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Sei auf der Hut vor den Gefahren des SpiritismusErwachet! 1970 | 8. September
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magst du dich, wenn du in einer Notlage bist oder wenn dir Leid widerfährt, dem Spiritismus zuwenden, weil du das Bedürfnis hast, mit Verstorbenen — denn du glaubst ja, daß sie noch leben — zu sprechen.
Sei auch auf der Hut vor Sitten, die harmlos erscheinen mögen, durch die man sich aber dem Einfluß der Dämonen aussetzen mag. Auf Puerto Rico ist es Brauch, einem Neugeborenen ein kleines Amulett um das Handgelenk zu binden. Das Amulett wird als „Piedra de Azabache“ bezeichnet und ist gewöhnlich ein kleines Abbild einer Hand. Dieses Amulett soll den „bösen Blick“ abwehren. Auf Puerto Rico ist es auch Sitte, im Garten ein kleines Haus für die Geister aufzustellen und sie dort mit Nahrung und Wasser zu versorgen. Man will die Geister auf diese Weise davon zurückhalten, in die Wohnung einzudringen und irgendwelchen Schaden zu stiften. Diese Bräuche haben aber mit Spiritismus zu tun, und deshalb sollte man sie nicht mitmachen. Wer diese Bräuche pflegt, setzt sich der Gefahr aus, unter den Einfluß der Dämonen zu geraten.
Man sollte auch in seiner Wohnung nach Gegenständen Umschau halten, die eindeutig mit Spiritismus zu tun haben, und wenn man derartige Gegenstände findet, sollte man sie sofort beseitigen. Vor kurzem begann ein junges Ehepaar, das häufig von Dämonen belästigt worden war, mit Jehovas Zeugen die Bibel zu studieren. Die junge Frau pflegte im Haus merkwürdige Geräusche zu hören und Gestalten zu sehen. Als mit dem Bibelstudium begonnen wurde, erklang plötzlich eine kleine Glocke. Dann wurde das Läuten immer lauter, bis es so laut war, daß das Studium abgebrochen werden mußte. Da Angehörige dieses Ehepaares sich mit Spiritismus beschäftigt hatten, wurde ihm jetzt empfohlen, die Wohnung nach Gegenständen zu durchsuchen, die es den Dämonen vielleicht ermöglichen würden, Eingang in die Wohnung zu finden. Obschon das geschah, hörten die Belästigungen durch die Dämonen nicht auf.
Eines Tages fiel der Blick des jungen Mannes auf ein Kettchen, das seine Frau um den Hals trug und an dem der Ehering ihrer Großmutter hing, die Spiritistin gewesen war. Die beiden fuhren darauf mit dem Auto ans Meer und warfen den Ring ins Wasser. Doch welch eine Überraschung erlebten sie in diesem Augenblick! Als der Ring durch die Luft flog, hörten die beiden eine Stimme, die wehklagend rief: „Ah ... ah ... a-a-a-h“, das Klagen hörte erst auf, als der Ring ins Wasser fiel.
Im Hause dieses Ehepaares ist jetzt alles ruhig. Es kann die Bibel studieren und die christlichen Zusammenkünfte besuchen, ohne irgendwie belästigt zu werden. Diese Erfahrung zeigt, wie wichtig es ist, daß man, wenn man solche Probleme hat, wirklich alles beseitigt, was mit Spiritismus zu tun hat.
Sich freikämpfen und frei bleiben
Wie kann man sich vom Einfluß der Dämonen freikämpfen? Was soll man tun, wenn man von Dämonen angegriffen wird?
Vor allem denke man daran, daß Jesus seine Nachfolger beten lehrte: „Befreie uns von dem, der böse ist.“ (Matth. 6:13) Wende dich Jehova Gott zu, vertraue auf ihn, und laß dich von seinem Wort leiten. Studiere Gottes Wort, die Bibel, und lebe dann nach den Grundsätzen der Bibel. Sei entschieden, sei wachsam, und handle in Übereinstimmung mit den Worten des Jüngers Jakobus, der schrieb: „Widersteht dem Teufel.“ — Jak. 4:7.
Der Apostel Paulus empfiehlt ebenfalls, Widerstand zu leisten, und schreibt daher: „Legt die vollständige Waffenrüstung Gottes an, damit ihr gegen die Machenschaften des Teufels standzuhalten vermögt; denn wir führen ... einen Kampf ... gegen die bösen Geistermächte in den himmlischen Örtern.“ (Eph. 6:11, 12) Eine Person, die eine Waffenrüstung anlegt, tut das, weil ihr ein Kampf bevorsteht. Und wenn sie mitten im Kampf steht, darf sie nicht lässig werden, sondern muß wachsam sein, sonst mag sie den Kampf verlieren.
