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Der Wachtturm verkündet Jehovas Königreich 1962
w62 15. 11. S. 694-696

Bezirksversammlungen „Mutige Diener Gottes“

„ICH habe von vielen Seiten gehört, daß man von Ihren Leuten und der Art und Weise, wie Sie Ihren Kongreß durchgeführt haben, tief beeindruckt ist … Ich bin sicher, daß ich im Sinne der Bürger von Sheboygan spreche, wenn ich sage: ‚Kommen Sie bald wieder!‘“ — Beamter der Stadt Sheboygan, Wisconsin.

Das ist nur eine der vielen Äußerungen, die man über die dreitägigen Bezirksversammlungen „Mutige Diener Gottes“ hören konnte, die Jehovas Zeugen dieses Jahr bisher in 90 Städten (davon 49 in den Vereinigten Staaten, 11 in Kanada, 8 auf den Britischen Inseln und die übrigen in 8 anderen Ländern) durchgeführt haben. Weitere solche Versammlungen werden in naher Zukunft noch in anderen Teilen der Erde abgehalten.

„Mutige Diener Gottes“ — welch ein passendes Motto für diese christlichen Versammlungen! Die Menschen benötigen in dieser schweren Zeit alle Mut. Und diese Bezirksversammlungen, die in den Monaten Juni, Juli und August stattgefunden haben, sollten dem Zweck dienen, Menschen guten Willens Mut einzuflößen.

Zehntausende nahmen Jehovas Zeugen daher freudig auf. In 40 der 49 amerikanischen Städte fand zum erstenmal eine Bezirksversammlung der Zeugen Jehovas statt. Dadurch wurde es möglich, die Botschaft von Gottes Königreich in diesen Gebieten in einem Ausmaß zu verkündigen wie noch nie. Da die Versammlungen an so vielen verschiedenen Orten abgehalten wurden, konnten ihnen auch viel mehr Fremde beiwohnen, ohne große Unkosten oder Unannehmlichkeiten auf sich nehmen zu müssen. Ferner konnten viele, die eine große Familie haben und denen es finanziell nicht möglich gewesen wäre, eine weite Reise zu machen, eine dieser Versammlungen besuchen. All das hat dazu beigetragen, daß diese Versammlungen bei der Öffentlichkeit ein starkes Echo fanden und viel darüber geschrieben und gesprochen wurde. Die Besucherzahlen sind der beste Beweis dafür.

In West Palm Beach (Florida) waren zum Beispiel am Sonntag 5288 Personen — 58 Prozent mehr als am Sonnabendabend — anwesend. In Southend (England) stieg am Sonntag die Besucherzahl sogar um 70 Prozent und in Jersey City (New Jersey) trotz eines Gewitters um 30 Prozent. Das zeigt, daß eine ansehnliche Zahl aus der Bevölkerung gekommen sein muß, um den öffentlichen Vortrag „Fasse Mut — Gottes Königreich ist nah!“ zu hören.

Auch die Gesamtbesucherzahlen waren sehr erfreulich. Die französischsprachige Versammlung in Quebec City (Kanada) konnte zum Beispiel 2103 Besucher und 63 Täuflinge verzeichnen. Noch vor wenigen Jahren kämpfte dort nur eine Handvoll Zeugen tapfer um ihr christliches Leben. Wie anders sieht es doch heute aus! In ganz Kanada betrug die Besucherzahl 44 711, ein wirklich ermutigendes Ergebnis, das auf weitere Ausdehnung schließen läßt. Auf den Britischen Inseln erschienen zum öffentlichen Vortrag insgesamt 51 587 Personen — ebenfalls eine sehr erfreuliche Zahl. Den spanischen Versammlungen in New York und San Antonio (Texas) und den in Spanisch durchgeführten Programmen auf der Versammlung in Pomona (Kalifornien) wohnten insgesamt 10 278 Personen bei. Die Gesamtbesucherzahl in den Vereinigten Staaten betrug 312 734 — ein erstaunliches Ergebnis! Auf allen neunzig Versammlungen waren insgesamt 479 699 Besucher zugegen. Vielleicht noch erfreulicher ist die Tatsache, daß bei dieser Gelegenheit insgesamt 9029 Personen ihre Hingabe an Jehova Gott durch die Wassertaufe symbolisiert haben. Das ist bestimmt sehr erfreulich.

