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    Erwachet! 1980 | 22. Mai
    • um den Einfluß von Umwelt und Vererbung lange Zeit maßgeblich beeinflußte, ist klar, daß manipulierte Daten meist akzeptiert werden, sofern sie wissenschaftlich verkleidet sind. Wie weit verbreitet solche Praktiken sind, ist allerdings unklar.“ Diese Feststellung trifft die Süddeutsche Zeitung in einem Aufsatz mit dem Titel „Wenn Forscher lügen“. Wie glaubwürdig sind wissenschaftliche Untersuchungen über die gesundheitliche Unbedenklichkeit oder die pharmakologische Wirksamkeit chemischer Substanzen? Zweifel daran „werden immer wieder geweckt, wenn Fälle bewußter Fälschungen oder Unterschlagungen von Forschungsergebnissen an die Öffentlichkeit dringen“. Vor kurzem widmete zum Beispiel ein amerikanischer Senator den von der Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (FDA) aufgedeckten Fällen manipulierter klinischer Forschung ein ausführliches Hearing. Die bekanntgewordenen Fälle werden noch als selten im Vergleich zur Gesamtzahl derartiger Forschungsarbeiten bezeichnet. Doch „ganz gleich, welche Bedeutung man den ,schwarzen Schafen‘ unter den Wissenschaftlern beimißt, Mißtrauen ist gesät“.

      Niemals per Anhalter fahren!

      ◆ Die Reise per Anhalter kann einen das Leben kosten. Doch selbst Zentimeter große Schlagzeilen über Morde an jungen Anhalterinnen erreichten kaum eine abschreckende Wirkung, schreibt die Zeitung Stuttgarter Nachrichten. Auch Opfer, die nicht ums Leben kommen, bezahlen das Risiko des „Autostopps“ mit grausamen Erlebnissen und nie wiedergutzumachenden körperlichen und seelischen Schäden. Allein in Baden-Württemberg wurden im vergangenen Jahr 146 Fälle der Vergewaltigung von Anhalterinnen registriert. Es gebe aber auch unzählige Fälle, berichtet die Zeitung, in denen Autofahrer selbst Opfer von Anhaltern würden. Die Palette der kriminellen Handlungen reiche von Diebstahl, Erpressung, Nötigung bis hin zur Vergewaltigung der Fahrerin. Die Kriminalpolizei rate daher dringend: „Nehmen Sie keine Anhalter mit. Fahren Sie nie per Anhalter, auch wenn es nur ein paar Kilometer sind. Schärfen Sie Ihren Kindern ein, niemals per Anhalter zu fahren. Wenn kein öffentliches Verkehrsmittel erreichbar ist, dann lieber einmal mit dem Taxi fahren.“ Eine Fahrt mit dem Taxi ist immer noch billiger, als eine Fahrt per Anhalter mit dem Leben zu bezahlen.

      Kirchen rühren die Werbetrommel

      ◆ „Fromme Werbung“ nennt Der Spiegel die Bemühungen amerikanischer Kirchen, mit bezahlten Anzeigen in Fernsehen, Rundfunk, Zeitungen und Programmheften für den Besuch ihrer Gottesdienste zu werben. Die katholische Kirche soll für eine zwölfwöchige Rundfunk-Anzeigenkampagne im Bereich Philadelphia und New Jersey 70 000 Dollar ausgegeben haben. Ebenso werben Lutheraner, Methodisten, Baptisten und Episkopale in den Massenmedien. „Nach Überzeugung der frommen Werber“, schreibt Der Spiegel, „läßt sich Gottesdienst-Besuch durch Anzeigen um drei bis zehn Prozent anheben.“

      Afrika ist um sein Kulturerbe besorgt

      ◆ Viele afrikanische Länder sehen sich heute dem Problem gegenüber, daß ihr kulturelles Erbe durch Schmuggel verringert wird. Schwarzhändler, Spekulanten und Diebe werden geradezu zum Kulturschmuggel ermuntert, da die Preise für qualitätsvolle afrikanische Kulturobjekte und Kunstwerke immer mehr in die Höhe gehen. Man nimmt sogar an, daß Privatsammler Dieben Aufträge gegeben haben. Die Schwarzhändler sollten jedoch nicht mit den legal arbeitenden Händlern verwechselt werden. Auf einer Auktion bei Sotheby in London wurde im letzten Jahr für einen hölzernen Schemel aus Zaire der Rekordpreis von 240 000 Pfund bezahlt. Zwei Häuptlingsthrone wurden für 55 000 bzw. 40 000 Pfund erworben. Der Minister für Jugend in Mali brachte die Überzeugung zum Ausdruck, daß ein kulturelles Traditionsbewußtsein der einheimischen Bevölkerung der beste Schutz für das nationale Erbe sei. Zum Beispiel wies vor zwei Jahren ein Mali-Dorf einen Ankäufer ab, der für eine Dogon-Statue 180 000 französische Franc bot. Die Leute empfanden die hohe Offerte geradezu als eine Aufforderung, die Statue zu behalten.

