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  • Suchst du „Wachstumsschmerzen“ zu vermeiden?
    Erwachet! 1970 | 8. Februar
    • dir auch eine Hilfe sein. Diese Liebe wird dir helfen, dich weniger wichtig zu nehmen, denn es kommt häufig vor, daß man versucht, „Wachstumsschmerzen“ zu vermeiden, weil man sich zu wichtig nimmt. Wenn wir wissen, welches in einer bestimmten Situation die richtige und weise Handlungsweise wäre, wird uns selbstlose, auf Grundsätzen beruhende Liebe helfen, trotz der „Wachstumsschmerzen“, die es mit sich bringen mag, so zu handeln. Es ist so, wie der Apostel Paulus schreibt: „Die Liebe ... erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, erduldet alles.“ Diese Liebe wird uns helfen, die „Wachstumsschmerzen“ zu ertragen, die während der Entwicklung zur Reife auftreten mögen, sei es die Entwicklung zur intellektuellen, emotionellen oder geistigen Reife. — 1. Kor. 13:4-7.

  • Kann man sich vor Erkältungen schützen?
    Erwachet! 1970 | 8. Februar
    • Kann man sich vor Erkältungen schützen?

      WIRST du jeden Winter von Erkältungen gequält? Wer diese Frage bejahen muß, hat jedenfalls viele Leidensgenossen. Der Schnupfen befällt Personen jeden Alters, vom Äquator bis zu den Polen. Es gibt Personen, die jeden Winter einmal oder zweimal verschnupft sind, und andere sind anscheinend ständig verschnupft. Aber es gibt auch Personen, die sich offenbar nie erkälten, und diese Tatsache läßt andere hoffen, daß man sich vor Erkältungen schützen kann.

      Es erscheint äußerst schwierig, sich vor Erkältungen und Schnupfen zu schützen, weil sie so leicht übertragbar sind. Diese Tatsache bestätigt die Schlußfolgerung, daß sie durch Viren verursacht werden. Ein Virus ist ein Mikroorganismus, der so klein ist, daß man ihn mit einem gewöhnlichen Mikroskop nicht sehen kann. Man kennt bisher etwa hundert verschiedene Viren, die Schnupfen hervorrufen können.

      Diese Viren können auf verschiedene Weise übertragen werden, zum Beispiel durch Tröpfcheninfektion, die beim Niesen oder Husten erfolgt. Wer rücksichtsvoll ist, bedeckt daher sofort Nase und Mund, wenn er merkt, daß er niesen oder husten muß, damit er andere nicht ansteckt.

      Die Viren in der Absonderung aus der Nase mögen etwa drei bis fünf Stunden infektiös bleiben; somit kann sich jemand, lange nachdem ein Schnupfenkranker Gebrauchsgegenstände angefaßt hat, damit infizieren, wenn er sie auch in die Hand nimmt. Wenn derjenige, der solche Gegenstände anfaßt, danach die Hand auf Mund oder Nase legt oder mit ungewaschenen Händen ißt, mag er die Viren in seinen Körper aufnehmen und dadurch einen Schnupfen bekommen.

      Man kann sich anstecken, wenn man Türklinken, Treppengeländer, Trinkgläser, Geschirr und Bestecke sowie andere Gegenstände, die von mehr als einer Person angefaßt werden, berührt. Es zeugt von Rücksichtnahme, wenn du dir, ehe du Geschirr anfaßt, wie zum Beispiel, wenn du den Tisch deckst, vorher die Hände wäschst. Und wenn du dich einmal zwischendurch schneuzen mußt, weil die Nase läuft, wäre es dann nicht vernünftig, bevor du den Tisch weiterdeckst, dir die Hände zu waschen? Wenn du das nicht tust, magst du das Geschirr mit Schnupfenviren infizieren, und das mag zur Folge haben, daß sich die anderen Familienglieder ebenfalls einen Schnupfen zuziehen.

