebaute Stadt Jerusalem von den römischen Heeren vernichtet werde, die er als das „abscheuliche Ding, das Verwüstung verursacht“, bezeichnete (Matth. 24:15).
32. Welche Anweisungen gab Jesus folglich seinen treuen Nachfolgern?
32 Daher wies Jesus seine treuen Nachfolger an: „Dann wird das Ende kommen. Wenn ihr daher das abscheuliche Ding, das Verwüstung verursacht, von dem Daniel, der Prophet, geredet hat, an heiliger Stätte stehen seht (der Leser wende Unterscheidungsvermögen an), dann sollen die, die in Judäa sind, in die Berge zu fliehen beginnen. Wer auf dem Hausdach ist, steige nicht hinab, um die Güter aus seinem Hause zu holen; und wer auf dem Felde ist, kehre nicht ins Haus zurück, um sein äußeres Kleid mitzunehmen ...; denn dann wird große Drangsal sein, wie es seit Anfang der Welt bis jetzt keine gegeben hat, nein, noch wieder geben wird. Tatsächlich, wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Fleisch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen werden jene Tage verkürzt werden“ (Matth. 24:14-22).
33. Wie wirkte es sich zwischen den Jahren 66 und 70 u. Z. aus, den Anweisungen Jesu zu gehorchen bzw. sie zu mißachten?
33 Die gläubigen Judenchristen gehorchten dieser Anweisung ihres Herrn. Nachdem sich die römischen Legionen nach ihrem erfolglosen Angriff auf Jerusalem und seinen Tempel im Jahre 66 u. Z. zurückgezogen hatten, verließen die gefährdeten Christen die gesamte Provinz Judäa. Sie waren keine Verräter an der jüdischen Sache. Sie gehorchten ihrem Führer Jesus Christus, und so war der Lauf, den sie sich wählten, der „Weg des Lebens“. Patriotische Juden erwählten sich den „Weg des Todes“. 1 100 000 von ihnen kamen um, als die römischen Legionen unter General Titus Jerusalem im Jahre 70 u. Z. zerstörten.
34. Auf welche Seite werden alle, die in einer neuen Ordnung leben möchten, unverzüglich fliehen?
34 Was werden wir angesichts dieser Beispiele aus der Geschichte tun? Wir leben in der Zeit, die von den Jüngern Christi als der „Abschluß des Systems der Dinge“ bezeichnet wurde. Die unvergleichliche „große Drangsal“, die über die Welt kommen wird und die durch die Zerstörung Jerusalems vorgeschattet wurde, wird über „diese Generation“ kommen. Jetzt kommt es darauf an, den „Weg des Lebens“ oder den „Weg des Todes“ zu wählen. Die Jeremia-Klasse hat den „Weg des Lebens“ gewählt. Sie weist auch darauf hin, daß andere das gleiche tun können. Alle, die in einer gerechten neuen Ordnung ewiges Leben erlangen möchten, werden, ohne weiter zu zögern, die von Gott gebotene Gelegenheit wahrnehmen und den „Weg des Lebens“ wählen. Sie werden auf die Seite der Hinrichtungsstreitkräfte Jehovas fliehen (Matth. 24:3, 34).
-
-
Der königliche „Hirte“ der biblischen ProphetieDer Wachtturm 1979 | 1. Dezember
-
-
Der königliche „Hirte“ der biblischen Prophetie
1. In welchem Zustand haben die politischen „Hirten“ der Welt die Völker gehalten, und wie wird dies geändert werden?
DIE politischen „Hirten“ des gegenwärtigen Systems der Dinge halten die schafähnlichen Völker voneinander getrennt. Jedes Volk lebt in seiner eigenen nationalen Hürde. Es gibt keine allumfassende Hürde für die ganze Menschheit. Der Organisation für Weltfrieden und internationale Sicherheit, den Vereinten Nationen, ist es nicht gelungen, eine solche universelle Hürde zu schaffen, obwohl sie heute 151a Mitgliedstaaten hat. Sie entspricht nicht dem Bedürfnis der Völker nach e i n e r Hürde unter e i n e m Hirten. Nur der Schöpfer, der „aus e i n e m Menschen jede Nation der Menschen gemacht [hat], damit sie auf der ganzen Erdoberfläche wohnen“, kann den benötigten regierenden Hirten beschaffen, der alle Völker in einer einzigen Hürde vereint (Apg. 17:26).
2, 3. (a) Weshalb hielt es Jehova für gut, die von König David abstammenden Hirten zu entthronen? (b) Weshalb wird in Jeremia 23:1, 2 ein Wehe über diese Hirten ausgesprochen?
2 Mit Hilfe seines auserwählten Volkes Israel demonstrierte der Schöpfer der ganzen Welt, daß unter dem gegenwärtigen System der Dinge kein unvollkommener Mensch die gesamte Menschheit zu einer einzigen Herde vereinen und als ihr einziger Hirte über sie herrschen kann. Das traf sogar auf die Dynastie des Königs David zu, der Jerusalem einnahm und es im Jahre 1070 v. u. Z. zur Hauptstadt machte. Als irdische Vertreter des Gottes Israels saßen die Könige dieser Dynastie auf dem sogenannten „Thron Jehovas“ (1. Chron. 29:23; 2. Chron. 13:8). Wegen der ständig schlechter handelnden regierenden Hirten (mit wenigen Ausnahmen) hielt es Gott für gut, diese Dynastie nach einer 463 Jahre dauernden Herrschaft zu entthronen.
