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  • Vertraue Jehova, nicht Menschen!
    Der Wachtturm 1977 | 15. Oktober
    • Vertraue Jehova, nicht Menschen!

      „Es ist besser, Zuflucht zu Jehova zu nehmen, als auf einen Erdenmenschen zu vertrauen“ (Ps. 118:8).

      1, 2. (a) Wie viele Menschen haben heute ein festes, unerschütterliches Vertrauen zu Jehova, und warum? (b) Wer vertraut darauf, daß Jehova bessere Verhältnisse herbeiführt?

      NUR wenig Menschen haben heute ein festes, unerschütterliches Vertrauen zu Jehova Gott. Einige glauben überhaupt nicht, daß es einen Gott gibt. Andere glauben vielleicht an die Existenz Gottes, kümmern sich aber wenig um seinen Willen. Selbst die frommen Anhänger der Religionen dieser Welt vertrauen zum größten Teil nicht auf Jehova, sondern auf ihre religiösen Überlieferungen oder auf ihre Geistlichen. Sie gleichen denen, über die der Apostel Paulus schrieb: „Ich bezeuge ihnen, daß sie Eifer für Gott haben, aber nicht gemäß genauer Erkenntnis; denn weil sie die Gerechtigkeit Gottes nicht erkannten, sondern ihre eigene aufzurichten suchten, unterwarfen sie sich nicht der Gerechtigkeit Gottes“ (Röm. 10:2, 3).

      2 Von wem erhoffen die Menschen eine bessere Zukunft? Die meisten setzen ihr Vertrauen auf menschliche Bemühungen, nicht auf Jehovas Vorhaben mit der Menschheit. Nur eine kleine Minderheit der vier Milliarden Erdbewohner hat die Beweise für die Existenz Jehovas gründlich geprüft, kommt ihren Verpflichtungen ihm gegenüber nach und hält sich an seine Gesetze. Diese Menschen vertrauen ihm rückhaltlos, denn sie wissen, daß er seine Verheißung von der Errichtung einer gerechten neuen Ordnung für die Menschheit erfüllen wird. Sie erklären wie einst der Psalmist: „Auf dich habe ich mein Vertrauen gesetzt, o Jehova. Ich habe gesagt: ,Du bist mein Gott‘“ (Ps. 31:14). Sie beachten auch Gottes Warnung: „Setzt euer Vertrauen nicht auf Edle noch auf den Sohn des Erdenmenschen, bei dem es keine Rettung gibt“ (Ps. 146:3).

      3. Warum sollten sich diejenigen, die auf Jehova vertrauen, dadurch, daß sie nur eine verhältnismäßig kleine Minderheit sind, nicht entmutigen lassen?

      3 Sollten sich diejenigen, die auf Jehova vertrauen, dadurch entmutigen lassen, daß sie im Vergleich zu den vier Milliarden Erdbewohnern nur eine kleine Minderheit sind? Nein, denn Zahlen sind noch nie ausschlaggebend gewesen, wenn es um die Frage ging, was recht ist. Die Masse der Menschheit ist schon oft im Irrtum gewesen. Jesus Christus sagte: „Geht ein durch das enge Tor; denn breit und geräumig ist der Weg, der in die Vernichtung führt, und viele sind es, die auf ihm hineingehen; doch eng ist das Tor und eingeengt der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind es, die es finden“ (Matth. 7:13, 14). Nein, dem Urteil der Masse zu vertrauen ist nicht der Weg, der durch das „enge Tor“ zu Leben in Fülle führt. Die Geschichte liefert unzählige Beweise für unerfüllte menschliche Versprechungen und für den Schaden, den die breite Masse, die diesen Versprechungen blinden Glauben schenkte, dadurch erlitten hat.

      4. Was können wir heute besser feststellen denn je, und warum?

      4 Ein Beweis dafür, daß es töricht ist, auf menschliche Weisheit zu vertrauen, ist besonders das vergangene Jahrhundert. Wir haben inzwischen gesehen, was uns das wissenschaftlich hoch entwickelte 20. Jahrhundert gebracht hat, und können so die Ergebnisse menschlicher Errungenschaften besser prüfen. Wir können sie mit den Werken Jehovas vergleichen und so deutlich sehen, worauf wir unser Vertrauen setzen sollten.

      VERGEBLICHES HOFFEN AUF DIE WISSENSCHAFT

      5. Welche Rolle spielten die wissenschaftlichen Fortschritte in Verbindung mit der Hoffnung vieler Menschen auf eine bessere Welt?

      5 Die Hoffnung der Menschheit auf eine bessere Welt wurde durch die wissenschaftlichen Fortschritte, die im vergangenen Jahrhundert gemacht wurden, sehr gestärkt. Viele dachten, die Menschheit gehe einer herrlichen neuen Zeit entgegen. Ja, man dachte, es stehe nun in der Macht des Menschen, Probleme wie Armut, Hunger, Arbeitslosigkeit, Krankheit, hohes Alter und Krieg zu lösen. Lewis Mumford schrieb über diese übertriebenen Hoffnungen:

      „Die Auffassung, wonach die Maschine auf Grund ihrer rationellen Konstruktion und der Vollkommenheit ihrer Leistung nun eine moralische Kraft war, ja die moralische Kraft par excellence, die dem Menschen neue Maßstäbe setzte ...

