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Große Freude in JapanDer Wachtturm 1970 | 15. September
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sie mehr Freizeit haben, verwenden sie sie weise im freudigen Königreichsdienst. Im März dieses Jahres widmeten sie dem Königreichsdienst insgesamt 334 803 Stunden, was einem Durchschnitt von 38 Stunden für jeden Zeugen Jehovas in Japan entspricht. Sie sind überzeugt, daß die Bibel wirklich Gottes Wort ist, und sie sind begierig, anderen die guten Dinge mitzuteilen, die darin enthalten sind. Wenn andere dafür empfänglich sind und sich den Zeugen anschließen, haben sie teil an der Freude dieser eifrigen Diener Jehovas. In den sich ausdehnenden Versammlungen der Zeugen Jehovas in Japan ist heute ‘große Freude und Aufrichtigkeit des Herzens’ zu verspüren. — Apg. 2:46.
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Fragen von LesernDer Wachtturm 1970 | 15. September
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Fragen von Lesern
● Wählt Gott immer noch Personen als Mitverbundene seines Sohnes für das himmlische Königreich aus? Oder haben alle, die sich in der heutigen Zeit Jehova hingeben, die Hoffnung auf irdisches Leben? — USA.
Die Auswahl von Königreichserben als Mitverbundene Jesu Christi begann am Pfingsttag des Jahres 33 u. Z. mit der Ausgießung des Geistes Gottes auf etwa 120 Jünger Jesu. (Apg. 2:1-21) Etwa sechzig Jahre später offenbarte Jesus Christus dem Apostel Johannes, daß die Gesamtzahl der Königreichserben 144 000 betragen würde. — Offb. 7:1-8; 14:1-3.
Von Pfingsten des Jahres 33 u. Z. an hat Jehova Gott diejenigen ausgewählt, die Miterben mit seinem Sohn sein sollen. Es kann unmöglich gesagt werden, wie viele im Laufe der Jahrhunderte zu den in der Apostelgeschichte erwähnten anfänglichen Tausenden hinzugefügt worden sind. (Apg. 2:41; 4:4) Selbst in der Neuzeit, etwa bis 1935, erging weiter der Ruf, die übrigen der 144 000, den „Überrest“, hereinzubringen. Seither wird jedoch der Nachdruck hauptsächlich auf die Einsammlung der ‘großen Volksmenge’ ‘anderer Schafe’ gelegt, die eine irdische Hoffnung haben. Die „Braut“ hat an diese Menschen die Einladung ergehen lassen, Wasser des Lebens zu trinken. (Offb. 22:17) Ihre Zahl hat sehr zugenommen, während die Zahl derer, die sich zur himmlischen Berufung bekennen (Hebr. 3:1), ständig abgenommen hat. Diese vielen, die hereinkommen, sehen im großen und ganzen den Segnungen ewigen Lebens auf einer paradiesischen Erde entgegen. Ihre Zahl ist jetzt um ein Vielfaches größer als 144 000. — Luk. 23:43; Joh. 10:16; Offb. 7:9-15.
Bedeutet dies, daß seit etwa 1935 diejenigen, die bereits im Himmel auferweckt sind, zusammen mit dem geistgezeugten Überrest, der sich noch auf der Erde befindet, 144 000 ausmachen? Ja, darauf deuten alle Anzeichen hin. Der allgemeine Ruf ergeht nicht mehr für solche Personen. Aber jetzt, vor der „großen Drangsal“, ist es möglich, daß sich einige dieser übrigen, die auf der Erde sind, als untreu erweisen. (Matth. 24:21, 22) Gemäß Gottes Vorhaben sollen, wenn sein Werk mit ihnen vollendet ist, insgesamt 144 000 Treue einen bleibenden Platz im Königreich haben. Wenn sich daher einer von denen, die noch auf der Erde sind, als untreu erweisen sollte, müßte jemand anders seine Stellung einnehmen. (1. Kor. 9:27; Offb. 3:11) Wer? Es könnte ein Neugetaufter sein, oder es könnte jemand von der ‘großen Volksmenge’ sein, der bis zu jenem Zeitpunkt bewiesen hat, daß er seine Lauterkeit unter Prüfungen bewahrt. Wir können Jehova Gott oder Christus Jesus bei einer solchen Auswahl keine Grenzen setzen. Aber biblische Beispiele und Grundsätze würden gewiß dafür sprechen, daß eher eine Person, die sich lange bewährt hat, ausgewählt wird als ein Neuling, besonders angesichts der kurzen verbleibenden Zeit. (Vergleiche Lukas 22:28, 29; 1. Timotheus 3:6.) Gott hat unter solchen treuen ‘anderen Schafen’ gewiß reichlich Ersatz, auf den er zurückgreifen kann, wenn er dies will.
Eng verbunden mit dieser Auswahl von Ersatzpersonen ist die ‘Versiegelung’, von der in Offenbarung 7:1-3 die Rede ist. Der Apostel Paulus sagt uns in Epheser 1:13, 14, was die Versiegelung ist: „Durch ... [Christus] seid ihr auch, nachdem ihr gläubig geworden seid, mit dem verheißenen heiligen Geist versiegelt worden, der ein Unterpfand unseres Erbes ist.“ Dieses „Unterpfand“ gibt die Gewißheit, daß sie Auserwählte sind. Es ist ein Pfand des himmlischen Lebens, zu dem sie berufen sind, und es bezeichnet sie als Geistgezeugte Gottes, die die Hoffnung haben, den schließlichen Lohn, himmlisches Leben, zu erlangen, wenn sie sich treu erweisen. — 2. Kor. 5:5.
Von Pfingsten des Jahres 33 u. Z. an haben daher diejenigen, die berufen worden sind — auch Christen in der Neuzeit, die zu der himmlischen Berufung berufen werden —, als Siegel den heiligen Geist empfangen. Jemand, der als Ersatz ausgewählt worden ist, müßte dieses Siegel ebenfalls empfangen. Was ist denn die Versiegelung der 144 000, die während der Zeit vollendet wird, in der die „vier Winde“ des Himmels zurückgehalten werden? Die Vision in der Offenbarung enthüllt, daß schließlich insgesamt 144 000 dieses Siegel als etwas Bleibendes behalten. Sie behalten das Siegel, das sie zu der Zeit empfingen, da sie von Gott berufen wurden, und verlieren es nicht durch Untreue. Das Siegel bleibt durch Prüfungen hindurch an ihren „Stirnen“, was anzeigt, daß Gott sie vor den Augen aller als seine erprobten, treuen Sklaven anerkennt. Ihre Plätze werden ihnen als „Berufenen und Auserwählten und Treuen“ gesichert sein. (Offb. 17:14) Wie es in dem Buch „Dann ist das Geheimnis Gottes vollendet“ auf Seite 97 und 98 erwähnt wird, bezieht sich diese Versiegelung auf die „endgültige, nicht entfernbare Versiegelung der vollständigen Zahl Gott hingegebener,
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