Wachtturm ONLINE-BIBLIOTHEK
Wachtturm
ONLINE-BIBLIOTHEK
Deutsch
  • BIBEL
  • PUBLIKATIONEN
  • ZUSAMMENKÜNFTE
  • Südwestafrika, auch Namibia genannt — Land bunter Vielfalt
    Erwachet! 1970 | 8. Februar
    • Eine weitere einzigartige Sehenswürdigkeit in Südwestafrika ist der Fish-River-Cañon. Er ist über sechzig Kilometer lang, und die Wände beidseitig des Flusses sind über siebenhundertsechzig Meter hoch. Dieser Cañon ist der zweitgrößte der Welt, er wird nur vom Grand Canyon in den Vereinigten Staaten von Amerika übertroffen. Ebenfalls eine Sehenswürdigkeit ist ein Meteorstein, der etwa fünfundfünfzig Tonnen wiegt und der größte ist, den man je gefunden hat.

      Südwestafrika ist auch reich an verschiedenen Mineralien. Die bedeutendsten sind Kupfer und Diamanten. Um Diamanten zu gewinnen, hat man mit Hilfe von Bulldozern, die zu den größten der Welt zählen, ganze Sanddünen weggeschafft. Die Diamanten sind der wichtigste Ausfuhrartikel Südwestafrikas. An zweiter Stelle stehen die Karakulfelle. Die widerstandsfähigen Karakulschafe sind um die Jahrhundertwende von den Deutschen eingeführt worden. Sie gedeihen in der Kalaharisteppe vorzüglich. Das ermöglicht Südwestafrika, die überseeischen Länder mit schönen und wertvollen Fellen zu beliefern.

      Wie wird Namibias Zukunft aussehen?

      Dieses Land ist ohne Zweifel mit Naturreichtümern gesegnet. Der Besucher wird auch gefesselt durch die abwechslungsreiche Landschaft und die Vielfalt an Volksstämmen und Sitten. Dieses von der Sonne ausgedörrte Land bildet ohne Zweifel auch für die Politiker ein heißes Eisen. Die gegenwärtige politische Situation in Namibia oder Südwestafrika hat sich durch die Entwicklung nach den beiden Weltkriegen ergeben.

      Doch das Leben geht für die Bevölkerung dieses Landes den gewohnten Gang. Man sieht auch Anzeichen von Fortschritt in Form neuer Krankenhäuser, Schulen und Staudämme sowie auf dem Gebiet des Wohnungsbaues und des Schulwesens. Doch wie in jedem anderen Entwicklungsland, so gibt es auch hier Probleme, die noch einer Lösung harren.

  • Wie würdest du dich bei einer Katastrophe verhalten?
    Erwachet! 1970 | 8. Februar
    • Wie würdest du dich bei einer Katastrophe verhalten?

      IM vergangenen August raste der Hurrikan Camille, der eine Spitzengeschwindigkeit von über 350 Kilometern erreichte, über ein Gebiet mit einem Durchmesser von etwa 300 Kilometern hinweg; wie Dr. Robert H. Simpson, Leiter des Nationalen Hurrikan-Instituts, erklärte, war dieser Hurrikan „der schwerste aller je verzeichneten Hurrikane, die ein stark bevölkertes Gebiet des amerikanischen Kontinents heimgesucht haben“.

      Der Hurrikan Camille raste in der Nacht vom 17. August über den Golf von Mexiko auf die Küste Mississippis und Louisianas zu und fegte mit ungeheurer Gewalt durch die Staaten Alabama, Virginia und Westvirginia. Er richtete große Verwüstungen an und forderte viele Todesopfer. Kraftfahrzeuge und Häuser wurden wie Spielzeuge zertrümmert; Lastwagen wurden vom Sturm mitgerissen und überschlugen sich. Große Frachtschiffe wurden hin und her geworfen und schließlich auf Strand gesetzt. Der Sturm entwurzelte oder knickte Bäume und zerstörte Straßen und Brücken. Eine neun Meter hohe Flutwelle setzte Stadtviertel unter Wasser. Gewaltige Wogen schlugen immer wieder an die Küste und an Gebäude, die die Küste entlang standen. Nach wenigen Minuten lagen Dörfer und Städte in Trümmern; die Wohnungen von 41 000 Familien waren zerstört oder stark beschädigt, 25 000 Personen waren obdachlos. Mehr als 300 Menschen verloren ihr Leben, und der Sachschaden wurde auf 1 000 000 000 Dollar geschätzt.