      Für jede menschliche Schwäche oder Störung gab es angeblich ein rasch wirkendes technisches, chemisches oder pharmazeutisches Heilmittel. Sogar die elektrische Bogenlampe wurde bei ihrer Einführung zuversichtlich als Vorbeugungsmittel gegen nächtliche Verbrechen begrüßt.“a

      6. Welche nützlichen Dinge hat die Menschheit der Wissenschaft zu verdanken?

      6 Zweifellos verdanken wir der Wissenschaft viele nützliche Dinge. In vielen Ländern brauchen die Hausfrauen nicht mehr soviel Zeit, wie sie früher benötigten, um mit der Hand zu waschen oder zu nähen, um auf einem Holzfeuer zu kochen, um Wintervorräte anzulegen oder Wasser aus einem Brunnen oder Fluß zu schöpfen. Dank der Wissenschaft gewinnt man heute aus Erdöl, Kohle und Gas elektrischen Strom, mit dem Waschmaschinen, Nähmaschinen, Kochherde, Kühlschränke, Heizgeräte, Lichtanlagen und andere nützliche Geräte betrieben werden können. Der Außenabort ist durch sanitäre Einrichtungen im Haus ersetzt worden. Ein Traktor leistet soviel wie 50 Pferde. Melkmaschinen erleichtern dem Bauern seine tägliche Arbeit. Medizinische Fortschritte haben zur erfolgreichen Bekämpfung verschiedener Krankheiten beigetragen. Die fortgeschrittene Technik mit ihren Computern und Raketen hat es dem Menschen sogar ermöglicht, auf dem Mond zu landen.

      7. Inwiefern hat die Wissenschaft viele Probleme verursacht?

      7 Die Wissenschaft hat zwar einige Probleme gelöst, dafür aber viele weitere geschaffen. So ist zum Beispiel das Auto ein schnelles und bequemes Verkehrsmittel, es hat aber Probleme mit sich gebracht, die noch nicht gelöst sind. In Großstädten kommt es oft zu gewaltigen Verkehrsstockungen und Behinderungen. Die Abgase verstärken den durch die Industrie verursachten Giftdunst, der über vielen Städten liegt. Außerdem ist das Auto eine der gefährlichsten Erfindungen, die je gemacht wurden. Nach einem Bericht in der Zeitschrift Weltgesundheit (dem Magazin der Weltgesundheitsorganisation der UN) kommen bei Verkehrsunfällen jährlich etwa 250 000 Menschen ums Leben, und Millionen werden verletzt.

      8. Wie hat sich die militärische Forschung auf unser Jahrhundert ausgewirkt?

      8 Über eine weitere schlechte Frucht, die die Wissenschaft hervorgebracht hat, heißt es in dem Buch Great Events of the 20th Century (Große Ereignisse des 20. Jahrhunderts): „Die große gestaltende Kraft des 20. Jahrhunderts besteht ohne Zweifel in der erstaunlichen Zunahme wissenschaftlicher Kenntnisse, und nie hat man eifriger nach solchen Kenntnissen gestrebt wie in Kriegszeiten.“ Tanks, Flugzeuge, Flammenwerfer, Maschinengewehre, Unterseeboote, Raketen, Atombomben und andere Waffen sind von Wissenschaftlern entwickelt worden. Damit sind in diesem Jahrhundert über 100 Millionen Menschen getötet worden — mehr als in irgendeinem anderen Jahrhundert. „Wehe denen“, heißt es in Gottes Wort treffend, „die ihr Vertrauen auf Kriegswagen setzen, weil sie zahlreich sind, und auf Reitpferde, weil sie sehr mächtig sind, die aber nicht auf den Heiligen Israels geschaut und Jehova selbst nicht gesucht haben“ (Jes. 31:1). Obwohl die militärische Forschung so viel Unheil stiftet, geben die Völker gegenwärtig jährlich 300 Milliarden Dollar für die Rüstung aus. Etwa 25 Prozent aller Wissenschaftler in den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion arbeiten für die Rüstung und weniger als ein hundertstel Prozent für die Rüstungskontrolle oder die Abrüstung.

      9. Hat die Wissenschaft dazu beigetragen, die bedrückenden Probleme der Menschheit zu lösen?

      9 Hat die Wissenschaft mitgeholfen, die weltweite Flut von Verbrechen aufzuhalten? Nein, denn die Kriminalität nimmt ständig zu, wie Gottes Wort es für diese „letzten Tage“ vorhergesagt hat (Matth. 24:12; 2. Tim. 3:1-5, 13). Nach dem Bericht eines statistischen Amtes werden allein in den Vereinigten Staaten jährlich 37 Millionen schwere Straftaten begangen, dreimal so viele, wie der Polizei tatsächlich gemeldet werden. Die Medizin hat zwar viel zur Bekämpfung gewisser Krankheiten beigetragen, anderen dagegen steht sie machtlos gegenüber. Herzkrankheiten haben epidemische Ausmaße angenommen, ebenso die Geschlechtskrankheiten; und Krebs ist heute eine der häufigsten Todesursachen. Die Luft-, Gewässer- und Bodenverschmutzung sowie die chemische Behandlung von Nahrungsmitteln verursachen ständig neue Gesundheitsprobleme. Auch steht die Wissenschaft Alterserscheinungen und dem Tod völlig hilflos gegenüber. Es ist immer noch so, wie es in der Bibel heißt, daß „durch e i n e n Menschen die Sünde in die Welt hineingekommen ist und durch die Sünde der Tod und sich so der Tod zu allen Menschen verbreitet hat“ (Röm. 5:12). Außerdem gibt es, wie die Zeitschrift Parade berichtet, trotz der wissenschaftlichen Fortschritte heute „mehr Hungernde, Arme, Analphabeten und Arbeitslose in der ganzen Welt als je zuvor“.

      10, 11. (a) Wie haben sich einige weltliche Autoritäten über das Versagen der Wissenschaft geäußert? (b) Welche zutreffenden Äußerungen über menschliche Bemühungen finden wir in der Bibel?

