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In der Neuen-Welt-Gesellschaft zur ,Vollständigkeit‘ gelangenDer Wachtturm 1959 | 1. Juli
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Wenn Verwandte und Freunde aus der alten Welt mit euch mitgehen wollen, könnt ihr ihnen dabei liebreich beistehen. Doch laßt euch nie von eurem eigenen Wachstum zur Reife und von dem Wege zu christlicher ‚Vollständigkeit‘ ablenken. — Matth. 8:21, 22, NW.
25 Der Neuinteressierte und der seit langem Gott hingegebene Verkündiger sowie alle anderen Mitverbundenen sollten sich die Notwendigkeit, rechte Verbindungen zu pflegen, auf das Herz schreiben. Verbindungen mit der alten Welt werden zusammen mit der alten Welt aussterben. Weshalb Gefahr laufen, mit ihr zu sterben? Die Gemeinschaft mit den Brüdern in der Neuen-Welt-Gesellschaft bringt Freude, Frieden, Befriedigung und am Ende — ewiges Leben! Das sind die Verbindungen, die man pflegen soll, nämlich die Gemeinschaft mit Personen, die die „Frucht des Geistes“ aufweisen. Durch solche Verbindungen werden alle in derselben Liebe, derselben Freude und demselben Frieden, derselben Langmut, derselben Freundlichkeit und Güte, demselben Glauben, derselben Milde und Selbstbeherrschung beisammen wohnen. Hier kann man zu christlicher ‚Vollständigkeit‘ gelangen! Ja gerade hier, in der liebreichen Gemeinschaft der Neuen-Welt-Gesellschaft! — Gal. 5:22, 23; Heb. 10:24, 25.
26. Wieso werden gute Gewohnheiten des Studiums jemandem helfen, zur ‚Vollständigkeit‘ zu gelangen?
26 Ein weiterer Faktor, den es zu beachten gibt, damit man zur ‚Vollständigkeit‘ gelange, ist das fleißige und systematische Studium des Wortes Jehovas. Ist denn eine halbe Stunde persönliches Studium am Tag nicht wertvoller als eine wohlverdiente halbe Stunde der Ruhe oder des Schlafes? Eigne dir die Gewohnheit, zu studieren, an. Verbinde mit der Gewohnheit des täglichen Aufstehens am Morgen die Gewohnheit der Betrachtung des Tagestextes. Mit der Gewohnheit der Unterbrechung am Mittag verbinde die Gewohnheit, etwas Theokratisches zu lesen. Mit der Gewohnheit des allabendlichen Zubettgehens verbinde die Gewohnheit des weiteren Nachsinnens über Gottes Wort. Lies täglich in der Bibel. Gute Gewohnheiten des Studiums werden dir behilflich sein, ‚deinen Sinn neu zu gestalten‘, um freudevoll und eifrig als ‚vollständiger‘ Diener Gottes an der Tätigkeit für die neue Welt teilzunehmen. Von welch wunderbarem Wert ist es doch, zu christlicher Reife zu gelangen! — Jos. 1:6-8.
27. Wer gehört heute zu den bevorrechtetsten Menschen auf Erden, und was müssen diese tun?
27 Wer will sich mit einem Mindestmaß von Dienst oder Gemeinschaft begnügen? Mögen alle, die einst ihre Fesseln gesprengt haben und in Freiheit gelangt sind, an dieser Freiheit festhalten! (Gal. 5:1) Drängt voran auf dem Wege zur ‚Vollständigkeit‘ in der Neuen-Welt-Gesellschaft! Am meisten bevorrechtet von allen sind jene, die in vollständiger Hingabe an Jehova weiterhin ‚ihre Leiber als ein Schlachtopfer darbringen, das lebendig, heilig, vor Gott annehmbar ist — ein heiliger Dienst mit ihrer Kraft der Vernunft‘. Reiße dich von „dieser gegenwärtigen bösen Welt“ vollständig, für immer und unwiderruflich los! Mit einem Sinn, der vollständig umgestaltet und der Neuen-Welt-Denkweise angepaßt ist, und indem wir unser Leben vollständig dem Leben gemäß der neuen Welt umwandeln, laßt uns alle danach streben, „vollständig zu sein, wie unser himmlischer Vater vollständig ist“.
