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  • Unser bewunderungswürdiges Dach — der Himmel
    Erwachet! 1970 | 22. Juli
    • langen Lichtwellen dringen bis zur Erde hindurch, ohne abgebogen zu werden, während die kurzen blauen Lichtstrahlen, die wir sehen, von den Luftmolekülen des Himmels hin und her geworfen werden. Deshalb ist unser wunderbares „Dach“ an einem verhältnismäßig klaren, staubfreien Tag blau.

      Weitere Himmelserscheinungen

      Wenn sich im Winter, nach einigen sonnigen Tagen, in den hohen Luftschichten ein weißlicher Wolkenschleier bildet, entsteht ein leuchtender Halo, Hof oder Ring um die Sonne oder den Mond. Der Halo um den Mond ist natürlich viel schwächer als der der Sonne, und seine Farben sind kaum wahrnehmbar. Höfe oder Ringe kann man in vielen Gegenden der Erde sehen, durchschnittlich alle vier Tage einmal. Sogar um einige der helleren Sterne entstehen Lichtringe, wenn zarte Schäfchenwolken langsam an ihnen vorübergleiten. Die Halos können aus verschiedenen Farbkreisen bestehen. Jeder ist innen bläulich, geht dann in ein gelbliches Weiß über, und außen ist er rötlichbraun. Manchmal sehen sie aus wie kreisförmige Regenbogen. Diese Erscheinung wird durch Lichtwellen verursacht, sie werden von einheitlich geformten Eiskristallen, die hoch oben in der Luft schweben, zurückgeworfen.

      Der Regenbogen, den wir am Himmel sehen, über den wir immer wieder staunen, entsteht durch Reflexion oder Brechung der Sonnenstrahlen in jedem einzelnen Regentropfen. Jeder Tropfen wirkt wie ein winziges Glasprisma, in dem das weiße Licht der Sonne in die Spektralfarben zerlegt wird. Manchmal erzeugen auch Nebeltropfen einen Regenbogen; doch gewöhnlich entsteht er durch größere Regentropfen.

      Jeder sieht einen anderen Regenbogen. Er sieht ihn von seinem Blickwinkel aus, denn ein Regenbogen ist nur Licht, das aus einer bestimmten Richtung kommt. Da die Tropfen, die das Licht reflektieren, herunterfallen, bedeutet das, daß wir mit jedem neuen Satz Regentropfen einen neuen Regenbogen sehen. Welch großartiges Geschenk Gottes der Regenbogen doch ist!

      Manchmal erscheint ein zweiter Regenbogen am Himmel; er liegt außerhalb des ersten und leuchtet weit schwächer. Hast du bemerkt, daß die Farben dieses Regenbogens in umgekehrter Reihenfolge angeordnet sind, außen Violett und innen Rot? Die Farben des Regenbogens erscheinen in umgekehrter Reihenfolge, weil die Lichtstrahlen ein zweites Mal an der Innenseite der Regentropfen reflektiert worden sind; es ist ähnlich wie bei Spiegeln, in denen ein seitenverkehrtes Bild erzeugt wird. Diese zusätzliche Reflexion vermindert aber die Helligkeit, deshalb ist der zweite Regenbogen stets matter.

      Das Polarlicht

      Weder der Regenbogen noch eine Wolkenformation — höchstens ein prächtiger Sonnenuntergang oder -aufgang — lassen sich mit dem Polarlicht, dem Nord- oder Südlicht, vergleichen. Keine Beschreibung, keine Photographie kann die Schönheit dieser ständig wechselnden Lichterscheinungen, oft in den leuchtendsten Farben, wiedergeben. Manchmal sind sie so hell, daß man bei ihrem Licht lesen kann.

      Gewöhnlich flackert das Polarlicht ein wenig. Man meint dann, hinter dem Berg brenne ein Feuer. Oft wird das Licht immer heller und formt sich zu einem großen Bogen oder zu Strahlenbündeln, die wie Sonnenstrahlen aussehen, die durch ein Loch in den Wolken scheinen. Diese Strahlenbündel mögen weißlich, smaragdgrün, violett oder rosarot sein. Manchmal ähnelt das Polarlicht einem riesigen in der Luft schwebenden faltigen Vorhang, der lautlos vom Wind hin und her bewegt wird. Oder es flackert plötzlich. Das Gelb fängt an, rötlich und grünlich zu schimmern, während die Strahlen aufwärts schnellen, herabsinken und wieder vorspringen.

      Nichts läßt sich mit der zarten Schönheit und der Farbenpracht des Polarlichts vergleichen, das entsteht, wenn die Atome und Moleküle in der oberen Atmosphäre von den geladenen Teilchen, die von der Sonne kommen, besonders von den Elektronen, bombardiert werden. Dadurch werden sie angeregt; kehren sie zu ihrem ursprünglichen Zustand zurück, dann geben sie Licht ab: rotes, weißes, blaues und grünes Licht, je nachdem, welche Elemente beteiligt sind. Auch das Polarlicht ist eine Gabe Gottes, durch die er die Menschen erfreut.

