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  • Kommt vor Jehova mit Danksagung
    Der Wachtturm 1971 | 1. Oktober
    • seinen versammelten Nachfolgern sagte. Er gab ihnen das neue Gebot, einander zu lieben. Auf nachdrückliche Weise führte er ihnen die Wichtigkeit, zur Ehre Jehovas Frucht zu tragen, vor Augen. Er zeigte ihnen, daß sie wie er gehaßt und verfolgt würden, wenn sie Liebe bekunden und zur Ehre Gottes Frucht tragen würden. Dem 15. Kapitel entnehmen wir, daß er ihnen auch erklärte, was unter christlicher Neutralität zu verstehen sei. Diese betonte er nochmals in seinem Gebet, das im 17. Kapitel aufgezeichnet ist. Bestimmt hatten alle, die dieser Zusammenkunft beiwohnten, viele Gründe, Jehova Dank zu sagen.

      16. In welcher Hinsicht führte Jesus eine Bautätigkeit durch, die uns veranlassen sollte, Jehova dankbar zu sein?

      16 Indem Jesus Menschen versammelte, um sie zu lehren und zu unterweisen, gründete er die Christenversammlung. Er widmete sich einer Bautätigkeit. Er selbst ist der große Grundeckstein, aber auch die treuen Apostel gehören zur Grundlage. „Ihr seid auf der Grundlage der Apostel und Propheten aufgebaut worden, wobei Christus Jesus selbst der Grundeckstein ist.“ (Eph. 2:20) Christus Jesus wird ferner als das Haupt dieser Versammlung oder Gemeinde bezeichnet. „Er ist das Haupt des Leibes, der Versammlung. Er ist der Anfang, der Erstgeborene von den Toten, damit er in allen Dingen der Erste werde.“ (Kol. 1:18) Der Gedanke an die wunderbare Organisation der Christenversammlung und an die großartige Bautätigkeit, die Jesus durchführte, indem er für diesen Bau bestimmte Steine sammelte, sollte jeden Menschen, der an Gott und an seinem Vorhaben interessiert ist, veranlassen, dem himmlischen Vater Dank zu sagen. Nun mag aber die Frage aufsteigen: Wo befindet sich denn heute dieses Gebäude aus „lebendigen Steinen“? Du wirst es erfahren, wenn du den nächsten Artikel liest, denn er wird dir zeigen, was seit dem Tode Christi bis heute geschehen ist.

  • Zusammenkünfte nach dem Tode Christi
    Der Wachtturm 1971 | 1. Oktober
    • Zusammenkünfte nach dem Tode Christi

      1. (a) Kamen die Nachfolger Jesu Christi nach seinem Tod nicht mehr zusammen? (b) Wie ermunterte Christus sie bei ihren Zusammenkünften, die sie selbst in schwierigen Zeiten durchführten?

      DER Glaube derer, die Jesus geschult und als voraussichtliche Glieder der Christenversammlung ausgewählt hatte, wurde durch die Ereignisse in Verbindung mit seinem Tod und durch die damit verbundene Verfolgung auf eine harte Probe gestellt. Obwohl die Treuen damals in ziemlich großer Gefahr waren, versäumten sie nicht, einander einzuladen, um gemeinsam Gott anzubeten und ihm Dank zu sagen. So kam es, daß sich Christus Jesus nach seiner Auferstehung einige Male den versammelten Christen zugesellte. Aus Furcht vor den Juden kamen die Jünger hinter verschlossenen Türen zusammen. Jesus kam zu ihnen, um sie zu ermuntern und zu stärken. Es muß für sie ein beglückendes Erlebnis gewesen sein, Jesus bei verschlossenen Türen auf einmal in ihrer Mitte zu sehen und ihn wieder sprechen zu hören. Bestimmt waren die Christen für diesen Beweis seiner Auferstehung sowie für andere sehr dankbar. Jesus hatte mit seinen Jüngern sogar vereinbart, daß er nach seiner Auferstehung mit ihnen zusammenkommen würde. Auf einem Berg in Galiläa sagte er zu ihnen: „Mir ist alle Gewalt im Himmel und auf der Erde gegeben worden. Geht daher hin und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, indem ihr sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes tauft und sie lehrt, alles zu halten, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Abschluß des Systems der Dinge.“ — Matth. 28:18-20; Joh. 20:19-22.

