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Gedenke deines Schöpfers, indem du das Gute tustDer Wachtturm 1967 | 1. August
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über böse Taten nicht sogleich vollzogen wird, nicht entmutigen lassen, das Gute zu tun.
17. Wieso hilft uns der Gedanke an die Zeit, in der wir leben, gute Früchte hervorzubringen?
17 Wir sollten auch nicht vergessen, in welcher Zeit wir leben. Es sind schwierige Zeiten, ein Zeitalter der Gewalt, der Gesetzlosigkeit und der Selbstsucht, Tage, in denen die Werke zu sehen sind, von denen in 2. Timotheus 3:1-3 die Rede ist. „Dieses aber erkenne, daß in den letzten Tagen kritische Zeiten da sein werden, mit denen man schwer fertig wird. Denn die Menschen werden ... ohne Liebe zum Guten“ sein. Wenn du siehst, daß die Menschen ohne Liebe zum Guten sind, heißt das nicht, daß du das Böse verüben müßtest; im Gegenteil, du solltest dich um so mehr bemühen, die Frucht der Güte hervorzubringen oder das Gute zu tun.
18. Worüber können Christen und Nichtchristen Aufschluß erhalten?
18 Wenn du erfährst, was der einzelne Christ gemäß der Bibel tun sollte, wird dir das bei der weiteren Betrachtung dieses Themas eine Hilfe sein. Ob du dich zum Christentum bekennst oder nicht, wirst du dann wissen, was die Bibel wirklich als christliche Handlungsweise bezeichnet.
ES GIBT VIELE GUTE DINGE ZU TUN
19. Welche Begriffserklärungen zeigen, daß es viele gute Dinge gibt, die man tun kann?
19 Es gibt viele rechte und gute Dinge, die der einzelne Christ Tag für Tag tun muß. Dadurch bringt er die Frucht der Güte hervor oder tut er das Gute. Was gut ist, ist im wesentlichen das, was sich geziemt. „Es ist gut, unseren Gott zu besingen; ... es geziemt sich Lobgesang.“ (Ps. 147:1) Gut ist das, was sich nach Gottes Maßstäben für die Diener des Schöpfers geziemt und schickt. Es sind gute Werke, die einem guten, passenden Zweck dienen. Gottes Wort zeigt dem Christen, was gut ist und was es bedeutet, gut zu sein. In 5. Mose 12:28 heißt es: „[Tue,] was gut und recht ist in den Augen Jehovas.“ Ein englisches Wörterbuch (Websters Third New International Dictionary) erklärt das Wort „gut“ im wesentlichen mit „vereinigend, passend, geziemend, angemessen“ und den Begriff „Güte“ mit „sittlicher Tadellosigkeit“. Im biblischen Griechisch bedeutet es „tüchtig; dienstwillig, sittlich einwandfrei“ und im biblischen Hebräisch „angenehm, brauchbar, tüchtig, schön, richtig, sittlich einwandfrei“. Bestimmt können Christen viele Dinge tun, die diesen Begriffserklärungen entsprechen. — Jak. 3:17, 18.
WIE KÖNNEN WIR FESTSTELLEN, OB ETWAS GUT IST?
20. (a) Wie können wir feststellen, ob etwas gut ist oder nicht? (b) Welche Erkenntnis hilft uns, das festzustellen?
20 Das ist eine gute (eine passende) Frage. Wie können wir feststellen, ob etwas, was wir tun oder sagen, was wir befürworten oder unterstützen, gut ist? Wie können wir wissen, ob wir gut oder schlecht handeln? Eine Möglichkeit besteht darin, uns einige Fragen über unser Tun oder unsere Gedanken zu stellen. Wir könnten uns fragen: „Schickt es sich für einen echten Christen? Ist es unpassend? Würde es dem Schöpfer wohlgefallen?“ Echte Christen wissen, ob etwas ihrem Bekenntnis, Christus Jesus nachzufolgen, entspricht. Der christliche Apostel Paulus schrieb an andere Christen: „Nun bin auch ich selbst eurethalben überzeugt, meine Brüder, daß ihr selbst auch voller Gütigkeit [Güte, Br] seid, da ihr mit aller Erkenntnis erfüllt worden seid, und daß ihr einander auch zurechtweisen könnt.“ (Röm. 15:14) Da ein Christ mit Güte und mit Erkenntnis des Wortes Gottes und dessen Anforderungen erfüllt ist, kann er feststellen, ob etwas gut oder böse ist und ob seine Handlungsweise die Frucht des Geistes und des Lichts hervorbringt, also gut ist. Wir möchten hier einige Dinge nennen, die ein echter Christ besonders sorgfältig beachten sollte. Wichtig ist zunächst die Frage: Wie berührt es