      10 Die Früchte unseres Forschungszeitalters sind also deutlich zu sehen. Wir wissen aus Erfahrung, was dieses Zeitalter hervorgebracht hat, und kommen zu demselben Schluß wie das Buch Environmental Ethics (Umweltethik): „Die heutige Technologie hat sich bereits als Fehlschlag erwiesen.“ Auch der Schriftsteller Lewis Mumford schrieb: „Die Vorstellung, daß technischer und wissenschaftlicher Fortschritt ebensolchen menschlichen Fortschritt bedeute, ... ist heute völlig unhaltbar geworden.“b Und der Historiker Arnold Toynbee erklärte: „Wir haben versucht, uns von der Maschine beherrschen zu lassen, und die Ergebnisse sind erschreckend. ... Dem sündhaften Menschen darf das Spielzeug, das in seinen Laboratorien entwickelt worden ist, nicht in die Hände gegeben werden.“

      11 Wir können heute deutlich sehen, wie weit die Menschheit gekommen ist, weil sie auf Menschen vertraut hat. Es ist genauso, wie Gottes Prophet Jeremia es vorhersagte: „Verflucht ist der körperlich taugliche Mann, der sein Vertrauen auf den Erdenmenschen setzt und tatsächlich Fleisch zu seinem Arm macht und dessen Herz sich von Jehova selbst abwendet“ (Jer. 17:5). Wir finden auch die Worte des inspirierten Psalmisten bestätigt: „Wenn Jehova selbst das Haus nicht baut, so ist es umsonst, daß seine Bauleute hart daran gearbeitet haben“ (Ps. 127:1).

      JEHOVA VERDIENT UNSER VERTRAUEN

      12. Wer allein verdient unser Vertrauen, wenn es um lebenswichtige Dinge geht?

      12 Wie die Erfahrung also zeigt, ist es töricht, auf menschliche Weisheit zu vertrauen, wenn es um lebenswichtige Dinge geht. Wir können nicht erwarten, daß der Mensch die großen Probleme der Menschheitsfamilie löst. Nur Jehova, der allmächtige Schöpfer, ist dazu in der Lage. Folglich sollten wir uns in diesen kritischen Zeiten von niemand anders leiten lassen als von Jehova. Würdest du das Gekritzel eines Kindes als zuverlässige Landkarte für eine gefährliche Reise betrachten? Oder würdest du nicht eher den Angaben eines Experten vertrauen, der die Route genau kennt? Menschliche Weisheit ist auf unserer Reise durch die gefährlichen „letzten Tage“ und bei unserem Streben nach ewigem Leben in Gottes neuer Ordnung kein zuverlässiger Führer. Darum sagt die Bibel: „Gesegnet ist der körperlich taugliche Mann, der sein Vertrauen auf Jehova setzt und dessen Zuversicht Jehova geworden ist“ (Jer. 17:7).

      13—15. (a) Inwiefern bezeugt das Universum Jehovas Weisheit und Macht? (b) Warum sollte unser Vertrauen zu Jehova dadurch gestärkt werden? (Jes. 40:28, 29).

      13 Jehovas Werke, die seine Weisheit und Macht bezeugen, flößen uns Vertrauen ein. Wenn wir sehen, was er bereits getan hat und somit imstande ist zu tun, wächst unser Vertrauen in seine Fähigkeit, unser Leben zu lenken und eine gerechte neue Ordnung herbeizuführen. Einen Beweis für Jehovas Fähigkeiten sehen wir im Universum selbst. Bevor das Fernrohr erfunden wurde, dachte man, die wenigen tausend Sterne, die man mit bloßem Auge sehen konnte, seien alle, die es gebe. Doch schon mit den ersten primitiven Fernrohren konnte man erkennen, daß es weit mehr gibt. Mit den modernen Instrumenten, die heute der Erforschung des Universums dienen, kann man so viele Milliarden Sterne sehen, daß wir die Worte Jeremias bestätigt finden: „Das Heer der Himmel [kann] nicht gezählt ... werden“ (Jer. 33:22).

      14 Man hat auch entdeckt, daß die Himmelskörper nicht einfach wahllos im Weltraum verstreut sind. Sie sind statt dessen in Gruppen angeordnet, die als „Galaxien“ bezeichnet werden. Jede dieser Galaxien enthält Milliarden von Sternen und andere Materie. Die Galaxis, in der wir leben, wird als Milchstraße bezeichnet und enthält schätzungsweise 100 Milliarden Sterne, die unserer Sonne ähnlich sind. Man berechnete, daß der Durchmesser unserer Galaxis ungefähr 100 000 Lichtjahre beträgt (das Licht legt in einem Jahr etwa 9,46 Billionen Kilometer zurück). Das ist aber noch nicht alles. In der Zeitschrift National Geographic wurde festgestellt, daß der Mensch „sprachlos vor dem steht“, was er jetzt erforscht. Man hat so viele Galaxien entdeckt, daß es nach einer Schätzung 10 Milliarden geben soll, nach einer anderen Schätzung sogar 100 Milliarden! Ferner hat man beobachtet, daß auch diese Galaxien organisiert sind. Sie sind in „Haufen“ angeordnet, und jeder Haufen besteht aus einer Anzahl Galaxien.

      15 Die gewaltige Größe des Universums, seine Ordnung und die präzisen Gesetze, die die Bewegungen der Himmelskörper bestimmen, haben bei einigen Wissenschaftlern Erstaunen hervorgerufen. Die Zeitschrift Science News schrieb darüber: „Es beunruhigt die Kosmologen, darüber nachzudenken, denn es scheint, als ob Bedingungen, die so genau aufeinander abgestimmt sind, kaum durch Zufall zustande gekommen sind.“ Selbstverständlich ist das Universum nicht „durch Zufall“ entstanden. Die Weisheit, die Macht, die Ordnung und die Gesetzmäßigkeit, die darin zum Ausdruck kommen, stammen von Jehova Gott, dem großen Schöpfer: „Die Himmel verkünden die Herrlichkeit Gottes; und die Ausdehnung tut das Werk seiner Hände kund“ (Ps. 19:1). Jehovas Fähigkeiten sind so groß, daß er mit Leichtigkeit das tun kann, was Menschen für unmöglich halten, ja, „er zählt [sogar] die Zahl der Sterne; sie alle ruft er mit ihrem Namen“ (Ps. 147:4).