      2. Was erfuhren sie, als Christus das letzte Mal mit ihnen zusammenkam?

      2 Zu Beginn der Apostelgeschichte lesen wir von Zusammenkünften der Christen, bei denen Christus ihnen sagte, was sie in den vor ihnen liegenden Tagen tun sollten. „Und während er mit ihnen zusammen war, gab er ihnen die Weisung: ,Entfernt euch nicht von Jerusalem, sondern wartet weiterhin auf das, was der Vater verheißen hat, worüber ihr von mir hörtet; denn Johannes taufte zwar mit Wasser, ihr aber werdet nach nicht vielen Tagen in heiligem Geist getauft werden.‘ Als sie nun zusammengekommen waren, begannen sie ihn zu fragen: ,Herr, stellst du in dieser Zeit für Israel das Königreich wieder her?‘ Er sprach zu ihnen: ,Es ist nicht eure Sache, über die Zeiten oder Zeitabschnitte Kenntnis zu erlangen, die der Vater in seine eigene Rechtsgewalt gesetzt hat; ihr werdet jedoch Kraft empfangen, wenn der heilige Geist auf euch gekommen sein wird, und ihr werdet Zeugen von mir sein, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis zum entferntesten Teil der Erde.‘ Und nachdem er diese Dinge gesagt hatte, wurde er, während sie zuschauten, emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf von ihren Augen hinweg.“ (Apg. 1:4-9) Das war die letzte Zusammenkunft auf Erden, bei der Jesus Christus sichtbar zugegen war.

      GRÜNDE FÜR DANKBARKEIT ZU PFINGSTEN

      3. Welches einmalige Erlebnis hatten die Christen, die am Pfingsttag zusammengekommen waren?

      3 Nachdem Jesus Christus in den Himmel aufgefahren war, kamen seine treuen Nachfolger auf Erden weiterhin zum Gebet und zur Betrachtung wichtiger Glaubensfragen zusammen. Die jüdischen Festtage boten den Christen Gelegenheit, sich an ein und demselben Ort zu versammeln. Eine solche Gelegenheit bot sich ihnen am Pfingsttag des Jahres 33 u. Z., und als treue Christen nutzten sie diese auch aus. Kannst du dir vorstellen, welche Enttäuschung ein Christ erlebt hätte, der damals nicht dabeigewesen wäre? In der Bibel wird nichts davon gesagt, daß im voraus bekanntgemacht worden wäre, daß bei dieser Gelegenheit etwas Besonderes geschehen würde. Wie glücklich müssen sie darum gewesen sein, daß sie „alle am gleichen Ort beisammen“ waren! Was die hundertzwanzig Jehova hingegebenen Diener damals erlebten, war etwas Einmaliges: „Und plötzlich entstand vom Himmel her ein Geräusch wie das einer dahinstürmenden starken Brise, und es erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und Zungen wie von Feuer wurden ihnen sichtbar, welche verteilt wurden und sich einzeln auf jeden von ihnen setzten, und sie alle wurden mit heiligem Geist erfüllt und fingen an, in verschiedenen Zungen zu reden, so wie der Geist ihnen gewährte, sich zu äußern.“ — Apg. 2:2-4.

      4. (a) Wozu veranlaßte Gottes Geist die Diener Gottes an jenem Tag? (b) Aus welchen Gründen konnten sie dankbar sein?

      4 Jehova Gott hatte seine wirksame Kraft, seinen heiligen Geist, gesandt, um seine ihm hingegebenen Diener zu veranlassen, das Zeugniswerk aufzunehmen. Die von ihm ausgehende Kraft bewirkte, daß die kleine Versammlung ein wunderbares Zeugnis zur Ehre seines Namens ablegte. Was die Christen sagten, konnten die verschiedene Sprachen sprechenden Leute, die sich damals in Jerusalem aufhielten, verstehen, und sie staunten darüber. Die Geschehnisse bei dieser Zusammenkunft gaben Petrus Gelegenheit, einen öffentlichen Vortrag zu halten. Dieser Vortrag war nicht nur für die versammelten Christen, sondern auch für die Nichtchristen, die sich in Hörweite befanden, sehr aufschlußreich. Petrus wurde von Jehova Gott veranlaßt, die Versammelten anhand von Schrifttexten und kräftigen Argumenten zu überzeugen, daß Jesus der von Jehova gesandte Christus war, daß er seine Machttaten mit Gottes Hilfe vollbracht hatte, daß er von den Toten auferstanden war und sich nun zur Rechten Jehovas im Himmel befand. Die Rede des Petrus enthielt ernste Ermahnungen und die Aufforderung, sich retten zu lassen. Seine Ausführungen waren so überzeugend, daß die kleine Schar von Christen an jenem Tag noch viel zu tun hatte. Da sich unter ihnen auch Frauen befanden, führten wahrscheinlich weniger als hundert Männer die Taufe der ungefähr dreitausend neuen christlichen Lobpreiser Jehovas durch. Das geistige Festmahl zu Pfingsten bereitete Jehova Ehre und bildete den Auftakt zu einem gewaltigen Schritt vorwärts in der Verbreitung der guten Botschaft. Man kann sich kaum vorstellen, daß jemand, der dieses Ereignis miterlebt hatte, nicht von Dankbarkeit gegenüber Jehova erfüllt war. — Apg. 2:22-41

