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  • Ist es richtig, Geburtstag zu feiern?
    Erwachet! 1976 | 8. November
    • um einen Menschen zu ehren. Könnte ein solcher Brauch nicht leicht dazu führen, daß einem sündigen Geschöpf übermäßige Ehre erwiesen wird? (Röm. 3:23). Als der Apostel Johannes vor einem sündenlosen himmlischen Engel, der ihm Visionen zukünftiger Ereignisse gezeigt hatte, niederfiel, um ihn anzubeten, warnte ihn der Engel: „Sieh dich vor! Tu das nicht! Ich bin nichts weiter als ein Mitsklave von dir und von deinen Brüdern ... Bete Gott an!“ (Offb. 22:9). Neigen wir heutzutage nicht sogar noch mehr zur Verherrlichung von Geschöpfen?

      Gottes Wort gebietet nirgendwo, Geburtstage zu feiern, sondern erwähnt sie nur in Verbindung mit Personen, die nicht den wahren Gott anbeteten (1. Mose 40:20; Matth. 14:6-11). Da die üblichen Bräuche der Geburtstagsparties im heidnischen Aberglauben wurzeln, feierten weder die alten Juden noch die ersten Christen Geburtstag. Wahre Christen befolgen heutzutage ebenfalls das Gebot, das falsche religiöse Praktiken und die Personen betrifft, die sie ausüben: „‚Geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab‘, spricht Jehova, ,und hört auf, das Unreine anzurühren‘; ,und ich will euch aufnehmen‘“ (2. Kor. 6:17).

  • Wir beobachten die Welt
    Erwachet! 1976 | 8. November
    • Wir beobachten die Welt

      Opfer tragen einen Teil der Schuld für Straftaten

      ◆ Allzuhäufig wird Dieben durch unverschlossene Türen Vorschub geleistet. So fanden Wachmänner im Jahre 1974 in einer deutschen Großstadt unter anderem 145 693 Büro- und Wohnungstüren, 469 229 Fenster, 22 083 Fabrik- und Lagertüren sowie 361 Autos, 117 Tankstellen und, man höre und staune, 1 208 Tresore und 6 Kassenschränke unverschlossen vor. Dies hätte Dieben die Tätigkeit sehr erleichtert. Besonders gefährdet sind auch Leute, die bei einer Zecherei mit einer gefüllten Brieftasche prahlen oder die möglichst ohne Arbeit viel Geld verdienen wollen und deshalb auf äußerst zweifelhafte Angebote eingehen. Gesunde Skepsis kann jemand vor Schaden bewahren. Wer z. B. in das Auto eines Fremden einsteigt oder einen Fremden in seinem Auto mitnimmt, kann sich auf diese Weise ebenfalls in größte Gefahr begeben. Leichtsinniges und sorgloses Verhalten signalisieren dem Kriminellen, daß er hier leichtes Spiel haben wird. Er wird deshalb diese Chance nutzen wollen. Wer sich vor Schaden bewahren will, muß daher wachsam sein.

      Energie muß gespart werden

      ◆ Die Senkung der Zimmertemperatur im Winter um einen einzigen Grad spart in der ganzen Schweiz 370 000 bis 480 000 Tonnen Heizöl. Wenn dazu noch die Ölbrenner besser eingestellt oder durch wirtschaftlichere ersetzt würden, könnte viel Geld und auch Öl gespart werden. Ferner könnte eine bessere Wärmeisolierung der Wohn- und Büroräume weitere Einsparungen bringen. Diese Anregungen gehören zu einer Reihe von Empfehlungen, die gegenwärtig gemacht werden, um den Energieverbrauch zu drosseln. Wie aus einem Bericht der Weltwoche hervorgeht, komme man um das Sparen nicht herum, da sich bei der gegenwärtigen Zuwachsrate der Energieverbrauch in der Schweiz bis zum Jahre 2 000 verdoppeln würde. Durch entsprechende Sparmaßnahmen könnte der Anstieg gedrosselt werden, so daß der Verbrauch auf das 1,6fache des heutigen Wertes steigen würde.