Diese Bezirksversammlungen zeichneten sich durch verschiedenes ganz besonders aus. Wodurch denn? Ihre große Zahl (neunzig) war bestimmt etwas Besonderes. Auch ihre Größe unterschied sich von früheren Versammlungen, obwohl keineswegs alle als „klein“ bezeichnet werden konnten. In Jersey City (New Jersey) wurden zum Beispiel 22 229 Besucher gezählt, in Oakland (Kalifornien) 13 636 und in Costa Mesa (Kalifornien) 13 521. Von ihnen und noch von vielen anderen konnte man also nicht sagen, daß sie „klein“ gewesen wären.

Was diese Versammlungen aber ganz besonders auszeichnete, waren die einheitliche Belehrung und die vielen wichtigen Gedanken, die in so kurzer Zeit vermittelt wurden. Wir wollen versuchen, uns die Freude und Begeisterung, die die Darlegung dieser Wahrheiten auslöste, nochmals ins Gedächtnis zu rufen, und fassen darum die einzelnen Punkte unter einigen Stichwörtern zusammen. Nehmen wir als erstes

MUT

Wie passend war es doch, den Jahrestext „Sei mutig und starken Herzens, ja hoffe auf Jehova!“ mit dem Versammlungsmotto zu verknüpfen. Von der Begrüßungsansprache bis zu den Schlußworten wurde der Mut immer wieder hervorgehoben. Die Begrüßungsansprache des Vorsitzenden lenkte die Aufmerksamkeit der Anwesenden auf die Tatsache, daß wir in diesen letzten Tagen mutig sein müssen, nicht allein der Spannungen und der unsicheren Weltlage wegen, sondern auch weil wir alle einem satanischen System ausgesetzt sind und den Angriffen der Dämonen standhalten müssen. Selbst die Kinder werden immer mehr unter Druck gesetzt. Darum benötigen wir Mut! — Ps. 27:14, NW.

Eine wunderbare Schaustellung des Mutes erlebten die Besucher auf jeder Versammlung, als sich die Täuflinge von ihren Plätzen erhoben, um bestimmte Fragen zu beantworten, und dann einer hinter dem anderen hinausging, um seine Hingabe durch die Wassertaufe zu symbolisieren. Welch ein schönes Erlebnis, zu sehen, wie sich diese Neulinge zu Jehova bekannten! Ihre mutige Stellungnahme löste überall großen Beifall aus. Manch ein Auge wurde bei diesem erhebenden Anblick feucht, und manch ein Herz schlug höher.

Alle, die Jehova lieben, müssen einen solchen Mut bekunden. Wie passend war es daher, daß der öffentliche Vortrag alle sich zum Christentum Bekennenden aufforderte, sich mutig auf die Seite Jehovas und seines Königreiches zu stellen! Als die Anwesenden hörten, daß Jehova die Mutigen in Harmagedon beschützen werde, daß sie also diese Katastrophe überleben und in Gottes neue Welt gelangen könnten (2. Petr. 3:13), äußerten sie ihre Begeisterung durch stürmischen Beifall, und als ihnen der Vorsitzende eröffnete, daß sie diesen begeisternden Vortrag in gedruckter Form erhalten könnten, um ihn zu Hause nochmals durchzulesen, antworteten sie wiederum mit tosendem Beifall.

GEMEINSCHAFT, LOYALITÄT UND SCHULUNG

Die Besucher der Bezirksversammlungen lernten, daß sie, um mutig zu werden und zu bleiben, hart arbeiten, Opfer bringen und rechten Umgang pflegen müßten. Daher die Notwendigkeit, Zusammenkünften beizuwohnen, bei denen Christen unterwiesen werden. Sie lernten auch, daß ihnen Treue zur Organisation Jehovas hilft, mutig zu bleiben, und daß sie diese Treue dadurch beweisen können, daß sie die Organisation und ihre vielen Programme unterstützen. Es war erhebend zu sehen, wie sich jung und alt Notizen machte, um das Gesagte festzuhalten. Alle schätzten diese Ermahnungen ganz offensichtlich.

Interessant war auch der Rückblick, der unter dem Thema stand: „Aus der theokratischen Predigtdienstschule Nutzen ziehen“. Wie viele fähige Redner gab es vor 1943 in Jehovas Organisation? Bestimmt schon etliche hundert; doch heute sind es Tausende! Allein auf diesen Bezirksversammlungen haben über zweitausendfünfhundert erstklassige Redner gesprochen! Darüber hinaus sind aber Hunderttausende von Versammlungsverkündigern geschult worden und werden weiter geschult, im Predigtdienst vorzügliche Predigten zu halten. Und die Redner versicherten ihren Zuhörern, daß dies noch längst nicht alles sei!

