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    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1972
    • Freiheit brachte. Von da an ist die Polizei hier und da gegen einzelne Verkündiger vorgegangen, aber obwohl das Verbot immer noch in Kraft ist, haben wir bis zu diesem Jahr, dem Jahr 1971, keine ernsthaften Schwierigkeiten gehabt. Natürlich müssen die Brüder stets an den guten Rat Christi Jesu, unseres Führers, denken, der sagte: „Erweist euch vorsichtig wie Schlangen und doch unschuldig wie Tauben.“ (Matth. 10:16) Dadurch, daß die Arbeit der Gesellschaft für ungesetzlich erklärt wurde, ist die Verkündigung der guten Botschaft nicht aufgehalten worden.

      Während der vergangenen zehn Jahre war es möglich, den Versammlungen zum Wachstum und den einzelnen Verkündigern zur Reife zu verhelfen. Es wurden Anstrengungen unternommen, den Predigtdienst durch wirkungsvollere Heimbibelstudien zu verbessern. Immer mehr Interessierte erlangten ein besseres Verständnis des Vorhabens und der Grundsätze Jehovas. Seit dem Frühjahr 1961 hilft die Königreichsdienstschule den Aufsehern, ihre Pflichten noch genauer zu erkennen und sie treu und mit christlicher Milde zu erfüllen. Insgesamt erhielten bis jetzt etwa 574 Diener die Schulung, einige von ihnen vier Wochen, andere zwölf Tage lang.

      Bruder Müller hatte 1969 die große Freude, das Hauptbüro der Gesellschaft in Brooklyn (New York) zu besuchen, und während er dort war, nahm er an einem besonderen Schulungskurs für Zweigdiener teil. Bei dieser Gelegenheit besuchte er auch den Kongreß „Friede auf Erden“ im Yankee-Stadion. Andere Brüder aus der Tschechoslowakei waren glücklich, den Kongreß in Nürnberg besuchen zu können.

      Wenn wir darauf zurückblicken, wie uns Jehova allezeit geführt hat, müssen wir ihm für seine schützende Fürsorge seinen loyalen Dienern gegenüber einfach dankbar sein. Angesichts der Angriffe, die durch religiösen Haß hervorgerufen wurden, und all der sich mehrenden Schwierigkeiten, die mit dem Verbot zusammenhingen, ist es wirklich ermutigend, festzustellen, daß die Zahl der Verkündiger von 1948 bis 1960 um 261 Prozent gestiegen ist. Während der letzten zehn Jahre, von 1960 bis 1970, hatten wir eine Zunahme von 76 Prozent. Wir alle in der Tschechoslowakei sind Jehova für die vielen Beweise seiner liebenden Güte dankbar und beten darum, daß er uns für immer in seinem Dienst gebrauchen möge.

  • Dominikanische Republik
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1972
    • Dominikanische Republik

      Ein Land, reich an Bodenschätzen wie Gold, Eisen, Bauxit, Marmor und Bernstein; ein Land mit guter Bewässerung, das seine Bevölkerung mit seinen landwirtschaftlichen Erzeugnissen ernähren kann; ein Land mit unterschiedlichen klimatischen Zonen, vom heißen, feuchten Küstengebiet bis zu den erfrischend kühlen Bergen; ein Land der Palmen mit blauem Himmel: das ist die Dominikanische Republik. Ihr Gebiet von 49 000 Quadratkilometern macht zwei Drittel der zweitgrößten Insel der Antillen aus, einer Inselkette, die sich von der Spitze der Halbinsel Florida in einem Bogen nach Venezuela hin erstreckt. Ihr höchster Berg, der Pico Duarte, ist 3 266 m hoch und erhebt sich wie ein Wächter, der den äußeren Rand des Karibischen Meeres bewacht.

      Die frühesten bekannten Bewohner, indianische Jäger, Fischer und Bauern, sind längst vom Schauplatz verschwunden; sie fielen der Gier, der Grausamkeit und dem religiösen Fanatismus der katholischen „Konquistadoren“ aus Spanien zum Opfer. Kolumbus kam 1492 hierher und gab dieser Insel, die als Quisqueya bekannt war, den neuen Namen „La Española“. Die von seinem Bruder Bartolomeo gegründete Hauptstadt, Santo Domingo, soll die älteste Stadt in Amerika sein, das heißt abgesehen von den Städten der Ureinwohner.

      Die Grausamkeiten, der Haß, die Eifersüchteleien und die Verletzung aller christlichen Grundsätze, die zur Ausrottung der Indianer führten, sind noch lange inmitten eines Volkes bestehengeblieben, das von der römisch-katholischen Kirche in Unwissenheit gehalten worden ist und dem jede Gelegenheit, aus Gottes Wort, der Bibel, Erkenntnis zu erlangen, versagt worden ist. Über vierhundert Jahre lang bestand die Geschichte dieses Gebietes aus einer Folge von Intrigen, Revolutionen und Kriegen. Selbst in neuerer Zeit war kaum eine Verbesserung festzustellen. Zum Beispiel fanden von 1844 bis 1916 sechsundfünfzig Bürgerkriege statt. Im Jahre 1916 kam es zu einer amerikanischen Intervention, die bis 1924 dauerte und „den Frieden im Lande aufrechterhalten“ sollte. Als nächstes folgten unter der sogenannten „dritten Republik“ sechs Jahre der Wirren, und dann kam die lange Zeit der Diktatur, die als „die Ära Trujillos“ bezeichnet wird.

      Die römisch-katholische Kirche hat stets einen großen Einfluß ausgeübt. Bis 1950 galt das Land zu 98 Prozent als katholisch. Mitglieder religiöser Orden haben als Gouverneure geamtet. Bischöfe und Geistliche niedrigeren Ranges waren in fast jede politische Bewegung verwickelt. Über Bischof Meriño, der wegen umstürzlerischer Umtriebe ausgewiesen wurde und später zurückkehrte und Präsident der Republik wurde, schrieb der jetzige Präsident, Joaquín Balaguer, er hätte nicht gezögert, die Rebellen im Blut zu ertränken, so, wie die Mitglieder des Heiligen Offiziums (der Inquisition) nicht gezögert hätten, verdächtige Ketzer auf den Scheiterhaufen zu bringen. Später wurde er zum Erzbischof erhoben.

      Unter den Trujilloismus, einen absoluten persönlichen Despotismus, kam die Bevölkerung der Dominikanischen Republik am 16. August 1930. Von da an hatte Rafael Leonidas Trujillo das Volk dreißig Jahre in seinem eisernen Griff. Was Trujillo gefiel, hatte Gedeihen. Was ihm

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