      16. Zu welchem Schluß sollte man aufgrund neuer biologischer Entdeckungen kommen?

      16 Viele Wissenschaftler staunen auch immer mehr über die Weisheit und die Kompliziertheit, die in den lebenden Organismen auf der Erde zum Ausdruck kommen. In der Zeitschrift Science Digest erschien folgende Meldung: „Im Lichte neuer Entdeckungen, die in der Molekularbiologie fast täglich gemacht werden, wird die Wahrscheinlichkeit, daß das Leben durch Zufall begann, immer geringer, wenn nicht sogar zur Unmöglichkeit.“ Ein Wissenschaftler schätzte, daß die Erbinformationen, die eine einzige menschliche Zelle enthält, eine tausendbändige Enzyklopädie füllen würden. Wie kam dies alles zustande? Das Vorhandensein einer Enzyklopädie setzt die Existenz intelligenter Verfasser voraus. Genauso setzt die erstaunliche Vielzahl von Informationen in einer lebenden Zelle sowie die Weisheit und Kompliziertheit, die sich darin zeigt, einen Urheber voraus. Die Bibel sagt daher ganz einfach und mit Recht über Jehova Gott: „Bei dir ist der Quell des Lebens“ (Ps. 36:9).

      17. Was sollten demütige Personen anerkennen?

      17 Demütige Menschen erkennen deshalb die Tatsache an, die viele Wissenschaftler und andere nicht anerkennen, die Tatsache nämlich, daß Jehova „der Schöpfer der Himmel [ist] und der große Eine, der sie ausspannt; Er, der die Erde und ihren Ertrag ausbreitet, Er, der dem Volk auf ihr Odem gibt und Geist denen, die auf ihr wandeln“ (Jes. 42:5). Dieser wunderbare Schöpfer, der solche Fähigkeiten und eine solche Weisheit bekundet, verdient bestimmt unser Vertrauen. Die vierundzwanzig Ältesten, die Johannes in einer Vision sah, bestätigten dies mit den Worten: „Du bist würdig, Jehova, ja du, unser Gott, die Herrlichkeit und die Ehre und die Macht zu empfangen, weil du alle Dinge erschaffen hast, und deines Willens wegen existierten sie und wurden sie erschaffen“ (Offb. 4:11).

      18, 19. (a) Was zeigt ein Vergleich der Werke Jehovas mit den Werken des Menschen? (b) Wem sollten wir daher vertrauen: Gott oder dem Menschen?

      18 Nach einem Vergleich der Werke Gottes mit den Werken des Menschen können wir uns also fragen: „Wer verdient unser volles Vertrauen?“ Bestimmt nicht der Mensch, trotz all seiner wissenschaftlichen Fortschritte. Der gewaltige Schaden und die Verwirrung, die er bereits auf der Erde verursacht hat, sind ein Beweis dafür, daß er die Probleme des Lebens nicht lösen kann und wir von ihm auch keine Lösung erwarten können. Es ist so, wie das Werk World Book Encyclopedia feststellt:

      „Trotz der großen wissenschaftlichen Fortschritte gibt es für die Wissenschaftler noch viele ungelöste Probleme. ...

      Die Botaniker wissen immer noch nicht recht, wie die Photosynthese vor sich geht. Die Biologen und Biochemiker haben noch keine Antwort auf die Frage, wie das Leben entstand. Die Astronomen wissen noch keine befriedigende Erklärung für die Entstehung des Universums. Die Mediziner und Physiologen kennen weder die Ursache für Krebs noch ein wirksames Heilmittel dagegen, noch können sie die verschiedenen Viruskrankheiten heilen. ... Die Psychologen kennen noch nicht alle Ursachen für Geisteskrankheiten.“

      19 Jehova weiß über alle diese Dinge Bescheid. Er besitzt auch die Weisheit und die Fähigkeit, die Probleme zu lösen, mit denen sich die Menschheit abquält. Die warnenden Worte der Bibel sind daher sehr passend: „Setzt euer Vertrauen nicht auf Edle noch auf den Sohn des Erdenmenschen, bei dem es keine Rettung gibt“ (Ps. 146:3). Nein, Personen, die das lieben, was recht ist, die das Leben schätzen und die bessere Verhältnisse herbeisehnen, gehören zu denen, die der Psalmist mit den Worten beschreibt: „Die, die deinen Namen kennen, werden auf dich vertrauen, denn du wirst bestimmt die nicht verlassen, die dich suchen, o Jehova“ (Ps. 9:10).

  • Vertraue Jehova weiterhin im Hinblick auf die Belohnung
    Der Wachtturm 1977 | 15. Oktober
    • Vertraue Jehova weiterhin im Hinblick auf die Belohnung

      „Glücklich ist, wer auf Jehova vertraut“ (Spr. 16:20).

      1, 2. Warum sollten wir darauf vertrauen, daß Jehova die Probleme der Menschheit lösen wird?

      DIE vergangenen Jahrtausende haben bewiesen, daß Menschen — sie mögen noch so gute Absichten haben und noch so wissenschaftlich fortgeschritten sein — die gewaltigen Probleme der Menschheit nicht lösen können. Das kann nur der Schöpfer des Universums und des Lebens auf der Erde tun. Er allein besitzt die nötige Weisheit und Macht sowie den erforderlichen Willen. Der Psalmist war sich dessen bewußt, denn er sagte: „Du bist meine Hoffnung, o Souveräner Herr Jehova, meine Zuversicht von meiner Jugend an“ (Ps. 71:5). Diese Hoffnung ist begründet, denn Gottes Wort verheißt: „Die Hoffnung führt nicht zu Enttäuschung“ (Röm. 5:5). Mit Recht gibt uns die Bibel daher den Rat: „Vertraue auf Jehova mit deinem ganzen Herzen, und stütze dich nicht auf deinen eigenen Verstand“ (Spr. 3:5).

