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  • Wenn ein Pilz sich häuslich niederläßt
    Erwachet! 1975 | 8. Dezember
    • weit schwieriger zu vertreiben sind als andere, verschreibt der Arzt versuchsweise mehrere Medikamente, bis er herausgefunden hat, welches „zieht“. Das kann sogar bedeuten, daß man drei bis sechs Monate lang Tabletten einnehmen muß. Gewöhnlich muß die Behandlung auch noch eine Zeitlang fortgesetzt werden, wenn es so aussieht, als seien wir verschwunden. Wir verstecken uns nämlich zwischen den Hautzellen und warten nur auf eine weitere Gelegenheit, uns zu vermehren und von neuem auszubrechen. Doch bei all den Hilfsmitteln, die den Menschen zur Verfügung stehen, gibt es keinen Grund, die Hoffnung aufzugeben. Mit etwas Ausdauer sind wir doch kleinzukriegen!

  • Wird die Erde eines Tages vernichtet werden?
    Erwachet! 1975 | 8. Dezember
    • Was sagt die Bibel?

      Wird die Erde eines Tages vernichtet werden?

      DURCH Unrechttun, Verbrechen und Krieg wird die Erde für den Menschen ein immer gefahrvollerer Ort. Aber abgesehen davon — eignet sich die Erde mit ihrer großen Vielfalt an Pflanzen und Tieren nicht vorzüglich als Heimat für den Menschen? Es gibt so unendlich viel, was die Sinne des Menschen — Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen — entzückt.

      Ist es daher vernünftig, zu glauben, der Schöpfer der Erde habe beschlossen, sein Werk — die majestätischen Schneeberge, die lieblichen Täler, die saftigen grünen Wiesen, den üppig wuchernden Dschungel, die rauschenden Tannenwälder, die mit Palmen gesäumten Strände, die tosenden Wasserfälle, die breit dahinfließenden Ströme, das weite Meer, die jubilierenden Vögel und all die übrigen faszinierenden Tiere, die uns durch ihr possierliches Treiben entzücken — zu zerstören? Wird Gott die Erde vernichten, oder wird er zulassen, daß der Mensch sie zu einer Wüstenei macht, in der sich kein Leben mehr halten kann? Um diese Fragen beantworten zu können, muß man wissen, wie Gott seine Schöpfung betrachtet.

      In den ersten Kapiteln der Bibel wird berichtet, wie Gott die Erde Schritt für Schritt zu einer geeigneten und angenehmen Wohnstätte für den Menschen gemacht hat. Nach jeder Schöpfungsperiode bezeichnete er alles, was er gemacht hatte, als „gut“. Kein Text in der Bibel deutet an, daß Gott das, was er auf der Erde erschaffen hat, als von Grund auf schlecht betrachtet — nur tauglich, vernichtet zu werden.

      Im Gegenteil, aus der Heiligen Schrift geht hervor, daß Jehova Gott an allem, was er geschaffen hat, sehr viel gelegen ist. Selbst das, was Vögeln (die doch nicht mit Vernunft begabt sind) widerfährt, entgeht ihm nicht. Jesus Christus sagte zu seinen Jüngern: „Werden nicht zwei Sperlinge für eine Münze von kleinem Wert verkauft? Doch kein einziger von ihnen wird ohne eures Vaters Wissen zur Erde fallen“ (Matth. 10:29). Gott nimmt sogar Rücksicht auf die Empfindungen der Tiere. Das Gesetz, das er den Israeliten gab, hielt sie an, mitfühlend mit den Tieren zu sein. So durften sie keine Vogelmutter nehmen, die brütete oder auf ihren Jungen saß, sondern sie mußten sie fliegen lassen, damit sie wieder Junge großziehen konnte (5. Mose 22:6, 7). Gott verbot, mit einem Stier und einem Esel zusammen zu pflügen, um zu verhindern, daß das schwächere Tier litt (5. Mose 22:10). Einem Stier, der Getreide drosch, durfte man das Maul nicht verbinden. Das Tier sollte nicht dadurch gequält werden, daß man es daran hinderte, von dem Getreide, das es drosch, zu fressen (5. Mose 25:4).

      Das alles zeigt, daß Jehova Gott an seiner Schöpfung interessiert ist. Er heißt es nicht gut, daß der Mensch seine Umwelt zerstört und mutwillig Tiere abschlachtet. Wir lesen in der Bibel, daß Gott vorhat, „die zu verderben, die die Erde verderben“ (Offb. 11:18). Ferner lesen wir: „Dies ist, was Jehova gesprochen hat, der Schöpfer der Himmel, Er, der wahre Gott, der Bildner der Erde und der sie gemacht hat, Er, der ihr festen Bestand gab, der sie nicht einfach umsonst erschuf, der sie bildete, damit sie auch bewohnt werde“ (Jes. 45:18). Gott wird also niemals zulassen, daß der Mensch seine Schöpfung total zugrunde richtet.

