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    Der Wachtturm 1962 | 15. Mai
    • Zwei Bilder der Befreiung

      „Er ist ein Sühnopfer für unsere Sünden, doch nicht allein für die unseren, sondern die der ganzen Welt.“ — 1. Joh. 2:2, NW.

      1. Wie betrachten Jehovas Zeugen ihre Zusammenkünfte, und woran ist dies zu erkennen?

      JEHOVAS ZEUGEN schätzen alle ihre Zusammenkünfte, aber eine, die nur einmal im Jahr durchgeführt wird, tritt ganz besonders hervor. Verlauf, Zweck und Bedeutung unterscheiden diese Zusammenkunft von jeder anderen. Deshalb suchen die Glieder der Neuen-Welt-Gesellschaft unter allen Umständen selbst zugegen zu sein und laden auch Außenstehende, die sich für Gottes Wort und Vorhaben interessieren, herzlich dazu ein.

      2. (a) Wieso ist das Abendmahl des Herrn eine so außergewöhnliche Zusammenkunft? (b) Warum werden gewisse Einzelheiten, die damit in Verbindung stehen, nun eingehend betrachtet?

      2 Wir denken an das Abendmahl des Herrn, das oft auch Gedächtnismahl genannt wird, weil Jesus damals gebot: „Dies tut immer wieder zu meinem Gedächtnis.“ In diesem Jahr (1962) wurde das Abendmahl des Herrn am 17. April nach 18 Uhr (Ortszeit) gefeiert. Das Besondere dieser Zusammenkunft ist, daß jene, für die sie hauptsächlich durchgeführt wird und die bei dieser Gelegenheit besonders angesprochen werden, in der Minderheit sind. Laut Berichten nimmt ihre Zahl jedes Jahr ab, während die Gesamtbesucherzahl ständig zunimmt. Wir wissen auch, daß die Wahrheiten, die bei dieser Gelegenheit besprochen werden und die wir im nachstehenden betrachten wollen, zu den tiefen Wahrheiten des Wortes Gottes, zur „festen Speise“, nicht zur „Milch“ der „Grundlehre“ gehören. Da vielleicht viele unserer Leser zum erstenmal einer solchen Zusammenkunft der Zeugen Jehovas beiwohnten, mag es gut sein, wenn wir gewisse Einzelheiten des Vorhabens Gottes zur Befreiung der Menschheit etwas eingehender betrachten, damit sie das, was gesagt und getan wurde, noch besser verstehen können. — 1. Kor. 11:20, 24; Heb. 5:12; 6:1, NW.

      3. In welcher Beziehung benötigen wir alle dasselbe, und wie wurde dafür gesorgt, daß wir es empfangen?

      3 Jesu Tod steht im Mittelpunkt dieser Feier, und wir können ihn deshalb gut als Ausgangspunkt unsere Besprechung nehmen. „Der Mensch Christus Jesus“ hat sich zwar „als Lösegeld für alle“ dahingegeben, als er sein vollkommenes Menschenleben niederlegte und dadurch der Erlöser und Befreier der Menschen wurde. Er ist das „Lamm Gottes, welches die Sünde der Welt wegnimmt“. Von diesem Gesichtspunkt aus stehen wir als Kinder Adams alle auf derselben Stufe und benötigen alle dasselbe. Das dürfen wir nie vergessen, und wir sollten Jehova, dem Urheber der Erlösungsvorkehrung, und seinem geliebten Sohn, der bereit war, sein Teil zu ihrer Verwirklichung beizutragen, stets von Herzen dafür danken. — 1. Tim. 2:5, 6; Joh. 1:29.

      4. Gehen die Segnungen des Lösegeldes allen auf dieselbe Weise zu, und hat Jehova in dieser Beziehung irgendwelche Verpflichtungen?

      4 Doch obwohl wir alle aus der einen Erlösungstat Nutzen ziehen, ist damit nicht gesagt, daß Gott die Segnungen des Loskaufsopfers allen auf dieselbe Weise zukommen läßt. Die Bibel zeigt, daß die Menschheit im allgemeinen unter der Herrschaft des Königreiches, das heißt des verheißenen „neuen Himmels“ und der „neuen Erde“ mit Christus Jesus als König, von Sünde und Tod befreit wird. Sie zeigt aber auch, daß es Gott für gut befunden hat, einer kleinen Minderheit ihren Anteil an den Segnungen dieses Opfers auf eine besondere Weise und zu einer besonderen Zeit zu schenken. Fügen wir gleich noch hinzu, daß dies nicht etwa geschieht, weil sie von Natur besonders tugendhaft wären oder es besonders verdient hätten, sondern daß es ein Ausdruck der unverdienten Güte Jehovas ist. Wenn es Gott beliebt, sich einiger früher anzunehmen als der anderen und sie auf eine besondere Weise zu befreien, dann tut er dies mit vollem Recht. Paulus sagt: „Wer bist denn du, daß du Gott zur Verantwortung ziehen willst?“ — Off. 21:1-4; Röm. 9:20, Me.

      5. Welche Bibelstelle weist auf einen Unterschied hin?

      5 Der Apostel Johannes läßt einen solchen Unterschied deutlich erkennen, wenn er von Jesus Christus sagt: „Er ist ein Sühnopfer für unsere Sünden, doch nicht allein für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt.“ (1. Joh. 2:2, NW) Damit wir diese Dinge besser verstehen können, wollen wir im Geiste das in der Bibel geschilderte Drama verfolgen, das sich vor über dreitausendvierhundert Jahren abspielte, als Jehova sein Volk aus der Hand Pharaos befreite.

      DIE BEFREIUNG AUS ÄGYPTEN

      6, 7. Welche besonderen Ereignisse kennzeichnen die Befreiung des Volkes Israel aus Ägypten, und welches künftige Ereignis wurde dadurch dargestellt?

      6 Diese Befreiung war ein gewaltiges Ereignis in der Geschichte des damaligen Volkes, ja bestimmt das bedeutendste und dramatischste. Wenn wir etwas zurücktreten, um einen Gesamtüberblick über das herrliche Bild zu erhalten, das in 2. Mose, in den Kapiteln drei bis fünfzehn, beschrieben wird, sehen wir gewisse Einzelheiten, die besonders hervortreten und wie folgt zusammengefaßt werden können: Pharao weist Moses, der im Auftrag Jehovas von ihm verlangt, Gottes Volk ziehen zu lassen, höhnisch ab; die zehn Plagen folgen, die im Tod der Erstgeburt Ägyptens ihren Höhepunkt finden und bewirken, daß die Söhne Israels tags darauf dazu gedrängt werden, das Land eiligst zu verlassen; in strenger Marschordnung ziehen die Israeliten unter der Leitung Jehovas aus; die Ägypter jagen ihnen nach; Israel wird durch ein Wunder auf „trockenem Lande“ durch das Rote Meer geführt, indem dessen Wasser „gespalten“ werden und unter Moses’ ausgestreckter Hand schließlich wieder zurückkehren, um die ganze Streitmacht Pharaos unter sich zu begraben. „Es blieb auch nicht e i n e r von ihnen übrig.“ In der Tat, eine gewaltige Befreiung! Sie ist ein Bild der großen Befreiung, die Jehova für alle seine „Schafe“ herbeiführen wird, wenn er durch Christus Jesus in Harmagedon alle Streitkräfte Satans schlägt und dessen System der Dinge, die ganze heutige Welt, von der Ägypten ein Miniaturbild war, vollständig vernichtet. Alle Überlebenden werden dann in ein herrliches Lied zur Lobpreisung Jehovas einstimmen, wie es damals die Israeliten unter Moses’ Leitung taten, während Mirjam den Refrain wiederholte: „Singet Jehova, denn hoch erhaben ist er; das Roß und seinen Reiter hat er ins Meer gestürzt!“ — 2. Mose 5:1; 12:29; 14:1-4, 21, 28, Fußnote; 15:1, 21.