      2 Wir sollten Jehova vertrauen, weil die Zukunft der Menschheit von ihm, nicht von Menschen abhängt. Sie hängt auch nicht von einer sogenannten Evolution oder einer blinden Kraft, „Fortschritt“ genannt, ab. Ja, Jehova hat die Zukunft sogar bereits festgelegt, und wir können darauf vertrauen, daß er das, was er sich vorgenommen hat, auch durchführen wird, da es „unmöglich ist, daß Gott lügt“ (Hebr. 6:18). Jehova gibt uns ferner die tröstliche Zusicherung: „So wird sich mein Wort erweisen, das aus meinem Munde hervorgeht. Es wird nicht ergebnislos zu mir zurückkehren, sondern es wird gewißlich das tun, woran ich Gefallen gehabt habe, und es wird bestimmt Erfolg haben in dem, wozu ich es gesandt habe“ (Jes. 55:11). Kein Mensch ist so vertrauenswürdig.

      3. Wodurch stärkt Jehova den Glauben seiner Diener?

      3 Darüber hinaus beweist Jehova sein liebevolles Interesse an seinen Dienern dadurch, daß er sie über das, was er zu tun vorhat, auf dem laufenden hält: „Der Herr Jehova wird kein Ding tun, es sei denn, er habe seine vertrauliche Sache seinen Knechten, den Propheten, geoffenbart“ (Amos 3:7). Er sagt: „Neue Dinge verkündige ich. Bevor sie zu sprießen beginnen, lasse ich sie euch hören“ (Jes. 42:9). Wie glaubensstärkend ist es doch, daß Gott seinen Dienern, die ihm vertrauen, im voraus sagt, was er in der Zukunft tun wird! Und die Erfüllung seiner Verheißungen stärkt das Vertrauen zu ihm. Jesus sagte: „Ich [habe] es euch gesagt, ehe es geschieht, damit ihr glaubet, wenn es geschieht“ (Joh. 14:29).

      JEDERZEIT VERTRAUENSWÜRDIG

      4, 5. (a) Wie bewahrheitete sich das, was Jehova zu unseren Ureltern gesagt hatte? (b) Inwiefern wurde auch die übrige irdische Schöpfung Gottes in Mitleidenschaft gezogen?

      4 Schon zu Beginn der Menschheitsgeschichte machte Jehova deutlich, daß seine Verheißungen zuverlässig sind und seine Warnungen beachtet werden sollten. Ein Beispiel hierfür ist das, was unseren Ureltern, Adam und Eva, widerfuhr. Sie mißbrauchten die vortreffliche Gabe des freien Willens, die Gott ihnen verliehen hatte. Ja, Eva glaubte, es würde ihr bessergehen, wenn sie nicht mehr von Gottes Herrschaft abhängig wäre; sie glaubte, sie würde dann „sein wie Gott“ (1. Mose 3:5). Traf dies aber zu? Nein, denn Jehova hatte davor gewarnt, daß die Abkehr von seiner Herrschaft Not und Elend sowie den Tod zur Folge haben würde. Jehova wußte, daß die Menschen so geschaffen waren, daß sie nicht unabhängig von ihrem Schöpfer glücklich sein konnten (1. Mose 2:17; 3:17-19).

      5 Was Jehova Gott zu unseren Ureltern gesagt hatte, bewahrheitete sich tatsächlich. Als sie sich von ihm und seiner Führung abwandten, verloren sie auch die Verbindung zum Quell des Lebens. Sie wurden mit der Zeit alt und starben, wie Gott ihnen warnend gesagt hatte. Zudem vererbten sie ihren Nachkommen die Unvollkommenheit. Deshalb ist die ganze Menschheit der Sünde und dem Tod unterworfen, die unsere Ureltern über uns gebracht haben, weil sie ihr Vertrauen auf die Menschenherrschaft statt auf Gottes Herrschaft setzten (Röm. 5:12). Auch für die Tierwelt hatte dies schlimme Folgen. Der Mensch herrschte nicht mehr liebevoll über die Tiere wie am Anfang (1. Mose 1:26). Statt dessen hat er vor allem in den letzten Jahren durch seine Habgier viele Arten ausgerottet. Er hat auch an der Erde Raubbau getrieben und sie so verschmutzt, daß vielerorts das Gleichgewicht der Natur gestört worden ist. ‘Die gesamte Schöpfung seufzt zusammen fortgesetzt und liegt zusammen in Schmerzen bis jetzt’, weil der Mensch nicht auf Jehova vertraut hat (Röm. 8:22).

      6. Was geschah in den Tagen Noahs mit den Menschen, die auf Jehova vertrauten, und mit denen, die nicht auf ihn vertrauten?

      6 In den Tagen Noahs, Jahrhunderte nach der Auflehnung in Eden, waren die Menschen sehr verderbt und gewalttätig. Gott sagte Noah damals, er werde die Welt durch eine weltweite Flut vernichten. Noah und seine Angehörigen vertrauten Jehova und begannen daher, sich darauf vorzubereiten: „Noah ging daran, gemäß allem zu tun, was Gott ihm geboten hatte. Geradeso tat er“ (1. Mose 6:22). Noah mußte Jehova aber weiterhin vertrauen, ja viele Jahre, denn die Flut wurde ihm Jahrzehnte im voraus angekündigt. Wie verhielten sich die anderen Menschen in der damaligen Welt? „Sie nahmen keine Kenntnis davon“, sagte Jesus. Doch genau zur festgesetzten Zeit ‘kam die Sintflut und raffte sie alle weg’ (Matth. 24:39). Daß wir heute am Leben sind, beweist, daß Jehovas Worte zuverlässig waren. Es beweist auch, daß es für die Menschen am besten ist, stets auf Jehova zu vertrauen. Warum? Weil wir alle Nachkommen Noahs sind. Die Menschen, die in den Tagen Noahs nicht auf Jehova vertrauten, hatten keine Kinder mehr. Sie kamen alle in der Flut um, und so nahm ihre Geschlechtslinie ein Ende (1. Mose 7:22, 23).