      Britische Wissenschaftler haben folgenden Versuch gemacht: Sie brachten in die Nase eines Schnupfenkranken Fluorescin, um festzustellen, wie weit die Schnupfenviren ausgestreut werden. Unter ultraviolettem Licht werden auch die kleinsten Mengen von Fluorescin sichtbar. Mit Hilfe dieses Lichts entdeckte man Spuren von Fluorescin auf den Händen des Schnupfenkranken, auf seinem Gesicht und auf seinem Essen sowie an allen Stellen im Zimmer, die er mit den Händen berührt hatte. So werden auch Schnupfenviren ausgestreut.

      Komplikationen

      Das Schlimme an einer Erkältung und an der Grippe — obschon die Grippe in enger Beziehung zu Erkältungen steht, ist sie doch eine Krankheit für sich — ist, daß sie Komplikationen hervorrufen können. Anscheinend sind im Hals und in der Nase immer Organismen vorhanden, die schwere Sekundärinfektionen hervorrufen können. Während einer Erkältung oder einer Grippe, wenn die Widerstandskraft des Körpers vorübergehend geschwächt ist, vermehren sie sich, und unter gewissen Umständen können sie Lungenentzündung und andere akute Infektionen der Atemwege verursachen.

      Ein Grippekranker, der Fieber hat und sich dennoch nicht ins Bett legen und im Bett bleiben will, steht besonders in Gefahr, sich eine Lungenentzündung zuzuziehen. Wer einen leichten Anfall von asiatischer Grippe hat, sollte sich beim ersten Anzeichen von Fieber ins Bett legen, und er sollte im Bett bleiben, bis das Fieber weg ist. Wenn ein Grippekranker das nicht tut, mögen bei ihm schwere Komplikationen auftreten.

      Impfstoffe

      Da Erkältungen und Grippe Viruserkrankungen sind, mag die Schlußfolgerung naheliegen, es sei möglich, den menschlichen Organismus durch Schutzimpfung zu immunisieren. Man hat nach Impfstoffen zur Immunisierung gesucht, aber es ist fraglich, ob eine solche Behandlung wirksam ist. Was nützt denn ein Impfstoff, wenn es mehr als hundert verschiedene Viren gibt, die anscheinend für Erkältungen verantwortlich sind, und wenn der Körper gegen keines dieser Viren nach einer überstandenen Erkältung Immunität entwickelt? Und das Grippevirus mutiert ständig. Jeder Stamm würde somit einen neuen Impfstoff erforderlich machen. Ein weiteres Problem sind die unerwünschten Nebenwirkungen der Impfstoffe.

      Man machte mit einem Impfstoff folgenden Versuch: Man impfte freiwillige Versuchspersonen, die im Jahr vor diesem Versuch durchschnittlich 4,7 Erkältungen hatten. In dem Jahr, in dem diese Personen geimpft wurden, hatten sie 55 Prozent weniger Erkältungen. Dieses Ergebnis erweckte den Eindruck, die Impfung sei erfolgreich gewesen. Genügte dieser Beweis jedoch, begeistert für die Impfung einzutreten? Nein, er genügte nicht.

      Man wollte ganz sichergehen, daß die Impfung tatsächlich wirksam sei; aus diesem Grund impfte man eine Kontrollgruppe mit keimfreiem Wasser, ließ sie aber im Glauben, sie sei mit dem Schnupfenvakzin geimpft worden. Einen solchen chemisch unwirksamen Stoff nennt man Placebo. Die Versuchspersonen, die mit Wasser geimpft wurden, hatten im Jahr zuvor durchschnittlich 4,9mal Schnupfen, in dem Jahr, in dem sie mit Wasser „geimpft“ worden waren, hatten sie ihn durchschnittlich 1,9mal; das ist eine Verminderung von 61 Prozent; das war ein besseres Ergebnis, als es die Gruppe aufwies, die mit dem Vakzin geimpft worden war.

      Die Ergebnisse anderer Versuche zeigten, daß bei Patienten, die ein Placebo erhielten, aber im Glauben gelassen wurden, es sei Arznei, eine bemerkenswerte Besserung eintrat. In einem Fall erhielten die Versuchspersonen Kapseln, die als Placebo nichts anderes als Milchzucker enthielten. 35 Prozent der Patienten, denen solche Kapseln verabfolgt wurden, sagten, im Laufe von 48 Stunden

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