      Wer nicht zahlen will, muß Austritt erklären

      ◆ Eine Katholikin hatte einen Mohammedaner geheiratet und durfte daher die Sakramente nicht mehr empfangen. Aus diesem Grunde schrieb sie an das Kirchensteueramt und verlangte von dort Befreiung von der Kirchensteuer, weil sie der Meinung war, daß man sie zur Zahlung der Kirchensteuer nicht mehr verpflichten könne, wenn man ihr andererseits die Widmungen der Kirche vorenthalte. Nach einem Bericht im Mannheimer Morgen hat der Hessische Verwaltungsgerichtshof in Kassel in einem Urteil (V OE 46/74) entschieden, daß sie nicht nur die Kirchensteuer nachentrichten, sondern auch die Prozeßkosten für zwei Instanzen tragen muß. Das Gericht urteilte: Wer einer Kirche angehört, muß auch entsprechende Beiträge an die Religionsgemeinschaft leisten. Nur der förmliche Austritt beendet die Steuerpflicht. Die Steuer ist jedoch keine Gegenleistung für kirchliche Rechte, wie beispielsweise die Teilnahme an den Sakramenten.

      Der Rat in Offenbarung 18:4 hat auch in dieser Hinsicht seine Bedeutung.

      Schlechte Aussichten für Lottospieler

      ◆ Obwohl die Chance, im Lotto einen Volltreffer zu landen, 1:14 Millionen, also „praktisch null“ ist, sind doch ein Drittel der Bundesbürger von der „Lottosucht“ befallen. Dies ergab eine Untersuchung des Mainzer Kriminologieprofessors Armand Mergen. Er beobachtete drei Jahre lang die Spielgewohnheiten von 500 Personen und stellte fest, daß sogar Rentner aus Angst vor der verpaßten Chance arbeiten gehen, um den wöchentlichen Tip bezahlen zu können. Auf der anderen Seite setzt eine Tippgemeinschaft aus acht Akademikern und Geschäftsleuten wöchentlich 5 000 Mark, ohne nennenswerte Gewinne erzielt zu haben. Mit Hilfe eines Computers stellte Professor Mergen eine Wahrscheinlichkeitsrechnung auf. Nach dieser würden sich die „sechs Richtigen“ erst dann einstellen, wenn jemand den Einzelschein 268 891 Jahre lang jede Woche abliefern würde. Rentner und Gastarbeiter zählen zu den „anfälligsten“ Personen, während Studenten „kaum“ spielten.

      Das System, nicht zu spielen und damit jeden Sonntag zu gewinnen, hat somit eine weitere Bestätigung gefunden.

      Gesetzesvorlage gegen Störung der Totenruhe

      ◆ Durch eine ergänzende Gesetzesvorlage zum Paragraphen 168 des Strafgesetzbuches soll künftig die „berufsmäßige Störung der Totenruhe durch Klinikärzte“ unter Strafe gestellt werden. Es soll unter Strafe gestellt werden, wer „unbefugt aus dem Gewahrsam des Berechtigten“ eine Leiche, Leichenteile oder die Asche des Verstorbenen entnimmt oder ohne schriftliche Erlaubnis des Verstorbenen oder des nächsten Angehörigen eine „Leiche öffnet oder Teile entfernt oder vernichtet“. In der Eingabe, so berichtet die Stuttgarter Zeitung, werde anhand von Beispielen aufgezeigt, daß in zahlreichen Krankenhäusern die dort Verstorbenen ohne Wissen und Genehmigung der Angehörigen obduziert und die inneren Organe aus den Toten ausgeräumt und vernichtet würden.

      Wem vertrauen die Deutschen?