      5. Führe einige Tatsachen an, die zeigen, daß Jehovas Diener nach Pfingsten gesegnet wurden.

      5 Von jener Zeit an führten die Christen unter der Leitung des heiligen Geistes im ganzen Römischen Reich und darüber hinaus tatkräftig einen ausgedehnten Erziehungsfeldzug durch. Sie fuhren fort, sich der Lehre der Apostel und dem Gebet zu widmen, sich zu versammeln und Gott zu lobpreisen. Sie erlangten Gunst bei dem ganzen Volk. „Gleichzeitig fuhr Jehova fort, täglich solche zu ihnen hinzuzufügen, die gerettet wurden.“ (Apg. 2:42, 46, 47) Mit der Zeit wurden in dem ganzen Gebiet, Palästina genannt, Versammlungen gegründet. Jehovas Diener kamen weiterhin vor ihren Gott mit Danksagung und beobachteten mit großem Interesse und großer Freude, wie der Geist Jehovas die sichtbare theokratische Organisation vorantrieb. Als sich das Werk immer mehr ausdehnte, entstand eine Verfolgung. Jehova half ihnen jedoch stets, und sie nahmen an Zahl ständig zu. — Apg. 5:14; 6:7; 8:1, 14, 40.

      6. (a) Wie wurde unter der Leitung des Geistes das Werk schließlich auch auf die Nichtjuden ausdehnt? (b) Welchen Anteil hatte Paulus am Durchführen christlicher Zusammenkünfte?

      6 Etwa dreieinhalb Jahre konnten diejenigen, die mit Jesus verbunden gewesen waren, zu ihrer Freude sehen, wie viele Juden an Christus zu glauben begannen und zur reinen Anbetung Jehovas zurückkehrten. Sie müssen darin eine gewaltige Ausdehnung gesehen haben. Doch manchmal müssen sie an die Worte Jesu gedacht haben, der zu ihnen gesagt hatte, sie würden Zeugen von ihm sein bis zum entferntesten Teil der Erde. Da sie auf Jehovas Leitung vertrauten, wurden sie nicht enttäuscht. Vom heiligen Geist angewiesen, ging Petrus nach Cäsarea, und dort wurde ein neues Gebiet für die Anbetung erschlossen, indem Jehova Kornelius und andere Heiden in die Reihen seiner ihm hingegebenen Diener aufnahm. Dadurch erhielten die Heiden die Möglichkeit, sich wie die natürlichen Nachkommen Israels zur christlichen Anbetung Jehovas zu versammeln. Innerhalb weniger Jahre wuchs die Christenorganisation gewaltig. (Apg. 11:19-21) Die leitende Körperschaft hatte ihren Sitz weiterhin in Jerusalem. Es wurden Vertreter in die verschiedenen Städte und Provinzen ausgesandt, und so wurden im Laufe des ersten Jahrhunderts an immer mehr Orten christliche Zusammenkünfte durchgeführt. Der Apostel Paulus hatte das Vorrecht, einen bedeutenden Anteil an dem theokratischen Ausdehnungsprogramm zu haben, und er hielt überall Zusammenkünfte ab. (Apg. 14:21-28) In seinem Brief an die Hebräer lesen wir die ermahnenden Worte: „Laßt uns an der öffentlichen Erklärung unserer Hoffnung ohne Wanken festhalten, denn treu ist er, der die Verheißung gegeben hat. Und laßt uns aufeinander achten zur Anreizung zur Liebe und zu vortrefflichen Werken, indem wir unser Zusammenkommen nicht aufgeben, wie es bei einigen Brauch ist, sondern einander ermuntern, und das um so mehr, als ihr den Tag herannahen seht.“ — Hebr. 10:23-25.