21. Was schließt die Anbetung Jehovas alles ein?
21 JEHOVA? Wird es Jehova wohlgefallen oder mißfallen? Dient das, was du tust oder sagst, der Lobpreisung Jehovas, und ist es mit ihm, der gut und gerade ist, in Harmonie? Wenn nicht, wie könnte es dann gut und schicklich sein? Wie könnte etwas, was mit Gottes Willen nicht übereinstimmt, sittlich tadellos sein? Die Anbetung Jehovas schließt das, was Christen tun und sagen, ein. „Formt euch nicht mehr nach diesem System der Dinge, sondern werdet durch die Neugestaltung eures Sinnes umgewandelt, damit ihr euch selbst vergewissern könnt, was der gute und annehmbare und vollkommene Wille Gottes ist.“ (Röm. 12:2) Wie berührt es ferner die
22. (a) Mit welcher Aufgabe sind Christen betraut worden? (b) Was schließt sie alles ein?
22 KÖNIGREICHSINTERESSEN? Christen sind mit der Aufgabe betraut worden, den Interessen des unter der Leitung Christi Jesu stehenden Königreiches Jehovas zu dienen. Ihr Werk, das in der gewissenhaften Wahrung dieser Interessen besteht, konzentriert sich auf die Befolgung des prophetischen Befehls ihres Anführers, Christi Jesu: „Diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen.“ (Matth. 24:14) Wird das Predigen der guten Botschaft vom Königreich durch ihr Handeln gefördert oder behindert? Ist es im Hinblick auf die „ewige gute Botschaft“, die sie unter der Leitung von Engeln verbreiten, schicklich? (Offb. 14:6) In diesem Zusammenhang gilt es, die Frage zu berücksichtigen: Welche Wirkung hat es auf
23. Warum müssen Christen ihre Handlungsweise nach den Auswirkungen beurteilen, die sie auf andere hat?
23 ANDERE? Die Handlungsweise eines Christen mag sich auf andere vorteilhaft oder nachteilig auswirken. Die ewige gute Botschaft muß denen verkündet werden, „die auf der Erde wohnen, sowie jeder Nation und jedem Stamm und jeder Zunge und jedem Volk“. Sie müssen die Aufforderung hören: „Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen, und betet den an, der den Himmel und die Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht hat.“ (Offb. 14:6, 7) Da Jehovas Zeugen diesem großen Schöpfer dienen und andere auffordern, ihm ebenfalls zu dienen, müssen sie ihre Handlungsweise nach den Auswirkungen beurteilen, die sie auf andere und auf deren Verhältnis zu Jehova haben mag. Führen Christen ein Leben, das zu der guten Botschaft, die sie verbreiten, paßt, so können sie anderen helfen, in ein günstiges Verhältnis zu Jehova Gott zu gelangen und sein Wohlwollen zu finden. Sehr nahe stehen dem einzelnen Christen
24. Wo und wem kann ein Christ eine große Hilfe sein?
24 SEINE ANGEHÖRIGEN. Christen sind am Verhältnis ihrer Angehörigen zu Jehova Gott interessiert, und im engen, vertrauten Familienkreis kann jeder denen, die er besonders liebt, weil er durch die Familienbande mit ihnen verbunden ist, eine große Hilfe sein. Hier gilt der Grundsatz: „Vor deinem Fleisch verstecke dich nicht!“ (Jes. 58:7, Buber) Ebenfalls zu berücksichtigen ist
