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Wie geht es vor sich?Erwachet! 1974 | 22. April
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Mutationen geschädigt werden? Und lassen die Tatsachen nicht erkennen, daß vorteilhafte Veränderungen lediglich Varietäten innerhalb einer Grundart hervorbringen?
Wir möchten das Thema „Mutationen“ — die Hauptstütze der Evolutionshypothese — mit einem Zitat aus dem Aufsatz Professor Moores von der Universität des Staates Michigan abschließen:
„Als Fehler, als Unfälle, haben die erblichen Abänderungen im wesentlichen einen Verlust zur Folge; sie bewirken eine Entartung oder Degeneration bekannter körperlicher Merkmale. Es kann ohne weiteres bewiesen werden, daß die meisten Genmutationen den Verlust der Entwicklungsfähigkeit und der Fortpflanzungsfähigkeit zur Folge haben, ja sogar den Tod nach sich ziehende Letalfaktoren. ...
Jemand mag nun ,vorteilhafte‘ Genmutationen erwähnen. Eine Veränderung der Farbe bei Motten oder eine Änderung der Nahrungsverwertung bei Bakterien mag angeführt werden als Ergebnis ,vorteilhafter‘ Genmutationen. Diese Veränderungen bei Motten oder Bakterien sind aber innerhalb einer Art von Lebewesen geblieben und haben keine Artgrenze überquert.
Nach peinlich genauen Untersuchungen und Analysen muß von jeder dogmatischen Behauptung ..., Genmutationen wären das Rohmaterial für den Evolutionsprozeß ..., erklärt werden, sie sei ein Märchen.“
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Das Zeugnis der LebewesenErwachet! 1974 | 22. April
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Das Zeugnis der Lebewesen
WENN wir einen Blick auf die Pflanzen- und Tierwelt werfen, sehen wir dann, daß sich eine Art in eine andere umwandelt? Sind die „niedrigeren“ Tiere und Pflanzen mit den „höheren“ durch eine aufsteigende Reihe von Formen verbunden?
Wenn es einen Evolutionsvorgang gegeben hat, sollten solche Bindeglieder vorhanden sein. Wenn aber das, was die Bibel sagt, wahr ist, sollte man keine solchen Bindeglieder finden.
Was stellen wir fest, wenn wir die heutige Pflanzen- und Tierwelt betrachten? Können wir beobachten, daß sich eine Art allmählich in eine andere umwandelt?
In dem Buch Processes of Organic Evolution (Evolutionsprozesse) — der Verfasser verficht die Evolutionstheorie — lesen wir: „Es sei ausdrücklich erwähnt, daß noch kein Biologe die Entstehung einer bedeutenden Organismengruppe durch Evolution beobachtet hat.“
Warum nicht? Warum hat noch nie jemand die Entwicklung einer bedeutenden Organismengruppe gesehen?
Die Evolutionisten beantworten diese Frage mit dem Hinweis, ein solcher Entwicklungsvorgang nehme Millionen von Jahren in Anspruch und der Mensch lebe nicht lange genug, um die Evolution zu beobachten. Aber eine solche Schlußfolgerung ist kein Beweis. Sie ist höchstens eine „Vermutung“. Wenn wir uns auf die Tatsachen beschränken, erhalten wir eine andere Antwort.
Keine Übergangsformen
Heute kann man bei den Pflanzen und Tieren keine solche Evolution beobachten, weil alle Lebensformen vollständig sind. Man sieht keine Lebewesen, die sich in einem Übergangsstadium befinden, die sich zu einer anderen Art entwickeln. Nirgendswo findet man unvollständige Organismen oder Gliedmaßen, die sich zu etwas anderem entwickeln. Augen, Ohren, Flügel, Hände, Füße oder andere Organe oder Bildungen, ganz gleich, wo man sie sieht, sind niemals in einem „Übergangsstadium“. Sie sind vollständig und sind dem Organismus, von dem sie ein Teil sind, von Nutzen.