Gelegentlich glauben Personen, die Christen zu sein beanspruchen, sie wären vor den Dämonen so sicher, daß diese ihnen nichts anhaben könnten. Das ist jedoch ein Trugschluß. Satan und seine Dämonen sind ganz besonders daran interessiert, gegen die Diener Gottes zu kämpfen. (Offb. 12:17) Man sollte die Schranken nie fallenlassen, sondern immer Widerstand leisten.
Ein warnendes Beispiel ist folgender Fall, der sich in einem kleinen Ort auf Puerto Rico zugetragen hat. Eine Familie hatte eine Zeitlang unter den Angriffen von Dämonen zu leiden. Die Fenster öffneten und schlossen sich von allein, im ganzen Haus hörte man Gepolter, und wenn ihr Töchterchen morgens aufwachte, hatte es am Arm Zähne abgezeichnet, als hätte ein Tier es mit der Schnauze am Arm gepackt. Dann begann diese Familie, mit Jehovas Zeugen die Bibel zu studieren. Als sie anfing, „die vollständige Waffenrüstung Gottes“ anzulegen, ließ das Treiben der Dämonen allmählich nach.
Etwa ein Jahr verging, und die Familie hatte Ruhe. Eines Abends jedoch, als sie von einem Gruppenbibelstudium zurückkehrte, legte der Vater seine Bibel und die Bücher auf den Tisch und sagte: „Wir haben jetzt die Wahrheit und sind frei, wir wollen einmal sehen, ob die Dämonen uns noch etwas anhaben können.“
Fast augenblicklich begannen die Bücher, in alle Richtungen zu fliegen. Man legte die Bücher wieder auf den Tisch, und eine Bibel wurde in die Nähe der Tür gestellt. Doch die Bücher flogen erneut vom Tisch herunter. Da man die Bibel im Zimmer nicht mehr fand, öffnete man die Tür, um zu sehen, ob sie vor der Tür liege. Und tatsächlich, sie lag auf der Treppe. Darauf ertönten aus dem Schlafzimmer der Kleinen Schreie. Als die Eltern zu ihr eilten, sahen sie, daß das Kind verzweifelt nach Luft rang, weil ihm das Nachthemdchen um den Hals gewickelt war! Die ganze Familie mußte im Haus eines Predigers der Zeugen Jehovas Zuflucht suchen und dort eine Zeitlang bleiben.
Welch einen Fehler dieser Vater doch gemacht hatte! Er leistete den Dämonen keinen Widerstand, sondern forderte sie heraus, und sie nahmen die Herausforderung an. Hüte dich davor, selbstsicher zu werden. Bete stets zu Jehova, daß er dich „von dem, der böse ist“, befreie. Suche bei Jehova Zuflucht. — Spr. 18:10.
Ein Mann, der aufgehört hatte, sich mit Spiritismus abzugeben, wurde plötzlich teilweise gelähmt. Kein Arzt konnte ihm helfen. Dieser Mann pflegte gewisse Punkte in seinen biblischen Predigten mit Gegenständen, die bei der Dämonenverehrung benutzt wurden, zu veranschaulichen. Waren etwa diese Gegenstände die Ursache seiner Krankheit? Ja, denn nachdem der christliche Prediger diese Gegenstände vernichtet hatte, wurde er allmählich gesund.
Zeigen diese Beispiels nicht deutlich, wie notwendig es ist, vor den Gefahren des Spiritismus auf der Hut zu sein? Täusche dich nicht. Spiritismus bedeutet Kontakt mit bösen Geistermächten. Deshalb warnt Gott, der Allmächtige, sein Volk vor jeglichen spiritistischen Praktiken.
Möchtest du unter den Einfluß der Dämonen geraten? Wenn nicht, dann sei auf der Hut vor den Gefahren des Spiritismus! Meide alles, was mit spiritistischen Praktiken verbunden ist. Lege die vollständige christliche Waffenrüstung an. Studiere die Bibel. Bete unaufhörlich zu Gott. Versammle dich regelmäßig mit dem Volke Gottes, seinen wahren Zeugen. Widerstehe stets dem Teufel. Dann wirst du vor dem Einfluß böser Geistermächte bewahrt bleiben.
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Regen oder SonnenscheinErwachet! 1970 | 8. September
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Regen oder Sonnenschein
◆ Autofahrer meinen oft, bei Regen oder Schnee mußten sie besonders vorsichtig fahren, weil es dann besonders gefährlich sei, und das stimmt. Eine Versicherungsgesellschaft berichtet jedoch, daß sich bei klarem Wetter und auf trockenen Straßen am meisten Unfälle ereignen. Von den 52 200 Personen, die im Jahre 1967 auf den Autobahnen der Vereinigten Staaten ums Leben kamen, starben etwa 80 Prozent bei klarem Wetter, während die Straßen trocken waren.
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