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    Erwachet! 1973 | 8. April
    • weisen nun auch medizinische Forschungen immer deutlicher auf die Gefahr der Nachwirkungen einer Bluttransfusion hin. Eine dieser Nachwirkungen ist die Transfusionshepatitis. Sie tritt bei 14 % aller Patienten auf, die eine Bluttransfusion erhielten, bei vielen führte sie zum Tode. Darüber schreibt die Ärztezeitschrift Medizinische Welt: „Eine Virushepatitis ist eine schwerwiegende Erkrankung. Sie verlängert in jedem Falle den Krankenhausaufenthalt und kompliziert häufig den Unfallfolgezustand dadurch, daß sie nicht ausheilt, sondern in eine chronische Hepatitis ... übergeht ... Spontaner Stillstand oder Spontanheilung eines chronischen Leberprozesses sind selten. Viele Fälle von chronischer aggressiver Hepatitis gehen unaufhaltsam in eine Zirrhose über.“ Die Beachtung der Grundsätze unseres Schöpfers gereicht also nur zu unserem Wohl.

      Gesunde US-Forscher als geistesgestört entlassen

      ◆ Eine Erfahrung eigener Art haben acht amerikanische Wissenschaftler bei einem Experiment machen müssen: Sie gaben vor, schizophren zu sein, um von Heilanstalten aufgenommen zu werden. Niemand vom Anstaltspersonal, einschließlich der Ärzte, stellte jedoch fest, daß die „Patienten“ geistig völlig gesund waren. Es wurde aber beobachtet, daß es den echten psychiatrischen Patienten in den Anstalten nicht schwergefallen war, die Pseudopatienten als „Betrüger“ zu entlarven. David Rosenhan, Professor für Psychologie an der kalifornischen Stanford-Universität, der selbst an dem Experiment teilnahm, gelangte nach diesem Erlebnis zu der Überzeugung, daß weder die Psychiater noch das Personal der Heilanstalten die Frage „Gesund oder geistesgestört?“ beantworten könnten. Seine Kollegen und er seien schließlich als „Schizophrene in Remission“ (vorübergehendes Nachlassen der Krankheitserscheinungen) entlassen worden, obwohl sie ihr Äußerstes versucht hätten, das Anstaltspersonal von ihrem Normalsein zu überzeugen. Professor Rosenhan bemerkte dazu: „Jetzt wissen wir, daß wir Irresein nicht von Normalsein unterscheiden können.“

      Trinkwasser in Tüten beanstandet

      ◆ Da in vielen Gebieten der Bundesrepublik und der benachbarten Länder das Trinkwasser aus der öffentlichen Wasserversorgung als zu schmutzig und verseucht angesehen wird, kaufen viele ihr Trinkwasser in „Tüten“, Plastikbeuteln und Flaschen. Das Hygiene-Institut in Gelsenkirchen überprüfte dieses vom Handel angebotene Trinkwasser. Die im Auftrag des Bundesinnenministeriums unternommene Prüfung hat ergeben, daß von zwölf im Einzelhandel in der Bundesrepublik gekauften Sorten „Tütenwasser“ nur zwei Trinkwasserqualität hatten; diese zwei wiesen allerdings Geschmacksbeeinträchtigungen auf. Alle anderen waren in hygienischer Hinsicht zu beanstanden.

      Kaiserschnitt gefährlich

      ◆ Der vielfach als ungefährlich hingestellte Kaiserschnitt bei Geburten kann in besonders ungünstigen Fällen zum Tod des Kindes führen. Das stellte Prof. Dr. Alfred Rosenkranz von der Kinderklinik Glanzing (Österreich) fest. Da viele Geburtshelfer gegen diese Feststellung Einspruch erhoben, bemerkte Professor Rosenkranz dazu: „Heute wird viel zu oft mit Kaiserschnitt entbunden. Es kommt sogar vor, daß er durchgeführt wird, weil die Mutter einen fixierten Urlaubstermin einhalten will. Dabei vergißt man aber ganz, daß diese Art der Geburt für das Neugeborene eine erhöhte Gefahr bedeutet.“ Statistiken beweisen, daß die Sterblichkeit der Kinder, die durch Kaiserschnitt das Licht der Welt erblicken, dreimal so hoch ist wie die „normal“ geborener Säuglinge. Viele „Kaiserschnittbabys“ leiden bei der Geburt und nachher an Atembeschwerden und akutem Sauerstoffmangel und sterben häufig daran. In der Glanzinger Klinik starben in den vergangenen Jahren 18 Prozent aller mit Kaiserschnitt entbundenen Kinder. Darunter waren sieben Babys, für die bei genauer Vorbehandlung keine Gefahr bestanden hätte.