Von einigen wurde behauptet, daß Organe wie der Wurmfortsatz und die Mandeln verkümmerte Organe seien, die stammesgeschichtlich früher größere Bedeutung gehabt hätten. Aber vermehrte Forschungen haben ergeben, daß es sich bei diesen Organen keineswegs um rudimentäre Organe handelt, sondern daß sie eine ganz bestimmte Aufgabe erfüllen. Das Problem war aufgetreten, weil man bis vor kurzem die Funktion dieser Organe nicht kannte.
Auch Charles Darwin, der „Vater“ der modernen Evolutionstheorie, bemerkte, daß es keine Übergangsformen gibt. Vor mehr als hundert Jahren schrieb er in Die Entstehung der Arten:
„Wenn die Arten durch unmerkliche Übergänge aus anderen Arten entstanden sind, warum finden wir dann nicht überall Übergangsformen? Warum besteht dann nicht in der Natur ein wirres Durcheinander von Formen, anstatt daß die Arten, wie wir sehen, wohl abgegrenzt sind?“
Darwin beantwortete diese Fragen, indem er erklärte, diese Übergangsformen wären schon alle ausgerottet. Leuchtet das ein? Sollten wir nicht erwarten, daß wenigstens einige Übergangsformen zu sehen wären, da ja gesagt wird, die Evolution sei immer noch im Gange?
Warum keine Übergangsformen zu finden sind
Warum sind unter den Pflanzen und Tieren keine Übergangsformen zu finden? Weil es keine gibt! Eine Art wandelt sich nicht in eine andere um, sondern jede Art bleibt innerhalb ihrer Grenzen.
Während es innerhalb jeder Art große Variationsmöglichkeiten gibt, bleiben doch die verschiedenen Arten voneinander getrennt. Die Kluft, die sie trennt, hat kein Wissenschaftler je überbrücken können. Worin besteht diese Kluft? Es ist die Reproduktionsbarriere zwischen den Grundarten.
Folgendes diene als Beispiel: Bei den Menschen gibt es die verschiedensten Größen, Körperformen, Haut-, Haar- und Augenfarben. Es gibt kaum zwei Personen, die ganz genau gleich aussehen. Von den 3,8 Milliarden Menschen, die jetzt auf der Erde leben, haben nur wenige, wenn überhaupt einige, die gleichen Tastlinien an den Fingerspitzen. Aber die Menschen mögen noch so verschieden sein, überall werden sie ohne weiteres als Glieder der Menschheitsfamilie erkannt.
Alle Menschen können trotz dieser Verschiedenartigkeit untereinander heiraten und Kinder hervorbringen. Aber der Mensch kann sich mit keinem Tier paaren und Nachkommen hervorbringen. Der Mensch kann sich nur fortpflanzen, wenn er innerhalb seiner Art bleibt, innerhalb des Menschengeschlechts. Wenn er versucht, die Grenze seiner Art zu überschreiten, kann er sich nicht fortpflanzen. Von dieser Regel gibt es keine Ausnahme.
Was die Züchtungsversuche zeigen
Wissenschaftler haben versucht, durch Züchtungsexperimente die verschiedenen Tier- und Pflanzenformen unbegrenzt zu verändern. Sie wollten ermitteln, ob sie mit der Zeit neue Lebensformen entwickeln könnten. Mit welchem Ergebnis? In der englischen Ärztezeitschrift On Call wurde berichtet:
„Bei Züchtungsversuchen stellen die Züchter gewöhnlich fest, daß sie nach wenigen Generationen ein Optimum erreichen, über das hinaus eine Verbesserung unmöglich ist; auch sind keine neuen Arten entstanden, die mit der Elternform nicht fortpflanzungsfähig gewesen wären, die sich aber mit anderen Individuen der gleichen Art hätten fortpflanzen können. Die Züchtung stützt somit die Evolutionshypothese nicht, sondern widerlegt sie eher.“
Der Jurist Norman Macbeth, der sich eingehend mit dieser Materie beschäftigt hat, kam zum gleichen Schluß. Er schrieb:
„Obschon das Thema [von Evolutionisten] selten behandelt wird, sind doch angesehene Wissenschaftler der gleichen Meinung wie ich. So erklärte [Loren] Eiseley: ,Sorgfältige Züchtungen lassen erkennen, daß sie, ganz gleich, welche Verbesserungen der guten Eigenschaften der Rennpferde oder des Kohls damit erzielt werden mögen, nicht das Mittel zu endlosen biologischen Abweichungen — was Evolution ist — sind. In dieser Situation liegt eine große Ironie, denn die Züchtung ist häufiger als jeder andere einzelne Faktor als Argument dafür, daß eine Evolution stattgefunden habe, angeführt worden‘ ...
