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Wir beobachten die WeltErwachet! 1980 | 8. Juni
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bis 40jährigen sind es schon 57 Prozent bei den 40- bis 50jährigen 55 Prozent und bei den über 50jährigen 64 Prozent. Auf die Frage „Wären für Sie gelegentliche Seitensprünge des Partners ein Trennungsgrund?“ haben 72 Prozent der Befragten mit „Ja“ oder „wahrscheinlich“ geantwortet.
„Supermacht“ Frankreich?
◆ „Frankreich, nach eigener Einschätzung drittstärkste Atommacht der Welt, will bis zum kommenden Jahrzehnt sowohl qualitativ wie quantitativ mit den atomaren Supermächten USA und Sowjetunion gleichziehen.“ Diesen Kommentar eines dpa-Korrespondenten konnte man vor kurzem im Wiesbadener Kurier lesen. Offenbar will Frankreich sein atomares Abschreckungsarsenal modernisieren, um die Supermächte einzuholen. Sogar über den Bau der Neutronenbombe wird jetzt in Frankreich offen gesprochen.
Ganz gleich, welche ehrgeizigen Ziele menschliche Regierungen verfolgen, sie werden doch schließlich von Gottes himmlischem Königreich abgelöst werden (Matth. 6:10).
Werden sie das Ruder „herumwerfen“ können?
◆ In einer Mitteilung an die Presse gab die Kommission der Europäischen Gemeinschaften Auszüge aus der Programmrede von Präsident Jenkins vor dem Europäischen Parlament am 12. Februar 1980 in Straßburg bekannt. Einleitend wies der Präsident darauf hin, daß wir „mit nichts Geringerem als dem Zerbrechen der wirtschaftlichen und sozialen Ordnung konfrontiert“ sind „auf die sich das Europa nach dem zweiten Weltkrieg gründete“. Der Präsident fuhr fort: „Wir haben unsere Industriegesellschaft auf dem Verbrauch von fossilen Brennstoffen, vor allem Erdöl, aufgebaut, und es ist gewiß, daß unsere Gesellschaft, wenn wir das Ruder nicht herumwerfen, solange noch Zeit dazu ist, von Erschütterungen und letztlich vom Zusammenbruch bedroht ist.“
Zu enge Jeans schaden
◆ Mediziner befürchten, daß die Orthopädie noch jahrzehntelang gezwungen sein wird, sich mit den Folgen der hautengen Jeans-Mode zu beschäftigen. Der Aufsatz eines Arztes in der Publikation Im Wartezimmer macht deutlich, daß das Tragen von extrem engen Jeans negative Auswirkungen auf Gang, Haltung und Körperzustand haben kann. Die sogenannte „Jeans-Haltung“ ist für die Lendenwirbelsäule und die Bandscheiben schädlich. „Am Anfang, solange der Schnitt dem üblichen Hosenschnitt entsprach, war gegen die Jeans noch nichts einzuwenden“, schreibt der Arzt. Aber schon sehr bald änderte sich das, und die Jeans wurden immer enger. „Wie immer erriet die Mode mit feinem Gespür auch hier die geheimsten Wünsche der Konsumenten und diktierte neue Formen.“ Schließlich wurden „Schritt und Gesäßweite ... so eng gehalten, daß die intimsten Körperformen plastisch hervortraten“. Ihren Gipfel erreichte diese Entwicklung mit den „Designer-Jeans“, die so extrem hauteng geschnitten sind, daß sie nur noch im Liegen und bei völliger Ausatmung angezogen werden können. Mannequins, die Designer-Jeans bei Modeschauen vorführen sollen, lassen sich sogar liegend auf dem Rücksitz des Wagens zu den Vorführungen fahren, weil eine sitzende Haltung sie zu sehr anstrengen würde.
Disco: „Supermarkt der Gefühle“
◆ Seitdem die Discowelle auch in der Bundesrepublik Deutschland grassiert, ziehen die Diskotheken am Wochenende Millionen Jugendliche an. „Flucht in den schönen Schein“ überschrieb die Fellbacher Zeitung den folgenden Kommentar über diese populäre Freizeitgestaltung. „Im Schutz meist infernalisch lauter Musik suchen die Epigonen des Disco-Filmhelden John Travolta Erholung vom Alltagsstreß. Und sie werden erwartet: Die Superszene bietet für jeden etwas. Denn die hochkommerzialisierte Freizeitindustrie scheut keine Kosten, um auch noch an die letzte Mark des jungen kaufkräftigen Publikums heranzukommen. ... In der Disco-Szene regiert vor allem der schöne Schein. Denn hier flieht man hin, um all das zu konsumieren, was einem der oft triste, meist langweilige Alltag vorenthält. Glanz und Glimmer, Lärm und Lichtspiele sollen die innere Leere überdecken. Sie sind für viele Jugendlichen der Ersatz für entgangene Selbstbestätigung in der realen Alltagswelt, für fehlende Kommunikation und soziale Kontakte. In der Diskothek ist jeder soviel, wie er scheint. Im Supermarkt der Gefühle wird auf Fassade gesetzt. Im Schutzmantel alles übertönender Konservenmusik ... konzentrieren sich die Disco-Besucher vornehmlich auf sich selbst. ... Eingeigelt in einen tranceartigen Zustand wirken die Disco-Leute wie Drogensüchtige.“ In der Erwachet!-Ausgabe vom 22. Juni 1979 wurde auf den fragwürdigen Ursprung und die möglichen Gefahren der Discos aufmerksam gemacht.