      7 Treten wir nun ganz nahe an das Bild heran, dann sehen wir etwas Ähnliches wie einen Eckeinsatz oder ein Nebenbild, ein in sich abgeschlossenes Bild, das aber einen Teil des Ganzen bildet. Dieses Bild stellt ebenfalls eine Befreiung dar, aber eine Befreiung ganz besonderer Art.

      DIE BEFREIUNG DER ERSTGEBURT ISRAELS

      8. (a) Was mußten die Israeliten tun, um sich vor der zehnten Plage zu schützen? (b) Wie und weshalb sollten sie dieses Ereignisses gedenken?

      8 Nachdem Moses Pharao vor der furchtbaren letzten Plage, dem Tod der Erstgeburt von Mensch und Vieh in ganz Ägypten, gewarnt hatte, erhielt er von Jehova besondere Anweisungen, die ganz Israel befolgen sollte. Kurz gesagt, jede Familie mußte am Zehnten jenes Monats, der fortan für sie der erste Monat des Jahres sein sollte, ein Lamm nehmen und es „in Verwahrung haben bis auf den vierzehnten Tag dieses Monats“, an dem es geschlachtet und sein Blut an die beiden Pfosten und an die Oberschwelle ihres Hauses gesprengt werden mußte. In jener Nacht sollten sie „das Fleisch essen, gebraten am Feuer, und ungesäuertes Brot; mit bitteren Kräutern [sollten] … sie es essen“. „Also sollt ihr es essen: Eure Lenden gegürtet, eure Schuhe an euren Füßen, und euren Stab in eurer Hand; und ihr sollt es essen in Eile. Es ist das Passah [Vorübergehen, Fußnote] Jehovas … Und das Blut soll euch zum Zeichen sein an den Häusern, worin ihr seid; und sehe ich das Blut, so werde ich an euch vorübergehen; und es wird keine Plage zum Verderben unter euch sein, wenn ich das Land Ägypten schlage.“ Von da an sollten die Israeliten diese Zeremonie alljährlich am gleichen Tag wiederholen: „Dieser Tag soll euch zum Gedächtnis sein, und ihr sollt ihn feiern als Fest dem Jehova“, von Geschlecht zu Geschlecht sollten sie ihn feiern. Und wenn ihre Söhne sie nach der Bedeutung der Feier fragten, sollten sie zu ihnen sagen: „Es ist ein Passahopfer dem Jehova, der an den Häusern der Kinder Israel in Ägypten vorüberging, als er die Ägypter schlug und unsere Häuser rettete.“ — 2. Mose 12:1-14, 27.

      9, 10. In welcher Verbindung stand die Befreiung der Erstgeborenen Israels mit der Befreiung der ganzen Nation?

      9 Auf diese einzigartige Weise wurden die Erstgeborenen Israels besonders befreit. Nur sie waren in jener Nacht in Gefahr. Nur ihr Leben war bedroht, und das Blut des „Passahs“ bewirkte, daß der Tod an ihnen vorüberging und sie verschont blieben. Beachten wir, daß diese besondere Befreiung der Erstgeborenen der Befreiung der ganzen Nation Israel beim Durchzug durch das Rote Meer vorausging. — 2. Mose 12:21, NW.

      10 Wieso hilft uns dieses Bild besser verstehen, was Johannes meinte, wenn er schrieb, daß Jesus durch seinen Tod ein Opfer „für unsere Sünden“ geworden sei, „doch nicht allein für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt“? — 1. Joh. 2:2, NW.

      DIE ERFÜLLUNG DES BILDES

      11. Welches Thema behandelt der Hebräerbrief, und was wird darin über die Erstgeborenen gesagt?

      11 Das richtige Verständnis dieser Dinge beruht nicht auf unserer Vorstellungskraft oder auf einer „privaten Auslegung“. In seinem Brief an die Hebräer schreibt der Apostel Paulus deutlich, daß alles, was mit dem Volk Israel zu der Zeit des Gesetzesbundes geschehen sei, ein „Schatten der kommenden guten Dinge“ und ein „Bild“ gewesen sei. Auf diesen Gedanken stützt er eigentlich seine ganze Beweisführung in diesem Brief, denn er zeigt immer wieder, daß das Gesetz mit seinen Satzungen und Opfern weit herrlichere, kommende Dinge vorschattete oder sinnbildlich darstellte. In Hebräer 1:6 nennt er Jesus Gottes „Erstgeborenen“, und diese Bezeichnung gilt vornehmlich Jesus. Später spricht er jedoch von einer ganzen Gruppe von Menschen, die sich in einem ähnlichen Verhältnis zu Gott befindet. Diese bezeichnet er als die „Versammlung der Erstgeborenen, die in den Himmeln eingetragen sind“. — 2. Pet. 1:20; Heb. 10:1; 9:9; 12:23, NW.

      12. Wer sind die in Hebräer 12:23 erwähnten Erstgeborenen?

      12 Wer sind diese Menschen? Wahre Christen, die als Gesamtheit das „Haus Gottes“ bilden, das „die Versammlung des lebendigen Gottes ist“. Sie sind mit Christus Jesus, ihrem „Hohenpriester“, „Teilhaber der himmlischen Berufung“. Christus ist als Gottes treuer Sohn zum Haupt über dieses von Gott erbaute Haus eingesetzt worden, von dem Paulus zu seinen Mitchristen sagt: „Wir sind dessen Haus.“ — 1. Tim. 3:15; Heb. 3:1-6, NW.

      13. Gibt die Christenheit eine richtige Wegleitung dafür, wie man ein Glied der wahren Kirche wird?

      13 Diese Bibeltexte lassen uns erkennen, daß es nicht darum geht, sich der einen oder anderen Kirche der Christenheit anzuschließen und sich als Mitglied eintragen zu lassen. Niemand kann von sich aus oder indem er von einer irdischen Religionsorganisation heiliggesprochen wird ein Mitglied der wahren Kirche werden. Nein Gott ist der „Richter aller“, und er hat „die Glieder gesetzt, jedes einzelne von ihnen an dem Leibe, wie es ihm gefallen hat“. Jesus selbst sagte, daß die Erben des Königreiches, die mit ihm auf seinem himmlischen Thron sitzen sollten, nur eine „kleine Herde“, eine kleine Minderheit sein würden. Folglich können jene Millionen niemals dazu gehören, die behaupten, christlich zu sein, bloß weil sie einer Kirche angehören, deren Gottesdienste besuchen und, wie sie denken, regelmäßig am Abendmahl des Herrn, oft auch Messe oder heilige Kommunion genannt, teilnehmen. — Heb. 12:23; 1. Kor. 12:18; Luk. 12:32.