      Wie hättest du dich verhalten, wenn du in diesem Katastrophengebiet gewohnt hättest? Wie würdest du handeln, wenn eine Katastrophe hereinbrechen würde? Was kannst du in einem solchen Fall tun?

      Der Hurrikan Camille kam nicht überraschend. Die Bevölkerung wurde achtundvierzig Stunden bevor er die Küste am Golf von Mexiko heimsuchte, gewarnt. Es blieb genügend Zeit, um die Fenster mit Brettern zu vernageln und in höher gelegene Gebiete zu flüchten. Außer den Polizeiwarnungen erfolgte noch eine weitere Warnung: Mehrere Stunden bevor der Hurrikan die Küste heimsuchte, war der Himmel kohlschwarz.

      Zweihunderttausend Menschen flüchteten aus dem bedrohten Gebiet; viele aber blieben in ihren Wohnungen. „Die Mehrzahl dieser Leute hatte bereits mehrere Hurrikane erlebt, und nichts deutete darauf hin, daß es ein solcher Sturm werden würde“, sagte Bürgermeister J. J. Wittmann von Pass Christian (Mississippi). Die Leute glaubten einfach nicht, daß ein Hurrikan so vernichtend sein könne. Viele hatten die Absicht, wie das bisher an der Golfküste üblich gewesen war, den Hurrikan vor Anker zu überstehen. Sie holten sich eine Flasche Whisky und setzten sich dann gemütlich hin. Andere suchten Wohnungen in Häusern am Hafen auf, um während des Sturmes gemütlich beisammen zu sein. In einer solchen Wohnung kamen zwei Dutzend zusammen. Die Polizei forderte sie auf, ins Landesinnere zu flüchten, aber sie wollten nicht. Von diesen vierundzwanzig Personen überlebten nur drei den Sturm.

      In Pass Christian, einem Ort mit 4 000 Einwohnern, fand man mehr als 100 Leichen überall im Schlamm verstreut. Eine dreizehnköpfige Familie fiel dem Hurrikan zum Opfer. Man fand Ertrunkene in Sträuchern, auf Bäumen und auf Hausdächern. Der Bewohner eines Hauses an der Küste war durch den Sturm aus seiner Gleichgültigkeit aufgeschreckt worden. Er sagte: „Wenn wieder eine Hurrikanwarnung durchgegeben wird, dann werde ich nordwärts flüchten.“ Aber Hunderte haben keine Gelegenheit mehr dazu, weil sie die Warnungen in den Wind geschlagen hatten, die sie hätten beachten sollen.

      Diejenigen unter der Bevölkerung, die sich nicht auf den Sturm vorbereitet hatten, standen da ohne Benzin, ohne Strom und ohne Trinkwasser. Die meisten Straßen waren unpassierbar; die Bahnschienen waren unterspült worden; die Telephonleitungen lagen auf dem Boden. Überall roch es nach Leichen. Medikamente waren knapp. In Pascagoula (Mississippi) tauchten Hunderte von Giftschlangen auf, die das Wasser aus den Sümpfen geschwemmt hatte. Plünderer und Schwarzhändler vergrößerten noch das Elend. Die Schwarzhändler verkauften einen Liter Wasser oder einen Liter Benzin für 25 bis 35 Cent, ein Brot kostete einen Dollar. Doch bald wurden die Profitjäger verhaftet.

      In gewissen Gebieten waren die Bewohner vornehmer Häuser evakuiert worden. Sie hatten nur wenig mitnehmen können. Viele dieser Villen wurden vom Hurrikan fast vollständig zerstört. Der Wind drückte die Fassaden und Fenster ein und zerschmetterte die Möbel; er riß die Dächer weg und entwurzelte die Bäume. Was der Sturm nicht zerstörte, wurde gestohlen. In einer Villa wurden kostbare Silbergeräte im Werte von 12 000 Dollar gestohlen. Darauf wurden Soldaten der Nationalgarde dahin abkommandiert, um weitere Diebstähle zu verhindern.

      Die Leute, die geflüchtet waren, kehrten nach und nach wieder zurück, und manch einer schlief im Auto oder in seinem ausgebrannten Haus, um das wenige, das von seinem Eigentum übriggeblieben war, zu bewachen. Notküchen wurden eingerichtet, um die Katastrophenopfer zu verpflegen. Es gab sogar Leute, die von Haus zu Haus gingen und bettelten. Im ganzen Katastrophengebiet herrschte eine traurige Hoffnungslosigkeit.

