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  • Australiens Tierwelt — Meisterwerke des Schöpfers
    Erwachet! 1970 | 8. November
    • und weicht ihnen aus, bevor es darauf stößt. Bist du nicht auch der Meinung, das Schnabeltier sei vorzüglich seiner Umgebung angepaßt?

      Das gleiche trifft auf das andere Mitglied der Familie der Kloakentiere zu, auf den Ameisenigel. Da er das einzige andere eierlegende Säugetier ist, erwartet man vielleicht, er gleiche dem Schnabeltier. Aber abgesehen vom Eierlegen gleicht er ihm nur in zweierlei Hinsicht: Beide säugen ihre Jungen, und beide haben nur eine Ausmündungsöffnung, Kloake genannt.

      Der Name Ameisenigel — er heißt auch noch Schnabeligel — verrät einiges über sein Aussehen. In Wirklichkeit gleicht er einem Stachelschwein, nur sind die Stacheln kürzer, dicker und außerordentlich spitz. Seine kurzen kräftigen Beine sind bewunderungswürdig zweckmäßig gebaut, um Termitenhügel, die so hart sind wie Beton, aufzureißen — die Lieblingsspeise des Ameisenigels sind Termiten.

      Beim Ameisenigelweibchen bildet sich zeitweilig ein Beutel, zusammengehalten durch Muskelkontraktionen. Darin wird das Junge nachdem es aus dem Ei geschlüpft ist, herumgetragen und ernährt. Es leckt innerhalb des Brutbeutels die Milch von den Haaren des Brustdrüsenfeldes. Es bleibt im Brutbeutel, bis die Stacheln so lang geworden sind, daß sie der Mutter lästig werden. Dann wirft sie das Kleine aus seiner „Wiege“ hinaus!

      Außerdem weist der Ameisenigel noch weitere ungewöhnliche Merkmale auf. Zum Beispiel besitzt er ungeheure Muskelkraft, obschon er nur 50 Zentimeter lang ist und nur zwei bis drei Pfund wiegt. Ein Zoologe sperrte einmal einen Ameisenigel aus Sicherheitsgründen über Nacht in die Wohnstube ein. Der Ameisenigel, der verzweifelt einen Ausgang suchte, hatte dabei jedes schwere Möbelstück von der Wand gerückt! Nur einen eisernen Ofen konnte er nicht verrücken — er war an der Wand festgemacht!

      Eine weitere interessante Besonderheit ist die Fähigkeit des Ameisenigels, sich senkrecht einzugraben — und zwar blitzschnell! Mit dem Schnabel und allen vier Füßen gräbt er flink den harten Kiesboden unter sich weg; nach etwa einer Minute ist er so tief im Boden versunken, daß für eine feindliche Nase oder Klaue nur noch ein Stachelhügel vorhanden ist. Außerdem besitzt er noch die Fähigkeit, sich so flach zu machen, daß er durch eine Öffnung kriechen kann, die nur zweieinhalb Zentimeter hoch ist.

      Was meinst du? Kannst du in all dieser erstaunlichen Vielfalt die Hand eines weisen Schöpfers sehen? Ja, wir können dankbar sein, daß wir durch unsere Betrachtung einen Einblick haben durften in die australische Tierwelt — Meisterwerke des Schöpfers.

  • Was sie über ihre Kirche sagen
    Erwachet! 1970 | 8. November
    • Was sie über ihre Kirche sagen

      DIE Verwirrung in den Kirchen der Christenheit ist Tagesgespräch. Ohne Zweifel hast auch du beobachtet, daß in den Kirchen Uneinigkeit herrscht. Die Priester üben an ihren Vorgesetzten scharfe Kritik. Lehren der Kirche und jahrhundertealte kirchliche Gebote werden öffentlich angezweifelt. Jeden Monat scheiden Dutzende von Geistlichen — hohe und niedrige — aus ihrem Amt aus, und viele Nonnen verlassen das Kloster. Auch die Seminare berichten, daß die Zahl der Neueintritte immer mehr zurückgeht.

      Diese Vorgänge haben dem Einfluß der Kirche ungeheuer geschadet. Vielerorts geht der Kirchenbesuch ständig zurück. Auch wird sie nicht mehr so gut finanziell unterstützt wie früher. Viele Kirchen und Bekenntnisschulen haben ihre Tore geschlossen.