Naturheilmittel kritisch betrachtet
◆ Eine Flut östlicher und fernöstlicher Naturheilmittel gegen Rheuma, Arthritis und Asthma überschwemmt zur Zeit Europa. Diese Mittel sind jedoch nach Angaben des in Stuttgart herausgegebenen Apotheker-Bulletins nicht immer problemlos. Das geht aus einer Mitteilung der Stuttgarter Nachrichten hervor. Bedenklich ist, daß einige dieser „Wundermittel“ bis zu 59 teilweise unbekannte pflanzliche und tierische Drogen enthalten und daß ihnen sogar hochwirksame Chemikalien beigemischt wurden, die schwerwiegende Auswirkungen haben können. Die Apotheker weisen darauf hin, daß selbst im Umgang mit einheimischen Naturheilmitteln eine gewisse Vorsicht geboten ist, da pflanzliche Heilmittel zum Teil sehr starke Wirkstoffe, ja selbst Gifte enthalten. Auch der Einsatz von Teemischungen als Heilmittel ist nicht von vornherein problemlos und sollte über längere Zeit nicht ohne ärztliche Überwachung erfolgen.
Mit den Augen telefonieren
◆ Die Süddeutsche Zeitung macht in einem Beitrag auf eine technische Errungenschaft aufmerksam, die den Informationsaustausch zwischen sprach- und gehörlosen Behinderten und ihrer Umwelt vereinfachen kann. Der taubstumme Anrufer tippt sein „Gespräch“ in ein Schreibtelefon, das die Information auf elektrischem Weg in verschlüsselte Impulse übersetzt, die am anderen Ende der Leitung als Zwitscherlaute zu hören sind. Wenn der Angerufene seinerseits den Hörer auf sein Schreibtelefon legt, wird das Gezwitscher sekundenschnell als Text ausgedruckt. Die Taubstummen können also mit den Augen telefonieren. Dieses Zusatzgerät, das mit dem Telefon verbunden wird, hat eine Schreibmaschinentastatur und erinnert mit seinem Papierstreifenauswurf an die Miniaturausgabe eines Fernschreibers. Die Behinderten haben ihr Telefon in eigener Regie produziert. Für Besitzer eines Schreibtelefons in Bayern gibt es einen Vermittlungsdienst in Friedberg bei Augsburg.
Diebe in der Wiener UN-City
◆ Beamte der UN-City in Wien müssen resigniert feststellen, daß trotz angeblich strenger Kontrollen aus dem Gebäudekomplex, der immer noch eine riesige Baustelle ist, alles, was nicht niet- und nagelfest ist, weggetragen wird. Aus bereits verlegten Spannteppichen seien große Stücke in der Größe von Automatten herausgeschnitten worden, schreibt ein Mitarbeiter der Presse. Armaturen in Toilettenräumen und teure Mikrofone in den Konferenzräumen verschwanden ebenso wie Lichtschalter und sogar ein riesiges Stromaggregat. Die offizielle Schadenssumme ist bisher noch nicht genannt worden, aber man schätzt sie auf 15 Millionen Schilling. Hauptverdächtig sind Arbeiter und Angestellte von verschiedenen Baufirmen, die sich praktisch noch unkontrolliert in einigen Gebäuden der UN-City aufhalten können.
„Unfallursache Nr. 1 auf Amerikas Autobahnen“
◆ Viele Leute glauben, daß hauptsächlich die überhöhte Geschwindigkeit für tödliche Unfälle im Straßenverkehr verantwortlich ist. Die Vorsitzende des amerikanischen Amtes für Verkehrssicherheit auf Autobahnen bezeichnete jedoch vor kurzem die Trunkenheit am Steuer als „Unfallursache Nr. 1 auf Amerikas Autobahnen“. Sie sagte, daß „bei der Hälfte aller tödlichen Unfälle auf Autobahnen in diesem Land Alkohol im Spiel gewesen ist“ und daß bei Unfällen, in die nur ein einziger Wagen verwickelt war, „über 65 Prozent der Verkehrstoten regelrecht betrunken gewesen waren“. Man nimmt an, daß der Tod von jährlich ungefähr 25 000 Verkehrsteilnehmern mit Alkohol zu tun hat.
In der Bundesrepublik Deutschland sind im Jahre 1978 insgesamt 162 000 Führerscheine entzogen worden. Wie Der Tagesspiegel aufgrund einer Mitteilung des ADAC bekanntgab, lag in 94 Prozent dieser Fälle Trunkenheit am Steuer als Grund vor.
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Was wissen Sie über Drogen?Erwachet! 1980 | 8. Juni
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Was wissen Sie über Drogen?
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