Professor [Edward] Deevey spricht kurz und bündig von ,der Artenschranke‘ ..., dann gesteht er den Bankrott dieser Theorie: ,Durch Kreuzungszüchtung und Selektion innerhalb der Artengrenze oder innerhalb eines größeren Kreises engverwandter Arten wie beim Weizen sind erstaunliche Ergebnisse erzielt worden. Aber Weizen ist immer noch Weizen und nicht beispielsweise Lauch; und sowenig wir bewirken können, daß Hühner zylinderförmige Eier legen, sowenig können wir erreichen, daß sich an Schweinen Flügel entwickeln.‘“
Die Grundarten der Lebewesen zeigen somit eine erstaunliche Unveränderlichkeit. Auch durch die intensivsten Züchtungsversuche gelingt es nicht, sie über einen gewissen Punkt hinaus zu verändern. Wenn eine Form zu stark verändert wird, kann sie sich nicht mehr fortpflanzen. Ein Beispiel dafür ist das Maultier, eine Kreuzung zwischen Eselhengst und Pferdestute. Das Maultier hat offensichtlich die äußere Grenze der Pferdeart erreicht, denn es ist gewöhnlich nicht fortpflanzungsfähig.
Versuche und Beobachtungen der Vorgänge in der freien Natur lassen erkennen, daß innerhalb der Grundarten eine große Vielfalt und Anpassungsfähigkeit vorhanden ist, daß aber Pflanzen und Tiere sich niemals so verändern, daß sie beginnen, sich in etwas anderes umzuwandeln.
Das sollte eigentlich nicht so sein, wenn es eine Evolution gegeben hat. Doch genau das ist zu erwarten, wenn der Schöpfungsbericht der Bibel stimmt und alle Lebewesen „nach ihrer Art“ erschaffen worden sind und sich „nach ihrer Art“ fortpflanzen.
Der Evolutionist Isaac Asimov gibt zu, daß das durch die Tatsachen bewiesen wird, indem er schreibt:
„Bei allen Nutztieren und allen Nutzpflanzen kann man feststellen, daß Leben nur aus Leben hervorgeht. ...
Genauer ausgedrückt: Leben wird nur von ähnlichem Leben hervorgebracht. ... Jede Lebensform bringt Junge ihrer Art hervor; jede Lebensform ist von Eltern geboren worden, die so sind wie sie; jede stammt von einer langen Reihe (die zeitlich unbegrenzt ist) von Geschöpfen ab, die der gleichen Art angehören wie sie.“
Wie steht es mit der Menschheit? Auch für sie gilt dasselbe, wie das Zeugnis sämtlicher geschichtlicher Aufzeichnungen zeigt. In dem Buch Statement on Race schreibt Ashley Montague:
„Die Wissenschaftler sind sich im allgemeinen darin einig, daß die Menschheit eins ist: daß alle Menschen ein und derselben Art angehören ... Ferner sind sie sich im allgemeinen darin einig, daß alle Menschen wahrscheinlich von der gleichen Familie abstammen. ...