      Durch diese Situation sind viele Kirchenbesucher tief beunruhigt. Besonders unter den Katholiken sind viele bestürzt über das, was in ihrer Kirche geschieht. Und es wird auch darüber gesprochen. Was sagen die Leute?

      Verwirrt wegen der Veränderungen

      Jehovas Zeugen können diese Frage beantworten, weil sie regelmäßig von Haus zu Haus gehen und die Menschen ermuntern, die Bibel zu studieren. Dadurch erhalten sie eine ausgezeichnete Gelegenheit, zu hören, was die Leute über die Kirchen sagen. Die Berichte der Zeugen zeigen, wie tief beunruhigt viele Leute über die Entwicklung auf religiösem Gebiet sind.

      Auf Neufundland haben Katholiken ganz offen ihre Meinung über die Veränderungen in ihrer Kirche zum Ausdruck gebracht. Einige haben gesagt: „Wir sind so verwirrt über diese Änderungen in der Kirche, daß wir gar nicht mehr wissen, was wir noch glauben sollen!“

      In New York begann ein katholischer Arzt, mit einem seiner Patienten, einem Zeugen Jehovas, sobald er ihn sah, über die Veränderungen in seiner Kirche zu sprechen, und ließ erkennen, daß sie ihm große Sorgen bereiteten. Sein Priester hatte der Gemeinde gesagt, daß die Kommunion nicht mehr am Altar ausgeteilt werde und daß die einzelnen Gemeindeglieder ihr Brot und ihren Wein für die Kommunion selbst mitbringen müßten. Die Kinder des Arztes besuchen eine Bekenntnisschule. Die Nonnen ließen den Eltern ausrichten, daß die Eltern die Kinder, bis sie so alt wären, daß sie die Kommunion empfangen könnten, zu Hause in der Religion unterrichten müßten. Der Arzt fragte: „Wie kann ich meine Kinder in unserem Glauben unterweisen, wenn ich selbst nichts darüber weiß?“

      Eine spanische Katholikin in New York sagte traurig: „Ich finde mich in meiner Religion gar nicht mehr zurecht, aber ich bin zu alt, um nochmals mit Lernen zu beginnen. Ich weiß gar nicht, was ich tun soll.“ Der Zeuge Jehovas bot dieser aufrichtigen Frau an, ihr zu helfen, die Bibel verstehen zu lernen; die Frau nahm das Anerbieten an, und darauf wurde mit ihr ein unentgeltliches Bibelstudium durchgeführt.

      Meinungen über die Gründe

      Jehovas Zeugen berichten, daß viele der Menschen, mit denen sie ins Gespräch kommen, ihre Meinung darüber äußern, warum die Kirchen in einer solchen Krise sind.

      Ein Ehepaar, das der evangelischen Kirche angehört, sagte: „In unserer Kirche herrscht eine solche Verwirrung, weil jeder die Bibel auslegt, wie er will.“

      Eine Jüdin in New York meinte, in ihrer Religion herrsche große Verwirrung, und begründete dies mit den Worten: „Wir sind nicht demütig genug.“

      Ein älterer Katholik gab zu, daß er ganz unglücklich sei wegen der Veränderungen in der Kirche. „Sie zeigen, daß es in der Kirche Schwächen gibt“, sagte er. „Ich bin der Meinung, daß die Kirche tot sei.“

      „Ich glaube, an der Verwirrung ist weitgehend der Papst schuld, den wir jetzt haben“, erklärte eine junge New Yorkerin. „Er hat so viele der Heiligen gestrichen und so vieles verändert, daß ich gar nicht mehr weiß, was ich noch glauben soll. Wissen Sie, ich muß jede Woche einmal den Psychiater aufsuchen, weil ich dermaßen durcheinander bin. Ich habe mich schon mit anderen Glaubensgemeinschaften beschäftigt, weil ich das Gefühl habe, es müsse für all das doch irgendeine Erklärung geben.“

      Ihre Reaktion auf die Entwicklung im Bereich der Religionen

      Es ist interessant, zu beobachten, wie verschieden die Menschen auf die jüngste Entwicklung im Bereich der Religion reagieren. Jehovas Zeugen machen die Erfahrung, daß viele Menschen, die früher einem religiösen Gespräch aus dem Wege gingen, jetzt bereit sind, ihre Meinung zu äußern.