Jehovas Zeugen sind nicht nur gelehrt worden, mutig von ihrer Überzeugung zu sprechen, sie haben auch gelernt, mit der geoffenbarten Wahrheit Schritt zu halten, und sie wissen, daß ihre Errettung davon abhängt. Noch nie waren Eltern und Kinder so eindringlich über ihre Verantwortung belehrt worden wie auf diesen Versammlungen. Ihre Begeisterung war ein Beweis dafür, daß sie diese Belehrungen schätzten.

UNTERORDNUNG UND DAS WORT

Doch wer von den Besuchern der Bezirksversammlungen würde, abgesehen von dem eindrucksvollen, zeitgemäßen öffentlichen Vortrag, die Ansprachen über die „Unterordnung“ und „Das Wort“ vergessen? Sie bildeten die Höhepunkte dieser Versammlungen. Die aufgeschlagene Bibel vor sich, folgten die Zuhörer jedem Schritt der Redner, die ihnen anhand der Schrift erklärten, wer die „obrigkeitlichen Gewalten“ sind, von denen Römer 13:1 spricht, und in welcher Hinsicht ihnen Christen untertan sein müssen. Sie freuten sich überaus zu hören, daß sie sich den „obrigkeitlichen Gewalten“ so unterordnen müßten wie Frauen ihren Männern oder Sklaven ihren Herren, daß sie aber nach wie vor Gott mehr gehorchen müßten als den Menschen. Überall bildeten sich nach diesen Ansprachen kleine Gruppen, die sich angeregt über das Gehörte unterhielten.

Am Sonntagvormittag saßen wiederum viele wie gebannt auf ihren Plätzen, als die Ansprachen über das Thema „‚Das Wort‘ — von wem spricht Johannes?“ gehalten wurden. Sie machten fleißig Notizen, während die Redner ein Argument der Trinitarier nach dem anderen zerschlugen, bis die Dreieinigkeitslehre einwandfrei als das, was sie in Wirklichkeit ist — eine Irrlehre —, bloßgestellt war. Als der Vorsitzende ankündigte, daß dieses interessante Thema in einer 64seitigen Broschüre veröffentlicht worden sei, brach ein Sturm der Begeisterung los, und Tausende bestürmten die Ordner, um sie sich zu verschaffen. In der Pause sah man viele die Broschüre eifrig durchblättern und die überzeugenden Argumente darin nachlesen.

DIENST UND LIEBE

Die genaue Erkenntnis des Wortes Gottes ist eine Triebkraft, die Gottes Diener zur Tat antreibt. Die eineinhalbstündige Demonstration am Freitagabend, die sich um einen Reporter drehte, der Stoff für einen Artikel über Jehovas Zeugen sammelte, zeigte, daß Jehovas Organisation eine tätige Organisation ist, in der es für alle etwas zu tun gibt. Mit dankerfülltem Herzen sahen die Verkündiger, wie sich Jehova durch seine Organisation eines jeden liebevoll annimmt.

Diese Versammlungen erinnerten alle daran, daß es noch viel zu tun gibt und noch viele Vollzeitpionierprediger benötigt werden. Etwa 3 Prozent der Verkündiger stehen heute im Pionierdienst. Die Anwesenden wurden deshalb aufgefordert, wenn möglich den Pionierdienst aufzunehmen. Ja, die Versammlungen sollten das vernünftige Ziel — 5 Prozent Pioniere — anstreben. Der Pionierdienst erfordert jedoch großen Mut.

Kann man aber nicht Liebe haben ohne Werke? Nein. (1. Joh. 3:18) Kann man aber Werke haben ohne Liebe? Ja, doch die Besucher der Bezirksversammlungen haben gelernt, daß solche Werke nutzlos sind. (1. Kor. 13:1-8) Es wurde ihnen gesagt, sie müßten lernen, ihre Werke mit Liebe zu umhüllen, ja daß Liebe sie veranlassen sollte, Gott zu dienen — „Liebe erbaut“, und „die Liebe versagt nie“. — 1. Kor. 8:1; 13:8, NW.

Liebe, Freude und Traurigkeit vermischten sich, als der letzte Redner das ganze Programm nochmals zusammenfaßte und alle in ernsten Worten dazu ermunterte, aus Gottes Wort Mut zu schöpfen und mutig vor Jehova zu stehen, komme, was da wolle, da er, „der die Verheißung gegeben hat“, treu sei. (Hebr. 10:23) So verließen denn die Besucher die Versammlungsstätte frischen Mutes, mit neuen Kenntnissen ausgerüstet und neu gestärkt sowie entschlossener denn je, keine Gelegenheit versäumen zu wollen, mit anderen über Jehovas triumphierendes Königreich zu sprechen, bis er sagt: „Es ist genug!“

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