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    Der Wachtturm 1964 | 1. April
    • halten und das Werk des Zeugnisgebens für Jesus innehaben.“ Damit sich diese Worte erfüllen konnten, mußte noch etwas anderes geschehen. Was denn? Satan, der Teufel, ist der „Gott dieses Systems der Dinge“ und somit auch der Gott des größeren Babylon, das zu diesem System der Dinge gehört. In diesem größeren Babylon hielt er die „Übriggebliebenen ihres Samens“, das heißt des Samens Zions, bis zum Ende des Ersten Weltkrieges (1918) gefangen. Nachdem er aus seiner Stellung im Himmel hinausgeworfen worden war, verfolgte er Gottes „Weib“, Zion, indem er die Übriggebliebenen ihres Samens auf der Erde verfolgte oder gegen sie Krieg führte.

      23. Was beweist die Tatsache, daß Satan nun gegen die Übriggebliebenen des Samens Christi Krieg führte?

      23 Was läßt uns das erkennen? Daß Satan, der nun aus dem Himmel hinausgeworfen war, seine Macht über die Übriggebliebenen ihres Samens verloren hatte. Auch seine Anbeterin, Babylon die Große, hatte keine Macht mehr über sie. Oder hätten der Teufel und Babylon gegen sie „Krieg führen“ müssen, wenn sie immer noch ihre Gefangenen gewesen wären? Nein, sie mußten gegen sie Krieg führen, weil sie befreit worden waren und nun „die Gebote Gottes halten und das Werk des Zeugnisgebens für Jesus“ durchführen konnten. Der Teufel versuchte sie dadurch wieder in die Gefangenschaft des größeren Babylon zurückzuführen.

      24. Wann wurde Gottes Volk aus Groß-Babylon befreit, und welche bedeutende Tatsache wird dadurch bestätigt?

      24 Wir müssen die Angelegenheit im Lichte der Tatsachen verfolgen. Wann wurden die christlichen Zeugen gemäß den Tatsachen aus dem der Teufelsanbetung ergebenen größeren Babylon befreit? Im Frühjahr 1919, denn damals begannen sie die Botschaft von Gottes messianischem Königreich furchtlos auf der ganzen bewohnten Erde, allen Nationen zu einem Zeugnis, zu predigen und dadurch die für die Gegenwart gültigen Gebote Gottes zu halten sowie für Jesus, den inthronisierten Messias, Zeugnis abzulegen. Sie verdankten ihre Befreiung einzig und allein Jehova und seinem messianischen König, Jesus Christus, dem größeren Kores. Was bedeutete das? Für welch bedeutende Tatsache war das ein offenkundiger Beweis? Dafür, daß Satan, der Teufel, der Gott des größeren Babylon, aus dem Himmel hinausgeworfen und Groß-Babylon gefallen war.

      25. (a) Warum heißt das nicht, daß Groß-Babylon damals vernichtet wurde, und welches Beispiel hilft uns verstehen, was unter seinem Sturz zu verstehen ist? (b) Wird es noch Jahrhunderte dauern, bis Groß-Babylon endgültig vernichtet wird?

      25 Groß-Babylon ist somit im Jahre 1919 gefallen. Das heißt aber nicht, daß es damals vernichtet worden wäre. Keineswegs! Es besteht heute noch und übt heute noch sein Königtum über die Könige der Erde aus. Jehovas christliche Zeugen aber sind aus ihm befreit worden. Ein Rückblick auf die Geschichte der alten Zeit wird uns helfen, die Sache besser zu verstehen. Er zeigt uns, daß die alte Stadt Babylon bei der Eroberung durch den Perser Kores den Großen (539 v. Chr.) nicht zerstört oder aus dem Dasein ausgelöscht wurde. Sie blieb noch Jahrhunderte stehen, ja sie stand sogar noch in den Tagen des christlichen Apostels Petrus, denn er besuchte die schon nicht mehr so bedeutende Stadt und schrieb von dort aus mindestens einen, wenn nicht sogar zwei Briefe. (1. Petr. 5:13) Heute ist von ihr aber nur noch ein trostloses Trümmerfeld zu sehen, mit dessen Ausgrabung 1899 begonnen wurde. So ähnlich ist 1919 auch das religiöse Groß-Babylon gefallen. Seine endgültige Vernichtung steht noch bevor. Wir sind aber überzeugt, daß wir nicht noch Jahrhunderte darauf warten müssen. Die Ereignisse überstürzen sich nun, und wir glauben bestimmt, die Vernichtung Groß-Babylons noch in unserer Generation zu erleben! Welche Freude dieses Ereignis für alle Boten der Befreiung sein wird!

