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  • Kannst du dein Leben verlängern?
    Erwachet! 1977 | 8. Juni
    • Seele um meinetwillen und um der guten Botschaft willen verliert, wird sie retten“ (Mark. 8:35). „Wer seine Seele liebhat, vernichtet sie; wer aber seine Seele in dieser Welt haßt [wer sein Leben nicht allzu teuer einschätzt], wird sie zum ewigen Leben bewahren“ (Joh. 12:25).

      Wieso kann der vorzeitige Tod durch die Hand von Verfolgern die Seele zum ewigen Leben bewahren?

      Weil der Mensch, der wegen seiner Treue zu Gott stirbt, sicher sein kann, von ihm mit der Aussicht auf ewiges Leben auferweckt zu werden. Der Mensch dagegen, der Kompromisse schließt, mag zwar sein Leben um einige wenige Jahre verlängern, aber durch sein Nachgeben gefährdet er die Aussicht auf ewiges Leben. Wenn er so handelt, daß er sein gutes Verhältnis zu Gott zerstört, tauscht er die Aussicht auf ein glückliches ewiges Leben gegen einige wenige kurze Jahre in einer gottlosen Welt ein. Welch törichte Entscheidung!

      Wenn du somit den aufrichtigen Wunsch hast, dein Leben zu verlängern, bemühe dich, die vernünftigen Normen der Bibel kennenzulernen und anzuwenden. Handle so, auch wenn man dich deswegen unter Druck setzt. Denke immer daran, daß dir kein Mensch, sondern nur Gott ewiges Leben zu geben vermag.

  • Für Heimwerker: Sicherheit bei der Holzverarbeitung
    Erwachet! 1977 | 8. Juni
    • Für Heimwerker: Sicherheit bei der Holzverarbeitung

      IN DEN wenigen Minuten, die man braucht, um diesen Artikel zu lesen, werden auf der Erde Tausende von Tonnen einzigartigen Baumaterials entstanden sein. Trotz seiner großen Festigkeit hat es im allgemeinen ein sehr geringes Gewicht. Man kann es verhältnismäßig preiswert kaufen. Es ist für fast alle Völker der Erde schnell verfügbar. Das Aussehen ist von absoluter Schönheit. Ja, die Wälder der Erde liefern ständig eine endlose Fülle des begehrenswerten Holzes.

      Wie war es nur möglich, ein Material zu erfinden, das derart fest, leicht, wirtschaftlich sowie leicht verfügbar ist und so schön aussieht? Es ist das Produkt unseres Schöpfers. Das Holz wurde tatsächlich für den Menschen erdacht, zu seinem Nutzen bestimmt. Kannst du dir in Gedanken die schönen Farben und Maserungen von Walnuß, Mahagoni, Eiche oder Ahorn vorstellen? Kannst du den Duft frisch geschnittener Kiefer oder Fichte wahrnehmen? Das Holz und die Fähigkeit, es zu verarbeiten, sind wirklich Gaben eines liebevollen Schöpfers.

      Holzverarbeitung im Altertum

      Sowohl in weltlichen als auch in biblischen Geschichtsberichten wird schon zu Beginn der Menschheitsgeschichte die Holzverarbeitung erwähnt. Man hat viele Sägen gefunden, die in alter Zeit verwendet wurden. Einige sind aus Stein, andere aus Eisen hergestellt. Eine der ältesten Steinsägen entdeckte man im Ur der Chaldäer (Mesopotamien). Diese Sägen bestehen aus Obsidian, einem vulkanischen Glas, und sind nur ungefähr fünf Zentimeter lang. Man nimmt an, daß sie von den Sumerern, den Bewohnern des südlichen Mesopotamiens, hergestellt wurden, und zwar vor der Zeit Abrahams.

