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  • Mut schöpfen aus dem Worte Gottes
    Der Wachtturm 1963 | 1. Dezember
    • werden. Aus diesem Grunde können alle, die Gerechtigkeit lieben, Mut fassen. — Amos 9:1-3; Hes. 38:22.

      14. Warum hat es ein Anbeter Jehovas heutzutage nicht leicht, obwohl Jehova allmächtig ist?

      14 Obwohl Jehova allmächtig ist, haben es jene, die ihn als wahre Christen anbeten, nicht leicht. Jesus sagte zu seinen Nachfolgern: „Man [wird] Hand an euch legen und euch verfolgen, indem man euch den Synagogen und Gefängnissen ausliefert und euch vor Könige und Statthalter schleppt um meines Namens willen ... Überdies werdet ihr sogar von Eltern und Brüdern und Verwandten und Freunden überliefert werden, und man wird einige von euch zu Tode bringen, und ihr werdet um meines Namens willen Gegenstand des Hasses aller Menschen sein.“ (Luk. 21:12-17, NW) Christen, die auf Gott vertrauen, lassen sich dadurch aber nicht entmutigen. Warum nicht?

      15. Wie hilft die Heilige Schrift Christen, mutig zu bleiben, auch wenn sie von behördlicher Seite verfolgt werden?

      15 Die Heilige Schrift gibt ihnen immer wieder Mut, denn sie hilft ihnen, ihre Lage vom richtigen Standpunkt aus zu sehen, indem sie ihnen die Zusicherung gibt: „Er ist es, der da thront über dem Kreise der Erde, und ihre Bewohner sind wie Heuschrecken; der die Himmel ausgespannt hat wie einen Flor, und sie ausgebreitet wie ein Zelt zum Wohnen; der die Fürsten zu nichts macht, die Richter der Erde in Nichtigkeit verwandelt.“ (Jes. 40:22, 23) Viele Machthaber mögen die wahre Gottesanbetung verbieten. Sie mögen es als eine Verletzung des Gesetzes betrachten, wenn jemand Andersgläubigen predigt. Sie mögen christlichen Eltern die Kinder wegnehmen und ihnen Bluttransfusionen geben, weil die Eltern nicht bereit sind, eine Verletzung des Gesetzes Gottes gutzuheißen, und mögen ihre Ohren gegen die Bitten dieser Eltern, ihnen Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, verschließen. Jehova Gott nimmt aber einen anderen Standpunkt ein. Er übersieht diese Vorgänge nicht und wird die ungerechten Verfügungen dieser Menschen, die ihre Macht mißbrauchen, außer Kraft setzen. Dann werden jene, die die Welt als Außenseiter betrachtete, von Gott bevorrechtigt, in seiner neuen Welt ewig zu leben, weil sie ihre Hoffnung auf ihn gesetzt hatten.

      AUF GOTT HÖREN

      16. Welche Menschen können aus einem Studium des Wortes Gottes Mut schöpfen?

      16 Demnach wäre es bestimmt angebracht, daß alle Menschen auf Gott hörten. Wir können nicht erwarten, daß er unser Tun gutheißt, wenn wir unser Ohr vor seinem Rat verschließen. Er heißt auch jene nicht gut, die ihn mit ihren Lippen zu lieben vorgeben, deren Herz aber weit von ihm entfernt ist. Für solche Menschen enthält die Heilige Schrift nichts, was ihnen Mut einflößen könnte. Wer aus dem Studium des Wortes Gottes Mut schöpfen möchte, muß so eingestellt sein wie der Psalmist, der schrieb: „Lehre mich, Jehova, den Weg deiner Satzungen, und ich will ihn bewahren bis ans Ende. Gib mir Einsicht, und ich will dein Gesetz bewahren und es halten von ganzem Herzen. Laß mich wandeln auf dem Pfade deiner Gebote! denn an ihm habe ich meine Lust [meine Freude, Me].“ (Ps. 119:33-35) Menschen, die sich von der Liebe zu Gott und seinen gerechten Richtlinien leiten lassen, haben vernünftige Gründe, mutig zu sein. Sie treten nicht nur mutig vor ihre Gegner, sondern haben auch den Mut, ihre Lebensweise mit den hohen Sittenmaßstäben, die Gott aufgestellt hat, in Übereinstimmung zu bringen.