      14. Wer wurde durch die Erstgeborenen der Israeliten dargestellt, und welchen Schriftbeweis haben wir dafür?

      14 Berechtigt aber die Bibel zu der Ansicht, daß die wahre Kirche, die „Versammlung der Erstgeborenen“, von den Erstgeborenen Israels vorgeschattet wurde, die in jener Nacht in Ägypten besonders befreit wurden? Ja, denn in seinem Brief an die „Versammlung Gottes, die in Korinth ist, den Geheiligten in Christo Jesu“, schreibt Paulus, sie sollten einen gewissen verderblichen Einfluß aus ihren Reihen verbannen. In seinen weiteren Ausführungen stützt er sich wiederum auf gewisse Einzelheiten des Gesetzes, die kommende Dinge vorschatteten, und sagt dann: „Laßt uns Festfeier [das Fest der ungesäuerten Brote] halten, nicht mit altem Sauerteig, auch nicht mit Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit Ungesäuertem der Lauterkeit und Wahrheit.“ Und wie beweist er, daß wahre Christen das Fest der ungesäuerten Brote sinnbildlich nicht nur an einem bestimmten Tag, sondern alle Tage, das ganze Jahr hindurch feiern sollten? Indem er sagt: „Denn auch unser Passah, Christus, ist geschlachtet.“ — 1. Kor. 1:2; 5:8, 7; 2. Mose 13:6.

      15. Welche besondere Befreiung bewirkt das Opfer Jesu für die wahre Kirche in der Zukunft und sogar heute schon?

      15 Dieses teure Opfer, das kostbare Blut Christi, „eines Lammes ohne Fehl und ohne Flecken“, hat in doppeltem Sinne eine besondere Befreiung dieser christlichen Erstgeborenen bewirkt. Zum einen erhielten sie dadurch die Gewähr, „in das ewige Reich“ ihres „Herrn und Erretters Jesus Christus“ eingehen zu können, „zu einem unverweslichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbteil, welches in den Himmeln aufbewahrt ist“, wie Petrus es ausdrückt, und zum anderen bewirkte es eine unmittelbare Befreiung — wenn auch nur im Glauben —, eine Befreiung, die sich für sie schon in der Gegenwart auswirkt. Paulus spricht davon in folgenden Worten: „Er [Gott] befreite uns von der Gewalt der Finsternis und versetzte uns in das Königreich des Sohnes seiner Liebe, durch den wir unsere Erlösung durch Loskauf haben, die Vergebung unserer Sünden.“ Die Befreiung der Glieder dieser Klasse aus der „Finsternis“ und dem „Dunkel“, die Jesaja vorhergesagt hatte, erfolgte ganz besonders im Jahre 1919, und obwohl sie noch im Fleische sind, genießen sie doch schon die wunderbaren Segnungen des Königreichsdienstes und der in Jesajas Prophezeiung beschriebenen Erleuchtung. — 1. Pet. 1:19; 2. Pet. 1:11; 1. Pet. 1:4; Kol. 1:13, 14, NW; Jes. 6:1-3.

      16. (a) In welchem Verhältnis steht die kleine Herde zu Christus als dem Samen Abrahams? (b) Wieso hilft uns dies, die besondere Befreiung mit dem größeren Bild in Verbindung zu bringen?

      16 Somit zeigt Gottes Wort deutlich, daß eine besonders auserwählte Versammlung, eine „kleine Herde“, vor den übrigen Menschen aus dem Loskaufsopfer Christi Nutzen ziehen soll. Wie bereits gesagt, ist Jesus in erster Linie Gottes Erstgeborener, doch eng mit ihm verbunden ist die „Versammlung der Erstgeborenen“, deren Haupt er ist. In ähnlichem Sinne ist Christus Jesus der verheißene Same Abrahams, aber durch Jehovas unverdiente Güte sind auch diese Erstgeborenen „Abrahams Same“ geworden, weil sie „in Christus getauft“ wurden und Christus angehören. Durch diesen Samen werden sich unter Gottes Königreich alle Nationen segnen, nachdem sie durch Harmagedon aus dem neuzeitlichen Ägypten befreit worden sind. Wir sehen somit, daß die Verwirklichung des kleineren Bildes von der besonderen Befreiung der Erstgeborenen der Erfüllung des größeren Bildes vorausgehen muß, die bestimmt einen Triumphgesang zum Ruhme Jehovas auslösen wird: „denn hoch erhaben ist er“. Aus diesem Grunde ging Jehova damals in erster Linie, bildlich gesprochen, nach Ägypten hinab, „um sich einen Namen zu machen“. — Gal. 3:16, 27, 29, NW; 1. Mose 22:18; 2. Mose 15:21; 2. Sam. 7:23.

      17. Wie ist 1. Johannes 2:2 zu verstehen?

      17 Wir verstehen nun auch, weshalb Johannes in seinem Brief an diese Erstgeborenen schrieb: „Er [Jesus] ist ein Sühnopfer für unsere Sünden, doch nicht allein für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt.“ — 1. Joh. 2:2, NW.

  • Ein vertrautes, inniges Verhältnis
    Der Wachtturm 1962 | 15. Mai
    • Ein vertrautes, inniges Verhältnis

      1, 2. (a) Wie entstand das vertraute Verhältnis Jesu zu seinen „Brüdern“? (b) Was hat dies mit dem Abendmahl des Herrn zu tun?

      BEI einer Betrachtung der Erfüllung dessen, was in Verbindung mit Israels Erstgeborenen dargestellt wurde, fällt uns etwas besonders auf: das außerordentlich vertraute Verhältnis, das Jehova zwischen Jesus und der geistigen Versammlung der Erstgeborenen herbeiführte, die mit Jesus zusammen Abrahams Samen bilden. Wir wenden uns wiederum dem Brief des Paulus an die Hebräer zu und stellen fest, daß er dies besonders betont, indem er sagt: „Denn es geziemte ihm … indem er viele Söhne zur Herrlichkeit bringt, den Hauptvermittler [Jesus Christus] ihrer Rettung durch Leiden vollkommen zu machen.“ (Heb. 2:10-18, NW) Und da diese vielen Söhne „an Blut und Fleisch teilhaben, hat auch er [Jesus] in ähnlicher Weise an denselben Dingen teilgenommen, damit er durch seinen Tod den vernichte, der das Mittel hat, den Tod zu verursachen, nämlich den Teufel“. „Denn er nimmt sich keineswegs der Engel an, sondern des Samens Abrahams nimmt er sich an. Folglich war er verpflichtet, seinen ‚Brüdern‘ in jeder Hinsicht gleich zu werden, damit er in den Dingen, die Gott betreffen, ein barmherziger und treuer Hoherpriester werde, um für die Sünden des Volkes ein Sühnopfer darzubringen.“

      2 Diese Söhne stehen als Glieder des verheißenen Samens in einem innigen Verhältnis zu Jesus. Doch nun möchten wir die Aufmerksamkeit noch auf eine weitere große Ähnlichkeit lenken: Jesus und seine „Brüder“ haben „an Blut und Fleisch“ teil. Das schafft unverzüglich die Verbindung zum Abendmahl des Herrn und zu den Wahrheiten, die Jesus seinen Jüngern damals erläuterte und die zu erörtern wir versprochen haben.