      ◆ Das Bundesverfassungsgericht ist die öffentliche Einrichtung in der Bundesrepublik, die bei den Bürgern das größte Vertrauen genießt. Nach einem Test des Instituts für angewandte Sozialwissenschaft (INFAS) erreichte das Gericht einen „Vertrauenswert“ von 62. So berichtet die Wetterauer Zeitung. Dieser „Vertrauenswert“ wird aus den Prozentzahlen der positiven und der negativen Antworten errechnet. Einen „Vertrauenswert“ von 60 erreichte das Gesundheitswesen; die Stadt- und Gemeindeverwaltungen erreichten 53 und die Bundeswehr 49. Danach folgten der Bundestag mit 46, das Fernsehen und die Kirchen mit je 42. Darunter liegen noch das Zeitungswesen und die Justiz mit je 38. Das Schlußlicht bilden die Hochschulen und Universitäten mit minus 13 — das bedeutet, daß ihnen mehr Bundesbürger Mißtrauen als Vertrauen entgegenbringen.

      Teure Bummelei

      ◆ Neun von zehn Sitzungen der UNO-Gremien beginnen mit Verspätung, wie jetzt der polnische Delegierte Henryk Sokalski in New York feststellte. Zwischen 1974 und 1975 seien wegen der Bummelei der Konferenzteilnehmer 2 308 von 10 717 Beratungsstunden verlorengegangen. Da jede Konferenzstunde, wie es heißt mindestens 2 789 Dollar (etwa 7 100 Mark) kostet, wurden 16 386 800 Mark verbummelt. Wie die Zeitung Die Welt berichtet, machte Sokalski diese Angaben in einer Ausschußsitzung. Sie begann mit 40minütiger Verspätung.

      Ist der Mars verrostet?

      ◆ Der rote Planet, der wegen dieser Farbe in der Astronomie besonders beobachtet wurde, ist zu weiten Teilen mit einer dünnen Schicht Rost — wissenschaftlich Eisenoxyd — bedeckt. Dies ist eine Erkenntnis aufgrund von Daten, die von der Marssonde Viking I zur Erde gefunkt wurden. Außer Eisen wurden auch noch Kalzium, Silicium, Titan und Aluminium im Marsboden entdeckt, Elemente, die auch auf der Erde häufig vorkommen. Mit der Erde läßt sich der Mars jedoch nicht vergleichen, er wird vielmehr als ein „relativ primitiver Planet“ bezeichnet. Obwohl die Aussichten schlecht sind, haben Wissenschaftler die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben, auf dem Mars vielleicht doch noch irgendeine Spur primitiven Lebens zu finden. Ob sich diese Hoffnung erfüllen wird, oder ob die Wissenschaftler wieder eine ihrer Lieblingstheorien begraben müssen? Wir werden sehen.

      Kinder am schlimmsten betroffen

      ◆ Über die schlimmsten Folgen des Bürgerkrieges in Nordirland ist im Ausland wenig bekannt. Nun hat der Kinderpsychologe Morris Fraser gezeigt, daß noch nie in einem Guerillakrieg die Kinder so mißbraucht wurden, wie dies in Nordirland geschieht. Die Folgen sind unabsehbar. Die nahezu täglichen Schießereien, Bombenexplosionen, Barrikaden und Hausdurchsuchungen in den katholischen und protestantischen Gettos von Belfast wirken sich katastrophal auf die Kinder aus. Nach Frasers Untersuchungen löst das ständige Leben mit der Gewalt bei zahlreichen Kindern ein Angstsyndrom aus: Schlaflosigkeit, Epilepsie und Halluzinationen. Weitere Folgen sind Aggression, Haß auf Polizisten, Soldaten und Andersgläubige. Eltern, die ihre Kinder davor bewahren wollen, haben nur die Möglichkeit wegzuziehen. Druck auf die Eltern und Einschüchterung sind an der Tagesordnung. So haben z. B. die Bischöfe den Kindern die Verweigerung der Kommunion angedroht, wenn sie von ihren Eltern in die Staatsschulen geschickt würden. Freundliche Kontakte zu andersgläubigen Familien können schon als „Verrat“ gedeutet werden. Die übliche Strafe: Schüsse durch die Knie.

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