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Wir beobachten die WeltErwachet! 1975 | 22. Oktober
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es eine geschlossene Abteilung eines heilpädagogischen Heimes zu geben, wo der Junge, dessen Karriere auch die Polizei machtlos gegenübersteht, untergebracht werden könnte.
Umstrittene Filme verderben die Jugend
◆ Nachdem Ende Juni vier Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren (darunter ein 13jähriges Mädchen) in Mönchengladbach den amerikanischen Katastrophenfilm „Erdbeben“ besucht hatten, schlug einer von ihnen, ein 15jähriger, vor: „Wir fahren jetzt auf eine Brücke und schmeißen Steine.“ Bald danach durchschlug ein dreizehn Pfund schwerer Pflasterstein die aus dickem Verbundglas bestehende Windschutzscheibe eines eine Brücke bei Mönchengladbach passierenden Autos. Dabei wurde der Hals der Ehefrau des Fahrers wie durch ein Geschoß zerfetzt und der Kiefer zertrümmert. Sie starb auf dem Weg ins Krankenhaus an den Folgen ihrer Verletzungen. Dazu sagte der Direktor des Psychologischen Universitäts-Instituts I in Köln, Professor Udo Undeutsch: „Mich plagt die Sorge, daß auch dieser Modellfall Schule machen wird, wie wir es bei den Flugzeugentführungen erlebt haben.“ Er sprach von einer „erdrückenden Fülle von Beweisen“, daß Gewaltdarstellungen „zu gleichartigen Handlungen anregen“.
Amerikas Geißel — Straßenverbrechen
◆ Der amerikanische Präsident Ford macht sich Gedanken darüber, was er gegen die erschreckende Verbrechensrate in den Vereinigten Staaten tun kann, die allein von 1973 bis 1974 um 17 Prozent zugenommen hat. Alles, was seine Vorgänger gegen diese Geißel unternommen hatten, die nach den Worten des neuen Justizministers Edward Levy „unsere große Gesellschaft zu zerstören droht“, war erfolglos. Wie sehr die Verbrechensfrage jetzt schon an den Nerv der amerikanischen Nation geht, enthüllen Umfragestatistiken: Jeder dritte Einwohner von Großstädten ist mindestens einmal in seinem Leben bestohlen, beraubt oder niedergeschlagen worden. Selbst in den Vorstädten der Metropolen hat jeder fünfte diese Erfahrung gemacht. Jeder sechste Amerikaner fühlt sich nachts nicht sicher in seinem eigenen Haus, selbst wenn es noch so verriegelt ist. Jeder zweite Amerikaner hat Angst, sich nachts aus seinem Haus zu wagen oder gar um den Block zu gehen. Die USA sind, wie es Präsident Ford vor kurzem in seiner Botschaft zur Verbrechensbekämpfung sagte, „weit davon entfernt, vor allem mit jener Art von Kriminalität fertig zu werden, die Amerika bei Tag und bei Nacht traumatisiert — den Straßenverbrechen“.
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Kranke WährungenErwachet! 1975 | 22. Oktober
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Kranke Währungen
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