      Eine der ältesten Eisensägen fand man in der Nähe von Ninive, in Nimrud. Sie sieht den Sägen sehr ähnlich, die heute in Gebrauch sind. Möglicherweise gab es dort viele Eisensägen, da jedoch Eisen schnell oxydiert, haben nur wenige den Zahn der Zeit überlebt. Abbildungen von Sägen erscheinen auf ägyptischen Denkmälern, und man hat auch Bronzesägen und Raspeln gefunden, die aus dem alten Ägypten stammen. Ihre Besonderheit besteht darin, daß im Gegensatz zu den neuzeitlichen Sägen der westlichen Welt die Zähne nach hinten gerichtet sind. Interessanterweise werden in vielen orientalischen Ländern bis auf den heutigen Tag Sägen mit nach hinten gerichteten Zähnen verwendet.

      Wir lesen in der Bibel in 2. Mose 35:33, daß die Geschicklichkeit des Bezalel von Gottes Geist gefördert wurde „zum Bearbeiten von Holz, um kunstvolle Erzeugnisse

  • Erdbebenwarnung! — Was sollte man tun?
    Erwachet! 1977 | 8. Juni
    • Erdbebenwarnung! — Was sollte man tun?

      MÖGLICHERWEISE verloren allein im Jahre 1976 mehr als 686 800 Personen zufolge der weltweiten Erdbebentätigkeit ihr Leben. Tausende verloren materielle Besitztümer, ihre Häuser eingeschlossen. Wenn diese mächtigen Erdstöße „rütteln“, ist wirklich alles möglich — der Verlust von Besitz und Leben sowie die Gefahr, schwere Verletzungen davonzutragen.

      Mäßige Erdbeben haben auf der Richter-Skala die Stärke 6 bis 6,9. Bei größeren Erdstößen werden auf der Richter-Skala Werte von 7 bis 7,9 registriert und bei starken Beben 8 oder mehr. In Guatemala, an der Grenze zwischen Panama und Kolumbien, auf den Kurilen, in der Türkei, auf Sumatra und Neuguinea war jeweils ein größeres Beben; in der Sowjetunion waren zwei und in China drei. Zwei starke ereigneten sich auf den Kermadecinseln im Südpazifik und eines auf Mindanao (Philippinen). Allerdings beschränkte sich die weltweite Erdbebentätigkeit während des Jahres 1976 nicht auf diese Beben.

      Da Erdbeben so gefährlich und todbringend sein können, erheben sich folgende Fragen: Was solltest du tun, wenn du durch Rundfunk oder Fernsehen vor einem Erdbeben gewarnt würdest, das sich morgen oder übermorgen an deinem Wohnort ereignen soll? Können denn Wissenschaftler wirklich Erdbeben voraussagen? Wie sehr sollte sich zum Beispiel die Bevölkerung von Südkalifornien die Veröffentlichungen zu Herzen nehmen, in denen wegen einer gefährlichen Schwelle gewarnt wurde, die sich in diesem Gebiet entwickelt hat?

      Anfänge der Erdbebenvoraussage

      Es hat schon einige Erdbeben gegeben, die genau vorausgesagt wurden. Dr. James H. Whitcomb, ein Geophysiker am California Institute of Technology, machte eine der ersten erfolgreichen Vorhersagen. Im Dezember 1973 sagte er voraus, daß sich innerhalb von drei Monaten östlich von Riverside (Kalifornien) ein Erdbeben ereignen würde und daß es nach der Richter-Skala eine Magnitude (Stärke) von 5,5 oder mehr haben würde. In Übereinstimmung mit der Voraussage trat am 30. Januar ein Beben ein, das ungefähr 48 Kilometer östlich von Riverside ausging. Allerdings betrug die Stärke lediglich 4,1 nach der Richter-Skala.

      Im gleichen Jahr sagten am Abend des 27. Novembers Wissenschaftler vom Laboratorium „Menlo Park“ des amerikanischen Geologischen Dienstes bei einem inoffiziellen Geologentreffen voraus, daß am San Andreas Fault in der Nähe von Hollister ein Erdbeben von der Stärke 5 zu erwarten sei, und zwar möglicherweise am nächsten Tag. Gleich am Nachmittag des nächsten Tages wurde Hollister von einem Erdbeben der Stärke 5,2 auf der Richter-Skala heimgesucht.