  • Die „lieblichen Füße“ der Boten
    Der Wachtturm 1964 | 1. April
    • Die „lieblichen Füße“ der Boten

      1. Besonders seit wann sind die Boten der Befreiung ausgesandt worden, und welche ähnliche Situation herrschte nach den Worten des Apostels Paulus in seinen Tagen?

      SEIT dem Jahre 1919 sind Boten der Befreiung ausgesandt worden. Wir finden dafür eine Parallele in den Tagen der christlichen Apostel. Der Apostel Paulus sagte damals: „‚Denn jeder, der den Namen Jehovas anruft, wird gerettet werden‘. Doch wie werden sie den anrufen, an den sie nicht geglaubt haben? Wie aber werden sie an den glauben, von dem sie nicht gehört haben? Wie aber werden sie hören, ohne daß jemand predigt? Wie aber werden sie predigen, wenn sie nicht ausgesandt worden sind, wie geschrieben steht: ‚Wie lieblich sind die Füße derer, die gute Botschaft guter Dinge verkünden!‘“ — Röm. 10:13-15, zitiert aus Joel 2:32 und Jesaja 52:7.

      2. Auf welche drei Zeitperioden bezieht sich die Prophezeiung über die Befreiung in Jesaja, Kapitel 52?

      2 Der Apostel Paulus zitierte unter Inspiration aus dem 52. Kapitel der Prophezeiung Jesajas, wo von den Boten die Rede ist, die Zion oder Jerusalem die Botschaft der Befreiung übermitteln sollten. Diese Prophezeiung erfüllte sich im sechsten Jahrhundert v. Chr. in erster Linie an der buchstäblichen, irdischen Stadt Zion oder Jerusalem. Pauli Bezugnahme auf diese Prophezeiung beweist jedoch, daß noch eine größere, umfassendere Erfüllung zu erwarten war, nämlich an dem größeren, dem himmlischen Zion, dem Jerusalem droben. Auch in den Tagen der Apostel Christi erfüllte sie sich noch nicht vollständig. Ihre völlige, endgültige Erfüllung war erst in unseren Tagen fällig.

      3. Mit welchen Worten forderte Jesaja unter Inspiration Zion auf, sich frei zu machen?

      3 Als ob wir damals, im sechsten Jahrhundert v. Chr., lebten, hören wir die prophetischen Worte Jesajas, die an die buchstäbliche, irdische Stadt gerichtet waren: „Wache auf; wache auf; kleide dich, Zion, in deine Macht! Kleide dich in deine Prachtgewänder, Jerusalem, du heilige Stadt! Denn hinfort wird kein Unbeschnittener und kein Unreiner in dich eintreten. Schüttle den Staub von dir ab, stehe auf, setze dich hin, Jerusalem! mache dich los von den Fesseln deines Halses, du gefangene Tochter Zion!“

      4. Wann begannen sich diese Worte an Israel im Vorbild zu erfüllen, warum dann, und warum nicht vorher?

      4 Im Jahre 537 v. Chr. lag die buchstäbliche Stadt Zion oder Jerusalem, die von den babylonischen Heeren zerstört worden war, immer noch in Trümmern. Sie wurde aber durch ihre noch lebenden Bürger und durch andere Israeliten, über die sie bis zum Jahre 607 v. Chr. geherrscht hatte, vertreten. An diese Kinder Zions waren die angeführten Worte aus Jesaja 52:1, 2 gerichtet, die voraussagten, was diese Übriggebliebenen auf Gottes Befehl tun würden. Diese Worte erfüllten sich an Zion oder Jerusalem aber nicht vor der Einnahme Babylons (539 v. Chr.) durch Kores, den Perser. Die gefangenen Israeliten oder Juden wurden nicht aufgefordert, einen Fluchtversuch zu unternehmen und sich selbst zu befreien, bevor Babylon fallen würde. Sie sollten warten, bis Babylon gefallen wäre und sein Eroberer, Kores der Große, den Erlaß herausgegeben hätte, durch den sie aus der Gefangenschaft in Babylon befreit und die Erlaubnis erhalten würden, in ihre Heimat zurückzukehren, um den Tempel in Jerusalem zur Anbetung Jehovas wiederaufzubauen. Erst dann dürften

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