      17. Warum kostet es Mut, ein sittlich einwandfreies Leben zu führen, und was verleiht uns diesen Mut?

      17 Eine solche Lebensweise erfordert Mut, da wir, selbst wenn wir streng darauf bedacht sind, schlechte Gesellschaft zu meiden, dennoch mit unsittlichen Personen in Berührung kommen. Es können Arbeitskollegen sein, Nachbarn oder Schulkameraden. Nicht mit der Masse zu gehen ist nicht leicht. Jesus sagte aber, seine Nachfolger seien kein Teil der Welt. (Joh. 17:11-14, NW) Sie müssen ständig auf der Hut sein. Sie dürfen in ihrer Wachsamkeit nicht nachlassen und dürfen sich nicht vom Gedankengut des schmutzigen Schrifttums und der schlüpfrigen Film- und Theaterstücke dieser sextollen Welt ernähren. Sie müssen den Mut haben zu zeigen, daß sie das Böse hassen und das Gute lieben. Wenn wir an den Geboten Jehovas unsere Freude haben und über sie nachsinnen, stärken wir unsere Widerstandskraft gegen den Einfluß der sittlich verderbten Welt, und der Gedanke, daß „alle Dinge ... nackt und bloßgelegt [sind] vor den Augen dessen, dem wir Rechenschaft zu geben haben“, gibt uns die Kraft, das zu tun, was recht ist. — Hebr. 4:13, NW.

      18. Wie verhält sich ein Christ gegenüber unehrlichen Geschäftsmethoden?

      18 Manche Menschen haben zwar einen gewissen Begriff von Ehrbarkeit, obwohl sie sich nicht so recht bewußt sind, daß sie von Gott zur Rechenschaft gezogen werden. Sie leben ihrer Ansicht nach anständig. Sobald sich aber die Treue zu hohen sittlichen Grundsätzen für sie nachteilig auswirken könnte, fehlt ihnen oft der Mut, das zu tun, was in ihren Augen recht wäre. Wird zum Beispiel durch die unreellen Geschäftsmethoden der Konkurrenz ihre wirtschaftliche Sicherheit bedroht, so denken sie, sie könnten sich nur dadurch retten, daß sie diese Geschäftsmethoden auch anwenden, so ungern sie es tun. Oder sie denken, wenn ihr Arbeitgeber von ihnen verlangt, daß sie die Kundschaft betrügen, müßten sie es tun. Ein wahrer Christ denkt jedoch anders. Er läßt sich nicht auf die gemeinen Methoden der Welt ein. Er beneidet die, die ungerecht handeln, nicht, sondern teilt die Ansicht des gottesfürchtigen David, der sagte: „Besser das Wenige des Gerechten als der Überfluß vieler Gesetzlosen. Denn die Arme der Gesetzlosen werden zerbrochen werden, aber Jehova stützt die Gerechten. Jehova kennt die Tage derer, die lauter sind, und ihr Erbteil wird ewig sein.“ (Ps. 37:16-18; 119:36) Sein starker Glaube an Gott macht ihn mutig. Die Sorge um Nahrung und Kleidung macht ihn nicht mutlos. Er weiß, daß Gott denen, die sein Königreich und seine Gerechtigkeit suchen, alles andere hinzufügt. Für ihn ist Gottes Wort der Quell, aus dem er Mut schöpft. — Ps. 37:1-4, 27, 34; Matth. 6:31-33.

      19, 20. Wieso hilft eine Erkenntnis des Wortes Gottes Christen, selbst bis in den Tod unerschütterlich an ihrem Glauben festzuhalten?

