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  • Was unter den Christen in Korinth ‘richtiggestellt’ wurde
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Der Wachtturm verkündet Jehovas Königreich 1976
w76 15. 8. S. 507-508

Was unter den Christen in Korinth ‘richtiggestellt’ wurde

DER Apostel Paulus schrieb an seinen Freund Timotheus, daß die inspirierten Schriften nützlich sind „zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge, zur Erziehung in der Gerechtigkeit“ (2. Tim. 3:16). Der erste Brief, den er ungefähr im Jahre 55 u. Z. von Ephesus aus an die Versammlung in Korinth schrieb, diente gewiß dem „Richtigstellen der Dinge“ und zum Zurechtweisen und zur Erziehung jener Christen in Korinth.

Etwa fünf Jahre zuvor, um das Jahr 50 u. Z., hatte Paulus selbst diese Versammlung auf seiner zweiten Missionsreise gegründet. Sein Predigen hatte, wie es häufig geschah, sogleich Widerstand hervorgerufen. Doch dann erschien ihm der Herr Jesus in einer nächtlichen Vision, sicherte ihm Schutz und Erfolg zu und sagte: „Ich habe viel Volk in dieser Stadt“ (Apg. 18:5-11). Und das war auch zu erkennen, nachdem sich Paulus achtzehn Monate in Korinth aufgehalten hatte. Passenderweise konnte er zu jenen Korinthern sagen: „Ich [bin] durch die gute Botschaft euer Vater geworden“ (1. Kor. 4:15).

Der erste Brief des Paulus an sie enthält viele wichtige Gedanken, die während der vergangenen neunzehn Jahrhunderte für Christen eine außerordentliche Hilfe waren. Paulus beantwortet darin eine Reihe von Fragen, die die Korinther Christen aufgeworfen hatten. Er behandelt auch ihre Probleme, über die ihm berichtet worden war.

So hatten sie Paulus über das Ledigsein die Ehe und die Trennung befragt. In seiner Antwort zeigte Paulus ihnen, daß der Ledigenstand zwar ideal sei, die Ehe jedoch im Hinblick auf die vorherrschende Unsittlichkeit eine weise Wahl sei; es wäre besser, verheiratet zu sein, als von Leidenschaft entbrannt zu sein. Verheiratete Christen sollten einander die eheliche Pflicht leisten, und ein Christ sollte sich nicht von seinem ungläubigen Partner trennen, wenn dieser einverstanden ist, bei ihm zu wohnen. Wer heiratet, sollte nur einen Mitchristen heiraten (1. Kor. 7:1-40).

Die Korinther Christen hatten auch eine Frage gestellt hinsichtlich des Fleisches, das Götzen geopfert worden war. Paulus versicherte ihnen, daß Götzen nichts seien und daher keinen Einfluß auf Speise haben könnten. Wenn man jedoch durch eine Speise einen schwächeren Bruder zum Straucheln bringen würde, wäre es besser, nicht zu essen, denn wir sollten nicht nur unseren eigenen Vorteil, sondern auch den der anderen suchen. Ja, ‘ob wir essen oder trinken, wir sollten alles zur Verherrlichung Gottes tun’ (1. Kor. 8:1-13; 10:18-33). Der Rat des Paulus über die Leitung durch ein Haupt, die Rolle der Frau in der Versammlung, das Zungenreden und über den Ablauf der Versammlungszusammenkünfte scheint ebenfalls eine Antwort auf Fragen der Korinther gewesen zu sein. Es gab noch andere Dinge, doch Paulus sagte, diese hätten noch so lange Zeit, bis er sie wieder besuche (1. Kor. 11:34).

DIE WICHTIGEREN DINGE

Es ist wirklich eine Ironie — doch entspricht sie voll und ganz der menschlichen Natur —, daß die vorher erwähnten Angelegenheiten, derentwegen man sich an Paulus gewandt hatte, bei weitem nicht so schwerwiegend waren wie diejenigen, über die ihm berichtet worden war und die ihn wirklich beunruhigten. Inwiefern entsprach das voll und ganz der menschlichen Natur? Weil es dem Menschen eigen ist, sich mehr um die Form und das Äußerliche zu kümmern als um das Wesentliche und Grundlegende (Matth. 23:23).

Paulus war besorgt, weil es unter ihnen Spaltungen gab, die darauf zurückzuführen waren, daß sie Persönlichkeiten verherrlichten. Folglich bestand unter ihnen ‘der Christus geteilt’. Doch Christus und nicht einer ihrer Lehrer war für sie gestorben. Gott gibt das Wachstum; alles, was Paulus und Apollos tun konnten, war, zu pflanzen und zu begießen. Paulus betonte weiter, daß die Weisheit dieser Welt Torheit bei Gott ist und daß niemand irgendeinen Grund hat, sich zu rühmen. Wieso? Weil jemand alles, was er hat, zuerst empfangen hat. Ihr fleischliches Denken hatte sie sogar veranlaßt, als Könige zu regieren (Kapitel 1 bis 4).