Der Ausspruch des heiligen Paulus ,Gott hat aus einem Blut jede Nation der Menschen gemacht, um auf dem ganzen Erdboden zu wohnen‘ ist in absoluter Übereinstimmung mit den wissenschaftlichen Forschungsergebnissen.“
Auch Professor Moore schreibt: „Es gibt absolut keinen experimentellen Beweis dafür, daß sich eine Tierform in eine andere Tierform umwandelt; aber es gibt auch keinen Beweis dafür, daß sich eine Pflanzenform in eine andere Pflanzenform umwandelt ... Die einzigen Veränderungen, die zu Recht als Ergebnis einwandfreier wissenschaftlicher Methoden gelten dürfen, sind die erblichen Veränderungen INNERHALB der Tierarten oder -formen oder INNERHALB der Pflanzenarten oder -formen.“
Was der Fossilbericht offenbart
Interessant ist auch das, was Professor Moore über die Pflanzen und Tiere schreibt, die in der Vergangenheit gelebt haben und nun ausgestorben sind:
„Die erstrangige geschichtliche Quelle, der Fossilbericht, liefert absolut keinen ... Beweis für eine tatsächliche Verbindung zwischen diesen Arten. Man hat keine fossilen Übergangsformen gefunden. Der Grund dafür ist wahrscheinlich das gänzliche Fehlen solcher fossilen Formen. Sehr wahrscheinlich hat es nie Bindeglieder zwischen den Tierarten und/oder Bindeglieder zwischen den Pflanzenarten gegeben.“
So lautet das Zeugnis, nachdem man über hundert Jahre lang nach fossilem Belegmaterial gesucht hat. Der Fossilbericht zeigt heute noch dasselbe wie vor über hundert Jahren, als Darwin erklärte: „Da aber nach dieser Theorie [der Evolutionstheorie] unzählige Übergangsformen bestanden haben müssen, warum finden wir denn nicht eine Menge solcher in den Schichten der Erdrinde eingebettet?“
Er erklärte diese Schwierigkeit mit dem Hinweis, daß der Fossilbericht unvollständig sei. Aber nach mehr als einem Jahrhundert fleißig betriebener Forschung kann diese Erklärung nicht mehr als stichhaltig gelten. Der Fossilbericht ist heute recht umfangreich, dennoch beweist er dasselbe, was die lebenden Tiere und Pflanzen beweisen: Lebewesen pflanzen sich nur „nach ihrer Art“ fort. Keine Art wandelt sich in eine andere Art um.
Ferner sagte Darwin: „Wenn wirklich zahlreiche zur selben Gattung oder Familie gehörige Arten mit einemmal ins Leben getreten wären, so müßte das meiner Theorie der Entwicklung durch natürliche Zuchtwahl gefährlich sein.“ Was zeigt das Zeugnismaterial? Professor Moore berichtet:
„Das 1967 auf Veranlassung der Geologischen Gesellschaft von London und der Paläontologischen Vereinigung Englands von rund 120 Wissenschaftlern — alles Spezialisten — erarbeitete Werk Der Fossilbericht, das 30 Kapitel hat und über 800 Seiten umfaßt, enthält den Fossilbericht über Pflanzen und Tiere, die in ungefähr 2 500 Gruppen unterteilt sind. ...
Aufgrund dieser Tafeln kann man folgende Schlüsse ziehen: Jede wichtige Pflanzen- und Tierform oder -art hat eine Geschichte, die von allen übrigen Formen oder Arten getrennt und verschieden ist!!!
Im Fossilbericht erscheinen die Pflanzen- und Tiergruppen plötzlich. ... Wale, Fledermäuse, Pferde, Primaten, Elefanten, Hasen, Eichhörnchen usw. sehen bei ihrem ersten Auftauchen genauso aus wie heute. Es gibt keine Spur eines gemeinsamen Vorfahren, noch weniger eines Bindegliedes zu irgendeinem Reptil, dem angeblichen Vorfahren. ...
Und die Verfechter der Allgemeinen Evolutionstheorie, die mit den Tatsachen der Paläontologie vertraut sind, geben zu, daß zwischen allen höheren Kategorien eine Kluft besteht. Sie geben zu, daß der Fossilbericht diese unbestreitbare Tatsache klar erkennen läßt.“
Das wird von den Evolutionisten wirklich zugegeben. G. L. Stebbins schreibt zum Beispiel in dem Buch Processes of Organic Evolution (Evolutionsprozesse) über die Fossildokumentation bezüglich des Ursprungs und der Entwicklung der Hauptgruppen der Tiere und Pflanzen: „Die Evolutionisten sind vor allem davon beeindruckt, wie unvollkommen die fossile Dokumentation ist.“ Er spricht von „großen Lücken“ und davon, daß der „Fossilbericht unvollständig“ und „tendenziös“ sei.