      3. Wie sah Jesus dem letzten Passah mit seinen Jüngern entgegen?

      3 Als gottesfürchtiger Jude hatte Jesus jedes Jahr am 14. Nisan das Passah gefeiert, aber da er genau wußte, daß er als das wirkliche „Passah“ seinen Dienst und seinen Lauf zu der ihm bestimmten Zeit vollenden würde, sah er diesem letzten Passah mit seinen Jüngern als einem Anlaß von größter Bedeutung entgegen. Selbst die Wahl des Hauses, in dem es gefeiert werden sollte, ging unter außergewöhnlichen Umständen vor sich und war ein treffender Beweis dafür, daß Jesus alles genau vorherwußte, denn Petrus und Johannes fanden alles, „wie er ihnen gesagt hatte“. „Und als die Stunde gekommen war“ und er mit seinen Jüngern zu Tische lag, sagte er zu ihnen: „Mit Sehnsucht habe ich mich gesehnt, dieses Passah mit euch zu essen, ehe ich leide.“ — Luk. 22:7-16.

      4. Was führte Jesus gemäß dem Bericht des Paulus am Ende des Passahs ein, und welche Einzelheiten entnehmen wir diesem Bericht?

      4 Am Ende des Passahmahles, das Jesus vorschriftsgemäß durchgeführt hatte, begann er etwas vollständig Neues. Aus dem Bericht des Apostels Paulus, dem diese Dinge „von dem Herrn“ selbst geoffenbart wurden, erfahren wir, was damals geschah: „… daß der Herr Jesus in der Nacht, in der er überliefert wurde, ein Brot nahm und, nachdem er Dank gesagt hatte, es brach und sprach: ‚Dies bedeutet meinen Leib, der zu euren Gunsten ist. Dies tut immer wieder zu meinem Gedächtnis.‘ Ebenso tat er nach dem Abendessen mit dem Becher und sprach: ‚Dieser Becher bedeutet den neuen Bund kraft meines Blutes. Dies tut, sooft ihr ihn trinkt, immer wieder zu meinem Gedächtnis.‘“ — 1. Kor. 11:23-25, NW.

      5. (a) Welche Gedanken treten in Jesu Abschiedsworten an sein Jünger besonders hervor? (b) Wovor müssen sich jene hüten, die am Abendmahl des Herrn teilnehmen?

      5 Betrachten wir diesen Bericht in Verbindung mit dem, was Jesus seinen Jüngern in jener Nacht sagte (siehe Johannes, Kapitel 13 bis 17), und mit anderen damit verwandten Schrifttexten, so stellen wir fest, daß zwei Gedanken besonders hervortreten: es gibt Segnungen, die jene, die in würdiger Weise das Brot essen und den Becher trinken, empfangen, und Segnungen, an denen sie teilhaben. Da der Apostel warnend darauf hinweist, daß jene, die zur Teilnahme berechtigt sind, sich davor hüten sollten, „in unwürdiger Weise“ zu essen und zu trinken, möchten wir kurz auf ein oder zwei allgemeine Mißverständnisse hinweisen, die zu schriftwidrigen Ansichten und Bräuchen geführt haben, an denen man oft in aller Aufrichtigkeit festhält. — 1. Kor. 11:27, NW.

      6. Ist es angebracht, das Abendmahl des Herrn öfter zu feiern?

      6 Erstens berechtigen die Worte Jesu: „Dies tut sooft ihr ihn trinkt“, nicht zur öfteren Feier des Abendmahls. Wie oft wurde das Passah gefeiert? Nur einmal im Jahr, am Gedenktag, am 14. Nisan, und es wäre den Juden nie in den Sinn gekommen, es an einem anderen Tag zu feiern. An diesem Tag, an dem Jesus das Passah gefeiert hatte, also noch innerhalb jener vierundzwanzig Stunden, starb er auch und erfüllte das, was dadurch veranschaulicht worden war, und er starb „ein für allemal“. Paulus sagte: „Sooft ihr dieses Brot eßt und diesen Becher trinkt, verkündigt ihr damit immer wieder den Tod des Herrn.“ Folglich muß diese Feier, an der seines Todes gedacht werden sollte, einmal im Jahr, am 14. Nisan, begangen werden, und in diesem Jahr war das der 17. April. — Heb. 9:26; 1. Kor. 11:25, 26, NW.

      7. Wie wird gezeigt, daß die Lehre von der Transsubstantiation schriftwidrig ist?

      7 Zweitens rechtfertigen die Worte Jesu: „Dies bedeutet meinen Leib“, „mein Blut“ (oder nach anderen Wiedergaben: „Dies ist mein Leib“, „mein Blut“), die Lehre von der Transsubstantiation nicht. Das Brot und der Wein wurden damals nicht buchstäblich zu seinem Fleisch und Blut, wie es diese Lehre besagt. Auch wiederholt sich dieses angebliche Wunder nicht jedesmal, wenn der Priester die Messe zelebriert. Das Opfer Christi braucht in keinem Sinne wiederholt zu werden. Dieser Gedanke ist einer der stärksten Beweise, die Paulus in seinem Brief an die Hebräer anführt. Er sagt: „Auch ist es nicht angebracht, daß er [Christus] sich selbst öfters darbringen sollte … Nun aber hat er sich in der Vollendung der Systeme der Dinge ein für allemal offenbar gemacht, um durch das Opfer seiner selbst Sünden zu beseitigen.“ Durch dieses eine Opfer sind „wir [wahre Christen] geheiligt worden durch die Darbringung des Leibes Jesu Christi, ein für allemal“. — 1. Kor. 11:24, 25; siehe Hebräer 9:25 bis 10:10, NW.

      8. Wie redete Jesus oft, und warum ist dies zu berücksichtigen?

      8 Als Jesus sagte: „Dies bedeutet meinen [ist mein] Leib“, „mein Blut“, redete er eine anschauliche Sprache, wie er es oft tat, so zum Beispiel, als er sagte: „Ich bin die Tür der Schafe.“ Wer würde auch nur einen Augenblick denken, daß er buchstäblich eine Tür geworden wäre? — Joh. 10:7.

      9. Warum ist es verkehrt und unter Umständen sogar nachteilig, das Abendmahl des Herrn als ein Sakrament zu betrachten?

      9 Schließlich führte Jesus auch nicht ein Sakrament, eine äußerliche religiöse Handlung oder Zeremonie ein, durch die jenen, die sie beobachten, Gnade vermittelt würde. Es ist menschlich, auf Äußerlichkeiten zu vertrauen und zu denken, daß man dadurch Gottes Gunst erlangen könne. Schon die Nation Israel machte diesen Fehler, und die heutige Christenheit begeht ihn ebenfalls. Jesus gebot seinen Nachfolgern nur zwei Handlungen von symbolischer Bedeutung: die Taufe und das Abendmahl des Herrn, die jedoch mehr Schaden anrichten als Gutes bewirken können, wenn das, was sie symbolisieren, nicht tatsächlich geschehen ist und nicht in Herz und Sinn weiterlebt und sich in der Handlungsweise nicht fortgesetzt offenbart.

