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Wie viele Israeliten zogen aus Ägypten?Der Wachtturm 1963 | 1. Oktober
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damals ein Gebiet von mehr als 25 000 qkm, denn etwas von seinem Gebiet lag östlich des Jordan.
Eine Fußnote zu 2. Mose 12:37 in der Soncino-Bibel stützt die Angaben der Heiligen Schrift ebenfalls: „Es fällt zweifellos schwer, sich den gleichzeitigen Wegzug einer solch großen Menge von Menschen von einem Ort aus vorzustellen. Doch zu diesem Ereignis gibt es geschichtliche Parallelen. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts brachen 400 000 Tartaren im Grenzgebiet Rußlands auf und zogen gegen China.“
Wenn alle Tatsachen berücksichtigt werden, steht der Bericht der Heiligen Schrift gerechtfertigt da.
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Psychoanalytische Feststellung unrichtigDer Wachtturm 1963 | 1. Oktober
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Psychoanalytische Feststellung unrichtig
◆ Die folgenden Worte erschienen in dem 1960 herausgegebenen englischen Buch: „The Informed Heart: Autonomy in a Mass Age“ von dem in Wien geborenen Psychoanalytiker Dr. Bruno Bettelheim, der in den Jahren 1938 und 1939 in den Konzentrationslagern Buchenwald und Dachau in Haft war und jetzt Direktor der Orthogenic School an der Universität Chicago ist: „Ein ähnliches Verhalten war für eine weitere Gruppe charakteristisch, die gemäß psychoanalytischer Theorie als betont neurotisch oder ausgeprägt wahnhaft anzusehen gewesen wäre und daher leicht unter Druck hätte zusammenbrechen müssen. Ich beziehe mich nämlich auf die Zeugen Jehovas. Sie standen nicht nur auf einem ungewöhnlich hohen Niveau menschlicher Würde und des moralischen Verhaltens, sondern schienen gegen die Lagererfahrung gefeit zu sein, welche die Personen, die meine Mitpsychoanalytiker und ich für integrierte Typen hielten, vernichtete.
Alle Zeugen Jehovas wurden als Kriegsdienstverweigerer in die Lager gebracht. Das Haftleben schien sie wenig zu beeinflussen. Dank ihrer strengen religiösen Überzeugung blieben sie treu. Das einzige Verbrechen, das sie in den Augen der Nazis begangen hatten, war ihre Weigerung, Waffen zu tragen. Deshalb wurde ihnen oft die Freiheit versprochen, wenn sie nur Militärdienst leisten würden. Standhaft lehnten sie das Angebot ab. Glieder dieser Gruppe waren ... vorbildliche Kameraden, hilfsbereit, korrekt und zuverlässig. Sie ließen sich [nur dann] in einen Wortstreit ein ... wenn jemand ihre Glaubensansichten in Frage zog. Wegen ihrer gewissenhaften Arbeit wählte man sie oft als Vorarbeiter. Als Vorarbeiter, die einen Auftrag von der SS empfangen hatten, bestanden sie darauf, daß die Gefangenen ihre Arbeit gut und in der vorgesehenen Zeit ausführten. Obgleich sie die einzige Gruppe waren, die ihre Mitgefangenen nie mißhandelte, zogen die SS-Offiziere sie auf Grund ihrer guten Arbeit, ihrer Fähigkeiten oder ihrer bescheidenen Einstellung anderen für diese Aufgaben vor. Das Verhalten der Zeugen Jehovas stand in krassem Gegensatz zu den dauernden Kämpfen unter den anderen Gruppen von Gefangenen, denn sie mißbrauchten ihre engen Beziehungen zu den SS-Offizieren nie, um Stellungen der Gunst im Lager zu erlangen.“
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Ein falsches ChristentumDer Wachtturm 1963 | 1. Oktober
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Ein falsches Christentum
In einer Abhandlung über den Entscheid des amerikanischen Obersten Bundesgerichts, durch den das offizielle Gebet in den Volksschulen verboten wurde, schrieb Edward O. Miller in der Zeitschrift The Christian Century vom 1. August 1962: „Führende Geschäftsleute, die immer wieder betonten, daß die Regierung ihnen ja nicht ins Gehege kommen solle, verkünden jetzt laut, die Regierung müsse die Religion unterstützen, sonst könnte der Gott Abrahams und Jesu gestürzt werden. Seit wann erwarten Christen von der Regierung, daß sie Gott rette? Das Christentum stand beinahe vor dem Untergang, als der römische Kaiser Konstantin es offiziell anerkannte und ihm dadurch zu Ehre und Ansehen verhalf. Kierkegaard schrieb in seinem Angriff auf die Christenheit, ein Christentum, das von der Regierung Hilfe erwarte, verrate, ‚daß es nicht das Christentum des Neuen Testaments‘ sei.“
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