      Die bei weitem beeindruckendste Erdbebenvoraussage, die es bisher gab, wird aus China berichtet. Am 4. Februar 1975 wurde in Haich’eng (Provinz Liaoning) im Nordosten Chinas ein starkes Erdbeben mit der Stärke 7,3 verzeichnet. Die Stadt wurde zerstört, aber es gab nur wenig Tote, weil die Seismologen das Beben vorhergesehen und die Bevölkerung vor der Gefahr gewarnt hatten. Es wurde angeordnet, das ganze Gebiet zu evakuieren, so daß dort schließlich eine Million Bewohner ihre Häuser verließen. Nur fünfeinhalb Stunden waren nach der letzten Warnung vergangen, und schon kam der zerstörerische Erdstoß. Obwohl Tausende von Häusern zerstört wurden, kamen lediglich ungefähr 200 Personen ums Leben.

      Die Bevölkerung anderer Erdbebengebiete fragt sich, da sie nun von der rechtzeitigen Warnung in China erfahren hat, ob man nicht auch bei ihnen einen solchen Voraussagedienst einrichten könnte. Aufgrund welcher Anzeichen sind Seismologen dazu in der Lage, zu sagen, daß ein Beben bevorsteht? Welche Art von Instrumenten benutzen sie? Inwieweit wäre die Bevölkerung bereit, auf Erdbebenwarnungen zu reagieren, indem sie ihre tägliche Routine unterbrechen würde? Und welche Folgen könnten Fehlalarme haben?

      Vorausgehende Erdkrustenbewegungen

      Die Geologen müssen erstens einmal — um Beben voraussagen zu können — auf Anzeichen für eine Verformung der Erdoberfläche achten. Man nimmt an, daß sich große Platten der äußeren Erdkruste langsam verschieben. Wo zwei Platten aneinandergeraten, entstehen geologische Verwerfungen. Stoßen zwei Platten gegeneinander, dann kann es sein, daß sich der Boden aufwirft. Verschiebt sich dagegen eine Platte entlang der anderen, so verschieben sich in waagerechter Richtung die Linien, die quer zur Verwerfung verlaufen.

      Solche Bewegungen machen im Jahr nur ein paar Zentimeter aus und fallen daher nicht auf. Man kann sie indes durch genaue Beobachtungen aufdecken, die sich über eine Reihe von Jahren erstrecken. Die sogenannte Palmdaleschwelle nördlich von Los Angeles (Kalifornien) ist ein 12 000 Quadratkilometer umfassendes Gebiet, das angehoben wird. Es ist gegenwärtig 25 Zentimeter höher als vor fünfzehn Jahren. Daraus kann man schließen, daß sich eine Spannung aufbaut, die schließlich durch ein Erdbeben ausgeglichen wird.

      Untersuchungen, die man seit vielen Jahren weiter nördlich entlang des San Andreas Fault (Kalifornien) durchführt, haben gezeigt, daß sich der Boden auf der Westseite Stück für Stück in nördlicher Richtung gegen den Boden auf der Ostseite verschiebt. In der Umgebung der Stadt Hollister wird diese Bewegung von einer mehr oder weniger regelmäßigen Folge kleiner Beben entlang der Verwerfung begleitet. Weiter im Norden, wo die Verwerfung durch San Francisco verläuft, fehlt diese Erscheinung. Hier scheinen sich die beiden Teile der Verwerfung seit dem großen Beben von 1906 ineinander verkeilt zu haben. Wenn sich das tatsächlich so verhält, ergibt sich die unheilvolle Schlußfolgerung, daß sich, sobald die Beanspruchungsgrenze des Gesteins erreicht sein wird, die zunehmende Belastung plötzlich in einem weiteren verheerenden Beben einen Ausweg suchen wird.