      10. Wozu verhilft uns ein Studium dieses Themas?

      10 Betrachten wir nun aber die positiveren, auferbauenderen Seiten dieses wichtigen Themas, um die wunderbaren Segnungen, die durch das Abendmahl des Herrn versinnbildlicht und die den geistigen Erstgeborenen verliehen werden, noch besser zu erkennen und zu verstehen. Es veranschaulicht einerseits, wie sie diese Segnungen empfangen, und andererseits — was noch erstaunlicher ist —, daß sie auf wunderbare Weise Teilhaber gewisser Segnungen und Vorrechte werden, und zwar nicht nur mit ihresgleichen, sondern auch mit Christus Jesus und vor allem mit Jehova selbst.

      SEGNUNGEN, DIE SIE EMPFANGEN

      11. Was meinte Jesus mit den Worten: „Dies bedeutet meinen Leib“?

      11 Betrachten wir zunächst die Worte, die unser Herr sprach, als er das Brot nahm und sagte: „Dies bedeutet meinen Leib, der zu euren Gunsten dahingegeben werden soll.“ Aus anderen Texten, die damit in Verbindung stehen, geht hervor, daß Jesus auf seinen buchstäblichen Leib Bezug nahm. Als er zu Johannes kam, um sich taufen zu lassen, wandte er die Worte aus Psalm 40:6-8, die lange vorher unter Inspiration niedergeschrieben worden waren, auf sich an, indem er — wie Paulus durch seine Bezugnahme zeigt — sagte: „Als er in die Welt kommt, spricht er: ‚Schlachtopfer und Speisopfer hast du nicht gewollt, einen Leib aber hast du mir bereitet.‘ … Da sprach ich: Siehe, ich komme …, um deinen Willen, o Gott, zu tun.“ Indem Christus seine Aufgabe als Opfer erfüllte, litt er „im Fleische“, und diese Leiden endeten damit, daß er „unsere Sünden selber in seinem Leibe an das Holz“ hinauftrug und dadurch den Loskaufspreis beschaffte. — Luk. 22:19, NW; Heb. 10:5-7; 1. Pet. 4:1; 2:24, Fußnote, Me.

      12. Welche Bedeutung mißt die Bibel dem Blut eines Menschen bei, und wie bestätigte sich dies bei Jesus?

      12 Aber der „Mensch Christus Jesus, der sich selbst … als Lösegeld“ gab, war ebensowenig nur Fleisch wie „der erste Mensch, Adam“, der eine „lebendige Seele“ wurde und dem Jesus vollkommen ebenbürtig war. Eine menschliche „lebendige Seele“ ist ein Geschöpf von Fleisch und Blut, und gerade das Blut, nicht das Fleisch, gebraucht die Bibel als Symbol des Lebens oder der Seele. „Das Blut ist die Seele“, und „das Blut ist es, welches Sühnung tut durch die Seele“. Deshalb haben wir „durch ihn … die Erlösung durch Loskauf mittels seines Blutes, ja die Vergebung unserer Übertretungen, nach dem Reichtum seiner unverdienten Güte“. Paulus spricht daher passenderweise vom Blut und vom Fleisch, wenn er beschreibt, wie Jesus sein menschliches Dasein zugunsten seiner Nachfolger aufgab und ihnen dadurch den Weg zum himmlischen Leben eröffnete, den „Eingang in das Heiligtum durch das Blut Jesu, welchen (Eingang) er für uns eingeweiht hat als neuen und lebendigen Weg durch den Vorhang hindurch, das ist sein Fleisch“. — 1. Tim. 2:5, 6; 1. Kor. 15:45; 5. Mose 12:23; 3. Mose 17:11; Eph. 1:7, NW; Heb. 10:19, 20, SB.

      13. Was für eine Befreiung haben Christi Nachfolger bereits erfahren?

      13 Wie gesagt, ist diesen aber nicht nur die himmlische Belohnung zugesichert, sondern — da Jesus am Blut und Fleisch teilgenommen hat — auch eine Befreiung, die sich jetzt schon für sie auswirkt, eine Befreiung „aus der Gewalt der Finsternis“, denn er starb, damit er „alle befreie, die aus Todesfurcht ihr Leben lang der Sklaverei unterworfen waren“. Was für eine Befreiung war das? Von denen, die in die Organisation oder das Haus hineingebracht werden, über das er der Sohn, zum Haupt eingesetzt ist, sagte Jesus: „Wenn i h r in meinem Worte bleibet, so seid ihr wahrhaft meine Jünger; und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen … Der Sklave aber bleibt nicht für immer in dem Hause, der Sohn bleibt für immer. Wenn nun der Sohn euch frei machen wird, so werdet ihr wirklich frei sein.“ Sind das nicht wunderbare Segnungen? — Kol. 1:13; Heb. 2:15, NW; 3:6; Joh. 8:31-36, Fußnote.

      14, 15. (a) Wie wird dem Trinken in der Bibel eine symbolische Bedeutung beigemessen? (b) Was zeigen jene, die berechtigt sind, vom Brot zu essen und vom Wein zu trinken, durch die Teilnahme an diesen Symbolen, und wie bestätigt dies Jesus durch seine Worte?

      14 Im allgemeinen essen und trinken wir, um das Leben zu erhalten. Aber dieser einfachen Tätigkeit wird in der Bibel oft eine symbolische Bedeutung beigemessen. So sagte zum Beispiel Jesus zu der Frau, der er am Brunnen begegnete: „Wenn du die Gabe Gottes kenntest und wüßtest, wer der ist, der einen Trunk von dir wünscht, so würdest d u i h n bitten, und er würde dir lebendiges Wasser geben … Wasser, das … zu einer Wasserquelle werden [wird], die ewiges Leben verleiht.“ (Joh. 4:10, 14, Fußnote, Me) Ähnlich zeigen jene, die berechtigt sind, beim Abendmahl des Herrn vom Brot zu essen und vom Wein zu trinken, symbolisch, daß sie die lebengebenden Segnungen, die sie empfangen, weil Jesus sein Fleisch und sein Blut zu ihren Gunsten geopfert hat, dankbar annehmen. Somit kann gesagt werden, daß sie durch Glauben symbolisch sein Fleisch essen und sein Blut trinken. Jemand, der den wahren Sachverhalt nicht kennt, mag dies extrem oder verwerflich finden. Denken wir aber daran, daß sich Jesus selbst in diesem Sinne äußerte und die Juden deswegen gegen ihn murrten. Selbst viele seiner Jünger waren entsetzt und verließen ihn. Petrus sagte jedoch im Namen der zwölf Apostel: „Du hast Worte ewigen Lebens; und w i r haben geglaubt und erkannt, daß d u der Heilige Gottes bist.“ Jesu Worte, die eine solch heftige Reaktion auslösten, lauteten: „Ich bin das lebendige Brot, das aus dem Himmel herniedergekommen ist; wenn jemand von diesem Brote ißt, so wird er leben in Ewigkeit. Das Brot aber, das ich geben werde, ist mein Fleisch, welches ich geben werde für das Leben der Welt … Es sei denn, daß ihr das Fleisch des Sohnes des Menschen esset und sein Blut trinket, so habt ihr kein Leben in euch selbst. Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, hat ewiges Leben, und ich werde ihn auferwecken am letzten Tage; denn mein Fleisch ist wahrhaftig Speise, und mein Blut ist wahrhaftig Trank. Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, bleibt in mir [in Einheit mit mir, NW] und ich in ihm.“ — Joh. 6:68, 69, 51, 53-56.