Ferner schreibt er: „Die Fossildokumentation ist jetzt umfangreich und wird noch ständig vergrößert.“ Es stehen also genügend Fossilien zur Verfügung, um Schlüsse ziehen zu können. Aber Übergangsformen, die es gegeben haben müßte, wenn durch einen Entwicklungsvorgang aus einer Gruppe eine andere entstanden wäre, sind nirgends zu finden.
Das wird auch in bezug auf kleinere Lebensformen zugegeben. Isaac Asimov schreibt: „Obwohl der Einzeller im Vergleich zu einem Menschen oder auch nur zu einer Auster primitiv erscheint, muß er an der Spitze einer langen Entwicklungsreihe stehen, von der keine Spur übriggeblieben ist.“ Und über die höheren Formen schreibt er: „Die Chordaten und Stachelhäuter stammen vielleicht von einem gemeinsamen Vorfahren ab, von dem uns nichts überliefert worden ist“ (Kursivschrift von uns).
Wir verstehen jetzt, warum Stebbins bedauernd schreibt: „Der Evolutionist, der erfahren möchte, wie die Hauptgruppen der Pflanzen und Tiere entstanden sind, findet im Fossilbericht keinen Aufschluß darüber.“
Und der Evolutionist Edmund Samuel, außerordentlicher Professor der Biologie am Antioch College (Ohio), gibt folgendes zu: „Die Evolutionshypothese ist keine überzeugende wissenschaftliche Erklärung für das Vorhandensein der verschiedenen Lebensformen. ... Das ist so, weil die Daten nur als Indizien zu betrachten sind und weil keine genaue Analyse ... des Fossilberichts die Evolutionsthese direkt stützen kann“ (Order: In Life, 1972, S. 120).
Zu welchem Schluß kommst du, wenn du ehrlich sein willst, nachdem du die Tatsachen über die lebenden und die fossilen Tiere und Pflanzen gehört hast? Stützen die Tatsachen eine allmähliche Entwicklung einer Art aus der anderen, oder stützen sie das, was die Bibel sagt, nämlich, daß Gott verschiedene Pflanzen- und Tierarten geschaffen hat und daß sie sich nur „nach ihrer Art“ fortpflanzen?
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Wie steht es mit den „Affenmenschen“?Erwachet! 1974 | 22. April
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Wie steht es mit den „Affenmenschen“?
ABER wie steht es mit den in den vergangenen Jahren verbreiteten Meldungen über die Auffindung fossiler Knochen affenartiger Menschen? Beweisen solche Funde nicht, daß die Affen und der Mensch durch Zwischenformen miteinander verbunden sind?
Wenn das stimmen würde, warum gibt es dann heute noch „weniger entwickelte“ Affen und keinen einzigen Vertreter der „Affenmenschen“-Typen, die angeblich höher entwickelt waren? Sollte nicht wenigstens einer dieser höher entwickelten Typen die weniger entwickelten überlebt haben? Heute gibt es eine große Zahl von Schimpansen, Pavianen, Orang-Utans, Gorillas und anderen Affen, aber keine höher entwickelten „Affenmenschen“.
Wenn es einen Entwicklungsvorgang gegeben hat, so ist es merkwürdig, daß sämtliche „Bindeglieder“ zwischen den Affen und dem Jetztmenschen ausgestorben sind, während die Menschenaffen, die nicht so hoch entwickelt sind, überlebt haben. Betrachtet man die Sache aber vom Standpunkt der Bibel aus, so ist es ganz und gar nicht befremdend. Die Bibel zeigt, warum es heute keine solchen Bindeglieder gibt: Es hat sie nie gegeben.
