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    Der Wachtturm 1975 | 1. September
    • ist, bei ihr zu wohnen“. Eine solche Frau mag denken, daß sie sich im Interesse ihrer eigenen Sicherheit als letzten Ausweg von ihrem Mann trennen oder sich scheiden lassen müßte. In diesem Zusammenhang beachte man den biblischen Rat: „Eine Ehefrau [sollte] nicht von ihrem Mann weggehen ...; doch wenn sie wirklich wegginge, so bleibe sie unverheiratet, oder sonst söhne sie sich mit ihrem Mann wieder aus“ (1. Kor. 7:10, 11).

      Da die Frau, die sich in ihrer Ehe vor eine solche Schwierigkeit gestellt sieht, letzten Endes selbst entscheiden muß, was sie tun möchte, folgen hier einige wichtige Gesichtspunkte, die sie erwägen sollte: Kann sie ihrem Mann vielleicht, falls sie bei ihm bleibt, helfen, ein Christ zu werden? (1. Petr. 3:1, 2). Wird eine Scheidung oder eine Trennung ihre Gemeinschaft mit den Kindern einschränken oder sie daran hindern, diese über Gott zu belehren? Wie verhält es sich mit ihrem geschlechtlichen Bedürfnis? Eine nicht aufgrund von Unsittlichkeit erlangte Scheidung würde es ihr nicht erlauben, wieder zu heiraten. Wird daher die Leidenschaft für sie zu einem Problem werden? (Matth. 19:9). Wird sie gezwungen sein, eine Arbeit anzunehmen, wodurch sie neuen Einflüssen und Problemen ausgesetzt wäre? Würde ihr eine solche Beschäftigung Zeit rauben, die sie jetzt für geistige Dinge verwendet? Ja, eine Trennung mag einige Probleme lösen, doch schafft sie gewöhnlich neue.

      Einige dieser Gesichtspunkte spielten auch bei einer Frau in Wisconsin (USA) eine Rolle. Viele Jahre nach ihrer Eheschließung begann ihr Mann an Wochenenden, an denen er nicht als Holzfäller arbeitete, zu trinken. Unter Alkoholeinfluß wurde er oft zornig und gewalttätig. Etwa um dieselbe Zeit wurde sie eine Zeugin Jehovas, und sie bemühte sich, eine außergewöhnlich gute Ehefrau zu sein, nicht mit ihm zu streiten und ihn nicht herauszufordern. Dennoch schlug er ihr oftmals, wenn sie und die Kinder freitags von christlichen Zusammenkünften nach Hause kamen, ins Gesicht, gab ihr Fußtritte und boxte sie auf die Arme. Zu solchen Zeiten war sie gezwungen, fluchtartig das Haus zu verlassen. Sie verbrachte mit den Kindern viele Nächte auf dem Heuboden der Scheune, deren Tor sie mit Heuballen so lange verbarrikadierte, bis ihr Mann wieder nüchtern war.

      Die Kinder fragten sie: „Warum bist du bei ihm geblieben?“ Sie sagte, sie habe es deswegen getan, weil sie sie liebe und sie nicht verlassen wollte und weil der Vater für die Familie sorgte, was sie nicht hätte tun können. Nie äußerte sie ihnen gegenüber, daß sie den Vater nicht liebe, sondern sie erklärte, daß ihr die Kenntnis der biblischen Wahrheit geholfen habe, auszuharren und eine freudige Christin zu sein. Diese schlechte Behandlung hielt mehr als zwanzig Jahre lang an. Nun freut sie sich, daß zehn ihrer elf Kinder Jehova dienen, und ihr Ehemann hat das Trinken aufgegeben, ist mehr Herr über sich und begleitet sie zu christlichen Zusammenkünften. Zugegeben, so mag nicht jeder Fall ausgehen, aber dieser Bericht zeigt Gesichtspunkte, die du berücksichtigen kannst, wenn du deine Lage abwägst.

      Die Bibel rät also im wesentlichen, daß sich Ehepartner bemühen sollten, trotz der zufolge der menschlichen Unvollkommenheit auftretenden Probleme zusammenzubleiben. Wenn dir allerdings deine Verhältnisse so kritisch erscheinen, daß du dich gefährdet siehst, dann mußt du entscheiden, ob du dich zu deinem Schutz von deinem Mann trennen oder ob du gar gesetzliche Schritte unternehmen solltest oder nicht.

  • Ein unerwarteter Segen
    Der Wachtturm 1975 | 1. September
    • Ein unerwarteter Segen

      ✔ In einem Land in Afrika brachen an dem Tag, an dem ein Bezirkskongreß der Zeugen Jehovas zu Ende ging, Unruhen aus. Als ein neuer Zeuge Jehovas, der früher zu der für den Aufstand verantwortlichen Partei gehört hatte, nach Hause kam, warteten bereits Soldaten und die Richter des Ortes auf ihn. Sie fragten ihn, was er während des Aufstandes getan habe. Er antwortete, er habe den Kongreß der Zeugen Jehovas besucht. Doch das reichte nicht aus. Man wollte Beweise. Der Zeuge erhielt die Erlaubnis, in Begleitung von Soldaten sein Kongreßprogramm zu holen. Nachdem das ganze Kongreßprogramm vorgelesen worden war, sprach der Häuptling den Zeugen frei und ermunterte ihn sogar dazu, in seiner Predigttätigkeit fortzufahren. Die Dorfbewohner staunten darüber und sagten: „Der Gott, den du anbetest, ist der lebendige Gott!“ Wie dankbar war dieser Zeuge doch, daß er den Kongreß besucht hatte!

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