      15 Diese Worte Jesu erinnern uns an die andere Seite unseres Themas, die uns ebenfalls interessiert: das vertraute, kostbare Verhältnis zu ihm, die Einheit mit ihm.

      SEGNUNGEN, AN DENEN SIE DURCH DEN NEUEN BUND TEILHABEN

      16. Was verrieten die Umgebung, in der Jesus das Abendmahl einführte, und das Gebet, das er seinem Vater darbrachte?

      16 Schon die Umgebung, in der Jesus sprach, als er seine elf treuen Jünger einlud, das Brot zu essen und den Becher zu trinken, während sie alle am selben Tische lagen, verriet, daß zwischen ihm und seinen Jüngern ein freundschaftliches, vertrautes Verhältnis bestand. Es mag vielleicht durch folgendes Beispiel veranschaulicht werden: Angenommen, du möchtest eine einflußreiche Persönlichkeit um einen besonderen Gefallen bitten und der Betreffende würde zu dir sagen: „Kommen Sie morgen zu mir ins Büro.“ Bestimmt würdest du dann erwarten, daß die Angelegenheit auf eine geschäftliche Art erledigt wird. Würde er aber sagen: „Kommen Sie zu uns und essen Sie mit uns zu Abend, dann können wir darüber sprechen“, so hättest du gleich das Gefühl, den Kampf schon beinahe gewonnen zu haben. In seinem Gespräch mit seinen Jüngern an jenem letzten Abend und in seinem abschließenden Gebet, das in Johannes, Kapitel 17, zu finden ist, sprach Jesus über die kostbarsten und tiefsten Wahrheiten. Jenes Gebet, ja schon seine Einleitung zeigt, welch inniges Verhältnis zwischen Jesus und seinem Vater bestand. Er unterhielt sich mit seinen Jüngern und blickte sie dabei an, dann „richtete er seine Augen zum Himmel empor“ und sprach weiter, doch nun mit seinem Vater — so einfach war es für ihn. — Joh. 17:1, Me.

      17. (a) Wo ist vom neuen Bund die Rede, und zu welcher Gegenüberstellung führt die Bezeichnung „neu“? (b) Wie lauten die Bestimmungen des neuen Bundes?

      17 Als Jesus seinen Jüngern den Becher mit dem Wein reichte, sagte er: „Dieser Becher bedeutet den neuen Bund kraft meines Blutes, das zu euren Gunsten vergossen werden soll.“ (Luk. 22:20, NW) Diese Erwähnung eines neuen Bundes ist sehr wichtig im Hinblick auf die Segnungen, die sie persönlich empfangen, und die Segnungen, an denen sie mit anderen teilhaben. Wenden wir uns wieder dem Hebräerbrief zu, der uns diesen Bund erkennen und seine Bedeutung verstehen hilft. Wenn von einem neuen Bund die Rede ist, muß ein früherer oder alter Bund bestanden haben, und wenn etwas Neues benötigt wird, heißt das, daß das Alte verworfen wurde. Paulus schreibt zu diesem Punkt folgendes: „Indem er sagt, ‚einen neuen Bund‘, hat er den früheren außer Gebrauch gesetzt. Nun ist das, was außer Gebrauch ist und alt wird, dem Verschwinden nahe.“ Der frühere Bund war der alte oder der Gesetzesbund, der durch den Mittler Moses mit dem fleischlichen Israel geschlossen worden war. Aber Jehova tadelte das Volk, mit dem jener Bund gemacht worden war, und verhieß deshalb schon in den Tagen Jeremias einen neuen Bund mit den Worten: „Dies ist der Bund, den ich mit dem Hause Israel machen werde nach jenen Tagen, spricht Jehova: Ich werde mein Gesetz in ihr Inneres legen und werde es auf ihr Herz schreiben … ich werde ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nicht mehr gedenken.“ — Heb. 8:8, 13, NW; Jer. 31:33, 34.

      18. Welchen doppelten Zweck erfüllte das vergossene Blut Jesu in bezug auf den neuen Bund?

      18 Damit ein Bund rechtskräftig werden und damit Missetaten vergeben werden konnten, mußte Blut vergossen werden. „Denn ein Bund wird über toten Opfern rechtskräftig … und ohne Blutvergießen gibt es keine Vergebung.“ Jesus ist der Mittler des neuen Bundes. Sein vergossenes Blut machte diesen Bund rechtskräftig und bildete auch die rechtmäßige Grundlage für die wirkliche Vergebung der Sünden, die Reinigung unseres Gewissens, während der Gesetzesbund, der auf Tieropfern beruhte, nur eine äußerliche, sinnbildliche Reinigung, nur eine „Reinigkeit des Fleisches“ bewirkte. — Heb. 9:13, 14, 17, 22, NW.

      19. Mit wem ist der neue Bund geschlossen worden?

      19 Mit wem ist der neue Bund geschlossen worden? Mit den Christen, aus denen die wahre Kirche oder die „kleine Herde“ besteht und die mit Jesus in seinem Königreich auf seinem himmlischen Thron sitzen werden, angefangen mit denen, die dabeiwaren, als Jesus das Abendmahl einführte. Jesus wußte, daß noch andere in diesen Bund aufgenommen werden sollten. Das geht aus seinem Gebet hervor: „Nicht für diese allein bitte ich, sondern auch für die, welche durch ihr Wort an mich glauben.“ (Joh. 17:20) Diese bilden das geistige Israel im Gegensatz zum natürlichen Israel, mit dem am Berg Sinai der Gesetzesbund geschlossen wurde. Diese Verfahrensweise mit dem geistigen Israel ist natürlich wieder ein anderes Bild als das zuvor besprochene, bei dem Gott besonders mit den jüdischen Erstgeborenen handelte, bevor Israel aus Ägypten auszog. Der Gesetzesbund wurde durch Moses mit der ganzen Nation, nicht nur mit den Erstgeborenen, geschlossen.

      20. Was sollte hinsichtlich der vielen Bilder und Gleichnisse in der Bibel beachtet werden?

      20 Beiläufig sei noch bemerkt, daß die Hebräischen Schriften viele Bilder und Gleichnisse enthalten, die als „Vorbilder“ zu unserem Nutzen aufgeschrieben wurden. Jedes Bild hat seine bestimmte Bedeutung, und im allgemeinen sollten wir nicht versuchen, ein Bild mit einem anderen zu verquicken. Auch die vielen Gleichnisse in den Christlichen Griechischen Schriften sollten wir nicht miteinander verbinden: „Schafe“ mit „Soldaten“ oder mit „lebendigen Steinen“. — 1. Kor. 10:11; Joh. 10:14; 2. Tim. 2:3, NW; 1. Pet. 2:5.