      Die Seismologen können durch die gewöhnlichen Untersuchungsmethoden feststellen, wo die Gefahr eines Erdbebens besteht, können aber nur eine ungefähre Vorstellung über Zeit und Stärke des Bebens vermitteln. Seit einiger Zeit setzt man für genaue Untersuchungen in dem Gebiet von Hollister Laser ein. Auf diese Weise kann man die Verschiebungen von Markierungspunkten auf den beiden gegenüberliegenden Seiten der Verwerfung messen. Folglich können kleinere Verschiebungen viel schneller festgestellt werden. Das verspricht eine Hilfe für eine exaktere Zeitvoraussage von Erdbeben zu sein.

      Erdbebenvorläufer

      Die wertvollsten Anhaltspunkte bei der Erdbebenvoraussage liefert gegenwärtig die Auswertung der seismographischen Aufzeichnungen kleiner Erdbeben oder künstlicher Explosionen (wie zum Beispiel in Steinbrüchen). Die Seismologen unterscheiden bei der Fortpflanzung der Erdbebenwellen durch den Mantel der Erde seit langem zwischen zwei Arten von Signalen. Die eine nennt man P-Welle. Sie breitet sich durch den Druck aus, den sie in ihrer Laufrichtung auf das Gestein ausübt. Die andere, die sogenannte S-Welle, pflanzt sich durch einen nach der Seite, senkrecht zur Richtung der Welle, ausgeübten Druck fort. Die P-Wellen breiten sich schneller durch das Gestein hindurch aus als die S-Wellen und erscheinen daher auf dem Seismographen zuerst.

      Im Jahre 1971 berichteten sowjetische Wissenschaftler, daß sich nach ihren Feststellungen die P-Wellen kurz vor einem großen Erdbeben verlangsamen. Einige Wochen oder Monate vorher nimmt die Geschwindigkeit ab, normalisiert sich indes plötzlich einige Stunden oder Tage vor dem Beben. Amerikanische Wissenschaftler konnten diese Beobachtungen bestätigen, als sie die bisher gemachten Aufzeichnungen durchsahen. Sie stellten tatsächlich fest, daß dreieinhalb Jahre vor dem zerstörerischen Beben von San Fernando (Kalifornien) im Jahre 1971 die Geschwindigkeit der P-Wellen gesunken war. Diese Erscheinung war die Grundlage für die erfolgreiche Voraussage des Bebens von Riverside im Jahre 1974.

      In Gebieten, die seismisch aktiv sind, ist es normal, daß häufig kleine Beben der Stärke 3 oder 4 auftreten — zu geringfügig, als daß sie ohne Instrumente wahrnehmbar sind. Man hat herausgefunden, daß diese kleineren Beben unter Umständen aufhören, einer Ruheperiode von einigen Monaten weichen und dann kurz vor einem großen Beben wieder einsetzen. Also können Wissenschaftler eine rechtzeitige Warnung und auch eindringliche Anzeichen für ein zerstörerisches Erdbeben erhalten, indem sie sorgfältig die Aufzeichnungen der Seismographen überwachen, die in einem Kontrollgebiet aufgestellt sind.

      Andere Warnsignale

      Andere Meßmethoden, die sich bei der Voraussage des Zeitpunktes und der Stärke von Erdbeben als nützlich erweisen können, beruhen auf Gesteinsstudien im Labor. Wird eine Gesteinsprobe einer wachsenden Belastung ausgesetzt, dann werden Anzeichen für die Spannung sichtbar, lange bevor sie bricht. Das Gestein scheint sich zu wölben, während sich winzige Risse bilden, die immer größer werden. Dabei zeigen mehrere Eigenschaften des Gesteins Veränderungen, die nicht nur im Labor, sondern auch in der Erdkruste gemessen werden können. Zu diesen Folgeerscheinungen gehören: 1. Zunahme des Gesteinsvolumens, 2. Veränderung des elektrischen Widerstandes, 3. entsprechende Veränderungen im Magnetfeld der Umgebung und 4. erhöhte Wasser- und Gasdurchlässigkeit. Dadurch ist es möglich, im Freien Meßmethoden anzuwenden, die Warnsignale für bevorstehende Erdbeben liefern.