      Könnte es aber nicht sein, daß auch die Erde zugrunde geht, wenn die Menschen, die sie verderben, vernichtet werden? Diese Frage kann mit folgenden Gegenfragen beantwortet werden: Warum sollte sich Gott durch die Menschen, die die Erde verderben, gewissermaßen zwingen lassen, seine Werke zu zerstören, die er doch als gut befunden hat? Warum sollten ihre Handlungen ihn veranlassen, das Gegenteil von dem zu tun, was er gemäß seinem erklärten Vorsatz mit der Erde zu tun beabsichtigt?

      Das, was zur Zeit Noahs geschah, zeigt, daß die Vernichtung derer, die die Erde verderben, nicht auch die Vernichtung der Erde bedeutet. Damals benutzte Gott eine weltweite Überschwemmung, um eine gewalttätige Menschenwelt zu vernichten. Aber er sorgte dafür, daß der gerechte Noah und sieben seiner Angehörigen sowie die Tiere (Vertreter jeder Grundart) am Leben erhalten blieben.

      Der Apostel Petrus, der das, was damals geschah, als Beispiel für das, was vor uns liegt, anführte, schrieb: „Die damalige Welt [wurde] vernichtet, als sie mit Wasser überflutet wurde. Aber durch dasselbe Wort sind die Himmel und die Erde, die jetzt sind, aufgespart für das Feuer und sind aufbehalten für den Tag des Gerichts und der Vernichtung der gottlosen Menschen“ (2. Petr. 3:6, 7).

      Man beachte, daß wie bei der Sintflut auch bei der bevorstehenden Vernichtung nicht alle Menschen und alle Tiere umkommen werden, sondern lediglich die „gottlosen Menschen“. Wie zur Zeit Noahs, so wird auch bei dieser Vernichtung die buchstäbliche Erde nicht mit vernichtet werden. Aber warum wird in 2. Petrus 3:10 gesagt: „Die Himmel [werden] mit zischendem Geräusch vergehen ..., die Elemente aber werden vor Gluthitze aufgelöst, und die Erde und die Werke auf ihr werden aufgedeckt werden.“?

      Da die Erde gemäß Gottes Vorsatz bewohnt werden soll, müssen diese Worte offensichtlich in symbolischem Sinne verstanden werden. Etwas Ähnliches wird auch in anderen Texten der Bibel gesagt. So lesen wir über Gottes Gericht an Babylon in Jesaja 13:13: „Die Erde wird von ihrer Stelle rücken beim Zornausbruch Jehovas der Heerscharen und am Tage seiner Zornglut.“

      Als Babylon von den Medern und den Persern im Jahre 539 v. u. Z. erobert wurde, rückte die buchstäbliche Erde nicht von ihrer Stelle. Aber dem Babylonischen Reich widerfuhr das. Als Folge seiner Niederlage verlor Babylon die Herrschaft über ein großes Gebiet der Erde, und was davon übrigblieb, wurde eine Provinz des Perserreiches.

      Auch die Worte über die Vernichtung ‘der Himmel und der Erde, die jetzt sind’, müssen symbolisch verstanden werden. Das Wort „Erde“ bedeutet in der Bibel manchmal nichts anderes als die Bevölkerung der Erde. Zum Beispiel lesen wir in 1. Mose 11:1: „Die ganze Erde nun hatte weiterhin e i n e Sprache und einerlei Wortschatz.“ Worauf haben die Menschen, die die „Erde“ bilden, ihr Vertrauen gesetzt, und wen haben sie um Hilfe angegangen? Die Geschichte zeigt, daß sie stets von ihren Staatsregierungen, von den „obrigkeitlichen Gewalten“, Hilfe und Schutz erwarteten (Röm. 13:1). Mit den „Himmeln“, die „mit zischendem Geräusch vergehen werden“, sind somit solche Regierungen gemeint. Auch die „Erde“ — die gottlosen Menschen — wird vernichtet werden. „Die Erde [die böse menschliche Gesellschaft] und die Werke auf ihr werden aufgedeckt werden.“