      Ein älterer Italiener wurde um seine Meinung über das Fleischessen am Freitag gefragt. Er antwortete: „Mir ist es ganz egal, was der Papst sagt. Ich bleibe bei dem, was ich gelernt habe.“

      Ganz anders eingestellt muß ein Bewohner des Stadtteils Bronx (New York) gewesen sein, an dessen Tür ein Zeuge Jehovas klopfte. Der Wohnungsinhaber, ein Mann in den Sechzigerjahren, öffnete, und während der Zeuge mit ihm sprach, fiel sein Blick ungewollt auf einen Weihwasserkessel, der an der Wand hing. Man hatte ihn offenbar einem neuen Zweck zugeführt. Er war voller Zigarettenstummel.

      Eine spanische Katholikin meinte: „Ich glaube, ich kann meine Bilder herunternehmen, denn mir ist bewußt, daß wir die Wahrheit nicht haben.“ Und eine andere Frau erklärte: „Ich bin zwar katholisch, aber ich werde nie mehr in die Kirche gehen!“ Warum nicht? „Die Kirche mischt sich viel zuviel in die Politik ein.“

      In einem Viertel, in dem die Zeugen Jehovas predigten, sagten die meisten Leute, sie würden sich aus Religion gar nichts machen. Manch einer wird entsetzt sein, zu erfahren, daß viele sogar sagten, sie würden das Ende der Kirchen herbeisehnen.

      Abgestoßen durch die Methoden zur Geldbeschaffung

      Wahrscheinlich am häufigsten klagen die Leute darüber, daß die Kirchen des Geldes nicht satt werden. Viele Kirchgänger sind es müde, ständig um Spenden angegangen zu werden.

      Eine Lutheranerin sagte, sie finde, daß die Religion nur ein großes Geschäft sei. Ein älteres Mitglied der Episkopalkirche meinte: „In meiner Kirche wird viel zuviel vom Geld gesprochen. Ich sagte zu unserem Geistlichen, anstelle des Namens der Kirche sollte man ein großes Schild anbringen, auf dem das Wort stehe G-E-L-D!“

      Eine Hausfrau wies auf einen kirchlichen Kalender und erklärte, sie bekomme solche Sachen jeden Monat und es werde erwartet, daß sie dafür spende. Dann fügte sie noch hinzu: „Ich gehöre dem Ein-Dollar-im-Monat-Klub an!“

      Eine Spanierin sagte empört, ihre Kirche sei nur auf Geld aus; sie müsse, wenn sie die Kirche betrete, 25 Cent bezahlen und außerdem jede Woche noch einen Umschlag mit einer Spende mitbringen. Und wieviel müssen diese Leute spenden? Früher konnten sie ein bis zwei Dollar geben, aber jetzt heißt es auf dem Umschlag ausdrücklich, daß sie ab zwei Dollar geben könnten.

      Vor kurzem zog eine Puertoricanerin nach den Vereinigten Staaten. Kaum war sie in den Staaten, ging sie zur Kirche. Als sie hinkam, spielten die Gemeindeglieder Bingo (amerikanisches Lottospiel). Als sie das nächste Mal in der Kirche war, forderte der Priester die Gemeindeglieder auf, bei den kommenden Wahlen den und den zu wählen, auch bat er um Spenden für die Kirche. Beim nächsten Mal wurde bekanntgegeben, daß im Erdgeschoß der Kirche eine Party abgehalten würde, um Geld zu beschaffen. Aus Treue zu ihrer Kirche nahm die Frau an dieser Party teil, allerdings mit schwerem Herzen. Sie ging, bevor die Party zu Ende war, wieder nach Hause. Jetzt hat sie aufgehört, die Kirche zu besuchen. Sie und ihr Mann haben nun das Anerbieten der Zeugen Jehovas angenommen, ihnen zu helfen, die Wahrheit, die in der Bibel zu finden ist, kennenzulernen.

      Auch du kannst den unentgeltlichen Heimbibelstudien-Dienst in Anspruch nehmen. Durch ein solches Bibelstudium erhältst du zufriedenstellende Antworten auf Fragen wie: Wo sind die Toten? Warum hat Gott das Böse bis heute zugelassen? Was können wir von der Zukunft erhoffen? Wenn du ein solch unentgeltliches Bibelstudium haben möchtest, dann wende dich an die Zeugen Jehovas in deiner Gemeinde oder schreibe an die Herausgeber dieser Zeitschrift.

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