      21. Wie wurden die Gemeinschaftsopfer dargebracht, und was wurde dadurch veranschaulicht?

      21 Zu den Opfern, die bei der Einweihung des Gesetzesbundes dargebracht wurden, gehörte auch das „Gemeinschaftsopfer“. Kurz gesagt, war dies ein Opfer, bei dem das Blut an den Altar oder „Tisch“ Jehovas gesprengt und das Fett als Jehovas Anteil an dem Opfer darauf verbrannt wurde. Der amtierende Priester erhielt die Brust und den rechten Schenkel als Anteil, und die Israeliten, die dieses Opfer dargebracht hatten, aßen das übrige Fleisch am Eingang des Zeltes der Zusammenkunft. Bei der Einweihungsfeier am Berg Sinai taten dies „siebzig von den älteren Männern Israels“, die das Volk vertraten. Das Gemeinschaftsopfer war ein Anlaß, bei dem die Israeliten mit Jehova besonders Gemeinschaft hatten oder gewissermaßen mit ihm an seinem „Tisch“ saßen. Sie durften aber nicht gleichzeitig auf dem Tisch der Dämonen Opfer darbringen, wie die umliegenden Nationen es taten, die falsche Religionen ausübten. — 3. Mose 7:11-37; 17:5-7; 2. Mose 24:9-11; Hes. 44:16, NW.

      22. Wie verband Paulus diese Opfer mit dem Abendmahl des Herrn?

      22 Paulus dachte an all diese Dinge und sah darin ein Vorbild, aus dem wir Nutzen ziehen können. Deshalb brachte er sie auch mit dem Abendmahl des Herrn in Verbindung, als er an die geistigen Israeliten in Korinth schrieb: „Ist der Becher der Segnung, den wir segnen, nicht ein Anteil am Blute des Christus? Ist das Brot, das wir brechen, nicht ein Anteil am Leibe des Christus? Weil es e i n Brot ist, sind wir, obwohl viele, e i n Leib, denn wir alle genießen von dem e i n e n Brote. Seht auf das, was Israel dem Fleische nach ist: Sind nicht die, welche die Opfer essen, Teilhaber am Altar? Ihr könnt nicht den Becher Jehovas und den Becher der Dämonen trinken; ihr könnt nicht am ‚Tisch Jehovas‘ und am Tisch der Dämonen teilhaben.“ — 1. Kor. 10:16-18, 21, NW.

      23. Welche besondere Gemeinschaft genießen die Teilnehmer am Abendmahl (a) miteinander, (b) mit Christus Jesus und (c) mit Jehova?

      23 Zusammenfassend können wir sehen, daß das Abendmahl des Herrn als ein Opfermahl zu betrachten ist und das Opfer Christi mit dem bereits beschriebenen Gemeinschaftsopfer verglichen werden kann. Die in den neuen Bund aufgenommenen Christen zeigen durch das Trinken des Bechers und das Essen des Brotes, daß sie Teilhaber einer innigen Gemeinschaft sind und eng verbunden: 1. miteinander, da sie als vereinte Versammlung der geistigen Israeliten im Dienste des neuen Bundes stehen und „e i n e n Leib“ unter ihrem Haupt, Jesus Christus, bilden; 2. mit Christus Jesus, da sie die Segnungen der Sündenvergebung durch das Opfer seines Fleisches und Blutes genießen, ferner, da sie „an seinen Leiden“ teilnehmen, indem sie sich „seiner Art des Todes“ unterwerfen in der Hoffnung, in der „ersten Auferstehung“ „Teilhaber der göttlichen Natur“ zu werden; und 3. vor allem mit Jehova Gott als dem Urheber der ganzen Einrichtung. — 2. Kor. 3:6; Phil. 3:10; 2. Pet. 1:4; Off. 20:6, NW.

      24. Aus welchen Gründen ist die Gemeinschaft mit Jehova von größter Wichtigkeit, und wie betonte Jesus dies in seinem Gebet?

      24 In Verbindung mit dem letzten Punkt sollten wir stets daran denken, daß Jehova dafür sorgte, daß Jesus ein solches Opfer darbringen konnte. Paulus spricht daher mit Recht vom „Becher Jehovas“ und vom „Tisch Jehovas“. Jesus brachte Jehova den Wert seines Opfers dar, der dann zuerst zugunsten des geistigen Israel angewandt wurde. Es ist Jehovas neuer Bund. In seinem Gebet, das Jesus in jener letzten Nacht für seine Jünger betete, hob er dieses vertraute, innige Verhältnis zum himmlischen Vater besonders hervor: „Ich bitte …, damit sie alle eins seien, gleichwie du, Vater, in Einheit bist mit mir und ich in Einheit mit dir, damit auch sie in Einheit mit uns seien … damit sie zur vollkommenen Einheit gelangen und die Welt erkenne, daß du mich gesandt und sie geliebt hast, wie du mich geliebt hast.“ — Joh. 17:20-26, NW.

      25. Wo und wie beschreibt Paulus den Dienst des neuen Bundes, und was schreibt Petrus darüber?

      25 In der obigen Zusammenfassung erscheinen ein oder zwei Gedanken, die vorher nicht besprochen wurden, die wir aber noch kurz erörtern möchten. Zum Dienst des neuen Bundes wäre zu sagen, daß Paulus in seinem zweiten Brief an die Korinther (3:4 bis 4:6, NW) näher darauf eingeht und zeigt, daß seine Herrlichkeit die des Gesetzesbundes weit übertrifft. Er sagte, daß „wir [Christen] … die Herrlichkeit Jehovas wie ein Spiegel“ zurückstrahlen, indem zuerst unser Herz „mit der herrlichen Erkenntnis über Gott durch das Angesicht Christi“ erleuchtet werde und wir dann dieses Licht zurückstrahlen würden, wenn wir die gute Botschaft predigten und die Wahrheit anderen offen darlegten. Da die „anderen Schafe“ des Herrn mit den noch auf der Erde lebenden Gliedern des Überrests der kleinen Herde eng verbunden sind, nehmen sie ebenfalls an diesem Dienst teil, aber die Hauptlast oder die Hauptverantwortung ruht auf dem geistigen Israel, mit dem der neue Bund gemacht wurde und von dem Petrus sagt: „Ihr seid … eine heilige Nation, ein Volk zum besonderen Besitztum, damit ihr die Vortrefflichkeiten dessen weithin verkündigt, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat.“ — Joh. 10:16; 1. Pet. 2:9, NW.

      26. (a) Wie wird der Wert des Lösegeldes auf das geistige Israel besonders angewandt? (b) Worin unterscheiden sich demnach die „anderen Schafe“ von den geistigen Israeliten?

