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  • Ist es schwer, von dir Rat anzunehmen?
    Der Wachtturm 1978 | 1. März
    • von unseresgleichen eine Zurechtweisung anzunehmen, es sei denn, es handle sich dabei um eine Zurechtweisung, die von Gott stammt. Von welchem Wert unser Rat ist, hängt davon ab, ob er mit Gottes Wort übereinstimmt (Jer. 10:23, 24).

      21 „Geht nicht über das hinaus, was geschrieben steht“ ist ein guter Rat (1. Kor. 4:6). Wir sind aus Systemen herausgekommen, in denen menschliche Vorschriften gelten, was tragische Folgen hat. Wir möchten keine menschlichen Vorschriften mehr einhalten, die in Gottes Wort nicht enthalten sind, denn wir gehorchen „nicht mit Augendienerei als Menschengefällige, sondern mit Aufrichtigkeit des Herzens, in der Furcht Jehovas“. Wir befolgen auch den Rat des Apostels Paulus: „Was immer ihr tut, arbeitet daran mit ganzer Seele als für Jehova und nicht für Menschen“ (Kol. 3:22, 23). Die Vorschriften der Pharisäer waren für die Menschen eine Last und machten Gottes Wort ungültig (Matth. 23:4; 15:3).

      22, 23. Welche selbstherrliche Einstellung hatten die Pharisäer, und wie bewies Paulus, daß er anders eingestellt war?

      22 Als die Beamten, die ausgesandt worden waren, um Jesus festzunehmen, ohne ihn zurückkamen, weil sie von seiner Lehre so sehr beeindruckt waren, machten die Pharisäer ihre Autorität geltend. „Ihr seid doch nicht etwa auch irregeführt worden?“ fragten sie. „Es glaubt doch niemand von den Vorstehern oder den Pharisäern an ihn? Diese Volksmenge aber, die das ,Gesetz‘ nicht kennt, verfluchte Leute sind sie.“ Die Pharisäer urteilten nicht vernünftig, sondern erklärten einfach, weise Menschen würden Jesus ablehnen, nur unvernünftige würden ihm zuhören (Joh. 7:45-49).

      23 Wir sollten beim Raterteilen vernünftig vorgehen und uns an die Bibel halten. Wir dürfen nicht verlangen, daß sich jemand uns fügt, nur weil wir vielleicht eine bestimmte Stellung einnehmen (Phil. 4:5). Wir sollten so handeln wie Paulus, der seine Stellung als Apostel nicht benutzte, um andere unter Druck zu setzen. Im Gegenteil, er lobte diejenigen, die nachprüften, ob das, was er lehrte, mit der Bibel übereinstimmte. „Sie nahmen das Wort mit der größten Bereitwilligkeit auf, indem sie täglich in den Schriften sorgfältig forschten, ob sich diese Dinge so verhielten. Daher wurden viele von ihnen gläubig“ (Apg. 17:11, 12).

      24, 25. (a) Wie gebrauchte Satan — im Gegensatz zu Jesus — gewisse Schrifttexte? (b) Welches Beispiel zeigt, daß sich die Anwendung von Schrifttexten nach dem Kontext richten sollte?

      24 Der Teufel gebrauchte Schrifttexte, als er Jesus in der Wildnis versuchte, und Jesus gebrauchte Schrifttexte, um ihn zu widerlegen. Beide gebrauchten Schrifttexte, nur mit dem Unterschied, daß Satan sie falsch anwandte, Jesus dagegen richtig (Matth. 4:1-10). Wir sollten einen Schrifttext nie wie Satan so drehen, daß er unseren Zwecken dient. Wir sollten uns vergewissern, daß Gott das, wovon wir sagen, er sage es, auch wirklich sagt.