Die gewaltige Kluft
Es ist unbestreitbar, daß wir heute eine gewaltige Kluft zwischen Mensch und Tier sehen. In dem Werk Artbegriff und Evolution, verfaßt von dem Harvardprofessor Ernst Mayr, der Evolutionist ist, lesen wir:
„Keinen tragischeren Irrtum könnte es geben als von Homo [von dem Menschen] zu sprechen als ,bloß als ein Tier‘! Der Mensch ist einzigartig. Er unterscheidet sich von allen anderen Organismen durch zahlreiche Besonderheiten wie Sprache, Tradition, Kultur und eine enorm verlängerte Dauer von Wachstum und elterlicher Fürsorge“ (S. 488).
Man kann die Einzigartigkeit des Menschen nicht mit dem Evolutionsvorgang erklären, denn jener Vorgang hätte zweifellos wenigstens ein paar Lebewesen hervorbringen müssen, die ähnliche Eigenschaften gehabt hätten wie der Mensch. Aber das ist nicht der Fall. Von allen Geschöpfen auf der Erde kann nur der Mensch abstrakt denken, komplizierte Sprachen sprechen, Wissen erwerben und darauf aufbauen und dieses größere Wissen an seine Kinder weitergeben. Nur der Mensch erfindet und verbessert Werkzeuge. Nur er hat Verständnis für Schönheit, nur er komponiert Musik und malt Bilder.
Ferner unterscheidet sich der Mensch vom Tier durch sein angeborenes Sittlichkeitsempfinden. Dieses Empfinden kann allerdings entarten, oder der Mensch kann trotz seines Empfindens anders handeln, aber er hat außerdem ein Gewissen. Deshalb gibt es in allen menschlichen Gesellschaften, auch in den atheistischen, Sittengesetze und Gesetze, die das Menschenleben sowie Eigentumsrechte und auch andere Rechte schützen. Aber in der Tierwelt sehen wir nirgends die Auswirkung eines solchen Gewissens.
Ja, es wird allgemein zugegeben, daß heute eine gewaltige Kluft zwischen Mensch und Tier besteht. Aber hat sie immer bestanden? Wie steht es mit den „Affenmenschen“, die in vergangenen Zeiten gelebt haben sollen?
Fossile „Affenmenschen“
Gemessen an all den Berichten, die in Zeitungen, Zeitschriften und Büchern erschienen sind, und an den Plastiken und Bildern, die in Museen ausgestellt sind, könnte man meinen, es gäbe viele Beweise dafür, daß sich der Jetztmensch aus einem affenartigen Geschöpf entwickelt habe. Das wird von dem arglosen Publikum im allgemeinen geglaubt. Ist es aber wirklich so?
Richard Leakey, ein bekannter Anthropologe und Leiter des Landesmuseums in Kenia, sagte vor kurzem: „Der Anthropologe verfügt über so geringe Beweise, auf die er seine Schlußfolgerungen stützen kann, daß er sich häufig gezwungen sieht, anders zu schlußfolgern. Die Interpretationen bleiben somit stets unsicher.“
Aber obschon die Fossildokumentation lückenhaft ist, haben die Evolutionisten in den letzten Jahren übereinstimmend erklärt, der Mensch stamme von einem affenähnlichen Wesen ab. Ein wichtiges Bindeglied in ihrer Kette war der sogenannte Australopithecus. Knochenreste von diesem Geschöpf wurden in Afrika gefunden. Es hatte eine kleine Hirnkapsel und große Kiefer und wurde als ein vornübergeneigtes, äffisch aussehendes Wesen dargestellt.
