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Gott nicht mutlosDer Wachtturm 1958 | 1. Mai
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Irrtum, wenn er nämlich denkt, daß Gott durch irgend etwas, was eines seiner Geschöpfe tun mag, enttäuscht oder mutlos sein könnte. Das würde andeuten, daß er nicht allweise und auch nicht allmächtig wäre. Sagte er nicht gerade diesen Zustand voraus? Doch, und zwar in folgenden Worten: „In den letzten Tagen werden kritische Zeiten da sein, die schwer zu ertragen sind. Denn die Menschen werden … eine Form der Gottergebenheit haben, doch hinsichtlich deren Kraft sich als falsch erweisen.“ Wenn sich also die Verhältnisse genauso entwickeln, wie er es vorausgesagt hat, braucht er nicht mutlos zu sein, nicht wahr? — 2. Tim. 3:1-5, NW.
Auch wird sein Vorhaben mit der Erde und dem Menschen verwirklicht werden, und zwar ungeachtet all der Dinge, die die Menschen tun oder nicht tun mögen, denn er versichert uns: „Ich habe geredet und werde es auch kommen lassen; ich habe entworfen und werde es auch ausführen.“ Und worin besteht sein Vorhaben mit der Erde? „Man wird nicht übeltun, noch verderbt handeln auf meinem ganzen heiligen Gebirge; denn die Erde wird voll sein der Erkenntnis Jehovas, gleichwie die Wasser den Meeresgrund bedecken.“ — Jes. 46:11; 11:9.
Angesichts dieser Wahrheiten und Tatsachen kann man bestimmt zuversichtlich behaupten, daß Gott nie mutlos ist, ungeachtet dessen, was Menschen tun mögen. Menschen guten Willens behilflich zu sein, aus der Verwirklichung des göttlichen Vorhabens mit der Erde und dem Menschen Nutzen zu ziehen, ist einer der Zwecke dieser Zeitschrift.
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Der Teich von Gibeon freigelegtDer Wachtturm 1958 | 1. Mai
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Der Teich von Gibeon freigelegt
Die alte Stadt Gibeon ist wegen einer der erstaunlichsten Rettungstaten, von denen uns die Geschichte berichtet, berühmt geworden. Hier befreiten nämlich Josua und die Israeliten die Gibeoniter von den verbündeten Streitkräften der Amoriter. Ebenfalls an diesem Ort ließ der Gott des Himmels große Hagelsteine auf das feindliche Heer regnen und ließ Sonne und Mond stillstehen, damit Josua den Kampf siegreich zu Ende führen konnte. In Gibeon fand außerdem eine Schlacht zwischen den Knechten Isboseths, des Sohnes Sauls, und den Knechten Davids statt, und zwar begann sie, wie aus der Bibel hervorgeht, bei „dem Teiche von Gibeon“. — 2. Sam. 2:12-17.
Dieser Teich, ein Brunnen, wurde vor kurzem freigelegt und spendet heute, nach 2500 Jahren, wieder Wasser. Die von dem Archäologen James B. Pritchard gemachte Entdeckung wurde von dem Museum der Universität von Pennsylvanien bekanntgegeben. Auf der Suche nach der alten Stadt Gibeon besichtigte der Archäologe neununddreißig verschiedene Stellen und wählte schließlich das arabische Dorf El-Job im Haschemitischen Königreich Jordanien, ungefähr 12 km nördlich von Jerusalem, als den richtigen Ort. Als er dort ungefähr 1,2 m tief gegraben hatte, stieß er auf Häusermauern. Später kam der Rand eines Teiches von ungefähr 11 m Durchmesser zum Vorschein.
Die Arbeiter, die die Trümmer beseitigten, stießen auf die erste Stufe des Teiches, auf eine 10 m tiefe Grube vor einer spiralförmig gewundenen Treppe. Dann gruben sie einen engeren Tunnel aus, in dessen Seitenwand Stufen gehauen waren, die zu einem 25 m unter der Erde liegenden großen Wasserspeicher führten. Nachdem weitere Schuttmassen beseitigt worden waren, begann das Wasser wieder zu fließen. Wie Fachleute des Museums sagten, hat man es hier mit einer der erstaunlichsten wasserbautechnischen Leistungen der alten Welt zu tun. Nach ihren weiteren Darlegungen bestätigt die Entdeckung der großen Quelle die Aussage der Bibel, daß die Gibeoniter Wasserschöpfer gewesen waren.
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