      25 In Römer, Kapitel 14 werden wir zum Beispiel davor gewarnt, Schwache wegen Essen oder Trinken oder wegen irgend etwas anderem zum Straucheln zu bringen. Angenommen, in einer großen Familie behauptet jemand, er werde zum Straucheln gebracht, wenn Kaffee serviert werde. Bedeutet das dann, daß kein Kaffee serviert werden sollte? Oder müßte jemand schwarze Schuhe tragen, weil jemand anders durch braune angeblich zum Straucheln gebracht wird? Wird die Anwendung dieses Rates durch nichts abgegrenzt? Im Kontext wird auf Dinge Bezug genommen, die mit dem Glauben zu tun haben: auf Tage, die einige als heilig betrachteten, und auf Fleisch, das einige für befleckt hielten. Der Rat bezieht sich also auf Gewissensfragen, und auf diesem Gebiet sollten wir zu Konzessionen bereit sein, die anderen eine Hilfe sein mögen. Es handelt sich dabei aber nicht um eine allgemeine Anweisung, die besagen würde, man müsse jede persönliche Idee berücksichtigen.

      NIMMST DU RAT AN?

      26. Woran erinnert uns Hebräer 12:11, falls es uns schwerfallen sollte, Rat anzunehmen?

      26 Nehmen wir einen Rat, der uns liebevoll und anhand der Bibel erteilt wird, demütig an? Es ist nicht leicht, aber es ist zu unserem Nutzen. „Jede Züchtigung [scheint] für die Gegenwart nicht erfreulich, sondern betrüblich zu sein; nachher aber trägt sie denen, die durch sie geübt worden sind, eine friedsame Frucht ein, nämlich Gerechtigkeit“ (Hebr. 12:11). In den vorangehenden Absätzen wurden wir aufgefordert, uns hinsichtlich unserer Einstellung, mit der wir Rat erteilen, zu prüfen. Jetzt wollen wir uns daraufhin prüfen, ob wir bereit sind, Rat anzunehmen.

      27—31. Welche Bibeltexte und welche Fragen zeigen, daß wir ruhig zuhören sollten, wenn uns Rat erteilt wird?

      27 Sprüche 17:27: „Wer irgend seine Reden zurückhält, besitzt Erkenntnis, und ein Mann von Unterscheidungsvermögen ist kühlen Geistes.“ Hören wir zu, ohne aufzubrausen?

      28 Sprüche 12:15: „Der Weg des Törichten ist recht in seinen eigenen Augen, aber wer auf Rat hört, ist weise.“ Denken wir, wir wüßten alles, oder hören wir zu?

      29 Sprüche 29:20: „Hast du einen Mann erblickt der hastig ist mit seinen Worten? Für einen Unvernünftigen gibt es mehr Hoffnung als für ihn.“ Versuchen wir sofort, etwas gegen den Rat einzuwenden?

      30 Prediger 7:9: „Sei nicht eilig in deinem Geiste gekränkt zu werden, denn sich gekränkt zu fühlen ruht im Busen der Unvernünftigen.“ Sind wir überempfindlich und schnell beleidigt?

      31 Jakobus 1:19, 20: „Jeder Mensch soll schnell sein zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn; denn eines Mannes Zorn bewirkt nicht Gottes Gerechtigkeit.“ Hören wir uns eine Zurechtweisung an, ohne zornig zu werden?

      32. Was zeigt, daß einige, die Rat suchen, in Wirklichkeit ihre eigene Meinung bestätigt haben möchten?

      32 Manchmal beschließt jemand, etwas zu tun, und geht dann von einem vermeintlichen Ratgeber zum anderen, bis er jemand findet, der ihm zustimmt. Der israelitische König Rehabeam beriet sich mit den älteren Männern, aber ihr Rat gefiel ihm nicht. Er ging deshalb zu den jüngeren Männern, die ihm das sagten, was er hören wollte. Die Folgen waren katastrophal: Zehn Stämme lehnten sich gegen ihn auf und gründeten ein eigenes Königreich (1. Kö. 12:1-20). Der Apostel Paulus sprach davon, daß eine Zeit kommen werde, da die Menschen Ratgeber suchen und finden würden, die das sagen würden, was sie hören wollten: „[Sie werden] sich nach ihren eigenen Begierden Lehrer aufhäufen ..., um sich die Ohren kitzeln zu lassen“ (2. Tim. 4:3).