      Liebevolle Fürsorge

      Doch es gab auch Lichtblicke. Es gab Menschen, die Nächstenliebe bekundeten, die für ihre Mitmenschen liebevoll sorgten und persönlich Opfer brachten. Aus Gulfport (Mississippi) schreibt zum Beispiel ein Prediger einer Versammlung der Zeugen Jehovas: „Sobald wir ziemlich sicher wußten, daß der Sturm auf uns zusteuerte, setzten wir uns mit unseren christlichen Brüdern und Schwestern in Verbindung; sie sollten uns helfen, jeden einzelnen der Versammlung zu erreichen. Sie erhielten den Auftrag, den einzelnen Fragen vorzulegen wie ‚Wohin wirst du gehen, wenn der Hurrikan bei uns vorbeikommt? Wird dich jemand im Auto mitnehmen müssen? Welche Hilfe wirst du benötigen?‘ Auch Anweisungen wurden gegeben wie ,Decke dich mit Lebensmitteln ein. Kaufe Lebensmittel, die du nicht kochen brauchst. Kaufe Gedörrtes oder Eingemachtes. Fülle auch Behälter mit Wasser, und nimm sie mit. Informiere deinen Buchstudiendiener darüber, wohin du gehst oder welche Hilfe du benötigst. Wenn du deine Pläne änderst, dann verständige uns bitte sofort, so daß wir dir helfen können oder daß du, wenn nötig, anderen helfen kannst.‘ Wir setzten uns auch mit anderen Versammlungen in Verbindung, um zu erfahren, ob sie gewarnt worden waren und was sie zu tun beabsichtigten. Am Abend wußten wir genau, wo sich jeder unserer christlichen Brüder befand. Wir überließen nichts dem Zufall. Wir beteten zu Jehova Gott, er möchte uns in dieser Nacht beistehen.

      Diese liebevolle Fürsorge wurde auch anderswo unter Jehovas Zeugen bekundet, und man war tief dankbar dafür. In Mobile (Alabama) wurde ein Zeuge durch das Telephon geweckt. Er berichtete: „Es war einer der Zeugen, der anrief, um uns zu sagen, daß der Hurrikan auf Mobile zusteuere. Kurz darauf rief der Buchstudiendiener an, um uns ebenfalls zu warnen. Der Aufseher hatte ihn kurz zuvor deswegen angerufen. Es war trostreich, zu wissen, daß sich unsere christlichen Brüder um uns sorgten.“ Vielen weiteren war es ähnlich ergangen.

      Gottes Wort — eine Triebkraft zu rechtem Handeln

      Es zeigte sich, daß diese innige Bruderliebe in der Liebe zu Gott und in der wahrhaft christlichen Erziehung wurzelte. In einem Brief aus Theodore (Alabama) konnte man lesen: „Wir machten uns für die Evakuierung bereit und gehorchten so dem Gebot des Cäsaren wie Gottes Wort, die Bibel, uns zu tun gebietet. Einige unserer Nachbarn kamen der Aufforderung der Behörden nicht nach. Sie mußten dann in den oberen Stockwerken Zuflucht suchen, weil das Wasser in ihren Wohnungen 1,50 Meter hoch stand.“

      In den Königreichssälen und auch in den Wohnungen packten die Zeugen Jehovas ihre Bibeln und biblischen Schriften sorgfältig in wasserdichte Behälter. Ein Zeuge Jehovas, der in Gulfport wohnt, sagte über seine biblischen Schriften: „Sie waren mein wertvollster Besitz.“ Ein anderer äußerte sich ähnlich darüber: „Bei jedem Hurrikan, den ich schon erlebt habe, kümmerte ich mich immer zuerst um meine Wachtturm- und Erwachet!-Bände. Ich setzte alles daran, sie zu schützen. Alle Schriften, die ich auf dem Kongreß erworben hatte, auch meine Bibel, packte ich zusammen und nahm sie mit ins Auto.“ Ein anderer Zeuge Jehovas erklärte: „In solchen Zeiten bedeutet es einem sehr viel, die Bibel und Jehovas Verheißungen zu kennen. Wir waren so ruhig, daß unsere Nachbarn glaubten, wir hätten schon mehrere Hurrikane erlebt.“

