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  • Läßt sich die Kriminalität durch Gesetze beseitigen?
    Erwachet! 1979 | 8. Oktober
    • von Kalifornien, Berkeley) wies auf diese Neigung des Menschen hin, als er sagte: „Nicht jeder respektiert das Strafgesetz, oder nicht jeder respektiert es in gleicher Weise. Dadurch, daß wir ein Gesetz erlassen, mögen wir ein Verhalten, das durch das Gesetz verboten wird, noch populärer machen.“

      Das zeigt, warum Staatsregierungen der Kriminalität durch Gesetze nicht beikommen können. Worin besteht denn die Hoffnung?

  • Wie die Kriminalität beseitigt wird
    Erwachet! 1979 | 8. Oktober
    • Wie die Kriminalität beseitigt wird

      Die Wurzeln des Problems

      DIE Voraussetzung für die Beseitigung der Kriminalität ist offensichtlich die Beseitigung der Sünde — jeder einzelne von uns muß von jeglicher Spur der Sünde frei werden. Gesetze können den beabsichtigten oder gewünschten Zweck nicht erfüllen, wenn sich die Menschen als einzelne nicht für die den Gesetzen zugrunde liegenden Prinzipien einsetzen. Wäre die Sünde aber beseitigt, so wäre die innere Bereitschaft vorhanden, aus Liebe und nach rechten Grundsätzen — das eigentliche Wesen des Gesetzes — zu handeln. Dann wäre kein Gesetz notwendig, das bestimmte unrechte Handlungen verbieten und mit Strafe bedrohen würde.

      Darüber heißt es in der Heiligen Schrift: „Das Gesetz [ist] nicht für einen gerechten Menschen öffentlich bekanntgegeben ..., sondern für Gesetzlose und Widerspenstige, für Gottlose und Sünder“ (1. Tim. 1:9). Ein gerechter Mensch, der keine unrechten Wünsche und Gedanken hegt, wird von „Natur“ aus tun, was recht ist.

      Um den Menschen diese Tatsache vor Augen zu führen, gab Gott den Israeliten das Gesetz und sorgte dafür, daß es in schriftlicher Form erhalten blieb, so daß wir es heute lesen können. Wenn wir unsere schlechte Lage klar erkennen, sind wir bereit, unsere Hoffnung auf Gottes Mittel, Gerechtigkeit zu erlangen, zu setzen. Nur Gott, der Souverän des Universums, kann ein solches Mittel für uns beschaffen. Er hat es getan, und alles ist ganz einfach.

      Gottes Vorkehrung, Gerechtigkeit zu erlangen

      In der Bibel wird Gottes Vorkehrung beschrieben. Sie ist für jeden einzelnen Menschen zugänglich. Da wir alle Sünder sind und von unseren Vorfahren — von dem sündigen Adam an — Unvollkommenheit ererbt haben, sind wir machtlos. Es gibt kein Gesetz, das uns retten könnte. Von Sünde können wir nur durch jemand frei werden, der unschuldig ist, aber die Strafe für unsere Sünden auf sich nimmt. Diesen Weg hat Gott eingeschlagen, indem er seinen Sohn als vollkommenen, gerechten Menschen zur Erde sandte. Wir lesen: „Denn da auf seiten des ‚Gesetzes‘ ein Unvermögen vorlag, während es durch das Fleisch schwach war, verurteilte Gott die Sünde im Fleische, indem er seinen eigenen Sohn in der Gleichheit des sündigen Fleisches und der Sünde wegen sandte“ (Röm. 8:3).

      Diese Tatsache wird vom Apostel Paulus und auch vom Apostel Petrus noch mehr verdeutlicht. Paulus schrieb: „Den [Christus], der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir in Gemeinschaft mit ihm Gottes Gerechtigkeit würden.“ Und Petrus schrieb: „Er [Christus] selbst trug unsere Sünden in seinem eigenen Leibe an den Stamm hinauf, damit wir mit Sünden nichts mehr zu tun hätten und der Gerechtigkeit leben könnten“ (2. Kor. 5:21; 1. Petr. 2:24).