      Das Wunder des Blitzes

      Jeden Tag schlagen schätzungsweise 9 000 000 Blitze im Boden ein. Etwa die Hälfte der Blitze, die die Menschen am Himmel als einzelnen Blitzschlag sehen, bestehen in Wirklichkeit aus zehn verschiedenen aufeinanderfolgenden Schlägen, die der gleichen Bahn folgen wie der erste. In einer Sekunde kann es bis zu vierzig Stöße geben — so lange bleibt der Blitzkanal offen. Die Hitze steigt in diesem Kanal so schnell an, daß die umgebende Luft die Schallgrenze durchbricht, wenn sie sich wegbewegt. Dann donnert es am Himmel und blitzt und kracht es.

      Es gibt verschiedene Formen des Blitzes. Das Wetterleuchten, das man am Horizont beobachten kann, soll eine Reflexion von Blitzen sein, die so weit weg sind, daß man sie selbst nicht sehen und den Donner nicht hören kann. Flächenblitze entstehen innerhalb der Wolken und erfüllen sie mit flackerndem Licht. Bandblitze treten auf, wenn der Blitzkanal durch einen heftigen Wind seitwärts getrieben wird. Die Entladungen, die aufeinander folgen, sind jeweils bis zu ein paar Metern voneinander entfernt, so daß sie wie ein Lichtband erscheinen.

      Doch was bewirken die vielen Blitzschläge? Man weiß jetzt, daß der Blitz den Boden düngen hilft. Achtzig Prozent der Lufthülle besteht aus Stickstoff; dieses chemische Element ist für die Pflanzen unentbehrlich. Etwa 8 Millionen Tonnen davon schweben über jedem Quadratkilometer der Erde. Die Pflanzen können den Stickstoff jedoch so, wie er in der Luft vorkommt, nicht aufnehmen. Er muß daher erst mit anderen Stoffen verbunden werden — so ähnlich wie die Nahrung im menschlichen Verdauungskanal —, bevor das geschehen kann. Der Blitz löst in der Atmosphäre diese chemische Umsetzung aus. Durch den Blitz werden Luftteilchen glühend heiß. Der Blitz kann einen Luftkanal von 5 bis 25 cm Weite mehr erhitzen, als die Sonnenoberfläche heiß ist. Bei dieser großen Hitze verbindet sich der Stickstoff mit dem Sauerstoff der Luft zu Stickstoffoxyden, die wasserlöslich sind. Der Regen löst die Oxyde und führt sie als Salpetersäure dem Boden zu. Im Boden verbindet sie sich mit den Mineralien der Erde, und es entsteht Nitrat, das von den Pflanzen aufgenommen werden kann. So können die Pflanzen gedeihen, und wenn sie gedeihen, können auch Mensch und Tier, die sich davon ernähren, leben.

      Welch eine wunderbare Gabe Gottes ist doch der Blitz für den Menschen. Er erleuchtet nicht nur den Himmel. Meteorologen schätzen, daß in jeder Sekunde über 100 Blitze in die Erde einschlagen; sie tragen zur Fruchtbarkeit der Erde bei.

      Der Himmel, den Gott geschaffen hat, ist für uns nicht nur nützlich, sondern er flößt uns durch seine stets wechselnde Schönheit, durch seine zahllosen Wunder tiefe Ehrfurcht ein; er veranlaßt alle gläubigen Menschen, Jehova als den Schöpfer all dieser wunderbaren Dinge zu lobpreisen. — Ps. 136:4.

  • Der Zugtrieb des Kuckucks
    Erwachet! 1970 | 22. Juli
    • Der Zugtrieb des Kuckucks

      Der Kuckuck ist ein mittelgroßer Vogel, der einem kleinen Raubvogel gleicht (unser Kuckuck dem Sperber). Gewisse Kuckucksarten sind Brutschmarotzer, das heißt, sie legen ihre Eier in die Nester anderer Vögel und überlassen Brut und Aufzucht diesen fremden Vögeln. Erstaunlich ist die Tatsache, daß die jungen Kuckucke, wenn sie flügge werden, in südliche Länder ziehen, wo sich ihre Eltern bereits befinden, und dabei manchmal über 3 000 Kilometer zurücklegen. Sie ziehen dahin, obschon ihre Eltern nur nach Norden geflogen waren, um zu brüten, und obschon ihre Pflegeeltern nicht zu den Zugvögeln gehörten. Offensichtlich haben die jungen Kuckucke nicht durch Erfahrung gelernt, in tropische Winterquartiere überzusiedeln, auch wurde es ihnen nicht von ihren Pflegeeltern beigebracht, denn diese waren keine Zugvögel. Dieses Wissen ist dem Kuckuck angeboren; es bezeugt die Weisheit dessen, der den Kuckuck geschaffen hat, Jehovas Gottes.

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