      DIE SEGNUNGEN, DIE DAS ZUSAMMENKOMMEN IN DEN „LETZTEN TAGEN“ MIT SICH BRINGT

      7. Warum ist es in unseren Tagen so wichtig, daß Christen zusammenkommen?

      7 Die oben angeführten Worte des Apostels Paulus sind seit ihrer Niederschrift für Christen sehr bedeutungsvoll gewesen. Die Ausdrucksweise des Apostels Paulus läßt jedoch erkennen, daß sie für diejenigen, die in den „letzten Tagen“ leben, besonders wichtig sind, denn er sagte: „... um so mehr, als ihr den Tag herannahen seht.“ Zu keiner Zeit würde es so wichtig sein, nicht zu wanken und andere zur Liebe und zu vortrefflichen Werken anzureizen, als gerade in den „letzten Tagen“. Paulus stimmte hierin völlig mit Jesus Christus überein, der seine Diener ebenfalls ermuntert hatte, zusammen zu sein. Durch seine Worte in Matthäus 18:20: „Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich in ihrer Mitte“ deutete er an, von welchem Nutzen es ist, mit anderen Christen zusammen zu sein. Christus Jesus segnet diejenigen, die in seinem Namen zusammenkommen, und wenn er zwei oder drei segnet, dann segnet er bestimmt auch zwei- oder dreihundert, zwanzig- oder dreißigtausend oder sogar noch mehr. Die Bibel enthält eine Fülle von Beweisen dafür, daß Christus Jesus jederzeit wohlgefällig auf die blickt, die vor Jehova kommen mit Danksagung.

      8, 9. (a) Aus welchen Gründen sollten wir heute dankbar sein? (b) Welchen Grund, außer dem vermehrten Verständnis der Bibel, haben wir, das Königreich mit großer Freude zu verkündigen?

      8 Wie wir bei unserer Betrachtung bereits festgestellt haben, wurden Gottes Diener, die sich in alter Zeit versammelten, reich gesegnet. Wir haben erfahren, über welche guten Dinge der Apostel Petrus zu Pfingsten oder zu der Zeit, als Kornelius in die Christenversammlung aufgenommen wurde, sprechen konnte. Die Anwendung von Schrifttexten bei solchen Gelegenheiten war für die Versammelten ein Grund, dankbar zu sein. Heute, in der Zeit, die in der Heiligen Schrift als die „letzten Tage“ bezeichnet wird, haben wir noch mehr Grund, dankbar zu sein. Gottes Vorhaben ist heute weit besser zu erkennen. Viele in der Bibel vorhergesagte Ereignisse sind eingetreten. Die „Zeiten der Nationen“, von denen Jesus sprach, sind abgelaufen; es hat sich gezeigt, daß das Jahr 1914 in bezug auf Gottes Vorhaben ein besonders gekennzeichnetes Jahr war, und Jehova hat in seiner Liebe seine Zeugen erkennen lassen, daß sich Offenbarung, Kapitel 12 erfüllt hat, das heißt, daß das Königreich im Himmel geboren und Satan samt seinen Dämonen aus dem Himmel hinausgeworfen und auf die Erde hinabgeschleudert wurde. Die Beweise dafür, daß das Ende alles Bösen nahe ist, häufen sich, und darum sollten jetzt Christen ihr Haupt emporheben und sich freuen, weil die Befreiung naht. — Luk. 21:24, 28.

      9 Die in den „letzten Tagen“ lebenden Christen sind Jehova für das klare Verständnis der Bedeutung des 24. Kapitels des Matthäusevangeliums sehr dankbar. Sie haben im Laufe der Jahre, die seit 1914 vergangen sind, immer besser verstanden, was die dort aufgezeichneten Hinweise Jesu bedeuten. Im Jahre 1922 haben sie besonders erkannt, daß der König und das Königreich unbedingt verkündigt werden müssen, und Jehova Gott hat dafür gesorgt, daß sich Jesu Prophezeiung in Matthäus 24:14 erfüllt. Damit die gute Botschaft vom Königreich in der ganzen Welt, allen Nationen zu einem Zeugnis, gepredigt werden kann, müssen Menschen dasein, die predigen. Im Jahre 1922 gab es im Vergleich zu heute noch wenig Zeugen Gottes, aber der Segen Jehovas hat bewirkt, daß die Zahl der Verkündiger der guten Botschaft vom Königreich sehr gestiegen ist. Jehova Gott sammelte zunächst die Glieder der „kleinen Herde“ seiner

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