      19 Dieses geschriebene Wort kann die Menschen von der abergläubischen Furcht und der Unwissenheit, die sie in einen beklagenswerten Zustand der Knechtschaft versetzt haben, befreien. Es belehrt sie über den Ursprung des Lebens und die Bedeutung des Todes. Wie viele wissen nicht, was Gott über den Tod und das künftige Leben gesagt hat, weil sie nicht auf sein Wort hören! Sie verhalten sich deshalb so wie jene, die der Teufel Gott gegenüber mit den Worten beschrieb: „Haut um Haut, ja, alles, was der Mensch hat, gibt er um sein Leben ... Aber strecke einmal deine Hand aus und taste sein Gebein und sein Fleisch an, ob er sich nicht offen von dir lossagen wird.“ (Hiob 2:4, 5) Hiob war kein solcher Mensch, viele sind es aber. Sie sind bereit, alles für ihr Leben zu opfern: Tugend, Ehrlichkeit und ein reines Gewissen. Ja, sie sind bereit, ihr Leben lang etwas vorzutäuschen, was sie in Wirklichkeit nicht sind, indem sie Ideologien, die sie eigentlich hassen, angeblich unterstützen und gegen ihren Willen gemeine Taten verüben, nur um die Männer zu befriedigen, die an der Macht sind. Aus Furcht vor dem Tod bleiben sie ihr Leben lang Sklaven. — Hebr. 2:15.

      20 Menschen, die eine genaue Erkenntnis des Wortes Gottes haben, kennen diese Furcht nicht. Sie dienen dem Urheber des Lebens und hören auf ihn. Sie wissen, daß er für ihre Befreiung aus dem Grabe gesorgt hat. Sie glauben seinen Worten, mit denen er eine Auferstehung der Toten verheißt. Sie schrecken daher nicht davor zurück, Gott selbst bis in den Tod treu zu bleiben. (2. Kor. 4:13, 14; Offb. 2:10) Die Erkenntnis des Wortes Gottes macht sie mutig. Diese Erkenntnis gab schon Jesus die Kraft, seine Lauterkeit bis zu einem schmählichen Tod zu bewahren. Sie verlieh Stephanus den Mut, kompromißlos die Wahrheit zu sagen, als man ihn angeblich wegen einer todeswürdigen Sünde vor Gericht stellte. Sie erfüllte auch Tausende von christlichen Zeugen Jehovas des 20. Jahrhunderts mit dem Mut, der ihnen half, unerschrocken für die wahre Gottesanbetung einzustehen. — Hebr. 12:2; Apostelgeschichte, Kapitel 7.

      21. Was hilft einem Christen trotz der schwierigen Zeiten, unter denen heute alle Menschen leiden, mutig zu bleiben?

      21 Die Erkenntnis des Wortes Gottes gibt uns auch die Kraft, trotz Kriegsgefahr, drohender Hungersnöte, schrecklicher Erdbeben und des Überhandnehmens grausamer Verbrechen mutig zu bleiben. Diese Verhältnisse berühren Christen genauso wie die übrige Welt. Auch Christen können im Krieg vom Feind vertrieben werden, können durch ein Erdbeben Hab und Gut verlieren, von einer Lebensmittelrationierung betroffen werden und müssen wegen der zunehmenden Verbrechen vorsichtiger sein. Aber sie sehen diese Dinge mit anderen Augen an als ihre Umwelt. Durch die Erkenntnis der Heiligen Schrift gestärkt, können sie den Worten Jesu entsprechen: „Wenn aber diese Dinge zu geschehen anfangen, dann richtet euch auf und hebt eure Häupter empor, denn eure Befreiung naht.“ (Luk. 21:28, NW) Sie sehen in diesen Dingen einen Beweis für das nahe Ende dieser bösen alten Welt und für den Anbruch von Gottes gerechter neuer Welt. Diese Erkenntnis verleiht ihnen den Mut, die schwierigen Verhältnisse, unter denen alle zu leiden haben, zu ertragen und furchtlos für das Königreich Gottes einzutreten.

      22. Welche Gewißheit können Jehovas Diener heute in bezug auf ihr Verhältnis zu ihrem Gott haben, und wie können sie diese Gewißheit stärken?