      33. Welche Beispiele zeigen, wie man Rat annehmen sollte?

      33 Wir sollten dagegen den Rat annehmen, dem Gottes Wort zugrunde liegt. Als David von dem Propheten Nathan zurechtgewiesen wurde, erwiderte er: „Ich habe gegen Jehova gesündigt“ (2. Sam. 12:13). Die Versammlung in Korinth nahm den Rat des Paulus an und reinigte sich von aller Schuld. Jesus veranschaulichte die richtige Handlungsweise durch das Gleichnis von dem Vater, der zwei Söhne hatte, die er beide in seinen Weingarten schickte, um zu arbeiten. Einer erklärte sich bereit hinzugehen, ging aber nicht. Der andere weigerte sich, ging aber später hin und wurde gelobt, obwohl er zuerst gezögert hatte (Matth. 21:28-31). Der Raterteilende sollte Geduld üben und dem Zurechtgewiesenen Zeit lassen, über den Rat nachzudenken.

      34. Zu welcher tiefgründigen Frage gibt Psalm 16:7 Raterteilenden Anlaß?

      34 „Ich werde Jehova segnen, der mir Rat gegeben hat“ (Ps. 16:7). Werden die, denen wir Rat geben, uns deswegen segnen können?

      35. Welcher Gegensatz besteht zwischen dem Rat in dem nebenstehenden Bildtext und dem in dem Bildtext zu Beginn des Artikels?

      35 „Ich danke dir, Gerd, daß du gekommen bist. Du machst jetzt in der Versammlung gute Fortschritte. Ich möchte nochmals auf dein Problem zurückkommen, darauf, daß du manchmal etwas unvernünftig redest. Das passiert uns freilich allen, denn es ist so, wie Jakobus sagte, daß wir vollkommen wären, wenn wir nicht mit der Zunge strauchelten. Paulus ermahnte die Ältesten von Ephesus drei Jahre lang Tag und Nacht. Ich hoffe, daß du nicht denkst, ich wolle ständig an dir herumnörgeln, wenn ich dies nochmals erwähne. Du hast bereits Fortschritte gemacht; mach also so weiter. Du könntest auch nochmals Jakobus, Kapitel 3 durchlesen, und wenn ich dir irgendwie helfen kann, zögere nicht, zu mir zu kommen.“

  • Die äthiopische Kirche
    Der Wachtturm 1978 | 1. März
    • Die äthiopische Kirche

      TAUSENDE von Touristen begeben sich auf beschwerliche Reisen über holperige Straßen, die in abgelegene Gegenden führen, sie wagen sich auf schmale Felspfade, unternehmen abenteuerliche Kletterpartien auf Strickleitern und nehmen noch viele weitere Unbequemlichkeiten auf sich, um die einzigartigen Felsenkirchen und versteckten Klöster Äthiopiens zu besuchen.

      In der Provinz Tigre können sie kunstvoll in Felsenwände gehauene Kirchen besichtigen. In dem abgelegenen Ort Lalibäla finden sie Monolithkirchen, Kirchen, die völlig aus dem Felsen herausgehauen wurden, riesige freistehende Granitblöcke, die innen und außen geformt worden sind.

      Auch im Umgang mit der äthiopischen Bevölkerung wird man an die Religion erinnert. Die Männer haben Namen wie Habteyesus („Geschenk Jesu“), Haile Selassie („Macht der Dreifaltigkeit“), Woldemariam („Sohn Marias“) oder Gebremikael („Knecht Michaels“). Auf der

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