      Doch selbst wenn wir Gottes Vorkehrung annehmen, indem wir Glauben an das Mittel, das er durch Christus beschafft hat, bekunden, werden wir von unserer Unvollkommenheit im Fleische nicht frei; wir gelangen indessen in ein gutes Verhältnis zu Gott. Wenn dann jemand von uns „eine Sünde begeht, so haben wir einen Helfer beim Vater, Jesus Christus, einen Gerechten. Und er ist ein Sühnopfer für unsere Sünden, doch nicht nur für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt“ (1. Joh. 2:1, 2). Somit haben alle Menschen — sofern sie wollen — die Gelegenheit, Glauben an Gottes Vorkehrung und seine Verheißungen zu bekunden.

      Darauf wird sich der Gläubige, so gut er kann, bemühen, nach den in der Bibel dargelegten rechten Grundsätzen zu handeln. Diese Grundsätze sind vor allem in den Christlichen Griechischen Schriften zu finden, die allgemein Neues Testament genannt werden. Wenn der Gläubige sündigt, wird ihm aufgrund des Loskaufsopfers vergeben, vorausgesetzt, er bereut und bittet Gott um Vergebung. (Vergleiche Psalm 51:1-7.) Danach setzt er alles daran, die Sünde nicht zu wiederholen. Er wird von Gott nicht aufgrund des mosaischen Gesetzes für schuldig erklärt und nicht gemäß diesem Gesetz verurteilt, denn Christen sind nicht verpflichtet, das Gesetz Mose zu halten (Gal. 5:18). Der Apostel Paulus erklärte, daß Gott uns hilft, indem er uns seinen Geist gibt. Über seinen Dienst schrieb er: „Der uns in der Tat hinreichend befähigt hat, Diener eines neuen Bundes zu sein, nicht eines geschriebenen Rechts, sondern des Geistes; denn das geschriebene Recht verurteilt zum Tod, der Geist aber macht lebendig“ (2. Kor. 3:6).

      Wie ist eine Welt ohne geschriebenes Recht oder ohne ein Gesetzbuch realisierbar, wenn selbst Personen, die an Christus glauben und sich bemühen, sein Beispiel nachzuahmen, sündigen? Christen erwarten, zur bestimmten Zeit vollkommen gemacht zu werden, indem sie von der Befleckung durch die Erbsünde frei werden. Sie beten um eine gerechte Welt, in der es kein „geschriebenes Recht“ gibt, mit den Worten: „Unser Vater in den Himmeln, dein Name werde geheiligt. Dein Königreich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auch auf der Erde“ (Matth. 6:9, 10). Wenn Gottes Wille wie im Himmel auch auf der Erde geschieht, wird alles auf der Erde vollkommen sein, so wie Gott es ursprünglich vorhatte, als er den Menschen schuf (1. Mose 1:26-28). Er hat verheißen, diesen Zustand herbeizuführen, indem er die Erde von allen Gesetzlosen säubern wird (Ps. 37:34). Wie es auf der Erde unter Gottes Königreich aussehen wird, zeigt die Schilderung in Offenbarung 21:3, 4: „Er [Gott] wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.“

      Wenn die Menschen Gott und ihren Nächsten lieben und nichts Schlechtes, sondern nur Gutes tun, wird kein Gesetzbuch notwendig sein. Wieso nicht? Weil Gottes Geist vorherrschen und die Menschen so leiten wird, daß sie von Herzen richtig handeln und nicht, weil ein geschriebenes Recht es fordert. In der Bibel wird der Einfluß des Geistes Gottes wie folgt beschrieben: „Die Frucht des Geistes [ist] Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Glauben, Milde, Selbstbeherrschung. Gegen solche Dinge gibt es kein Gesetz“ (Gal. 5:22, 23). Diese Eigenschaften brauchen nicht gesetzlich eingeschränkt oder geregelt zu werden. Die Bibel zeigt, daß es unter dem christlichen „Gesetz, das zur Freiheit gehört“, so sein wird (Jak. 1:25). Dieses Gesetz wird von Gott „in ihre Herzen“ geschrieben werden (Hebr. 8:10; 10:16). Je reichlicher die Früchte des Geistes hervorgebracht werden, desto größer wird der Friede sein. Das ist die Freiheit, die Gott denen verheißt, die durch Glauben seine Kinder werden (Röm. 8:21).

      [Bild auf Seite 13]

      Durch Glauben wird „die Schöpfung selbst auch von der Sklaverei des Verderbens frei gemacht werden ... zur herrlichen Freiheit der Kinder Gottes“ (Röm. 8:21).

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