      7. Inwiefern erwies sich Jehovas Verheißung zu Abrahams Zeiten als zuverlässig?

      7 Jehova bewies seine Vertrauenswürdigkeit auch in den Tagen Abrahams. Er hatte Abraham und dessen Frau Sara mitgeteilt, daß sie ein Kind bekommen würden. Sara war jedoch schon weit über das gebärfähige Alter hinaus. Als sie diese Nachricht hörte, lachte sie. Jehova, der dies bemerkte, sagte zu Abraham: „Ist für Jehova irgend etwas zu außergewöhnlich? Zur bestimmten Zeit werde ich zu dir zurückkehren, nächstes Jahr zu dieser Zeit, und Sara wird einen Sohn haben.“ Genau zu der von Gott bestimmten Zeit hatte Sara ihren Sohn, Isaak. Jehova hatte ihre Fortpflanzungsfähigkeit wiederbelebt, um seinen Vorsatz, den Messias aus der Geschlechtslinie Abrahams hervorgehen zu lassen, zu verwirklichen (1. Mose 18:9-14; 21:2).

      8. Wie erfüllten sich Jehovas Verheißungen an einer ganzen Nation?

      8 In den Tagen Mose wurden Gottes Diener von Ägypten, der damaligen Weltmacht, grausam bedrückt. Doch Jehova sagte: „Zweifellos habe ich die Trübsal meines Volkes, das in Ägypten ist, gesehen, und ich habe ihr Geschrei derer wegen gehört, die sie zur Arbeit treiben; denn ich weiß wohl, welche Schmerzen sie leiden. Und ich gehe nun hinab, um sie aus der Hand der Ägypter zu befreien und sie aus jenem Land hinaufzubringen in ein gutes und geräumiges Land, in ein Land, das von Milch und Honig fließt“ (2. Mose 3:7, 8). Diese Verheißungen erfüllten sich, denn Gott bewirkte die Befreiung seiner Diener aus Ägypten und beseitigte auch andere starke feindliche Nationen. Schließlich kamen seine Diener (es waren einige Millionen) in ein „gutes und geräumiges Land“, in ein Land, das „von Milch und Honig“ floß. Die Verheißungen, die Jehova diesem ganzen Volk gegeben hatte, waren also zuverlässig, denn sie erfüllten sich bis in alle Einzelheiten (Josua 21:43-45).

      9. Was widerfuhr Israel und Juda, weil sie nicht auf Jehova vertrauten?

      9 Hätten die Israeliten damals weiterhin auf Jehova vertraut, so wäre es ihnen in ihrem neuen Land stets gutgegangen. Statt dessen begannen sie aber, auf ihre eigene Weisheit zu vertrauen. Schließlich fielen sie trotz der unverdienten Güte Jehovas von ihm ab und verfielen der Unsittlichkeit. Gottes Wortführer Achija sagte deshalb über das nördliche Reich, das Zehnstämmereich Israel, folgendes voraus: „Jehova wird Israel in der Tat schlagen ...; und er wird Israel bestimmt ausreißen aus diesem guten Erdboden, den er ihren Vorvätern gab“ (1. Kö. 14:15). Die Worte Jehovas erfüllten sich auch diesmal: „Der König von Assyrien [nahm] Samaria ein und führte Israel dann ins Exil nach Assyrien.“ „Jehova [entfernte] Israel aus seinen Augen .., so, wie er durch alle seine Knechte, die Propheten, geredet hatte. So ging Israel von seinem eigenen Boden weg ins Exil nach Assyrien“ (2. Kö. 17:6, 23). Jehovas Worte erfüllten sich auch später, als die Bewohner des südlichen Königreiches Juda von den Babyloniern in die Gefangenschaft geführt wurden (2. Chron. 36:15-21).

      JEHOVA IN DER HEUTIGEN ZEIT VERTRAUEN

      10. Welches Vertrauen müssen Jehovas Diener heute bekunden?

      10 Wie in den Tagen Noahs, so sind Gottes Diener auch heute von einer verderbten und gewalttätigen Welt umgeben. Um nicht der Bosheit, der Entmutigung oder dem Unglauben zum Opfer zu fallen, müssen wir weiterhin rückhaltlos auf Jehova vertrauen. Wir müssen die gleiche Einstellung haben wie Josua, ein treuer Diener Jehovas der alten Zeit. Er sagte: „Ihr wißt wohl mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele, daß kein einziges Wort von allen guten Worten, die Jehova, euer Gott, zu euch geredet hat, dahingefallen ist. Sie alle sind für euch eingetroffen. Kein einziges Wort von ihnen ist dahingefallen.“ „Keine Verheißung war dahingefallen von der ganzen guten Verheißung, die Jehova dem Hause Israel gegeben hatte; alles traf ein“ (Josua 23:14; 21:45).