      22 Da sie auf Gott hörten, wissen sie, daß er für sie sorgt. Sie wissen, daß sie ihn im Gebet anrufen können und er sie erhört. (Ps. 145:18) Liebevoll wie ein Hirt über seine Herde wacht er über sie. Was immer über sie kommen mag, sie haben die Gewißheit, daß nichts sie „von Gottes Liebe zu trennen [vermag], die in Christus Jesus ist“, solange sie auf Gott hören und seinen liebenden Rat befolgen. (Röm. 8:31-39, NW) Darum ernähren sie Herz und Sinn weiterhin von Gottes Wort, indem sie alle Tage ihres Lebens darin lesen und über seine Vorschriften sinnen, aber auch daran glauben. Deswegen können sie „guten Mutes sein und sagen ...: ‚Jehova ist mein Helfer; ich will mich nicht fürchten.‘“ — Hebr. 13:6, NW.

  • Die Wahrheit breitet sich in einem Gefängnis aus
    Der Wachtturm 1963 | 1. Dezember
    • Die Wahrheit breitet sich in einem Gefängnis aus

      AUF einer Kreisversammlung in Petersburg (Virginia, USA) berichtete ein Zeuge Jehovas folgendes Erlebnis: „Vor einiger Zeit erhielt ich einen Anruf von einem Gefangenen im Stadtgefängnis. Er wünschte unbedingt mit einem Zeugen Jehovas zu sprechen. Er hatte bereits acht Monate in einem Straflager zugebracht und war nun ins Stadtgefängnis überführt worden, um eine andere Sache in Ordnung zu bringen. Während seines Aufenthalts im Lager begann er die religiösen Schriften der Lagerbibliothek zu lesen. Ein grünes Buch fiel ihm immer wieder besonders auf, aber jedermann riet ihm davon ab, es zu lesen. ‚Das ist dieses Jehova-Zeug‘, sagte man ihm, ‚lies das nicht.‘ Doch das veranlaßte ihn erst recht, einmal einen Blick hineinzuwerfen. In den darauffolgenden 14 Tagen las er die erste Ausgabe des Buches ‚Gott bleibt wahrhaftig‘ zweimal durch und schlug die Bibelstellen nach. Davon überzeugt, daß das, was er gelesen hatte, die göttliche Wahrheit war, gab er sich Jehova hin.

      Kurz darauf kam ein anderer Mann ins Lager und brachte ein rotes Buch mit: ‚Dies bedeutet ewiges Leben‘. ‚Dieses Buch habe ich so oft gelesen, daß die Deckel vollständig abgegriffen sind‘, sagte er. Nachdem er diese gute Grundlage hatte, schrieb er einige Male an die Watch Tower Society und erhielt stets eine freundliche Antwort. Dann besuchte ihn eines Sonntags ein Zeuge Jehovas und ließ ihm das Paradies-Buch und die Neue-Welt-Übersetzung der Heiligen Schrift [engl.] zurück. Von dieser freudigen Hoffnung erfüllt, sprach er nun regelmäßig mit anderen Gefangenen, und viele zeigten Interesse. Etwa siebzehn Männer waren bereit, mit ihm die Bibel zu studieren. Dank seinen Bemühungen haben fünf Gefangene in dem Lager die Wahrheit angenommen und warten nur noch darauf, ungehindert am Königreichswerk teilnehmen zu können.

      Seitdem dieser Mann im Stadtgefängnis ist, führe ich jeden Nachmittag ein Bibelstudium mit ihm durch. In der kurzen Zeit hat er schon wieder viele Samenkörner der Wahrheit ausgestreut und dabei gute Erfolge erzielt. Vier Gefangene sind an der Wahrheit ernsthaft interessiert, und sieben weitere haben gebeten, daß ein Zeuge sie besuchen möchte, damit sie mehr lernen könnten. Das vorbildliche Benehmen, das dieser Mann an den Tag legt, seitdem er die göttliche Wahrheit kennengelernt hat, wirkt sich auch auf seine Mitgefangenen aus. Wo man früher schmutzige Reden führte, liest man jetzt Erwachet! und den Wachtturm und forscht in der Bibel.“

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