      Wenn sich das Gestein wölbt, verschiebt sich meistens seine Lage etwas. Man kann im Gestein einen Neigungsmesser (ähnelt einer Wasserwaage, ist aber viel empfindlicher) anbringen, der eine solche Verschiebung anzeigt. Durch eine Vielzahl solcher Geräte, die auf einer Strecke von ungefähr 85 Kilometern entlang des San Andreas Fault angebracht sind, ergaben sich die Hinweise, auf die sich die Vorhersage von Hollister im November 1974 hauptsächlich gründete.

      Den elektrischen Widerstand des Gesteins in einem Erdbebengebiet kann man messen, indem man, mehrere Kilometer voneinander entfernt, Elektroden im Boden verankert, sie unter Strom setzt und an anderen Elektroden die Stromspannung mißt. Aus Studien, die man in der UdSSR gemacht hat, geht hervor, daß der Widerstand mehrere Monate vor einem Erdbeben allmählich abnehmen kann. Manchmal wird diese Veränderung kurz vor dem Beben rückläufig. In ähnlicher Weise kann ein bevorstehendes Beben durch die ungewöhnlichen Meßergebnisse eines Gerätes angezeigt werden, das die Veränderung des Erdmagnetfeldes mit äußerst hoher Genauigkeit mißt. Vor den Erdstößen von Hollister hatte man solche magnetischen Veränderungen beobachtet.

      Bevor das Gestein reißt, nimmt die Porosität zu, und das scheint mit der Beobachtung übereinzustimmen, daß man im Quellwasser vor einem Beben mehr Radon findet als sonst. Radon ist ein radioaktives Gas, das durch Spuren von Uran im Gestein erzeugt wird. Je größer die Risse unter der zunehmenden Belastung werden, um so mehr Radon kann in das Grundwasser entweichen. Die Geräte, mit denen man die Ausstrahlung dieses Stoffes feststellen kann, sind äußerst empfindlich und können eingesetzt werden, um die Quellen in einem Erdbebengebiet zu überwachen.

      Die Wölbung des Gesteins scheint auch die Veränderungen im Quellwasserspiegel zu erklären, die man oft vor Erdbeben beobachtet hat. Das einzige Erfordernis besteht darin, daß jemand auf die betreffenden Quellen achtgibt und jede Veränderung weitermeldet. In Japan gibt es eine Arbeitsgemeinschaft von Amateuren, die von sich behaupten, sie seien in der Lage, Erdbeben allein aufgrund dieser Methode vorauszusagen.

      Es gibt Erzählungen darüber, daß sich Tiere kurz vor einem Beben eigenartig verhalten. Man sagt, Pferde würden scheu werden, Hunde würden von zu Hause fortlaufen, Ratten würden Gebäude verlassen und Hühner würden nicht an ihren Schlafplatz gehen. In der freien Wildbahn wandern die Eichhörnchen und die Vögel aus, und die Schlangen verlassen in großen Scharen ihre Erdlöcher. In den Käfigen geraten die Affen in Panik, die Pfauen schreien, die Schwäne verlassen das Wasser, und die Panda winseln und tanzen. In China werden solche Berichte ernst genommen und zusammen mit den „wissenschaftlichen“ Angaben für die Erdbebenvorhersage verwendet. Einige Wissenschaftler des Westens zeigen sich jetzt etwas eher geneigt, das Verhalten der Tiere ebenso als nützlichen Erdbebenvorläufer anzusehen und zu studieren.