      11. Wie hat sich das, was Jehova über unsere Generation vorhersagte, erfüllt?

      11 Doch nicht nur in der fernen Vergangenheit erlebten Gottes Diener die Erfüllung seiner Aussprüche und Verheißungen. Auch in der heutigen Zeit erfüllen sich seine Worte. Ein Beispiel hierfür ist das Weltgeschehen in unserer Generation. Nach den Vorhersagen führender Persönlichkeiten sollte unser Jahrhundert ja ein hervorragendes Zeitalter der Wissenschaft werden, in dem die Probleme der Menschheit gelöst würden. Gottes Wort dagegen sagte treffend voraus: „Dieses aber erkenne, daß in den letzten Tagen kritische Zeiten dasein werden, mit denen man schwer fertig wird.“ Habgier, Haß, Gesetzlosigkeit, Weltkriege, Jugendkriminalität, zerrüttete Familien, religiöse Heuchelei und Gottlosigkeit — all das, was für unsere Zeit vorhergesagt wurde, ist eingetroffen. Es ist gemäß dem genauen Zeitplan Jehovas eingetroffen, und zwar von 1914 an, dem Wendepunkt in der neuzeitlichen Geschichte (Matth. 24:3-14; 2. Tim. 3:1-5, 13).

      12. In welcher Hinsicht hat Jehova seine Diener in der heutigen Zeit gesegnet?

      12 Doch mitten in dieser sehr schwierigen Zeit, in den „letzten Tagen“ des gegenwärtigen Systems, hat Jehova seine Diener, die ihm vertrauen, auf wunderbare Weise beschützt und gesegnet. Trotz grausamster Verfolgungen ist ihre Zahl ständig gestiegen und geht heute in die Millionen. Jehova hatte dies vorausgesagt: „Der Kleine selbst wird zu einem Tausend werden und der Geringe zu einer mächtigen Nation. Ich selbst, Jehova, werde es beschleunigen zu seiner eigenen Zeit“ (Jes. 60:22). Außerdem haben seine Diener gelernt, sich von Gottes Geist leiten zu lassen und die Früchte des Geistes Gottes — „Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Glauben, Milde, Selbstbeherrschung“ — hervorzubringen (Gal. 5:22, 23). An Gottes Dienern erfüllen sich die Worte aus Psalm 29:11: „Jehova selbst wird in der Tat Stärke geben seinem Volke. Jehova selbst wird sein Volk segnen mit Frieden.“ Von der Welt dagegen kann gesagt werden, daß „Hurerei, Unreinheit, zügelloser Wandel, Götzendienst, Ausübung von Spiritismus, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Wutausbrüche, Wortzänkereien, Spaltungen, Sekten, Neidereien, Trinkgelage, Schwelgereien und dergleichen Dinge“ sie immer tiefer sinken lassen (Gal. 5:19-21).

      13, 14. Was empfehlen weltliche Autoritäten zur Lösung der Probleme, obwohl sie die kritische Lage der Menschheit erkannt haben?

      13 Weltliche Autoritäten geben zu, daß sich die Welt in einer kritischen Lage befindet. Sie suchen aber nicht bei Jehova Hilfe. Sie hoffen immer noch, durch menschliche Weisheit einen Ausweg zu finden. Ein Beispiel hierfür finden wir in dem Buch Environmental Ethics (Umweltethik), in dem gesagt wird: „Eine realistische Untersuchung der heutigen Situation des Menschen auf der Erde zeigt, daß er verheerenden Katastrophen, verursacht durch Hunger, Seuchen und Kriege, entgegengeht.“ Was wird aber als Abhilfe empfohlen? Die Autoren schreiben:

      „Eine Art Weltregierung, eine universale Staatenvereinigung, muß geschaffen werden, so daß die Menschheit sich als eine Spezies betrachten und als Gesamtheit wirken kann.

      Es bedarf eines weltweiten Bildungsprogramms, um die Erdbewohner davon zu überzeugen, daß bestimmte Programme nötig sind, durch die das ökologische Gleichgewicht zwischen Bevölkerung und Rohstoffquellen herbeigeführt wird, und das ist nur durch internationale Zusammenarbeit möglich. ...

      Man kann hoffen, daß die machthabende Elite — die Führungsspitzen der Regierungen, der Geschäftswelt, der Industrie und des Militärs — die Notwendigkeit einer geplanten internationalen Zusammenarbeit im Interesse der Menschheit erkennt und deshalb eine Weltregierung bildet.“

      Nach diesem Hinweis auf die Notwendigkeit einer Weltregierung bringen sie jedoch die Befürchtung zum Ausdruck, „daß diesem Bedürfnis erst entsprochen wird ..., wenn ein großer Teil der Weltbevölkerung durch Hunger, Seuchen und Kriege hingerafft worden ist“.

      14 Eine ähnliche Feststellung machen die Forscher D. Pirages und P. Ehrlich in dem Buch, betitelt Ark II (Die zweite Arche):

      „Noah wurde von einer anerkannten Autorität früh genug gewarnt, um die Arche bauen zu können, und er nutzte die Zeit gut aus. Die Ungläubigen lachten, spotteten und ertranken — Noah aber ... überlebte.

      Auch wir sind davor gewarnt worden, daß heute eine Flut von Problemen den Fortbestand der Industriegesellschaft bedroht, aber diesmal kann die Arche nicht aus Holz gebaut und mit Teer abgedichtet werden.

      Wir müssen unser Überleben durch eine Neugestaltung der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Einrichtungen der Industriegesellschaft sichern. Wenn eine neue institutionelle Arche nicht rechtzeitig wasserdicht gemacht werden kann, wird die Industriegesellschaft untergehen.“

      15. (a) Warum besteht in dieser vorgerückten Zeit kein Grund, auf menschliche Mittel zur Lösung der Probleme zu vertrauen? (b) Wer bemüht sich wirklich, die Menschen über das einzige Mittel zur Lösung der Weltprobleme zu belehren?