      Unzufriedene sprechen dem Alkohol zu

      ◆ Unzufriedenheit im Beruf und Arbeitsbelastungen wie Lärm, starke Vibrationen, Feuchtigkeit und Kälte sind die Hauptursachen des Alkoholismus. An zweiter Stelle tangieren schlechte Wohnverhältnisse. Dies stellten die Wissenschaftler Dr. Desanti und Aillaud vom Zentrum für Angewandte Hygiene in Marseille bei einer Untersuchung von 18 000 Menschen zwischen 45 und 55 Jahren fest. Nach ihren Angaben trinken in der Region Marseille rund 33 Prozent der Männer und 1,6 Prozent der Frauen täglich mehr als drei viertel Liter Wein und ein oder zwei Schnäpse.

      Abstinenzler gelten als komisch

      ◆ Eine Umfrage des Bremer Instituts für Motivforschung ergab daß Personen, die wenig oder keinen Alkohol trinken, von der Allgemeinheit als „pedantisch“, „krank“, zumindest aber als „komisch“ oder als „Sonderling“ angesehen werden. 14 Prozent der Bürger in der Bundesrepublik machen schon vor dem zwölften Lebensjahr Bekanntschaft mit dem Alkohol. Von den Befragten trinken 72 Prozent am liebsten zu Hause; 27 Prozent zählen sich zu denen, die regelmäßig Gaststätten aufsuchen.

      Rauschgift Kriminalität

      ◆ In Nordrhein-Westfalen beobachtet die Polizei mit Beunruhigung das Ansteigen der Fälle von Rauschgift-Kriminalität. Im Jahre 1972 sind in Nordrhein-Westfalen 8 042 solcher Fälle ermittelt worden. In 626 Fällen hatten sich Süchtige die Betäubungsmittel durch Apotheken-Einbrüche beschafft, in 294 Fällen durch Rezept-Fälschungen. Auch sind einige Todesfälle nach Drogengebrauch bekanntgeworden, die aber nach Aussagen des Innenministers von Nordrhein-Westfalen nur einen Bruchteil der Todesfälle ausmachen die mit Rauschgiftsucht in Zusammenhang stehen. In einem Fall sprang ein 15jähriger Realschüler während eines durch LSD hervorgerufenen „Horror-Trips“ im Kopfsprung von einem Fabrikdach in den Tod. In einem anderen Fall erschoß ein 19jähriger seine gleichaltrige Freundin und beging danach Selbstmord. In Bonn wurde eine 23jährige Lehrerin von ihrem Bekannten, einem 35jährigen Mann, bestialisch ermordet. Auch eine Vielzahl der Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang sei wahrscheinlich auf Drogeneinwirkung zurückzuführen.

      Kirche erlebt stürmische Zeiten

      ◆ Dr. Hermann Schäufele, Erzbischof der katholischen Kirche in Freiburg, bezeichnete die heutige Zeit für die Kirche als sehr kritisch. Seit langer Zeit habe die Kirche keine so stürmische und dunkle Periode erlebt wie die gegenwärtige. Er sagte: „Durch die aktuelle Krise wird nicht diese oder jene Glaubenswahrheit in Frage gestellt, sondern der Glaube im Ganzen, ja sogar selbst der Sinn für Gott, Religion und Christentum. Dabei erwüchsen der Kirche die Schläge nicht nur von außen, sondern auch aus der eigenen Mitte. Kennzeichnend für diese Situation seien unter anderem die Aufweichung der Lehre über das Sittliche und die „Großzügigkeit“ der modernen Welt im Bereich der Sexual- und Ehemoral. Die Kirche vertrete die Auffassung, sich diesen „Zeichen der Zeit“ anpassen und ihre Lehre in diesen Fragen entsprechend ändern zu müssen. „Solches Denken ist dem Grundirrtum verfallen, aus dem christlichen Glauben eine mehr oder weniger gefällige Ideologie der modernen Welt zu machen, eine geistige Haltung, die ganz von der Erfüllung subjektiver Interessen beherrscht wird.“

      Organübertragung begünstigt Krebs

      ◆ Nach der Übertragung von Organen, vor allem nach Nieren- und Herztransplantationen, steigt die Anfälligkeit der Organempfänger für Krebserkrankungen rapide an. Das haben Ärzte der Universität und des Militärlazaretts von Denver im amerikanischen Bundesstaat Colorado festgestellt. Nach den Untersuchungen des von Dr. Israel Penn und Dr. Thomas Stanzl geleiteten Ärzteteams erkrankten nach einer Organübertragung 4,5 Prozent aller Patienten an Krebs. Statistische Berechnungen hätten ergeben, daß nach Transplantationen die Gefahr, von einem Krebstumor befallen zu werden, 4 000mal größer sei. Die Ärzte vermuten, daß die Medikamente, die das Abstoßen des übertragenen neuen Organs verhindern sollen, für die Häufigkeit der Krebserkrankungen verantwortlich sein könnten.

  • Lesestoff, der erbaut
    Erwachet! 1973 | 8. April
    • Lesestoff, der erbaut

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