      Programme für Erdbebenvorhersagen

      Im großen und ganzen scheinen die Wissenschaftler der Fähigkeit, Erdbeben vorherzusagen, immer näherzukommen. Die Lösung der grundlegenden wissenschaftlichen Probleme, die dabei eine Rolle spielen, ist eine Sache — die Erdbebenvorhersagen überall dort auf der Erde zugänglich zu machen, wo sie erwünscht sind, ist dagegen eine ganz andere Sache. Die Wissenschaftler, die sich damit beschäftigen, weisen darauf hin, daß die finanzielle Unterstützung, die ihnen in den Vereinigten Staaten für die Erdbebenforschung gewährt wird, sehr gering ist. Wenn wirklich alle Geräte entwickelt werden sollen, die in großen Gebieten an vielen Stellen benötigt werden, dann werden sogar noch viel größere Kosten entstehen. Obendrein würde ein großer Mitarbeiterstab benötigt werden, der sich aus Wissenschaftlern und Technikern zusammensetzt, die die Geräte überwachen und die Aufzeichnungen auswerten.

      Aber nehmen wir einmal an, wir hätten einigermaßen zuverlässige Erdbebenvorhersagen. Was würden wir damit anfangen? Einige haben die Sorge zum Ausdruck gebracht, daß die Bevölkerung durch die Vorhersage in eine solche Panik geraten könnte, daß dadurch ein ebenso großer Schaden entstehen könnte wie durch das Beben selbst. Diese Furcht scheint zwar übertrieben zu sein, doch wie verhält es sich mit blindem Alarm? Nehmen wir an, in einer großen Stadt würden Industrie und Handel aufgrund einer Erdbebenwarnung ihren normalen Betrieb einstellen oder einschränken, doch nach ein oder zwei Tagen würde nichts passieren, und die Warnung würde aufgehoben werden. Stelle dir vor, wie viele Klagen man dann über den wirtschaftlichen Verlust hören würde!

      Einige Personen sprechen sich sogar dagegen aus, die Öffentlichkeit vor einem Erdbeben zu warnen. Als Dr. Whitcomb die Zeitungen davon unterrichtete, daß das Gebiet von Los Angeles unter Umständen innerhalb eines Jahres von einem großen Beben heimgesucht werde, sprach ein Stadtrat davon, gegen ihn auf Schadenersatz zu klagen, weil durch seine Meldung die Immobilienpreise gedrückt werden würden.

      Was würdest du tun?

      Wie würdest du auf eine glaubwürdige Erdbebenvorhersage reagieren? Würdest du deinen Lebensalltag ändern, um die Überlebenschance zu erhöhen, falls sich die Vorhersage als wahr erwiese? Welche Schritte könntest du unternehmen?

      Du könntest für die Möglichkeit sorgen, daß deine Familie im Freien schläft. Falls du eine Campingausrüstung hast, wie zum Beispiel ein Zelt, Schlafsäcke, Taschenlampen oder einen Ofen, könntest du sie gut verwenden. Wenn du ein Auto hast, könntest du es vor der Garage, in der Grundstückseinfahrt oder auf der Straße stehenlassen. Es wäre klug, an einem sicheren Platz etwas Trinkwasser in Behältern aufzubewahren. Konserven oder abgepackte Nahrungsmittel könnten ebenfalls an einer Stelle untergebracht werden, wo sie auch dann zugänglich sind, wenn deine Wohnung eingestürzt ist. Es wäre weise, zu vermeiden, sich in die Nähe größerer Gebäude zu begeben oder sie zu betreten. Weißt du, sofern du ein Einfamilienhaus bewohnst, wo man Gas und Strom abstellen kann, um das Risiko eines Feuerausbruches zu verringern, das gebrochene Stromleitungen und losgerissene Rohre bilden?

      Wenn es nicht unwahrscheinlich ist, daß in dem Gebiet, in dem du wohnst, ein verheerendes Erdbeben ausbricht, wären einige Vorsichtsmaßnahmen von Nutzen, selbst wenn ein Beben ohne Warnung eintritt. Du könntest eine Notausrüstung und deine Vorräte dort aufbewahren, wo du sie noch erreichen kannst, wenn dein Haus eingestürzt ist. Du könntest mit deiner Familie verschiedene Fluchtwege aus deinem Haus oder deiner Wohnung planen, für den Fall, daß die normalen Ausgänge versperrt sind. Eine stets leicht erreichbare Taschenlampe ist dir ebenfalls eine gute Hilfe.