3 „‚Wehe den Hirten, die die Schafe meiner Weide umbringen und zerstreuen!‘ ist der Ausspruch Jehovas. Dies ist daher, was Jehova, der Gott Israels, wider die Hirten gesprochen hat, die mein Volk hüten: ,Ihr selbst habt meine Schafe zerstreut; und ihr versprengtet sie ständig, und ihr habt ihnen eure Aufmerksamkeit nicht zugewandt.‘ ,Siehe, ich wende euch wegen der Schlechtigkeit eurer Handlungen meine Aufmerksamkeit zu‘ ist der Ausspruch Jehovas“ (Jer. 23:1, 2).
4. Wie erging es Schallum (Jehoachas) und Jojakim als „Hirten“?
4 Nach dem Tod des guten Königs Josia im Jahre 628 v. u. Z. erwiesen sich seine drei Söhne und ein Enkel als schlecht. Das führte dazu, daß ihre Untertanen zerstreut wurden. Nehmen wir zum Beispiel Schallum oder Jehoachas, der als erster Josia auf den „Thron Jehovas“ folgte. Nachdem er ein Vierteljahr regiert hatte, wurde er nach Ägypten ins Exil geführt. Dort starb er (Jer. 22:10-12). Die elfjährige Herrschaft seines älteren Bruders Jojakim war so bedrückend und mit so viel Blutvergießen verbunden, daß er nichts Besseres verdiente, als daß sein Leichnam vor die Tore Jerusalems geworfen und „mit dem Begräbnis eines Eselhengstes ... begraben“ wurde (Jer. 22:13-19).
5. Wie erging es Konja (Jojachin) und Zedekia als „Hirten“?
5 Auf Jojakim folgte sein junger Sohn Jojachin, auch Jechonja oder Konja genannt (Matth. 1:11, 12). Da er ein Nachkomme König Davids war und auf dem „Thron Jehovas“ saß, mag er als so kostbar erachtet worden sein wie ein Siegelring an Jehovas rechter Hand. Doch wegen seiner Schlechtigkeit verdiente er es, von dort ‘abgerissen’ und in das Land Babylon in die Gefangenschaft ‘hinausgeschleudert’ zu werden. Nachdem er nur drei Monate und 10 Tage regiert hatte, sah er sich gezwungen, sich dem König von Babylon zu ergeben, der damals Jerusalem belagerte. Jojachin und über 10 000 Israeliten wurden nach Babylon in die Gefangenschaft geführt, und dort starben sie auch. Er hinterließ keinen Sohn, der den Thron hätte einnehmen können, und so wurde sein Onkel, Zedekia, ein Sohn Josias, als Vasall König Nebukadnezars zum König gemacht (2. Kö. 24:5-17; Jer. 22:24-30). Zedekia brach jedoch den Eid, den er im Namen Jehovas abgelegt hatte. Als er daher mit den Folgen seiner rebellischen Handlungsweise konfrontiert wurde und den Propheten Jeremia befragte, gab es für ihn nur eine Botschaft des Untergangs.
6. Inwiefern erwies sich das über diese „Hirten“ ausgesprochene „Wehe“ als ein Wehe für ihre Untertanen, und in welchem Sinne war Jehova für die Zerstreuung verantwortlich?
6 Was jenen vier königlichen „Hirten“ des Königreiches Juda und den Fürsten gleichsam als Unterhirten widerfuhr, war tatsächlich ein „Wehe“. Es bedeutete auch die Zerstreuung ihrer schafähnlichen Untertanen, die nach Ägypten und Babylon in die Gefangenschaft geführt wurden. Dadurch blieb das Land Juda verödet zurück. Für diese Zerstreuung der „Schafe“ waren die „Hirten“ wegen ihrer Schlechtigkeit verantwortlich. Von Jehova, dem Gott Israels, kann man nur insofern sagen, er habe sie zerstreut, als er seine Hinrichtungsstreitkräfte erweckte, um sein ungehorsames Volk zu bestrafen (Jer. 23:1, 2; 2. Chron. 36:9-21).
DER EINE, DER „JEHOVA IST UNSERE GERECHTIGKEIT“ GENANNT WIRD
7, 8. (a) Nur wer kann einen „Hirten“ beschaffen, der jenen letzten vier Königen von Jerusalem überlegen ist, und warum? (b) Was sagte Jehova gemäß Jeremia 23:3-6 in Verbindung mit der Verheißung eines solchen überlegenen „Hirten“?
