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  • Wer war Jesus Christus?
    Erwachet! 1982 | 8. Oktober
    • und bezeichneten sie als „verfluchte Leute“ (Johannes 7:49).

      Jesus dagegen sprach aus einem mitfühlenden Herzen. Er sagte: „Jehovas Geist ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, um den Armen gute Botschaft zu verkünden“ (Lukas 4:18). Er verfaßte seine Botschaft einfach, kurz und deutlich. Seine Lehrpunkte veranschaulichte er durch Dinge, die seine Zuhörer gut kannten. Er bemühte sich, das Innerste ihres Herzens zu erreichen. Er bewog sie dazu, ihr Herz und ihren Sinn umzugestalten, unrechte Gedanken und Taten zu bereuen und einen neuen Lebensweg zu beschreiten, der zu einem guten Verhältnis zu Gott führte und ihnen eine wahre Zukunftshoffnung vermittelte.

      Vergleiche diese Lehren mit den politischen Reden und religiösen Predigten, die du schon gehört hast. Manche wirken geistreich und hören sich vernünftig an. Einige Redner toben und schüren Streit. Aber wie viele von ihnen haben Mitgefühl für den einfachen Mann?

      Jesu Mitgefühl für andere kam nicht nur durch Worte zum Ausdruck. Er half anderen auch, ihre unmittelbaren körperlichen Bedürfnisse zu befriedigen. Er gab ihnen zu essen, heilte Leidende und auferweckte sogar verstorbene Angehörige seiner Mitmenschen. Gott hatte ihm die Macht dazu gegeben, und er machte vollen Gebrauch davon. Manchmal hatte er nicht einmal genügend Zeit, um zu essen und zu ruhen. Welch ein Herz er doch hatte! (Matthäus 14:14; Markus 6:38-44; 8:22-25; 10:13, 14; Lukas 8:49-56; Apostelgeschichte 10:38).

      Eine der größten Leistungen, die Jesus während seiner Lehrtätigkeit vollbrachte, bestand darin, daß er Kanäle schuf, durch die nach seinem Weggang auch künftigen Generationen sein Einfluß zugute kommen sollte. Als seine kurze Lehrtätigkeit zu Ende ging, hatte er eine Gruppe von Jüngern so gelehrt, geschult und ausgerüstet, daß sie in die Welt gesandt werden konnten, um das von ihm begonnene Werk fortzuführen. Er hinterließ Jünger, die nicht nur Lehrer waren, sondern wiederum andere zu Lehrern schulen konnten. Was er begann, dehnte sich rasch zu einem weltumspannenden Werk des Jüngermachens aus, durch das, wie er vorhergesagt hatte, alle Nationen erreicht wurden (Matthäus 28:19, 20).

      Ein liebevoller, mutiger Führer

      Jesus übernahm die Führung unter seinen Jüngern. Sie hatten nie etwas dagegen einzuwenden, denn seine Führereigenschaften waren unumstritten. Er gab ihnen ein vollkommenes Beispiel. Was immer er von ihnen verlangte, praktizierte er selbst. Nicht nur durch Worte, sondern auch durch sein Beispiel lehrte er sie, ihren Nächsten, ja sogar ihre Feinde zu lieben. Während seiner Zeit als ein Führer auf der Erde traf ihn keinerlei Blutschuld. Man könnte ihn niemals beschuldigen, auch nur einen einzigen Tropfen Blut eines anderen Menschen vergossen zu haben. Er ließ nicht einmal die Ohrwunde eines Gegners unbeachtet, die einer seiner Jünger verursacht hatte, sondern heilte sie auf der Stelle (Lukas 6:32-36; 22:50, 51).

      Dennoch bewies er während seines ganzen irdischen Daseins großen Mut, Mannhaftigkeit und Stärke. Zum Beispiel lesen wir in Markus 10:32: „Nun waren sie unterwegs und zogen nach Jerusalem hinauf, und Jesus ging ihnen voran, und Staunen ergriff sie; diejenigen aber, die ihnen folgten, begannen sich zu fürchten.“ Bei dieser Gelegenheit befand sich Jesus mit seinen Jüngern auf seiner letzten Reise nach Jerusalem. Er wußte, daß er dort hingerichtet werden würde. Die religiösen Führer seiner Tage beanspruchten jeglichen Ruhm für sich. Um das aufrechtzuerhalten, waren sie entschlossen, ihn zu töten. Jesus wußte das, als er nach Jerusalem hinaufging, und sagte es seinen Jüngern (Vers 33, 34). Zum Erstaunen seiner furchterfüllten Jünger blieb er nicht zögernd hinter ihnen zurück, sondern ging ihnen voraus. Welch einen mutigen Führer sie hatten!

      Als Jesus wenige Tage später dem Todesurteil nahe war und der römische Statthalter Pontius Pilatus ihn fragte, ob er ein König sei, antwortete er: „Du selbst sagst, daß ich ein König bin“ (Johannes 18:37). Niemals log er, um sich selbst zu schonen. Er legte tapfer Zeugnis ab für das Königreich, das er vertrat — Gottes Königreich.

      Am selben Tag wurde Jesus zum Tode verurteilt; man peitschte ihn aus, setzte ihm eine Dornenkrone auf, schlug ihm ins Gesicht und spuckte ihn an. Schließlich wurde er an einen Marterpfahl geschlagen, um den qualvollsten Tod zu erleiden. Er kam bis zu seinem Tod seiner Verantwortung als ein liebevoller, mutiger Führer nach. Mit seinem letzten Atemzug gab er seinem himmlischen Vater seinen abschließenden Bericht: „Es ist vollbracht!“ (Johannes 19:30).

  • Was kann Jesus für dich heute bedeuten?
    Erwachet! 1982 | 8. Oktober
    • Was kann Jesus für dich heute bedeuten?

      „ABER was kann Jesus, der damals, im ersten Jahrhundert, in Palästina lebte und starb, für mich heute bedeuten?“ magst du fragen.

      Nimm an, daß er nicht tot, sondern am Leben ist. Nimm an, daß er jetzt eine einflußreichere Stellung hat als irgendein Mensch auf Erden. Nimm an, er ist jetzt der unsichtbare, himmlische König der Könige, der auf Gottes Signal wartet, alle Unterdrücker der Menschheit und diejenigen zu vernichten, die auf einem unmoralischen Lebenswandel beharren, und daß eine Tausendjahrherrschaft des Friedens beginnen wird, die immerwährende Segnungen für alle mit sich bringen wird, die wirklich seine Untertanen sein möchten. Würde er unter diesen Umständen heute etwas für dich bedeuten?

      Manchen mögen diese Vorstellungen als bloße Vermutungen erscheinen. Doch wenn sie wahr sind, steht viel auf dem Spiel.

      Als Jesus auf der Erde war, sagte er wiederholt voraus, daß er getötet, aber drei Tage später wieder auferweckt werden würde (Markus 8:31; 9:31; 10:34). Seine Voraussagen über seinen Tod erfüllten sich, doch wie steht es mit der gleichzeitigen Aussage über seine Auferstehung? Jesu Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit sowie der Beweis für Gottes Unterstützung bei den Wundern, die er vollbrachte, sprechen dafür, daß sich diese ebenfalls erfüllte. Was geschah?

      Am dritten Tag nach Jesu gewaltsamem Tod war das Grab, in dem er gelegen hatte, leer. Während der darauffolgenden 40 Tage konnten ihn seine Nachfolger selbst sehen und hören. Alle vier Evangelien berichten von der Erfüllung

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