      Wir können erwarten, daß es zerstörerische Erdbeben, wie es Jesus voraussagte, weiterhin „an einem Ort nach dem anderen“ bis zum Ende des gegenwärtigen „Systems der Dinge“ geben wird (Matth. 24:3, 7). Sollte bis dahin die Vorhersage von Erdbeben Praxis geworden sein, tut man gut daran, solche Warnungen ernst zu nehmen. Selbst wenn du jetzt in einem Erdbebengebiet wohnst, ist es vernünftig, zu überlegen, was du tun würdest, wenn ein großes Erdbeben ohne Warnung eintreten würde. Die Bibel sagt: „Klug ist der, der das Unglück gesehen hat und darangeht, sich zu verbergen“ (Spr. 22:3).

  • „Es wird große Erdbeben geben“
    Erwachet! 1977 | 8. Juni
    • „Es wird große Erdbeben geben“

      DAS Jahr: 33 unserer Zeitrechnung. Der Ort: Jerusalem. Ein Jünger Jesu Christi bewunderte die schönen Bauten auf dem Tempelareal der alten Stadt. Darauf sagte Jesus: „Siehst du diese großen Bauten? Bestimmt wird hier nicht ein Stein auf dem anderen gelassen, der nicht niedergerissen werden wird“ (Mark. 13:1, 2).

      Unter dem Eindruck dieser Worte traten später auf dem Ölberg die Apostel Petrus, Jakobus, Johannes und Andreas mit der Frage an Christus heran: „Sage uns: Wann werden diese Dinge geschehen, und was wird das Zeichen sein, wann alle diese Dinge zu einem Abschluß kommen sollen?“ Die erklärenden Worte, die Jesus darauf äußerte, zeigen, daß sich das „Zeichen“ aus mehreren Bestandteilen zusammensetzt. Christus wies auf einen Bestandteil des Zeichens wie folgt hin: „Es wird an einem Ort nach dem anderen Erdbeben geben.“ Oder, wie der Evangelist Lukas sich ausdrückt: „Es wird große Erdbeben geben“ (Mark. 13:3-8; Luk. 21:11).

      Und so geschah es

      Vor der Zerstörung Jerusalems und seines Tempels durch die Römer im Jahre 70 u. Z. ereigneten sich große und kleine Erdbeben. Als an dem Tag, an dem Jesus vom Tode auferweckt wurde, ein Engel vom Himmel herabstieg und den Stein von dem Grab Christi wegwälzte, gab es in der Nähe Jerusalems ein „großes Erdbeben“ (Matth. 28:1, 2). Einige Jahre später, als der Apostel Paulus und sein Gefährte Silas in Philippi im Gefängnis saßen und zu Gott beteten und ihn durch Lieder lobpriesen, griff Gott ein, indem er ein „großes Erdbeben“ bewirkte. Dadurch wurden die Gefängnistüren geöffnet und die Fesseln aller Gefangenen gelöst. Dieses Ereignis führte zur Bekehrung des Gefängnisaufsehers und seiner Familie zum Christentum (Apg. 16:25-34).

      Es gab aber vor der Zerstörung der Stadt Jerusalem und ihres Tempels im Jahre 70 u. Z. noch weitere Erdbeben. Der bekannte Bibelkommentator Albert Barnes schrieb: „Viele davon ereigneten sich in der Zeit vor der Zerstörung Jerusalems. Tacitus erwähnt, daß Rom in der Regierungszeit des Claudius durch ein Erdbeben erschüttert wurde, ferner daß in der Regierungszeit des Nero die Städte Laodicea, Hierapolis und Kolossä einem Erdbeben zum Opfer fielen und daß das berühmte Pompeji durch ein Erdbeben beinahe völlig zerstört wurde (Annalen, 15. Buch, Kapitel 22). Außerdem wird erwähnt, daß Smyrna, Milet, Chios und Samos von einem Erdbeben heimgesucht wurden.“

      Mehr als alte Geschichte

      Es ist somit gut belegt, daß sich vor 70 u. Z. „große Erdbeben“ ereigneten. Hat sich damit Christi Prophezeiung voll und ganz erfüllt? Nein. Das, was Jesus über Erdbeben vorhersagte, hat für die Menschen des 20. Jahrhunderts eine besondere Bedeutung. Die Frage, die Jesus beantwortete, zeigt das deutlich. Der Evangelist Matthäus formulierte die Frage wie folgt: „Sage uns: Wann werden diese Dinge sein, und was wird das Zeichen deiner Gegenwart und des Abschlusses des Systems der Dinge sein?“ (Matth. 24:3).