      26 Wir sollten auch nicht vergessen, daß der Wert des Opfers Christi, der zugunsten der geistigen Israeliten angewandt wird, wodurch sie von Gott gerechtfertigt oder gerecht erklärt werden, während sie noch im Fleische sind, einem besonderen Zweck dient. Es ist Gottes Wille, daß sie mit Christus geopfert werden. Das kann jedoch nicht auf annehmbare Weise geschehen, es sei denn, sie werden zuerst gerechtfertigt. Dann werden sie von Gott zu geistigen Söhnen gezeugt und erhalten eine neue Hoffnung, die Hoffnung auf himmlisches Leben. Das alles bewirkt Gottes Geist, der sie auch salbt oder rechtmäßig als Glieder des Leibes oder der Versammlung, deren Haupt Christus ist, anerkennt. Auch in dieser Beziehung sehen wir einen deutlichen Unterschied zwischen ihnen und den „anderen Schafen“, die wegen ihrer Stellungnahme für Gottes Königreich leiden, ja sogar sterben mögen, aber ihre Hoffnung auf ein Leben in einem wiederhergestellten irdischen Paradies nicht aufgeben. Gottes Geist wirkt für sie, indem er sie für ihren Anteil am Königreichsdienst stärkt und ausrüstet und ihnen hilft, einen rechten Wandel zu führen, aber er erweckt in ihnen nicht die Hoffnung auf eine himmlische Auferstehung. — Röm. 5:1, 2; 8:15-17; Kol. 1:18.

      27. (a) Warum sollten deshalb stets alle schafähnlichen Menschen dem Abendmahl des Herrn beiwohnen? (b) Welche wichtigen Wahrheiten werden bei dieser Gelegenheit zum Nutzen aller besonders betont?

      27 Nachdem wir nun die wunderbaren Segnungen, die jene, die in den neuen Bund aufgenommen worden sind, empfangen, und die Segnungen, an denen sie teilhaben, sowie das vertraute, innige Verhältnis, in das sie gelangen, kurz betrachtet haben, können wir besser verstehen, welch ein wunderbares Vorrecht, aber welch eine große Verantwortung sie gleichzeitig auch haben. Die „anderen Schafe“ sollten diese wichtigen Wahrheiten, die einen wesentlichen Teil des Vorhabens Gottes bilden, ebenfalls kennenlernen, obwohl sie nicht in dem Sinne in sie eindringen können, daß sie sie an sich selbst erfahren. Diese jährliche Zusammenkunft in Verbindung mit dem Abendmahl des Herrn kann also zu Recht als einzig in ihrer Art bezeichnet werden. Alle aufrichtig interessierten Menschen sollten ihr beiwohnen. Sie ist ein Bestandteil des echten Gottesdienstes. Alle Anwesenden sind sinnbildlich am „Tische Jehovas“ zu Gast, obwohl nur jene von den Symbolen — dem ungesäuerten Brot und dem Wein — genießen, die das Zeugnis des Geistes Gottes haben, das sie als geistige Söhne Gottes oder „Erben Gottes und Miterben Christi“ bestätigt. Doch dadurch, daß an diesem Abend alle anwesend sind und hören, was gesagt wird, werden sie erneut daran erinnert, wie wichtig es ist, Jehova im Interesse seines Königreiches mit ungeteiltem Herzen zu dienen und ihm ausschließlich ergeben zu sein, alles zu meiden, was sie als solche kennzeichnen würde, die am „Tisch der Dämonen“ dienen, und sich eng an die Neue-Welt-Gesellschaft der treuen Zeugen Jehovas zu halten, da wir heute in der Zeit leben, in der Jehova alle Schafe sammelt und sie „zur Einheit“ bringt „wie eine Herde Schafe in die Hürde“. — Micha 2:12; Joh. 10:16, NW.

      28. Wie erfüllte sich Psalm 116 an Jesus, und wie bewahrheitet er sich an allen, die in den neuen Bund aufgenommen worden sind?

      28 Jene, die auf ein himmlisches Leben hoffen und, wie erwähnt, das Zeugnis des Geistes haben, nehmen an den Symbolen teil, nachdem sie sich geprüft und festgestellt haben, daß sie der Teilnahme würdig sind. Diese geistigen Söhne wissen genau, was dies alles für sie bedeutet und was sie tun müssen, um ihr vertrautes, inniges Verhältnis zueinander, zu ihrem Herrn und Haupt und vor allem zu Jehova aufrechtzuerhalten. Da sie für alles, was sie aus seiner Hand empfangen haben, dankbar sind, beten sie wie einst Jesus (wie wir das aus einem prophetischen Psalm erfahren): „Wie soll ich Jehova alle seine Wohltaten an mir vergelten?“ und sind ebenso fest entschlossen, das zu tun, was er nach demselben Psalm tat: „Dir [Jehova] will ich Dankopfer opfern, und anrufen den Namen Jehovas. Ich will Jehova meine Gelübde bezahlen.“ Sie vollenden ihren Lebensweg, indem sie, gestärkt durch Jesu herrliche Verheißung: „Ich werde dir die Krone des Lebens geben“, bis zum Tode treu bleiben. Welchen Trost und welch starke Zuversicht muß Jesus in seiner Stunde der Bedrängnis damals empfangen haben und erhalten auch seine Nachfolger, die den gleichen Weg gehen wie er, beim Lesen der Worte, die Jehova vor langer Zeit zu ihrem Nutzen niederschreiben ließ: „Kostbar ist in den Augen Jehovas der Tod seiner Frommen [Treuen, NW]“! — 1. Kor. 11:28; Off. 2:10; Ps. 116:12-19, Fußnote.

  • Die Unvergänglichkeit der Bibel
    Der Wachtturm 1962 | 15. Mai
    • Die Unvergänglichkeit der Bibel

      ● Professor Oscar Paret schreibt in seinem Buch Die Bibel, ihre Überlieferung in Druck und Schrift, daß die Bibel erhalten geblieben sei, weil sie unter der göttlichen Verheißung stehe: „Das Wort des Herrn bleibt in Ewigkeit.“ — 1. Pet. 1:25.

      „Das Ergebnis unserer Betrachtung ist kurz dies: D i e B i b e l i s t d a s b e s t ü b e r l i e f e r t e B u c h d e s g a n z e n A l t e r t u m s. Wohl sind die biblischen Schriften von Menschen geschrieben und durch Menschen überliefert und daher auch mit den Fehlern und Unvollkommenheiten menschlichen Schrifttums behaftet. Aber als Christen spüren wir hinter all den menschlichen Schicksalen der Bibel das Walten Gottes, der sie allen Angriffen der Menschen zum Trotz durch die schwersten Verfolgungen hindurch schon zwei Jahrtausende bewahrt hat. Unendlich viele wertvolle Werke menschlichen Geistes sind zugrunde gegangen und vergessen. Die Bibel aber, die heute immer noch auf einem Siegeszug ohnegleichen durch die ganze Welt geht, die jährlich noch immer in vielen Millionen Stück gedruckt und verbreitet wird und die als Ganzes oder in Teilen schon in elfhundert Sprachen übersetzt ist, wird weder zugrunde gehen noch vergessen werden, weil sie als Zeugnis der Offenbarung Gottes unter der Verheißung steht: Gottes Wort bleibt in Ewigkeit. Um dieses Wortes Gottes willen, das sie als köstlichen Schatz in irdenen Gefäßen birgt, und das ihre an Weite und Tiefe alle anderen Bücher der Weltliteratur himmelhoch überragende Wirkung auf die menschliche Gesittung erklärt, die sich auch äußert auf dem Gebiet der Dichtkunst (Lieder eines Luther und Paul Gerhardt, Sprache unserer Klassiker), der bildenden Kunst (Grünewald, Dürer, Riemenschneider) und der Musik (Joh. Seb. Bach), ist die Bibel und wird sie immer bleiben das Buch der Bücher.“

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