7 Den idealen Hirten finden wir in dem Gott der Bibel, in Jehova. Er kann einen regierenden Hirten einsetzen, der besser ist als jene vier letzten Könige Jerusalems, deren Schlechtigkeit dazu führte, daß ihre mit Schafen verglichenen Untertanen zerstreut wurden. Angesichts der Enttäuschung, die unvollkommene menschliche Herrscher ihren Untertanen bereiten, hat der himmlische Hirte, Jehova, verheißen, einen solch überlegenen regierenden Hirten einzusetzen. Nachdem er daher über die enttäuschenden „Hirten“ des Königreiches Juda ein „Wehe“ ausgesprochen hatte, inspirierte er seinen Propheten Jeremia zu sagen:
8 „‚Und ich selbst werde den Überrest meiner Schafe aus allen Ländern zusammenbringen, wohin ich sie versprengt hatte, und ich will sie zurückbringen zu ihrem Weidegrund, und sie werden gewißlich fruchtbar sein und viele werden. Und ich will über sie Hirten erwecken, die sie tatsächlich hüten werden; und sie werden sich nicht mehr fürchten, auch werden sie in keinerlei Schrecken versetzt werden, und keines wird vermißt werden‘ ist der Ausspruch Jehovas. ,Siehe! Es kommen Tage‘, ist der Ausspruch Jehovas, ,da will ich David einen gerechten Sproß erwecken [im Gegensatz zu den ungerechten königlichen Sprößlingen Davids]. Und ein König wird gewißlich regieren und mit Verständigkeit handeln und Recht und Gerechtigkeit üben im Lande. In seinen Tagen wird Juda gerettet werden, und Israel selbst wird in Sicherheit weilen. Und dies ist sein Name, mit dem er genannt werden wird: Jehova ist unsere Gerechtigkeit‘“ (Jer. 23:3-6).
9. Wieso bedeutet der Umstand, daß der Name des verheißenen „Hirten“ „Jehova ist unsere Gerechtigkeit“ lauten sollte, nicht, daß er Jehova selbst ist?
9 „Er [wird] genannt werden ...: Jehova ist unsere Gerechtigkeit [oder: Rechtfertigung].“ Niemand auf der Erde hat je wörtlich so geheißen. Doch diese Prophezeiung erfüllt sich an Jesus Christus. Daß er berechtigt ist, diesen Namen zu tragen, bedeutet nicht, daß er Jehova Gott selbst ist. Der Israelit Jehozadak, dessen Name „Jehova erklärt gerecht“ oder „Jehova ist gerecht“ bedeutet, war nicht Jehova selbst (1. Chron. 6:14, 15). In Jeremia 33:16 lesen wir, daß sogar Jerusalem „Jehova ist unsere Gerechtigkeit“ genannt werden sollte. Bedeutet das aber, daß Jerusalem Jehova selbst war? Nein! Der letzte regierende König von Jerusalem hieß Zedekia, und dieser Name bedeutet „Die Gerechtigkeit Jahs“. Der König, der „Jehova ist unsere Gerechtigkeit“ genannt werden sollte, nämlich Jesus Christus, steht in krassem Gegensatz zu König Zedekia.
10, 11. (a) An wem erfüllte sich die Verheißung aus Jeremia 23:5, 6? (b) Wem wurde der Name „Jehova ist unsere Gerechtigkeit“ rechtmäßig beigelegt, und wieso?
10 Die Prophezeiung aus Jeremia 23:5, 6 erfüllte sich nicht in den Tagen Jesu an dem buchstäblichen Juda und Jerusalem. Die Juden verwarfen Jesus als den Messias. Sie wurden im Jahre 70 u. Z. von den Römern besiegt und zerstreut. Tatsächlich erfüllt sich die Prophezeiung an geistigen Israeliten, an den gesalbten Jüngern Christi.
11 Während des Ersten Weltkrieges, in den Jahren 1914—1918, wurde der Überrest der geistigen Israeliten durch die Geistlichkeit und die am Krieg beteiligten Nationen der Christenheit zerstreut. Doch vom Jahre 1919 an gebrauchte Jehova den verherrlichten Jesus Christus, um den zerstreuten Überrest weltweit zu einer geistigen Einheit zusammenzubringen. Die Glieder dieses reumütigen, wiederhergestellten Überrestes der geistigen Israeliten wurden gereinigt und waren somit geeignet, „diese gute Botschaft vom Königreich“ auf internationaler Ebene, auf der „ganzen bewohnten Erde“ zu verkündigen (Matth. 24:9-14). Auf diese Weise, aufgrund der unverdienten Güte Jehovas durch Christus, wurden sie gerechtgesprochen oder gerechtfertigt. Jehova erwies sich als ihr Unterstützer, und sie wurden seine christlichen Zeugen (Jes. 43:10). Da Jehovas Gunst durch den damals inthronisierten königlichen Hirten, Jesus Christus, kommen sollte, verdiente er den Namen „Jehova ist unsere Gerechtigkeit“.
12. Für welche wichtige Geburt wurde durch die Freilassung des Überrestes aus Babylon und seine Wiederansiedlung im Lande Juda der Weg geebnet?
12 Um dies vorzuschatten, brachte Jehova einen reumütigen Überrest der Israeliten im Jahre 537 v. u. Z. aus dem „Land des Nordens“ in ihr Heimatland zurück (Jer. 23:7, 8). Dadurch, daß er sie aus Babylon herausführte und sie in dem lange Zeit verödeten Land Juda wieder ansiedelte, ebnete er den Weg dafür, daß die bedeutsamste Geburt auf Erden in Bethlehem stattfinden konnte — die Geburt Jesu Christi als Nachkomme König Davids (Luk. 2:1-38; 3:23-31).
13. (a) Trotz welcher Tatsache in Verbindung mit Davids Dynastie erweckte Jehova David einen „gerechten Sproß“? (b) Wie verfuhr Jehova in Übereinstimmung mit dem Namen des Sprosses, „Jehova ist unsere Gerechtigkeit“, mit dem Überrest?
