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Königreichsmissionare — Überbringer der besten BotschaftDer Wachtturm 1959 | 15. Juni
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hätten, die mit den Aposteln verbunden wären, so wie Philippus und Timotheus mit ihnen verbunden gewesen waren. Dennoch besitzen wir Evangelisten-Missionare. Wieso denn?
35 Im Jahre 1943 errichteten Jehovas Zeugen im Staate New York eine Missionar-Ausbildungsschule, welche Watch Tower Bible School of Gilead (Wachtturm-Bibelschule Gilead) genannt wurde. Das Hauptgebäude dieser Schule trägt den Namen Gilead, was „Zeugnishaufen“ bedeutet. Seit dem 1. Februar 1943 bis heute sind dort jährlich je zwei Klassen von Missionar-Evangelisten graduiert worden. Im Sommer des vergangenen Jahres, 1958, fand die größte Graduierungsfeier in der Geschichte Gileads statt, nämlich die Graduierung der 31. Klasse, die aus 103 Prediger-Studenten bestand und am Sonntagnachmittag, dem 27. Juli 1958, im Yankee-Stadion in der Stadt New York graduiert wurde. Vierundsechzig Länder und Inseln hatten die Studenten der 31. Klasse gestellt, denen nun in 52 Ländern Posten des Evangelisationswerkes zugewiesen wurden. Vor 180 291 Delegierten, die sich zu dem internationalen Kongreß der Zeugen Jehovas, betitelt „Göttlicher Wille“, zusammengefunden hatten, wobei sowohl das Yankee-Stadion als auch die nahegelegenen Polo Grounds vollbesetzt waren, sprachen einige Redner zu den Gliedern dieser Klasse, bevor sie als Anerkennung ihr Diplom erhielten. Im Zusammenhang mit den obengeäußerten Gedanken über Missionare oder Evangelisten, die mit einer besonderen Dienstaufgabe betraut, ausgesandt werden, folgt hier eine damals von einem der Redner gehaltene Ansprache.
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Missionare des herrschenden Königreiches GottesDer Wachtturm 1959 | 15. Juni
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Missionare des herrschenden Königreiches Gottes
1. Als was werden die Christen, die die Gileadschule absolviert haben, ausgesandt, doch wie werden sie von ihren Feinden an vielen Orten genannt?
NACH eurer Graduierung werdet ihr als christliche Männer und Frauen ausgesandt, um eine Mission zu erfüllen. Deshalb seid ihr alle Missionare, denn im Grunde genommen ist ein Missionar ein mit einer Mission Ausgesandter. Eine Mission ist eine Aufgabe, mit der jemand betraut wird, und sie bildet den Grund, weswegen der Betreffende ausgesandt wird. Gewöhnlich versteht man unter einem Missionar eine Person, die dazu ausgesandt wird, ihre religiösen Ansichten in einem heidnischen Lande oder einem neubesiedelten Gebiet zu verbreiten. Gestützt auf diese Tatsache, ist man dazu gekommen, unter der Bezeichnung Missionar auch bloß einen Propagandisten zu verstehen. In vielen Ländern sprechen die Feinde von Absolventen der Wachtturm-Bibelschule Gilead als von Propagandisten statt von christlichen Missionaren.
2. Weshalb ist es gut, wenn diese Graduierten die Mission, zu der sie ausgesandt worden sind, im Sinn behalten, und warum möchten wir nicht Missionare von der Art sein, von der einst Kaiser Wilhelm II. sprach?
2 Ihr werdet gut tun, stets die Mission im Sinn zu behalten, in deren Interesse ihr ausgesandt werdet. Dann werdet ihr euch von Missionaren anderer Art unterscheiden. Es gibt Missionare und Missionare. Weniger als zehn Jahre, ehe Kaiser Wilhelm II. von Deutschland sein Reich in den ersten Weltkrieg stürzte, hielt er in Bremen, Deutschland, am 22. März 1905 eine Rede. Darin ergriff
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