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Gottes Zeichen und Wunder erklärenDer Wachtturm 1959 | 1. Juli
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Gottes Zeichen und Wunder erklären
WIR leben in einer Zeit der Zeichen und Wunder. Wir sehen einerseits Satans Zeichen und Wunder, von denen die Organisation der Vereinten Nationen, die ihren Sitz in der Stadt New York hat, wohl das hervorragendste ist. Der „falsche Prophet“ und andere lenken die Aufmerksamkeit auf dieses Wunder und bezeichnen es als des Menschen einzige Hoffnung auf Weltfrieden. Wir sehen aber andrerseits auch Jehovas Zeichen und Wunder. Eines davon war der internationale Kongreß „Göttlicher Wille“, der letztes Jahr in den zwei bekanntesten Sportstadien New Yorks stattfand. Über 145 000 ergebene Diener Jehovas, die aus allen vier Himmelsrichtungen gekommen waren, versammelten sich bei dieser Gelegenheit acht Tage lang, um die reine Gottesanbetung und echte christliche Gemeinschaft zu pflegen. Und was für ein Zeichen das war! Es zog die Aufmerksamkeit der ganzen Welt auf sich, und das Echo davon kann immer noch weit und breit gehört werden.
Das größte Zeichen und Wunder auf Erden in der heutigen Zeit ist der Überrest selbst, gebildet aus den übriggebliebenen „Kindern“, die Jehova dem größeren Jesaja, Jesus Christus, gegeben hat, wie der Prophet Jesaja es vorhergesagt hatte mit den Worten: „Siehe! ich und die Kinder, die Jehova mir gegeben hat: wir sind wie Zeichen und wie Wunder in Israel von seiten Jehovas der Heerscharen, der auf dem Berge Zion wohnt.“ (Jes. 8:18, NW) Weshalb sie Zeichen und Wunder sein sollten, geht aus folgenden Worten hervor: „Der du Zeichen und Wunder getan im Lande Ägypten und bis auf diesen Tag, sowohl an Israel als auch an anderen Menschen, und dir einen Namen gemacht hast, wie es an diesem Tage ist.“ — Jer. 32:20.a
Die Kinder, die Jehova dem größeren Jesaja gegeben hat, haben Namen, die sie und ihr Werk kennzeichnen. Schear-Jaschub bedeutet: „Nur ein Überrest wird zurückkehren“, und Maher-Schalal Chasch-Bas bedeutet: „Eile, o Beute! Er ist schnell zur Plünderung gekommen.“ Es kehrte in der Tat nur ein Überrest aus der Gefangenschaft des gegenbildlichen Babylon zurück. Obwohl heute nur noch wenige zu dieser Klasse gehörende Glieder hier sind (nach unserem neuesten Jahrbuch [engl.] sind es nur noch etwa 15 000), stehen sie als ein lebendiger Beweis dafür da, daß Jehova sein Volk vom Feinde befreien und retten kann. Sie sind wahrhaftig zu Zeichen und Wundern geworden.
Es ist ein großes Vorrecht, Jehova auf diese Weise zu dienen. Noah, Jesaja, Jeremia, Hesekiel, Jona und ganz besonders Christus Jesus dienten alle als Zeichen und Wunder. Damit jemand als ein Zeichen und Wunder dienen kann, muß er hervortreten, so daß er gesehen werden kann. Jesus tat dies, indem er von Haus zu Haus und von Stadt zu Stadt ging. Er tat dies jedoch nicht, um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, sondern er rückte seine Botschaft und die Bedeutung seiner Gegenwart in den Vordergrund. Das haben auch die Glieder des Überrests getan, besonders seit ihrer Wiederherstellung. Zufolge ihrer Bemühungen begannen andere, sich ihnen anzuschließen, und so werden sie heute in ihrem Werk von einer großen Menge von über 700 000 „anderen Schafen“ unterstützt.
Und weshalb hat Jehova sie zu Zeichen und Wundern auf der Erde gemacht? ‚Um sich einen Namen zu machen.‘ Das bedeutet, daß diese Zeichen und Wunder und ihre gutgesinnten Gefährten in erster Linie die Tatsache bekanntmachen müssen, daß der Name des einen, allein wahren und höchsten Gottes Jehova ist. In Übereinstimmung mit ihrem Namen Maher-Schalal Chasch-Bas müssen sie die Aufmerksamkeit auch auf die Tatsache lenken, daß Gottes Königreich sich beeilt, Satans System der Dinge in Harmagedon zu plündern. Wenn wir das in Betracht ziehen, was Jesus in seiner großen Prophezeiung sagte, dann ist unsere Verkündigung dieser Botschaft ein Beweis dafür, daß das Ende dieser Welt nahe ist.
Wir setzen uns dadurch allerdings der Verfolgung aus, und diese Verfolgung gegen uns alle wird zweifellos noch heftiger werden, wenn Gog von Magog angreift. Sollen wir uns aber fürchten? Nein, denn Immanuel, welcher Name „Mit uns ist Gott“ bedeutet, ist mit uns. So wollen wir denn trotz aller Opposition zuversichtlich vorangehen, in dem Bewußtsein, daß wir das Werk, das Jehova uns aufgetragen hat, in seiner Kraft und zu seiner bestimmten Zeit beenden werden.
[Fußnote]
a In bezug auf Einzelheiten siehe den Wachtturm vom 15. Februar 1959.
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