13 Somit erweckte Jehova David einen „gerechten Sproß“, und das trotz seiner unheilverkündenden Prophezeiung gegen König Konja (auch Jechonja oder Jojachin)b. (Jer. 22:24 bis 23:2; Matth. 1:11-16; 2. Kö. 25:27-30). Dieser „gerechte Sproß“, Jesus Christus, opferte sein vollkommenes menschliches Leben für seine künftigen menschlichen Untertanen. Dadurch legte er die Grundlage dafür, daß 144 000 seiner treuen Nachfolger „gerechtgesprochen“ und Miterben mit ihm in seinem himmlischen Königreich werden konnten (Röm. 8:14-17; 1. Kor. 1:30, 31). Im Jahre 1919 schenkte Jehova diesem Überrest wieder seine Gunst und stellte ihn wieder in seinen Dienst, und das trotz der Anklagen, die die Geistlichkeit der Christenheit gegen den Überrest dieser 144 000 Königreichserben erhoben hat. Auf diese Weise hat Jehova sie durch Christus gerechtfertigt oder gerechtgesprochen (Röm. 8:31-33; Jer. 23:6).
14. Welche Diener hat Jehova unter diesem gesalbten Überrest seit der Geburt des Königreiches im Jahre 1914 erweckt?
14 Unter diesem wiederhergestellten Überrest der geistigen Israeliten hat Jehova treue Älteste oder Aufseher erweckt. Da das messianische Königreich am Abschluß der Zeiten der Nationen im Jahre 1914 im Himmel geboren wurde, dienen diese Aufseher als fürstliche Hirten auf der Erde, bis der gesamte Überrest seinen irdischen Lauf vollendet und mit dem königlichen „Hirten“ in seinem himmlischen Königreich vereint sein wird (Jer. 23:3, 4; Jes. 32:1, 2).
WIESO DIE GEISTLICHKEIT DER CHRISTENHEIT VERSAGT HAT
15. In welchem Zustand befindet sich die Christenheit jetzt im Gegensatz zu dem des gesalbten Überrestes?
15 Unter dem himmlischen König mit dem Namen „Jehova ist unsere Gerechtigkeit“ wohnt der wiederhergestellte Überrest der geistigen Israeliten in einem geistigen Paradies (Jer. 23:3 bis 6). In der Christenheit gibt es heute kein solches Paradies geistigen Friedens und geistiger Sicherheit. Sie befindet sich in einem Zustand, der sich durch Ehebruch und geistige Hungersnot auszeichnet. Ihr Zustand ist beklagenswert, und er ist nur ein Vorbote eines noch traurigeren Endes. Er wird bewirken, daß die Menschen taumeln wie Betrunkene (Jer. 23:9, 10; Matth. 24:21, 22).
16, 17. Wer ist in Übereinstimmung mit Jeremia 23:11-14 heute für den Zustand der Christenheit verantwortlich?
16 Die Schuld daran trägt die Geistlichkeit der Christenheit. Sie hat gegenüber den Mitgliedern ihrer Kirchen versagt. Es ist genauso, wie es Jehova zu den falschen Propheten und den Tempelpriestern der Tage Jeremias sagte:
17 „‚Denn sowohl der Prophet als der Priester selbst sind entweiht worden. Auch in meinem eigenen Hause [im Tempel] habe ich ihre Schlechtigkeit gefunden‘ ist der Ausspruch Jehovas. ,Darum wird ihr Weg für sie wie schlüpfrige Stellen im Dunkel werden, sie werden darauf gestoßen und fallen bestimmt. ... Und an den Propheten Jerusalems habe ich Gräßliches gesehen: Ehebruch begehen und in Falschheit wandeln; und sie haben die Hände der Übeltäter gestärkt, damit sie nicht umkehren sollten, ein jeder von seiner eigenen Schlechtigkeit. Für mich sind sie alle wie Sodom geworden und ihre [Jerusalems] Bewohner wie Gomorra‘“ (Jer. 23:11-14).
18. Seit wann und auf welche Weise haben sich die Geistlichen der Christenheit des geistigen Ehebruchs schuldig gemacht?
18 Seit der Gründung der Christenheit in den Tagen Konstantins des Großen, des Pontifex Maximus des Römischen Reiches, hat sich die katholische und später auch die protestantische Geistlichkeit des geistigen Ehebruchs schuldig gemacht. Inwiefern? Indem sie ein Freund der Welt ist und sich an ihrer Politik und ihren militärischen Unternehmungen beteiligt (Jak. 4:4).
19. Inwiefern sind die Geistlichkeit und die Mitglieder ihrer Kirchen mit buchstäblicher Unsittlichkeit befleckt worden?
19 Die Geistlichkeit hat buchstäbliche Ehebrecher und Homosexuelle nicht aus ihren Reihen entfernt, sondern sie in ihren Kirchen weiter amtieren lassen. Es ist daher nicht verwunderlich, daß die Geistlichkeit solche unsittlichen Personen nicht aus ihren Kirchen ausschließt. Der Zustand der Christenheit auf sittlichem Gebiet ist heute berüchtigt, ‘gräßlich’, und zwar in noch größerem Ausmaß als in Sodom und Gomorra. Die Christenheit verdient es daher, das gleiche Schicksal zu erleiden wie jene unsittlichen Städte in alter Zeit.
20. Weshalb wird die Geistlichkeit den Todestrank trinken?
20 Als die Verwerflichsten in der Christenheit werden die Geistlichkeit und die religiösen Führer den Todestrank trinken: „Denn von den Propheten Jerusalems [das die Christenheit vorschattet] ist Abfall ausgegangen in das ganze Land“ (Jer. 23:15).