Auch durch einen Fall schwerer Unsittlichkeit unter ihnen wurde Paulus sehr beunruhigt. Er war sehr offen. ‘Ein wenig dieses Sauerteigs würde die ganze Masse durchsäuern’, und daher sollten sie ‘den bösen Menschen aus ihrer Mitte entfernen’ (1. Kor. 5:1-13). Paulus hatte auch davon gehört, daß sie einander vor weltliche Gerichte brachten. Bestimmt gab es unter ihnen Männer, die fähig waren, solche Angelegenheiten rechtlich zu entscheiden, da doch die Heiligen sogar Engel richten werden. Wäre es außerdem nicht besser, von einem Bruder Unrecht zu erdulden, als ihn vor Gericht zu bringen? (1. Kor. 6:1-8). Da in ihrer Versammlung solche Verhältnisse herrschten, überrascht es nicht, daß Paulus sie auch hinsichtlich der Art und Weise, wie sie das Abendmahl des Herrn feierten, zurechtweisen mußte. Gewisse Personen unter ihnen aßen und tranken sogar vor der Feier an der Versammlungsstätte so viel, daß sie die Bedeutung des Abendmahls des Herrn nicht unterscheiden konnten (1. Kor. 11:17-34).

Die Tatsache, daß einige von ihnen sagten, „es gebe keine Auferstehung der Toten“, war für Paulus Anlaß, diese Lehre ausführlich zu behandeln, wofür alle Christen, die seither gelebt haben, sehr dankbar gewesen sind. Er wies nach, daß Jesus von den Toten auferweckt wurde, was unleugbar beweist, daß es eine Auferstehung gibt. Dann zeigte Paulus die Bedeutung der Auferstehungshoffnung und erwähnte weitere Einzelheiten hinsichtlich dessen, wann und wie die Toten auferweckt werden. Er schloß seine vortrefflichen Erklärungen mit einem Aufruf zur Tat ab: „Darum, meine geliebten Brüder, werdet standhaft, unbeweglich, und seid allezeit reichlich beschäftigt im Werke des Herrn, indem ihr wißt, daß eure mühevolle Arbeit in Verbindung mit dem Herrn nicht vergeblich ist“ (1. Kor. 15:1-58).

SELBSTBEHERRSCHUNG UND LIEBE

Außer den vorher erwähnten Gedanken enthält der erste Brief des Paulus an die Korinther Christen viele weitere Kostbarkeiten, die ihnen und allen Christen, die seither gelebt haben, halfen, bessere Nachahmer des Paulus zu sein, so, wie er ein Nachahmer Christi war (1. Kor. 11:1). Er schreibt zum Beispiel: „Ich zerschlage meinen Leib und mache ihn zum Sklaven, damit ich mich nicht, nachdem ich anderen gepredigt habe, selbst irgendwie als unbewährt erweise“ (1. Kor. 9:27). Und er sagt ihnen offen: „Was? Wißt ihr nicht, daß Ungerechte das Königreich Gottes nicht ererben werden? Laßt euch nicht irreführen. Weder Hurer noch Götzendiener, noch Ehebrecher . . . werden . . . [es] ererben. Und doch waren das einige von euch“ (1. Kor. 6:9-11). Und nachdem er einige der schlechten Dinge erwähnte, die die Israeliten in der Wildnis taten, schreibt er: „Diese Dinge nun widerfuhren ihnen fortgesetzt als Vorbilder, und sie sind zur Warnung für uns geschrieben worden. . . . Wer daher denkt, er stehe, der sehe zu, daß er nicht falle“ (1. Kor. 10:1-12).

Paulus gibt auch eine vorzügliche Beschreibung der Liebe: „Die Liebe erbaut“ (1. Kor. 8:1). Ja, mehr als das: „Die Liebe ist langmütig und gütig. Die Liebe ist nicht eifersüchtig, sie prahlt nicht, bläht sich nicht auf, benimmt sich nicht unanständig, blickt nicht nach ihren eigenen Interessen aus, läßt sich nicht aufreizen. Sie rechnet das Böse nicht an. Sie freut sich nicht über Ungerechtigkeit, sondern freut sich mit der Wahrheit. Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, erduldet alles. Die Liebe versagt nie.“ Welch eine begehrenswerte Eigenschaft! (1. Kor. 13:4-8).

Ja, Gottes heiliger Geist inspirierte Paulus, den Korinther Christen seiner Tage sowie allen späteren Christen vortrefflichen Rat zu geben, so daß jeder von ihnen „stehe“ und „nicht falle“ (1. Kor. 10:12).

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