Die Evolutionistin Ruth Moore schrieb darüber: „Alles deutete darauf hin, daß der Mensch schließlich seine lange unbekannt gewesenen frühen Ahnen gefunden hatte.“ Sie erklärte nachdrücklich: „Die Beweise waren überwältigend ..., man hatte das fehlende Bindeglied endlich gefunden.“ Im Jahre 1971 schrieb die New York Times: „Aus dem Australopithecus ... entwickelte sich schließlich der Homo sapiens oder Jetztmensch.“
Der Evolutionist G. L. Stebbins schrieb ebenfalls: „Die Australopithecinen waren die unmittelbaren Vorfahren des Homos [Menschen].“ Die meisten Wissenschaftler, die sich mit der Evolutionsforschung befassen, teilten diese Meinung. In der Zeitung Los Angeles Times (1972) konnte man lesen: „Nach der gegenwärtigen Evolutionstheorie hat sich der Homo sapiens — Jetztmensch — im Laufe der vergangenen Millionen Jahre aus dem Australopithecus entwickelt, einem jetzt ausgestorbenen Wesen, das körperliche Merkmale des Affen und des Menschen vereinigte.“
Kann man aber sagen, der Jetztmensch sei mit einem affenartigen Wesen verwandt, nur weil zwischen seinem Knochenbau und dem dieses Wesens eine Ähnlichkeit besteht? Das wäre so, als würde heute jemand die Knochen eines Schimpansen, der vor kurzem gestorben ist, untersuchen und gleich darauf die eines Menschen, der ebenfalls erst kurze Zeit tot ist, und dann schlußfolgern, daß der eine direkt vom anderen abstammte. Er könnte das zwar behaupten, doch es wäre einfach nicht wahr.
Eine erschütterte Theorie
Aber eine Theorie, für die keine stichhaltigen oder überhaupt keine Beweise erbracht werden können oder für die nur oberflächliche Gründe ins Feld geführt werden können, bricht früher oder später zusammen. Theorien über angebliche „Affenmenschen“ ist es schon oft so ergangen. Jetzt mag es der Theorie über den Australopithecus so ergehen, nur wenige Jahre nachdem dogmatisch behauptet wurde, er sei das wichtigste aller Bindeglieder.
Gegen Ende des Jahres 1972 fanden Richard Leakey und sein Team in Afrika Schädel und Beinknochen eines Geschöpfes, das zur gleichen Zeit wie der Australopithecus gelebt haben soll. Aber dieses Geschöpf soll menschliche Merkmale gehabt haben!
Über den neuen Fund schrieb die in Nairobi (Kenia) erscheinende Zeitung East African Standard:
„Nicht nur Größe und Form des Gehirns dieses neuen Fundes, sondern auch die Gliedmaßenknochen, die von den Experten in dem archäologischen Gebiet von East Rudolf gefunden wurden, haben eine bemerkenswerte Ähnlichkeit mit denen des Jetztmenschen.
Diese Funde haben neues Licht auf die Theorie über die Entwicklung des Menschen geworfen. Es wird deshalb erforderlich werden, die Interpretation der bisher bekannten Frühmenschen vollkommen neu zu bewerten und zu ändern.“
Dieser Fund hatte zur Folge, daß Leakey Reportern erklärte, der Australopithecus könne „von unserer Ahnenreihe gestrichen werden“. Und die in New York erscheinende Zeitung Daily News meldete: „Leakey sagte, der Fund zwinge dazu, die jetzt allgemein anerkannte Theorie über die Entwicklung des Menschen fallenzulassen.“ Die Schlußfolgerung lautete: „Der Homo sapiens hat sich nicht aus dem Australopithecus entwickelt.“
In welchem Maße tierhaft?
Werden die Fossilien, die man in die Ahnenreihe des Menschen einordnet, ganz gleich, welche Namen sie tragen, nicht als affenartige, tierhafte und idiotisch dreinblickende Wesen rekonstruiert? Deutet das nicht auf eine Entwicklung aus affenartigen Vorfahren hin?