21. Wie machte die Jeremia-Klasse 1925 die ganze Welt auf die Abtrünnigkeit der Geistlichkeit aufmerksam?
21 Die neuzeitliche Jeremia-Klasse machte die Welt unverzüglich und furchtlos auf den Abfall, die Abtrünnigkeit, der Geistlichkeit aufmerksam. Das war besonders im Jahre 1925 der Fall. Auf einem Kongreß der Internationalen Bibelforscher-Vereinigung, der vom 24. bis 31. August in Indianapolis (Indiana, USA) stattfand, wurde als Höhepunkt eine Resolution angenommen, die „Botschaft der Hoffnung“ betitelt war. Der Präsident der Vereinigung legte die Resolution vor, nachdem er eine Ansprache über das Thema „Ein Ruf zur Tat“ gehalten hatte. Unter anderem hieß es darin:
Die Vertreter beider großen Kirchenrichtungen [beteiligen] sich an den Fragen der Politik ..., [um] das Interesse der Welt auf sich zu lenken ... Anmaßung, Eigendünkel, Unglaube und Gottlosigkeit ist die saure Frucht eines solchen Weges. Deshalb ist es offensichtlich, daß irgendwelche von den oben genannten Elementen angepriesenen Heilmittel nutzlos, kraftlos und unfähig, die Sehnsucht des Menschen zu befriedigen, bleiben müssen.
Politik in kirchlichem Gewande im Lager des Katholizismus beansprucht Machtbefugnisse und maßt sich Dinge an, die gerechterweise Gott allein zustehen. Die sog. freisinnigen Religionsvertreter dagegen leugnen Gott, sein Wort und seinen Erlösungsplan direkt und berufen sich auf blinde Kraft der Naturc als Heilmittel für den unglücklichen Zustand des Menschengeschlechtes. Die sog. Orthodoxen geben zwar vor, der Bibel zu glauben, verleugnen aber gleichzeitig diese Behauptung durch ihre Handlungsweise; denn sie stellen unrichtige und den Namen Gottes entehrende Lehren von Hölle, Fegefeuer u. a. auf, und ebenso wie der politische Katholizismus und die freisinnigen Religionsvertreter sind sie meistens mit den politischen und finanziellen Mächten der Welt verbündet in der unverantwortlichen Behauptung, daß sie vereint imstande wären, Gottes Königreich (d. h. die Menschheit beglückende Zustände) auf Erden zu schaffen. Dies alles zusammen wirkt unbewußt unter der Oberherrschaft Satans erneut dahin, Gott beiseite zu setzen und seinen Namen zu verunehren. ...
... Da er dieses weiß und auch weiß, daß seine Zeit nur noch kurz ist, versucht der Teufel die Völker mit einer großen Flut falscher und betrügerischer Pläne und Ideen zu überschwemmen, um ihre Sinne gänzlich von dem ewigen Gott abzuwenden. Aber die Zeit ist herbeigekommen, wo der Allmächtige sich einen Namen auf Erden machen wird und die Völker die Wahrheit über Gottes Plan, der das einzige Rettungsmittel für die Welt ist, kennenlernen sollen (Abschnitt 5, 6, 9. Siehe Wacht-Turm vom 1. November 1925, Seite 326, 327. Beachte auch Offenbarung 8:12; 16:8, 9).
22. (a) Wer dient dem Vorsatz Gottes, sich einen Namen zu machen? (b) Wie hat die Geistlichkeit durch ihr Prophezeien dem Namen Jehovas gegenüber Respektlosigkeit bekundet?
22 In dem Vortrag „Ein Ruf zur Tat“, mit dem die obige Resolution eingeführt wurde, hieß es im Abschnitt 28: „Die Zeit für Jehova ist gekommen, um sich selbst einen Namen zu machen auf der Erde. Die Kirche hat einen Anteil hieran in dem Umfange, daß sie der Zeuge des Herrn ist“ (Der Wacht-Turm vom 1. Dezember 1925, Seite 358). Seit dem Jahr nach der Resolution und ihrer weltweiten Verbreitung als Traktat (1926) bemüht sich die Jeremia-Klasse in bemerkenswerter Weise, Jehovas Namen vor allen Menschen hochzuhalten. Doch die Geistlichkeit der Christenheit hat sich bezüglich des Namens Gottes als respektlos erwiesen. Obwohl Jehova seinen Vorsatz erklärt hatte, einen Wirbelsturm des Unheils über die Christenheit zu bringen, sagt die Geistlichkeit „immer wieder zu denen, die keinen Respekt vor mir [Gott] haben: ,Jehova hat geredet: „Frieden werdet ihr haben.“‘ Und zu jedem, der im Starrsinn seines Herzens wandelt, haben sie gesagt: ,Kein Unglück wird über euch kommen‘“ (Jer. 23:17-20)d.
23. (a) Sandte Jehova diese Geistlichen, oder wer tat es? (b) Was wäre gemäß Jeremia 23:21, 22 geschehen, wenn die Geistlichkeit in der Gruppe der Vertrauten Jehovas gestanden hätte?