      Der Jugend Leitbilder vermitteln

      ◆ Der deutsche Bundespräsident hat in einer Rede in Bremen die Bedeutung der Tradition hervorgehoben. „Wir müssen an die Tradition [jedoch] kritische Maßstäbe anlegen“, sagte er gemäß einer Mitteilung des Wiesbadener Kuriers, „und müssen fragen, ob die überkommenen Gewohnheiten im Lichte unserer heutigen Wertvorstellungen noch gültig sind.“ Die einfache Ablehnung aller Tradition sei indes keine Antwort. Sie verheiße zwar Freiheit, führe aber zur Bindungslosigkeit, die junge Menschen auf die Dauer nicht aushielten. Viele flüchteten in Ideologien oder in die Leere des bloßen Konsums, andere würden Zuflucht in der Traumwelt der Drogen suchen. Der Bundespräsident forderte: „Wir müssen ihnen jene Leitbilder und Visionen vermitteln, an denen sie Halt finden können.“ Die Bibel vermittelt gute Leitbilder und zeigt, daß Jesus Christus ein vorzügliches Beispiel ist (1. Petr. 2:21-25).

      Priester-Gewerkschaft in den Niederlanden

      ◆ Wie die französische Nachrichtenagentur (AFP) mitteilt, haben verheiratete katholische Priester und im pastoralen Kirchendienst stehende Laien in den Niederlanden eine Gewerkschaft gegründet. Sie wollen sich gegen die auf der letzten Synode der niederländischen Bischöfe beschlossenen Disziplinierungsmaßnahmen zur Wehr setzen. Im Gründungsbeschluß heißt es, die Gewerkschaft werde „die Verteidigung von Opfern der arbiträren [willkürlichen] Entscheidungen der Hierarchie, zum Beispiel der Entlassungen, übernehmen“. Die im Vatikan abgehaltene Synode hatte unter anderem gedroht, laisierten Priestern das Unterrichten zu verbieten.

      Vater muß auf Umgang seines Sohnes achten

      ◆ Dem Vater eines fast volljährigen Sohnes könne zwar kaum zugemutet werden, diesem den Besuch von Gaststätten oder Partys in seiner Freizeit generell zu verbieten. Nach einem Urteil des VI. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs (BGH) in Karlsruhe müsse sich der Aufsichtspflichtige jedoch darum bemühen, auch bei einem nahezu volljährigen Jugendlichen einen gewissen Einfluß auf dessen Lebensführung geltend zu machen. Dabei müsse das Kind vor schlechtem Umgang bewahrt werden. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, hatte der Sohn eines Elektromeisters im Alter von 17 Jahren und neun Monaten bei einem Wirtshausstreit einem Gast mit der Faust ein Brillenglas ins Auge geschlagen, worauf dieser einen 90prozentigen Verlust der Sehkraft des Auges erlitt. Der junge Mann wurde wegen dieser und einer zuvor begangenen Tat zu einer Jugendstrafe verurteilt. Dem Schmerzensgeldanspruch des Klägers, der den Vater wegen Verletzung seiner Aufsichtspflicht angeklagt hatte, wurde allerdings nicht stattgegeben.

      Sonnenschein

      ◆ Wo scheint in Europa die Sonne am längsten? Den europäischen Spitzenwert meldet nicht das südliche Sizilien mit 2 560 Stunden, sondern das viel nördlicher gelegene Korsika mit 2 790 Stunden Sonnenschein im Jahr. Die Breitengrade allein bestimmen somit nicht die Länge der Sonnenzeit. Im Südschwarzwald — rund um Freiburg — scheint die Sonne sogar 1 790 Stunden im Jahr und damit länger als in Meran (1 710 Stunden) und Mailand (1 630 Stunden). Die kürzeste Sonnenzeit in Deutschland meldet der Regierungsbezirk Detmold mit 1 350 Stunden, und den besten Wert hat West-Berlin mit 1 820 Stunden.

      Begehrter Mist

      ◆ In Ostafrika blüht der Schwarzhandel mit dem Mist von Zirkustieren. Dieser „Rohstoff“ wird von Medizinmännern für die Herstellung traditioneller Heilmittel benötigt. Er ist jetzt knapp, weil Elefanten und Löwen in freier Wildbahn selten geworden sind. Ein regelrechtes Wettrennen um den Dung der Zirkustiere habe es bei einem Gastspiel des europäischen Gemini-Zirkus in Kisumu am Victoriasee gegeben, meldet die Süddeutsche Zeitung. Hundert Gramm reiner Elefantendung hätten gut eine Mark gekostet. Der knappere Löwendung soll noch für die doppelte Summe reißenden Absatz gefunden haben.

      Ein Schluck Wasser war tödlich

      ◆ Der Tod des Filmproduzenten Gianni Buffardi im letzten Jahr in Rom sorgte für erhebliches Aufsehen. Der 49jährige hatte bei einem kurzen Bad im Tiber unfreiwillig etwas Wasser geschluckt und war dann an der von Ratten übertragenen Infektionskrankheit Leptospirosis gestorben. An einem heißen römischen Sommertag hatte Buffardi nach einem Sonnenbad am Tiber einer Abkühlung im Fluß nicht widerstehen können, obwohl das Baden in dem völlig verschmutzten Fluß seit langem verboten ist. Kurz darauf befiel ihn heftiges Fieber. Im Krankenhaus wurde er an eine künstliche Niere angeschlossen, aber alle ärztlichen Bemühungen waren umsonst.

  • Betrachten Sie diesen Garten. Wissen Sie, was Gott darin noch vermißte?
    Erwachet! 1980 | 22. Mai
    • Betrachten Sie diesen Garten. Wissen Sie, was Gott darin noch vermißte?

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