      Als Jesus antwortete, dachte er auch an seine künftige Gegenwart. Da diese Gegenwart und der „Abschluß“ des dann bestehenden „Systems der Dinge“ zusammenhängen, bezog sich seine Antwort auch auf die ferne Zukunft (Matth. 13:24-30, 36-43). Wohl gab es vor 70 u. Z., dem Jahr, in dem das jüdische System der Dinge endete, Erdbeben, doch sollten sich die prophetischen Worte Jesu „Es wird große Erdbeben geben“ in Zukunft noch in einem viel größeren Maß erfüllen.

      Jehovas Zeugen wissen aufgrund ihres Bibelstudiums, daß Jesus Christus seit 1914 u. Z. als himmlischer König gegenwärtig ist und daß von diesem Jahr an für das gegenwärtige System der Dinge die „Zeit des Endes“ begonnen hat (Dan. 12:9). Wie steht es nun mit den vorhergesagten Erdbeben?

      Aus zuverlässigen Quellen ist zu ersehen, daß sich im Laufe von 1 059 Jahren (856 bis 1914 u. Z.) nur 24 große Erdbeben ereigneten und daß dabei 1 972 952 Menschen ums Leben kamen. Man vergleiche diese Zahlen mit der beigefügten unvollständigen Aufstellung der 43 Orte, wo sich in nur 62 Jahren (von 1915 bis 1976 u. Z.) Erdbeben ereignet haben, bei denen 1 579 209 Tote zu beklagen waren. Es folgen die Jahreszahlen und die Orte, wo sich Erdbeben in dieser Zeit ereigneten, sowie die Angaben über die Zahl der Opfer:

      Die ungeheure Erdbebenhäufung seit dem Jahre 1914 ist ein weiterer Beweis dafür, daß wir in der Zeit der Gegenwart Jesu leben. Diese großen Erdbeben zeigen, daß Jesu Prophezeiung „Es wird große Erdbeben geben“ sich erfüllt.

      [Kasten auf Seite 11]

      JAHR ORT TOTE

      1915 Italien 29 970

      1920 China 180 000

      1923 Japan 143 000

      1927 China 200 000

      1932 China 70 000

      1933 USA 115

      1935 Indien (jetzt Pakistan) 60 000

      1939 Chile 30 000

      1939 Türkei 23 000

      1946 Türkei 1 300

      1946 Japan 2 000

      1948 Japan 5 131

      1949 Ecuador 6 000

      1950 Indien 1 500

      1953 Türkei 1 200

      1953 Griechenland 424

      1954 Algerien 1 657

      1956 Afghanistan 2 000

      1957 Iran (Nord-) 2 500

      1957 Iran (West-) 2 000

      1960 Chile 5 700

      1960 Marokko 12 000

      1962 Iran 10 000

      1963 Jugoslawien 1 100

      1964 Alaska 131

      1966 Türkei 2 529

      1968 Iran 11 588

      1970 Türkei 1 086

      1970 Peru 66 794

      1971 USA 65

      1972 Iran 5 057

      1972 Nicaragua 6 000

      1973 Mexiko (West-) 52

      1973 Mexiko (Mittel-) 700

      1974 Pakistan 5 200

      1975 China 200

      1975 Türkei 2 312

      1976 Guatemala 23 000

      1976 Italien 900

      1976 Bali 600

      1976 China 655 235

      1976 Philippinen 3 373

      1976 Türkei 3 790

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