23 Wer aber hat diese Geistlichen mit ihren Friedensversprechungen gesandt? Sie haben nicht ‘in der Gruppe der Vertrauten Jehovas gestanden’, um genau über seine Botschaft informiert zu werden. Jehova hat sie nicht in seinem Namen gesandt. Er hat nicht zu ihnen gesprochen, damit sie das prophezeien mögen, was „aus dem Munde Jehovas“ kommt. Die Religionsgemeinschaften der Christenheit haben sie von ihren Theologieseminaren ausgesandt. Was wäre geschehen, wenn die Geistlichkeit in der ‘Gruppe der Vertrauten’ Jehovas oder in seinem Rat gestanden und sich an seine Offenbarungen gehalten hätte? Jehova sagt: „Hätten sie aber in der Gruppe meiner Vertrauten gestanden, dann hätten sie mein Volk meine eigenen Worte hören lassen, und sie hätten sie veranlaßt, von ihrem schlechten Weg und von der Schlechtigkeit ihrer Handlungen umzukehren“ (Jer. 23:21, 22).
24. Was träfe auf die Kirchenmitglieder der Christenheit nicht zu, wenn die Geistlichkeit bei den Vertrauten Jehovas gewesen wäre?
24 Es gäbe dann keine solche Unwissenheit auf biblischem Gebiet, wie sie heute unter den Kirchgängern herrscht. Wäre die Geistlichkeit mit gutem Beispiel vorangegangen und hätte sie sich an Gottes geoffenbartes Wort gehalten und ihre vielen Millionen Kirchenmitglieder belehrt, das gleiche zu tun, dann wäre es nicht zu den Weltkriegen gekommen, Kriegen, die innerhalb der Christenheit ausbrachen! Die verantwortliche Geistlichkeit ist vor Jehova nicht verborgen. Er ist nicht lediglich ein „Gott in der Nähe“, als ob er das, was in der Ferne ist, nicht sähe (Jer. 23:23, 24).
25. Was sollte gemäß Jeremia 23:25-28 jeder, der etwas anzubieten hat, jetzt vor der zuhörenden Öffentlichkeit tun?
25 Nun ist die Zeit gekommen, in der sich die Menschen entscheiden müssen, ob sie weiter die „Träume“ der Geistlichkeit der Christenheit oder ob sie das von der Jeremia-Klasse verkündigte Wort Jehovas hören wollen. Es ist auch an der Zeit, daß diejenigen, die behaupten, Diener Gottes zu sein, in Übereinstimmung mit Jeremia 23:25-28 handeln: „Der Prophet, bei dem ein Traum ist, erzähle den Traum; der aber, bei dem mein eigenes Wort ist, rede mein Wort der Wahrheit gemäß.“
26. Was haben die Jeremia-Klasse und die „große Volksmenge“ zu tun beschlossen, da zwischen den Träumen und Gottes Wort eine Trennung erfolgen muß?
26 Was hat Jehovas Wort mit den unbegründeten „Träumen“, den Visionen von Menschenherzen, zu tun? Nichts! Es muß eine Trennung zwischen beidem eintreten, so wie das Getreide vom Stroh getrennt wird. Die Jeremia-Klasse, die Gottes Wort in sich trägt, ist entschlossen, es allezeit getreulich zu verkündigen. Aus Respekt vor Jehova hat eine „große Volksmenge“ von Zuhörern beschlossen, das gleiche zu tun.
27. Wann und wie wird Gottes Wort wie ein Feuer und ein Schmiedehammer sein?
27 Seit nahezu 60 Jahren hat die Jeremia-Klasse getreulich Jehovas Wort verkündigt. Das Wort selbst hat die „brennbaren“ Organisationen der Christenheit nicht verbrannt; noch hat es das felsengleiche System der Dinge zerschmettert. Doch Gottes von der Jeremia-Klasse verkündetes Wort wird sich nicht als Fehlschlag erweisen. Wenn Jehova dieses gesprochene Wort zu seiner bestimmten Zeit, in der „großen Drangsal“, wahr macht, dann wird seine eigene Frage bejaht werden: „‚Ist nicht ebenso mein Wort wie ein Feuer‘, ist der Ausspruch Jehovas, ,und wie ein Schmiedehammer, der den zerklüfteten Felsen zerschmettert?‘“ (Jer. 23:29). Wir wollen daher unseren Glauben an dieses Wort bewahren.
28. Inwiefern ‘stiehlt’ die Geistlichkeit ‘Gottes Worte weg, ein jeder von seinem Gefährten’, und wer ist daher gegen sie?
28 Im Gegensatz zur Klasse der Geistlichkeit sind die Glieder der Jeremia-Klasse von Jehova ausgesandt worden, um in seinem Namen zu reden. Trotzdem behaupten auch die Propheten der Geistlichkeit, in seinem Namen zu reden und somit die biblische Wahrheit zu vertreten. Auf diese Weise ‘stehlen’ die religiösen Führer der Christenheit in Wirklichkeit die Kraft und die Wirkung der von der Jeremia-Klasse verkündeten Unglücksbotschaft. Es stimmt zwar, daß die Jeremia-Klasse ihre Botschaft bekräftigt, indem sie die Worte zitiert: „Dies ist, was Jehova gesagt hat.“ Doch die Geistlichkeit versucht, dem, was sie predigt, Nachdruck und einen Klang der Wahrheit zu verleihen, indem sie die Worte „Ein Ausspruch!“ hinzufügt. Scheinbar stammt das, was sie spricht, von Gott. So mag sie beispielsweise einen Bibeltext als Vorwand benutzen, um über Politik zu predigen oder sogar Kriegspropaganda zu machen. Doch Jehova ist gegen solche Propheten der Geistlichkeit, die er nicht aus seiner Gruppe Vertrauter ausgesandt hat und die Worte aus seiner Bibel ‘wegstehlen’, um sie falsch anzuwenden (Jer. 23:30, 31).