      Der Trost des Gebets

      In Gulfport suchten etwa dreißig Zeugen Jehovas samt ihrem Aufseher im Königreichssaal Zuflucht. Ein Zeuge Jehovas, der sich während des Sturms dort aufhielt, schrieb: „Der Sturm entwurzelte mehrere Bäume, aber der Wind heulte dermaßen, daß wir sie kaum stürzen hörten. Manchmal fuhren Windstöße über den Saal hinweg, die sich wie das Rattern langer Güterzüge anhörten. [Auf einem Stützpunkt der Luftwaffe in Biloxi (Mississippi) zählte man siebenundvierzig Tornados.] Wir beteten. Der Sturm ließ mich erkennen, wie notwendig es ist, allezeit zu beten, unaufhörlich zu beten. Am Morgen sahen wir, daß alles rings um den Königreichssaal verwüstet war, doch der Saal war unversehrt geblieben. Wie dankbar wir alle waren, das Beispiel unseres Aufsehers nachgeahmt und uns ins Haus Jehovas begeben zu haben.“

      Ein anderer schrieb: „Ein Zeuge Jehovas, der mehr als zehn Kilometer nordwärts wohnt, lud uns ein, zu ihm zu kommen. In seinem Haus waren siebzehn Zeugen untergebracht. Jeder ermunterte den anderen. Der Sturm war schrecklich. Das Holzhaus wurde zum Teil abgedeckt. Mein Sohn, der geschlafen hatte, wachte auf. ,Mama, Jehova wird doch nicht zulassen, daß der Hurrikan uns etwas tut‘, sagte er. Wir zwei beteten gemeinsam. Als es schließlich Tag wurde und wir die Verheerungen rings um uns her sahen, wußten wir, daß Jehova uns behütet hatte.“

      Ein reisender Diener schrieb: „Es war stockdunkel; das einzige Licht, das in unserem zweistöckigen Haus brannte, war eine Kerze. Das Wasser stieg. Bald begann der Kühlschrank sowie andere Möbel, die wir nicht ins obere Stockwerk getragen hatten, zu schwimmen. Es war ein furchtbarer Anblick. Wir waren zu neunt, und alle von uns beteten still zu Jehova. Um 3 Uhr früh begann das Wasser zu sinken. Die Gefahr war vorüber. Wir beteten zu Jehova und dankten ihm.“

      Eine Zeugin Jehovas suchte auf Verlangen ihres Mannes mit ihren Kindern Schutz in einer benachbarten Schule. Sie schrieb: „Wir beteten ständig zu Jehova; das war unser einziger Trost. Als das Auge des Wirbelsturms vorüberzog, verließen wir das Klassenzimmer und begaben uns in einen Raum in der Mitte des Gebäudes. Kurz danach stürzte über dem Schulzimmer, in dem wir gewesen waren, das Dach ein, wobei auch das Zimmer beschädigt wurde. Es war ein Segen Jehovas, daß wir noch am Leben waren. Ich werde Jehova dafür danken, solange Atem in mir ist, denn ich weiß, daß wir unser Leben seiner Barmherzigkeit zu verdanken haben.“

      Taten als Beweise der Liebe

      Die Art und Weise, wie die Zeugen Jehovas ihren christlichen Brüdern halfen, war ein Beweis echter christlicher Liebe. In einem Bericht aus Moss Point (Mississippi) war folgendes zu lesen: „Unsere Stadt war verwüstet ... Sie sah grauenvoll aus. Die Leute gingen wie betäubt und mit einem Ausdruck des Entsetzens auf dem Gesicht umher. Es war niederdrückend, und man hatte ein Gefühl der Hilflosigkeit; doch wir Zeugen waren nicht hoffnungslos. Wir waren Jehova dankbar, daß wir noch lebten und daß alle Brüder der Versammlung wohlauf waren.“

      „Sobald wir die Wohnung verlassen konnten, suchten wir unsere christlichen Brüder auf, um zu sehen, wie es ihnen ergangen war“, stand in einem Bericht aus Gulfport zu lesen. „Einige waren schwer zu erreichen, aber bald wußten wir, daß alle den Sturm gut überstanden hatten.“

      Ein Aufseher aus Gulfport berichtete: „Unsere christlichen Brüder kamen uns besuchen, um zu sehen, wie es uns ging, und brachten uns auch Nahrung und Kleidung. Zeugen Jehovas in aller Welt zeigten ihre Anteilnahme. Einige waren so besorgt, daß sie uns schon am ersten Tag nach dem Sturm besuchten und Dinge, die wir benötigten, brachten. Die Versammlung von New Orleans sandte vier Wagenladungen voll Spenden. Die Versammlung von Jacksonville (Florida) schickte einen ganzen Sattelschlepper voll Lebensmittel, Kleider, Wasser und Benzin. Wir überlebten den Sturm, aber unsere christlichen Brüder ertränkten uns bald mit ihrer Liebe. Sie sandten uns Wagenladungen Waren, bis wir sie baten, keine mehr zu schicken. Unter anderem versorgten sie uns mit Sperrholz, Dachpappe, Teer, Betonblocks, damit wir die Häuser wieder auf ihr Fundament setzen konnten, Nägeln, Benzin für die Autos, Petroleum für Laternen und Generatoren, um Strom zu erzeugen. Sie schickten uns sozusagen alles, was wir benötigten.“

