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  • Mutig ausharren im Dienste Gottes
    Der Wachtturm 1963 | 1. Dezember
    • TROTZ ENTTÄUSCHUNGEN MUTIG BLEIBEN

      14. Welche Enttäuschung erleben wir oft, wenn wir Menschen, die die gute Botschaft beim ersten Besuch günstig aufgenommen haben, wieder besuchen, und warum?

      14 Viele von denen, die dir zuhören, wenn du mit ihnen über Gott und sein Königreich sprichst, werden dich enttäuschen. Es ist gut, das im voraus zu wissen. Du wirst Menschen begegnen, die dir das erste Mal, wenn du bei ihnen vorsprichst, Gehör schenken, aber kein Interesse mehr haben, wenn du sie wieder besuchst. Jesus verglich einen solchen Fall mit Samen, der den Weg entlang fiel und von den Vögeln aufgefressen wurde, bevor er Wurzel fassen konnte. In solchen Fällen gebraucht der Teufel Personen, die seinen Geist bekunden und Gottes Wort falsch darstellen, um das vorhandene Interesse zu ersticken. Laß dich deswegen nicht entmutigen! — Matth. 13:3, 4, 19.

      15. Was veranlaßt manche, die sich eine Zeitlang sehr freuten über das, was sie durch ein Bibelstudium mit Jehovas Zeugen lernten, dieses Studium aufzugeben?

      15 Andere hören vielleicht nicht nur aufmerksam zu, wenn du das erste Mal mit ihnen sprichst, sondern nehmen das Wort mit Freuden auf. Es macht dich glücklich, mit ihnen zu sprechen. Sie hören dich vielleicht sogar noch einige Male gern an. Doch dann zeigt es sich, daß sie wie Pflanzen sind, die in wenig Erde schnell gewachsen sind. Ihre Wurzeln gehen nicht tief. Sie lassen sich durch den Spott ihrer Verwandten und Bekannten erschüttern. Sie wissen vielleicht, daß das, was sie aus der Bibel gehört haben, die Wahrheit ist, und es tut ihnen leid, uns sagen zu müssen, es sei besser, sie würden aufhören, die Bibel mit uns zu studieren. Da sie von Menschenfurcht beherrscht werden und Gott nicht genug lieben, um seine Gebote halten zu wollen, ziehen sie sich zurück. — Mark. 4:5, 6, 16, 17.

      16. Was „erstickt“ bei manchen das Wort?

      16 Wieder andere sind dem Samen gleich, der unter die Dornen fiel. Sie lassen das Wort anfänglich „wachsen“, werden dann aber von anderen Dingen — Überstunden, Geselligkeit und Vergnügen —, die in ihren Augen viel wichtiger sind, so sehr beansprucht, daß sie einfach keine Zeit mehr haben. Sie mögen nett sein und sagen vielleicht, sie möchten sich gern mit uns zusammensetzen, um uns zuzuhören, hätten aber leider einfach keine Zeit. — Luk. 8:7, 14.

      17. Wie sollten wir auf solche Erfahrungen reagieren?

      17 Läßt du dich durch solche Erfahrungen entmutigen? Da du weißt, daß sie zu erwarten sind, sollten sie dich nicht erschüttern. Halte an der Wahrheit fest und bemühe dich, „mit Ausharren Frucht [zu] tragen“. Beweise, daß du das Wort Gottes in ein edles und gutes Herz aufgenommen hast. Predige eifrig und unablässig, denn dadurch zeigst du, daß du nicht zu denen gehörst, die „verdorren“, wenn sie verfolgt werden, oder die die Hoffnung auf Gottes neue Welt aufgeben, wenn ihnen materielle Vorteile in der alten Welt winken. Beweise, daß du den Mut hast, Gottes Willen fortgesetzt zu tun. — Luk. 8:8, 15; 2. Tim. 4:10, 11, NW.

      18. Was sollten wir tun, wenn uns jemand, auf den wir vertrauten, enttäuscht?

      18 Wer über solche Dinge hinwegkommt, hat auch die Kraft, andere Schwierigkeiten zu überwinden. Er verliert dann auch nicht so schnell den Mut, wenn persönliche Probleme auf ihn zukommen. Es ist eine Tatsache, daß uns Freunde, selbst solche aus dem Kreise unserer christlichen Brüder, durch ihre Handlungsweise oft enttäuschen. Sie meinen es zwar gut, sind aber unvollkommen wie wir alle. Was sollten wir nun tun, wenn uns jemand enttäuscht? Wir sollten uns ein Beispiel nehmen an Christus Jesus, dem Hauptvermittler unseres Glaubens.

      19, 20. Welche Erfahrung machte Jesus in dieser Beziehung, und welches Beispiel gab er uns?