      15 Berechtigt die Geschichte der Menschheit zu der Annahme, daß dieses korrupte System „neugestaltet“ werden kann? Gibt es irgendwelche Anzeichen dafür, daß die Nationen plötzlich weltweit in jeder Hinsicht selbstlos zusammenarbeiten würden? Führen sie ein weltweites Bildungsprogramm durch, das der Vereinigung der ganzen Menschheit unter e i n e r Regierung dienen und alle Menschen veranlassen würde, ein gemeinsames Ziel zu verfolgen? Nichts von alldem tun sie. Jehovas Diener sind in allen Nationen die einzigen, die friedlich und vereint zusammenarbeiten, um die Menschen über die künftige Regierung zu belehren, die Jehova für die ganze Menschheit vorgesehen hat: sein himmlisches Königreich unter Christus. Sie treten nicht für eine Neugestaltung des gegenwärtigen untauglichen Systems der Dinge ein, da dies nicht Gottes Vorsatz entspricht. Er wird dieses System nicht neugestalten, sondern vernichten. Auf diese Verheißung können wir vertrauen (Dan. 2:44; Matth. 6:9, 10).

      16. Welchen Verheißungen sollten wir volles Vertrauen schenken?

      16 Jehovas Diener dürfen sich nicht durch irgendwelche Pläne zur Erhaltung des gegenwärtigen korrupten Systems der Dinge verleiten lassen. Sie sollten weiterhin Jehova vertrauen und die volle Zuversicht haben, daß er diesem bösen System ein Ende machen und es durch seine gerechte neue Ordnung ersetzen wird (2. Petr. 3:10-13). Wir müssen fest davon überzeugt sein, daß Jehova gegenüber seinen Dienern, die ihm vertrauen, die Worte wahr machen wird: „Er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein“ (Offb. 21:4). Genau zu der von ihm bestimmten Zeit wird Jehova diese Verheißungen erfüllen, denn „diese Worte sind zuverlässig und wahr“ (Offb. 21:5).

      17. Was trägt zu unserer Ermunterung bei?

      17 Jehova ermuntert auch seine Diener, weiterhin auf ihn zu vertrauen, indem er sie auffordert, ihren Blick auf die Belohnung gerichtet zu halten. „Wer sich Gott naht, muß glauben, daß er ist und daß er denen, die ihn ernstlich suchen, ein Belohner wird“ (Hebr. 11:6). Die Hoffnung auf die Belohnung war ein Ansporn für die ersten Christen. Der Apostel Paulus sagte: „Meine geliebten Brüder, werdet standhaft, unbeweglich, und seid allezeit reichlich beschäftigt im Werke des Herrn, indem ihr wißt, daß eure mühevolle Arbeit in Verbindung mit dem Herrn nicht vergeblich ist.“ „Gott ist nicht ungerecht, daß er eure Arbeit und die Liebe vergessen würde, die ihr seinem Namen gegenüber erzeigt habt“ (1. Kor. 15:58; Hebr. 6:10).

      18. Sollte unser Vertrauen auf Jehova angesichts des Todes erschüttert werden?

      18 Unser Vertrauen auf Jehova sollte selbst dann nicht erschüttert werden, wenn wir noch vor Beginn von Gottes neuer Ordnung sterben sollten. Wir können das gleiche Vertrauen haben, das Abraham hatte, als er aufgefordert wurde, Isaak zu opfern. „Er [rechnete] damit, daß Gott imstande sei, ihn sogar von den Toten aufzuerwecken.“ Als Jehova eingriff, war Isaak so gut wie tot, weshalb die Bibel sagt, Abraham habe ihn „in sinnbildlicher Weise“ von den Toten empfangen (Hebr. 11:19). Können die Toten durch eine menschliche Einrichtung auferweckt werden? Bestimmt nicht. Das kann nur Jehova durch seine Vorkehrungen tun (Apg. 24:15).

      19. Womit werden Jehovas treue Diener in der neuen Ordnung belohnt werden?

      19 Gott wird seine Diener, die ihm vertrauen, in seiner neuen Ordnung für ihre Treue reich belohnen. Sie werden für immer von dem korrupten System der Dinge, das sie heute bedrückt, befreit sein. Sie werden für immer von dem Fluch der Sünde und des Todes befreit sein. Und die vortreffliche Schulung, durch die sie jetzt lernen, wie man nach göttlichen Normen zusammen arbeitet und zusammen lebt, wird ihnen zugute kommen, wenn sie unter der Leitung des Königreiches Gottes beginnen, die Erde zu einem Paradies zu gestalten. Wie glücklich werden dann alle sein, die stets auf Jehova vertrauten! Wie dankbar werden sie sein für die unzähligen Segnungen, die ihnen Jehova zuteil werden läßt! Ja, „die Sanftmütigen selbst werden die Erde besitzen, und sie werden in der Tat ihre Wonne haben an der Fülle des Friedens“ (Ps. 37:11).

      20. Wie werden die Schätze der Erde unter Gottes Königreich genutzt werden?

      20 In Gottes neuer Ordnung werden die Menschen sich keine Sorgen mehr zu machen brauchen über gefährliche wissenschaftliche und technische Erfindungen. Jehova, der Schöpfer aller materiellen Dinge und der Quell aller Energie, weiß, was seine Diener benötigen, um die Erde zu einem Paradies zu machen. Fortschritte auf irgendwelchen Wissensgebieten oder in bezug auf den Lebensstandard werden sich nicht mehr nachteilig auf die Erde auswirken oder sie verschmutzen. Der Schöpfer und Lenker der Milliarden von Galaxien im Universum weiß seine Diener so zu lenken, daß sie alles, was er zu ihrer Freude gemacht hat, für immer zu ihrem größten Nutzen gebrauchen. Sowohl das, was wir über die Vergangenheit, als auch das, was wir über die Gegenwart wissen, veranlaßt uns also, weiterhin Jehova zu vertrauen, wie sein Wort es uns empfiehlt: „Vertraue auf Jehova und tue Gutes; weile auf der Erde, und handle mit Treue. Auch habe Wonne an Jehova, und er wird dir die Bitten deines Herzens gewähren. Wälze deinen Weg auf Jehova, und verlaß dich auf ihn, und er selbst wird handeln“ (Ps. 37:3-5).

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