      Aus einem anderen Bericht geht hervor, daß Zeugen Jehovas fast 500 Kilometer weit reisten, um im Katastrophengebiet bei den Räumungsarbeiten zu helfen. Man bildete Arbeitsgruppen. Diese stellten die Dächer der Häuser von Zeugen Jehovas wieder instand; einige Dächer mußten sie neu decken. Ein Augenzeuge berichtete: „Auf einem Haus sah ich fünfzehn Personen, die Schindeln annagelten. Sie hatten das Dach in etwa 2 1⁄2 Stunden gedeckt. Diese Arbeitsgruppen säuberten Wohnungen, die unter Wasser gestanden hatten, und desinfizierten sie; auch die Höfe wurden von Geröll und Schlamm freigeschaufelt. Diese Helfer boten ein eindrucksvolles Bild.“

      Die durch die Katastrophe Geschädigten erhielten auch Geldspenden. Ein besonderes Bankkonto wurde eröffnet, das die Bezeichnung führte „Hilfsfonds der Zeugen Jehovas“. Dieser Fonds wurde von drei Zeugen beaufsichtigt.

      Zeugen Jehovas sandten nicht nur Kleider, sondern auch so viel in Dosen eingemachte Lebensmittel nach Gulfport, daß der Aufseher auch Personen, die keine Zeugen waren, aber durch den Hurrikan viel von ihrem Hab und Gut verloren hatten, einlud, sich im Königreichssaal etwas von diesen Spenden abzuholen. Viele kamen. Die meisten von ihnen suchten bei dieser Gelegenheit zum erstenmal den Königreichssaal auf.

      Einige der Männer, deren Frauen trotz des Widerstandes von seiten des Mannes mit einem Zeugen die Bibel studiert hatten, waren angenehm überrascht, die herzliche Liebe und Zusammenarbeit unter den Zeugen Jehovas zu sehen. Ein solcher Mann sagte zu seinem Nachbarn: „Du kannst mir sagen, was du willst, doch Jehovas Zeugen waren die ersten, die uns besuchten und sich nach unserem Wohlergehen erkundigten.“ Einige Personen, die immer noch mit einem Rassenvorurteil belastet waren, staunten, als sie sahen, daß Arbeitsgruppen, bestehend aus weißen Zeugen Jehovas, die Wohnungen ihrer farbigen christlichen Brüder von Schlamm und Trümmern säuberten.

      Jehovas Zeugen erlitten wie die übrige Bevölkerung durch den Sturm beträchtlichen Sachschaden. So waren mehrere Königreichssäle schwer beschädigt. Viele Häuser und Wohnwagen hatten durch den Hurrikan stark gelitten oder waren ganz zerstört worden. Doch Jehovas Zeugen waren Jehova tief dankbar dafür, daß der Sturm unter den Zeugen kein einziges Opfer gefordert hatte.

      Einige sagten, dieses Erlebnis habe ihnen so richtig vor Augen geführt, wie wertvoll die theokratische Erziehung sei. Andere äußerten, sie hätten „Jehovas schützende Hand“ gespürt. „Es ließ uns ahnen, wie Jehova uns durch Harmagedon führen mag“, sagte einer. Andere wiederum waren tief bewegt von der liebevollen Fürsorge ihrer christlichen Hirten und der großen Liebe, die ihre christlichen Brüder bekundeten, indem sie ihnen ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellten und ihnen spendeten, was sie benötigten. „Nur in Jehovas Organisation gibt es eine solche Liebe.“ „Ich bin so dankbar, zu Jehovas wunderbarer Organisation zu gehören“, sagten sie. Ohne Zweifel trug der Sturm dazu bei, daß den Zeugen Jehovas das Vorhandensein der sichtbaren Organisation Gottes deutlicher bewußt wurde, die große Macht des Gebets und das Band christlicher Liebe. Es machte sie stolz und tief glücklich, Zeugen Jehovas zu sein. — Joh. 13:34, 35.

Deutsche Publikationen (1950-2025)
Abmelden
Anmelden
  • Deutsch
  • Teilen
  • Einstellungen
  • Copyright © 2025 Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania
  • Nutzungsbedingungen
  • Datenschutzerklärung
  • Datenschutzeinstellungen
  • JW.ORG
  • Anmelden
Teilen