      19 In der Nacht vor seinem Tod ging er mit seinen Jüngern in den Garten Gethsemane, um zu beten. Kurz darauf erschien ein Volkshaufe mit Schwertern und Knüppeln und verhaftete ihn. Die Jünger standen dabei, bis sie sahen, was geschah, dann verließen sie ihn alle, wie uns berichtet wird, und flohen. (Matth. 26:56, NW) Als etwas später in jener Nacht eine Magd im Hof des Hauses des Hohenpriesters Petrus sah und sagte, er müsse auch einer der Nachfolger Jesu sein, erwiderte Petrus: „Frau, ich kenne ihn nicht.“ Das tat er dreimal, und zwar in dem Hof, in dem ihn Jesus sah, nachdem der Hahn gekräht hatte. (Luk. 22:55-61, NW) Jesus verlor deswegen aber nicht den Mut. Er ließ sich durch die Schwachheiten seiner Freunde in seinem Glauben an Gott nicht erschüttern. Er sah zu seinem himmlischen Vater auf und vertraute auf ihn.

      20 Als Jesus am dritten Tag von den Toten auferstand, hätte er gut Gelegenheit gehabt, mit seinen Jüngern, die ihn so schmählich im Stich gelassen hatten, abzurechnen. Doch was tat er? Er tadelte sie nicht. Er sagte nicht: „Nachdem, was ihr in jener Nacht getan habt, will ich nichts mehr mit euch zu tun haben!“ Er zeigte ihnen auch nicht die kalte Schulter und weigerte sich nicht, mit ihnen zu sprechen. Im Gegenteil, er studierte und betete mit ihnen. Er half ihnen, stark zu werden, damit sie in Zukunft nicht mehr mutlos würden, sondern bewiesen, daß sie mutige Diener Gottes seien. Ihr Glaube und ihre Treue lagen ihm mehr am Herzen als seine eigenen Gefühle. Welch ein wunderbares Beispiel für uns! — Luk. 24:44-50.

      „SEITE AN SEITE FÜR DEN GLAUBEN“ KÄMPFEN

      21. Wie sollten wir zu den Zusammenkünften mit dem Volke Jehovas eingestellt sein?

      21 Wer ein treuer Diener Gottes bleiben möchte, darf nicht zulassen, daß er durch verletzte Gefühle, materialistische Ziele oder Verfolgung von der Versammlung des Volkes Jehovas getrennt wird. Jeder wahre Christ benötigt diese auferbauende geistige Gemeinschaft. In den regelmäßigen Zusammenkünften der Versammlung erhalten wir das nötige Rüstzeug, um Gott zu dienen. Hier wird unser Glaube gestärkt, so daß wir mutig und standhaft Gottes Willen tun können. Gottes Diener sollten heute genauso über diese Zusammenkünfte denken wie die ersten Christen, die nicht nur bereit waren, Unannehmlichkeiten in Kauf zu nehmen, um sich zu versammeln, sondern auch selbst unter Gefahr die Gemeinschaft mit ihren Brüdern suchten. Sogar als sie von König Herodes heftig verfolgt wurden — Jakobus hatte er bereits hinrichten lassen und Petrus hielt er gefangen —, schreckten sie nicht davor zurück, zusammenzukommen. Sie ließen allerdings die nötige Vorsicht walten, indem sie sich hinter verschlossenen Türen versammelten, aber sie kamen zusammen, um miteinander zu beten und einander zu stärken. Sie wußten, daß sie diese Zusammenkünfte benötigten, um geistig am Leben zu bleiben und das Zeugniswerk, das Jesus ihnen aufgetragen hatte, mutig fortzusetzen. (Apg. 12:1-5, 12-17) Heute ist es genauso. Jeder wahre Christ sollte das Vorrecht, sich mit anderen zu versammeln und aus Gottes Wort belehrt zu werden, so schätzen wie die Brüder aus Troas, die, als Paulus sie kurz besuchte, zusammenkamen und ihm die ganze Nacht bis zum Morgengrauen zuhörten. (Apg. 20:7-11) Nutze jede Gelegenheit, mit der Versammlung des Volkes Jehovas zusammenzukommen, aus. Laß dich in dieser Hinsicht durch das Beispiel Davids, der zu der großen Wolke der vorchristlichen Zeugen Jehovas gehört, anspornen. Er sagte: „Ich freute mich, als sie zu mir sagten: Lasset uns zum Hause Jehovas gehen!“ — Ps. 122:1.