So werden sie zwar dargestellt, aber welche Grundlage hat man dafür? In der Schrift The Biology of Race wird gesagt: „Die Versuche der Paläontologen, fossile Menschen zu rekonstruieren, zeigen deutlich, daß vorausgesetzt wird, diese Wesen seien tierhaft und von primitiver Sittlichkeit gewesen.“ Ferner finden wir in der erwähnten Schrift folgenden Hinweis: „Die Hautfarbe und die Art der Behaarung muß derjenige, der die Rekonstruktion ausführt, aus eigener Phantasie hinzufügen.“
Das tierische Aussehen, das den Frühmenschen verliehen wird, beruht somit nicht auf Tatsachen, sondern auf der Annahme, daß sie so ausgesehen haben müssen, wenn sie von einem affenartigen Wesen abstammten. Wie zugegeben wird, sind diese Rekonstruktionen affenähnlich aussehender Wesen einzig und allein das Ergebnis der Phantasie, der Vorstellungskraft, der Wissenschaftler, die entschlossen sind, die Evolutionstheorie weiterhin hochzuhalten, auch wenn es bedeutet, die Öffentlichkeit zu täuschen.
Es ist unmöglich, aufgrund des Schädels oder anderer Knochen zu bestimmen, wie eine Person ausgesehen hat. Das ist so, ganz gleich, ob das Skelett eines Menschen nur vier Jahre oder viertausend Jahre alt ist. Augen, Ohren, Nase, Lippen, Haut und Haare — ja das ganze Äußere — sind bei Fossilien nicht erhalten.
Deshalb wird in der erwähnten Schrift bezüglich dieser äußeren Merkmale folgendes zugegeben: „Über diese Merkmale irgendeines der prähistorischen Menschen wissen wir absolut nichts.“ Wenn man das in Betracht zieht, kann dann gesagt werden, diese tierhaft aussehenden Rekonstruktionen würden auf Wahrheit beruhen?
Da aber in letzter Zeit der Beweis erbracht worden ist, daß viele der Frühmenschen auf einer verhältnismäßig hohen Kulturstufe standen, wandeln sich jetzt gewisse Auffassungen. In der Schrift The Biology of Race wird erklärt: „In jüngerer Zeit haben die Wissenschaftler, die solche Rekonstruktionsversuche machen, angefangen, den Frühformen des Menschen ein menschlicheres Aussehen zu verleihen.“ Und die New York Times meldete:
„Jetzt glaubt man, daß die Menschen, die von 32 000 v. Chr. bis etwa vor 10 000 Jahren über ganz Europa verstreut in Kalksteinhöhlen lebten, in ihrer Art ganz ähnlich waren wie wir. Einige Anthropologen behaupten sogar, sie wären größer als der Jetztmensch gewesen und hätten ein größeres Gehirn besessen.“
Wenn man die Beweise ehrlich beurteilt, so kommt man zu folgendem Ergebnis: Die gewaltige Kluft zwischen Mensch und Tier, die heute so deutlich zu sehen ist, hat es auch früher gegeben. Die Erklärung, der Mensch stamme von einem affenartigen Wesen ab, ist ein Märchen. Nach der englischen Zeitschrift New Scientist „ist das Beweismaterial auf dem Gebiet der Fossilienkunde so dürftig, daß sich unsere Theorien noch nicht von Phantasievorstellungen trennen lassen“.
Das, was die Tatsachen zeigen, ist die Wahrheit, nämlich: Gott hat Mensch und Tier getrennt erschaffen, und der Mensch pflanzt sich nur nach seiner Art fort. So pflanzt er sich heute fort, und so hat er sich auch in der Vergangenheit stets fortgepflanzt. Affenartige Wesen, die früher gelebt haben, gehören nicht zur Art des Menschen, sondern zu der der Affen. Bei den Fossilien des echten Menschen handelt es sich lediglich um andere Rassen, auch heute leben ja viele verschiedene Menschenrassen nebeneinander.
Das alles zeigt, daß die neuesten wissenschaftlichen Forschungsergebnisse die Evolutionstheorie absolut nicht stützen. Die Theorie hat den Angriffen, die diese Ergebnisse für sie darstellen, nicht standzuhalten vermocht, weil sie nicht wahr ist.
Aber die Evolutionstheorie wird noch aus anderen Gründen kritisiert. Es lohnt sich zum Beispiel, sorgfältig die Wirkung zu prüfen, die diese Theorie auf das moralische Verhalten der Menschen hat. Ferner erhebt sich die Frage: Welche Zukunftshoffnung bietet diese Theorie?
Die Antworten sind wichtig für dich.
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