29. Wie wird Jehova zeigen, daß solche Propheten der Geistlichkeit Schwindler sind?
29 Wie wird Jehova zeigen, daß diese Propheten der Geistlichkeit Schwindler sind? Indem er das, was sie als „einen Ausspruch“ ausgeben oder sich anmaßen, in seinem Namen zu sprechen, nicht erfüllt. Er unterstützt ihre Falschheit nicht. „‚Siehe, ich bin wider die Propheten von Lügenträumen‘, ist der Ausspruch Jehovas, ,die sie erzählen und mein Volk umherirren lassen wegen ihrer Lügen und wegen ihrer Prahlerei.‘ ,Aber ich selbst sandte sie nicht, noch beauftragte ich sie. So werden sie diesem Volk gar nichts nützen‘ ist der Ausspruch Jehovas“ (Jer. 23:32). Schlimm für das Volk!
30. Wem sollten wir das gebührende Gewicht beimessen — den Zusicherungen der Geistlichkeit oder dem Wort Jehovas?
30 In dieser Zeit, in der die Christenheit keinen Frieden mit Gott hat, wollen wir uns durch die falschen Friedensversprechungen der Geistlichkeit nicht geistig schläfrig machen oder einschläfern lassen. Nehmen wir „die Last“ oder die gewichtige Botschaft aus Gottes Wort ernst! (Jer. 23:33).
„DIE LAST JEHOVAS“
31. Was müssen wir den Angehörigen der Christenheit sagen, wenn sie uns auffordern, ihnen offen zu sagen, welche gewichtige Botschaft es für die heutige Zeit gibt?
31 Heute ist Jehovas Botschaft für das politische, religiöse und kommerzielle System der Dinge unheilschwer. Daher ist es auch eine schwere Verantwortung für uns, Jehovas Botschaft in dieser „Zeit des Endes“ zu verkündigen. Wenn wir den Menschen Fragen über das Geschick dieses Systems der Dinge beantworten, sollten wir ihnen bestimmt sagen, was wirklich die „Last“ Jehovas ist. Wenn uns die Laien, die Propheten oder die Priester der Christenheit auffordern, ihnen offen zu sagen, worauf das Wort Jehovas Gewicht legt, sind wir verpflichtet, ihnen zu sagen, daß die Angehörigen der Christenheit selbst eine „Last“, ja „o welch eine Last!“ für ihn sind. Er wird sich dieser „Last“ entledigen, indem er die Christenheit ihrem Unheil überlassen wird.
32. Wie begegnen die Angehörigen der Christenheit dem, was die Jeremia-Klasse als die „Last Jehovas“ erklärt, und was ändern sie somit?
32 Personen, die keinen Respekt vor Jehova haben, möchten das nicht annehmen, was die Jeremia-Klasse als die „Last Jehovas“ erklärt. Sie möchten sich deshalb nicht daran erinnern, als ob es etwas wirklich Ernstes sei. Aufgrund einer Gegenbehauptung folgen sie ihren Propheten und Priestern, die sagen, sie wüßten, was die wahre „Last“ des Wortes Gottes sei. Doch ihre Gegenbehauptung stützt sich nicht auf die Heilige Schrift. Sie entspringt ihrer privaten Auslegung, und somit spricht jeder „sein eigenes Wort“. Diesen von sich eingenommenen religiösen Menschen sagt die Jeremia-Klasse: „Ihr habt die Worte des lebendigen Gottes, Jehovas der Heerscharen, unseres Gottes, geändert“ (Jer. 23:33-36). Können sie aber das Unglück abwenden, vor dem uns die „Last Jehovas“ warnt? Natürlich nicht.
33, 34. Auf wessen Anwesenheit muß die Jeremia-Klasse die Aufmerksamkeit derer lenken, die ihre Botschaft als „Last Jehovas“ bezeichnen?
33 Im Gegensatz zu dem, was die Jeremia-Klasse seit dem Nachkriegsjahr 1919 verkündigt, verbreiten die Wortführer der Christenheit eine falsche, irreführende Botschaft. Damit sie anderen gewichtig erscheint, bezeichnen sie das, was sie zu sagen haben, als „Die Last Jehovas“. Zu diesen Menschen hat Jehova die Jeremia-Klasse ständig gesandt, um sie aufzufordern, ihre Predigten und Prophezeiungen nicht als „Die Last Jehovas“ auszugeben. Was soll daher die Jeremia-Klasse diesen Vertretern der Christenheit sagen? Folgendes:
34 „Darum hat Jehova gesprochen: ,Weil ihr sprecht: „Dieses Wort ist ja die Last Jehovas“ zu der Zeit, als ich ständig [die Jeremia-Klasse] zu euch sandte und sprach: „Ihr sollt nicht sagen: ,Die Last Jehovas!‘“, darum, hier bin ich!‘“ (Jer. 23:38, 39).
35, 36. Welche von Jehova gefällte Entscheidung muß die Jeremia-Klasse gemäß Jeremia 23:39, 40 denen verkündigen, die eine falsche „Last“ verkündigen oder darauf hören?