      22. Wodurch hilft uns Jehova, mutig zu bleiben, und wozu sollten wir entschlossen sein?

      22 Welch wunderbare Ermunterung für alle, die Gottes Willen mit Freuden tun! Durch die biblischen Berichte über das Leben seiner treuen Diener spornt Jehova alle, die Gerechtigkeit lieben, an, sein Königreich zu predigen und den Menschen zu sagen, daß sie „neue Himmel und eine neue Erde“ erwarten, „in welchen Gerechtigkeit wohnt“. (2. Petr. 3:13) Er sorgt dafür, daß sie mit ihresgleichen zusammenkommen und an einem gemeinsamen Predigtwerk teilnehmen können, und dadurch hilft er ihnen, stark zu werden und am Glauben festzuhalten. Durch sein Wort spornt er sie an, in seinem Dienste auszuharren und ihre ganze Kraft einzusetzen, ja die „gelegene Zeit“ auszukaufen, „weil die Tage böse sind“. (Eph. 5:15-17, NW) Er gewährt ihnen das Vorrecht, sich ihm im Gebet zu nahen und stärkt sie durch seinen Geist. Wenn sie diese göttlichen Vorkehrungen richtig nutzen, haben sie allen Grund, mutig zu sein. Dann können sie so handeln, wie Paulus den Philippern zu handeln empfahl, als er ihnen schrieb: „... daß ihr feststeht in e i n e m Geist, mit e i n e r Seele Seite an Seite für den Glauben der guten Botschaft kämpft und euch in keiner Hinsicht von euren Gegnern erschrecken laßt. Gerade das ist für sie ein Beweis der Vernichtung, für euch aber der Rettung; und dieses [Anzeichen] kommt von Gott.“ — Phil. 1:27, 28, NW.

  • Einiges über die Religion — die falsche und die wahre
    Der Wachtturm 1963 | 1. Dezember
    • Einiges über die Religion — die falsche und die wahre

      ● Bischof John Owen Smith bedauerte in einer Rede, die er letztes Jahr auf einer Tagung der Methodisten hielt, das Versagen der Kirche und sagte rundheraus: „Der Kommunismus kam auf, weil das Christentum sein Kreuz nicht mehr hochhielt und keine Schwierigkeiten mehr auf sich nehmen wollte, sondern nur noch Lieder sang und betete.“ — The News and Courier, Charleston (Südkarolina, USA), 30. Juli 1962.

      ● Ein offenes Wort aus dem Nachschlagewerk The New Schaff-Herzog Encyclopedia of Religious Knowledge zeigt, wie wenig die Weihnachtsfeier der Christenheit Gott ehrt: „Die Weihnachtszeit hat unter den Christen zu häufig nur eine geringe religiöse Bedeutung. Bei Erwachsenen ist Weihnachten zu einem Tag herabgewürdigt worden, an dem man sich gegenseitig beschenkt. Oft ist dieses Geben nicht mehr als ein Tauschhandel. Geschenke werden häufig eher aus Pflichtgefühl als aus Zuneigung gegeben und ohne Wertschätzung entgegengenommen. In zu vielen Familien werden die Kinder, denen der Tag in erster Linie gehört, nicht gelehrt, ihre weihnachtliche Freudigkeit mit Gottes Geschenk an die Welt, seinem Sohn Jesus Christus, in Zusammenhang zu bringen. Verschiedene Denominationen halten Gottesdienste an diesem Tag ab, doch die Mehrheit der Protestanten nimmt nicht daran teil. Die meisten Glaubens­gemeinschaften lassen ihre Kirchentüren zu.“ — Band III, Seite 48.

      ● Kürzlich veröffentlichte die Windsorer Zeitung Star einiges über die letzte kanadische Volkszählung. In einem Artikel, den Maurice Jefferies aus Ottawa, Kanada, schrieb, erschien die Überschrift „Jehovas Zeugen haben das größte Wachstum zu verzeichnen“. Dort fand man den folgenden Hinweis: „Volkszählung: Der neueste Bericht über Religionsgemeinschaften zeigt, daß Jehovas Zeugen die am schnellsten wachsende Denomination in Kanada bilden. In den letzten zehn Jahren ist ihre Zahl von 34 596 auf 68 018, also um das Doppelte gestiegen!“ Das Ergebnis dieser Volkszählung schließt alle Kinder in den einzelnen Familien ein und auch viele Personen, die mit Jehovas Zeugen die Bibel studieren und Jehovas Zeugen als die religiöse Organisation nennen, mit der sie in Verbindung stehen. So zählen die meisten Gemeinschaften ihre Mitglieder, und das Statistische Bundesamt hat die Zeugen genauso wie die anderen Gruppen behandelt. Die Zeugen selbst zählen jedoch nur solche, die bereits als Prediger tätig sind. Im Jahre 1962 waren es in Kanada 40 121.

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