      Das bedeutet nicht, daß die symbolische Erde und ihre Werke lediglich bloßgelegt und zur Schau gestellt werden, sondern sie werden vom Feuer als brennbar erfunden, oder durch das Feuer wird „aufgedeckt“ werden, daß sie brennbar sind. Der Ausdruck „aufgedeckt“ vermittelt einen ähnlichen Gedanken wie die Worte des Apostels Paulus in 1. Korinther 3:13, wo wir lesen: „Eines jeden Werk [wird] kundwerden, denn der Tag wird es zeigen, weil er durch Feuer geoffenbart werden wird; und das Feuer selbst wird erproben, von welcher Art das Werk eines jeden ist.“

      Wenn die symbolischen Himmel vergangen und die gottlosen Menschen vernichtet sein werden, wird es möglich sein, die Erde für alle, die bemüht sind, den Willen Gottes zu tun, zu einer beglückenden Heimat zu machen. Die Erde, auf der bis dahin Schmerz, Leid, Krankheit und Tod geherrscht haben, wird zu einem Paradies werden, in dem all das unbekannt sein wird (Offb. 21:4).

      Der Erdball wird also in Übereinstimmung mit Gottes Vorsatz bestehenbleiben. Wer den Wunsch hat, ein Teil der Schöpfung Gottes zu bleiben, sollte folgende inspirierte Ermahnung beherzigen: „Tut euer Äußerstes, um schließlich von ihm fleckenlos und makellos und in Frieden erfunden zu werden“ (2. Petr. 3:14). Ja, vergewissere dich der Dinge, die Gott von uns erwartet, und sei entschlossen, seinen Willen zu tun.

  • Wir beobachten die Welt
    Erwachet! 1975 | 8. Dezember
    • Wir beobachten die Welt

      Palermo im Würgegriff der Wasser-Mafia

      ◆ Die 700 000 Einwohner Palermos werden den Sommer 1975 nicht so schnell vergessen. Während die Sonne nicht nur den Boden in und um die sizilianische Hafenstadt, sondern auch die Kehlen ausdörrte, kam das erfrischende Wasser nur tropfenweise aus den Wasserhähnen. Dabei ist öffentliches Wasser eigentlich in Hülle und Fülle vorhanden, denn knapp 40 Kilometer vor den Toren Palermos liegt ein randvoller Stausee, dessen Inhalt heute genauso von der Mafia kontrolliert wird wie seit Jahrhunderten alle in diesem Gebiet befindlichen Wasserreserven. So hängt Leben und Tod ganzer sizilianischer Landstriche von der Gunst der Mafia ab. Wer sich ihren Bedingungen nicht fügt, dem wird einfach der Hahn abgedreht, und seine Orangenhaine verdorren. Rings um Palermo liegen Hunderte von privaten Brunnen. Viele sind mit Geldern der staatlichen Entwicklungsbank gebaut, dann aber an Privatleute verpachtet worden. Heute muß selbst die Stadt Palermo dort das Wasser zu Wucherpreisen kaufen, während die Mafia durch Drohungen, Mord und Brandstiftung bis heute erfolgreich den Bau einer Wasserleitung von dem vollen Stausee nach Palermo hintertrieben hat.

      Feindliche Brüder

      ◆ Der 9. Weltkongreß des Internationalen Rates Christlicher Kirchen (ICCC), der im Juli in Nairobi stattfand, wurde mit einer Absage an das „einseitig soziale Engagement“ des Weltkirchenrates und dessen Unterstützung für Guerilla-Organisationen in Afrika eröffnet. Die im ICCC zusammengefaßten 155 evangelischen „Gliedkirchen“ erheben den Anspruch, „streng bibelgläubig“ zu sein. Hauptgegner des ICCC ist der Genfer Weltkirchenrat, dessen Weltkonferenz im November ebenfalls in Nairobi stattfindet. ICCC-Präsident Dr. McIntire sagte im Hinblick auf den Weltkirchenrat, es dürfe niemals eine „Détente mit dem Teufel“ geben. Das Programm des Weltkirchenrates gegen Rassismus werde als Deckmantel zur Hilfestellung für „Guerillas mit ihrer Gewalttätigkeit“ und zum „Einbringen des Kommunismus“ benutzt. Zwischen diesen beiden kirchlichen Weltkonferenzen fand am selben Ort vom 12. bis 16. August noch eine dritte statt. Es war die zweite internationale Konferenz zur Erneuerung „des christlichen Glaubens“, die von Mitgliedern verschiedener Bekenntnisse einschließlich der katholischen Kirche vorbereitet wurde.

      Bei so viel Rivalität und Bruderzwist und bei so vielen „Gliedkirchen“ werden wir an die Worte des Apostels Paulus in Epheser 4:4-6 erinnert, wo geschrieben steht: „Da ist e i n Leib und e i n Geist, so, wie ihr in der e i n e n Hoffnung berufen worden seid, zu der ihr berufen wurdet; e i n Herr, e i n

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