25. Nenne einige gute Dinge, die im Interesse der Christenversammlung getan werden können.
25 DIE VERSAMMLUNG. „In der Tat, laßt uns denn, solange wir günstige Zeit dafür haben, gegenüber allen das Gute wirken, besonders aber gegenüber denen, die uns im Glauben verwandt sind.“ (Gal. 6:10) Es ist gut, die Christenversammlung zu unterstützen und sich um ihre Interessen und um ihr Wohl zu kümmern. Es schickt sich, den Zusammenkünften der Versammlung beizuwohnen, sich rechtzeitig einzufinden und sich zu beteiligen, wenn sich die Gelegenheit dazu bietet. Eine Frucht des Geistes besteht darin, daß Eltern ihre Kinder, ganz gleich, wie alt sie sind, zu den Zusammenkünften der Versammlung mitbringen und dafür sorgen, daß sie sich während ihrer Anwesenheit ordentlich benehmen, aufmerksam sind, stillsitzen und niemand stören, so daß alle Anwesenden im Königreichssaal, Kinder und Erwachsene, den vollen Nutzen aus der dargebotenen geistigen Speise ziehen können. Es ist auch gut, dafür zu sorgen, daß der Königreichssaal und seine Ausstattung stets in gutem Zustand sind. Berücksichtige aber in allem
26. Worum dreht sich das Thema „Gedenke deines Schöpfers, indem du das Gute tust“ vorwiegend?
26 DEIN VERHÄLTNIS ZU JEHOVA. Über das günstige oder ungünstige Verhältnis zu Jehova lesen wir: „Geliebter, ahme nicht das Böse nach, sondern das Gute! Wer das Gute tut, stammt von Gott, wer aber das Böse tut, hat Gott nicht gesehen.“ (3. Joh. 11, ZB) Das Thema „Gedenke deines Schöpfers, indem du das Gute tust“ dreht sich eigentlich vorwiegend um unser Verhältnis zu Jehova, dem großen Schöpfer.
27. Welchen Gedanken, der Jugendliche und ältere Personen angeht, hebt die Bibel hervor?
27 Das trifft auf echte Christen jeder Altersklasse zu: auf Kinder, Jugendliche, Erwachsene und ältere Personen. Eltern und Kinder sollten sich die wichtige biblische Wahrheit einprägen: „Selbst ein Knabe gibt sich durch seine Handlungen zu erkennen, ob sein Tun lauter, und ob es aufrichtig ist.“ (Spr. 20:11) Kann das auch von einem kleinen Knaben oder einem kleinen Mädchen gesagt werden? Jawohl. Eltern, ihr habt die wunderbare Gelegenheit, dafür zu sorgen, daß das, was eure Kinder tun, lauter und aufrichtig ist!
28. Was sollten wir im Hinblick auf die in diesem Artikel dargelegten Gedanken tun?
28 Um richtige Entscheidungen zu treffen, müssen wir die erwähnten biblischen Grundsätze in den verschiedenen Lebenslagen, in denen wir wissen sollten, wie wir gemäß dem Rat der Bibel am besten handeln, anwenden. Mit anderen Worten, wir müssen das Gelernte den betreffenden Situationen entsprechend in die Tat umsetzen. Lies bitte den folgenden Artikel.
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Wie wir das Gute tun solltenDer Wachtturm 1967 | 1. August
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Wie wir das Gute tun sollten
„Gott wird jedes Werk, es sei gut oder böse, in das Gericht über alles Verborgene bringen.“ — Pred. 12:14.
1. (a) Nach wessen Maßstab sollte sich gemäß 5. Mose 12:28 unsere Handlungsweise richten, und wieso stimmt das mit dem oben angeführten Text nach Prediger 12:14 überein? (b) Was setzt das voraus, wenn wir das Gute tun wollen? (c) Wie wird das durch Philipper 4:9 bestätigt?
EINES der Gebote, die Jehova Gott seinem Volk der alten Zeit gab, lautete: „Habe acht und höre auf alle diese Worte, die ich dir gebiete, auf daß es dir und deinen Kindern nach dir wohlgehe ewiglich, weil du tust, was gut und recht ist in den Augen Jehovas, deines Gottes.“ (5. Mose 12:28) Heißt das, daß man die Dinge, die Gott wohlgefallen, tatsächlich tun muß? Ja, es bedeutet offensichtlich nicht, nur zu reden, was recht ist, sondern auch, das Rechte zu tun. Im Hinblick auf die Anwendung der im vorangegangenen Artikel erwähnten Grundsätze bedeutet es, die Frucht der Güte hervorzubringen oder das Gute zu tun. Ein christlicher Diener Gottes bestätigte diesen Gedanken mit folgenden Worten: „Die Dinge, die ihr gelernt und auch angenommen und gehört und in Verbindung mit mir gesehen habt, diese setzt in die Tat um, und der Gott des Friedens wird mit euch sein.“ (Phil. 4:9) Wenn wir diese Dinge in die Tat umsetzen, das heißt sie entsprechend anwenden, tun wir das Gute. Andernfalls wird das Gute nicht offenbar; es bleibt verborgen.
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