35 Richtig! Jehova ist hier als Richter der Propheten der Christenheit. Welche Entscheidung fällt er hinsichtlich der „Propheten“, die ihre Botschaft als die „Last Jehovas“ ausgeben, und hinsichtlich des Volkes, das diese falsche „Last“ annimmt? Der Richter sagt uns:
36 „Und ich will euch der Vernachlässigung hingeben, endgültig, und ich will euch und die Stadt im Stich lassen, die ich euch und euren Vorvätern gab — von mir hinweg. Und ich will Schmach auf euch legen auf unabsehbare Zeit und Demütigung auf unabsehbare Zeit, die nicht vergessen werden wird“ (Jer. 23:39, 40).
37. (a) Wie vollstreckte Jehova seine richterliche Entscheidung in Jeremias Tagen, und wie wirkte sich dies aus? (b) Wie erging es Jeremia damals, und wie wird sich dies auch an der Jeremia-Klasse bewahrheiten?
37 Die so gefällte Entscheidung des Richters Jehova wurde in den Tagen Jeremias vollstreckt, als die Babylonier im Jahre 607 v. u. Z. Jerusalem und seinen entweihten Tempel zerstörten. Diese für die sturen, untreuen Israeliten schmähliche, demütigende Erfahrung bewies, daß Jehova, den sie mißachtet hatten, sie jetzt endgültig der Vernachlässigung preisgegeben hatte. Er hatte sie verlassen und sie den Folgen ihrer Schlechtigkeit ausgesetzt. Er hatte dadurch den Mund der anmaßenden falschen Propheten zum Schweigen gebracht. Doch der Mund Jeremias prophezeite weiter. Ihn hatte Jehova nicht verlassen. Diesem Vorbild entsprechend wird Jehova auch die Jeremia-Klasse nicht im Stich lassen, wenn er binnen kurzem sein schwerwiegendes Urteil an der Geistlichkeit und den Gemeinden der Christenheit vollstreckt (Jer. 39:11 bis 40:4; Klag. 1:1-22).
„BETÖRT“ — ZUM NUTZEN
38. In welcher Hinsicht hatte Jehova Jeremia betört, und wie wirkte sich dies aus?
38 So verkündigte Jeremia 40 Jahre lang alles, was Jehova ihm geboten hatte. Er stellte fest, daß Jehova ihn überwältigt hatte. Jehova hatte sich als stärker erwiesen als er. Sein Wort hatte auf Jeremia eine überzeugende Kraft ausgeübt (Bruns). Aufgrund dessen harrte Jeremia aus und blieb bis zum Schluß im Dienst Gottes. In dieser Hinsicht hatte ihn Jehova „betört“. Er war stärker als Jeremia in seiner Schwachheit. Es schadete Jeremia daher nicht, betört worden zu sein.
39, 40. Dies erinnert uns an welche Worte, die Jeremia sprach, nachdem Paschchur ihn aus dem Stock freigelassen hatte?
39 An dieser Stelle erinnern wir an die Worte, die Jeremia sprach, nachdem ihn Paschchur, der leitende Beauftragte des Tempels, aus dem Stock freigelassen hatte:
40 „Du hast mich betört, o Jehova, so daß ich mich habe betören lassen. Du gebrauchtest deine Stärke gegen mich [gegen meine Neigung], so daß du die Oberhand gewannst. Ich wurde ein Gegenstand des Gelächters den ganzen Tag lang; jeder verspottet mich. Denn sooft ich rede, schreie ich. Gewalttat und Verheerung rufe ich aus. Denn das Wort Jehovas wurde für mich eine Ursache zur Schmach und zur Verhöhnung den ganzen Tag lang. Und ich sprach: ,Ich werde ihn nicht erwähnen, und ich werde nicht mehr in seinem Namen reden.‘ Und in meinem Herzen erwies es sich wie ein brennendes Feuer, eingeschlossen in meinen Gebeinen; und ich wurde müde, an mich zu halten, und es zu ertragen, vermochte ich nicht. Denn ich hörte den schlechten Bericht vieler. Da war Schrecken ringsum. ... Aber Jehova war mit mir wie ein schrecklich Mächtiger. Darum werden meine Verfolger selbst straucheln und nicht die Oberhand gewinnen. Sie werden bestimmt sehr zuschanden werden, denn sie werden kein Gelingen gehabt haben. Ihre auf unabsehbare Zeit dauernde Demütigung wird derart sein, daß sie nicht vergessen wird“ (Jer. 20:7-11).
41. Wie werden wir somit in die Lage versetzt, weiterhin über den königlichen Hirten zu sprechen, der „Jehova ist unsere Gerechtigkeit“ genannt wird?
41 Wie ein „schrecklich Mächtiger“ wird uns Jehova in unserer Schwachheit stärken. In seiner Stärke werden wir weiterhin über den königlichen Hirten sprechen, der den Namen trägt „Jehova ist unsere Gerechtigkeit“.
-
-
‘Die Stirn einer Ehefrau, die Prostitution begeht’Der Wachtturm 1979 | 1. Dezember
-
-
‘Die Stirn einer Ehefrau, die Prostitution begeht’
VON der Stadt Jerusalem wird wegen ihres schamlosen Götzendienstes gesagt, sie habe die „Stirn einer Ehefrau ..., die Prostitution begeht“ (Jer. 3:3). Das bedeutet, daß Jerusalem so frech und schamlos war wie eine Ehebrecherin. Ihre treulosen Taten waren ihr gewissermaßen — für alle sichtbar — auf die Stirn geschrieben.
-