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Läßt sich die Welt ändern?Erwachet! 1976 | 22. September
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der Welt eintreten. Und erstaunlicherweise geschehen diese von Jesus vorhergesagten Dinge jetzt in der ganzen Welt. Gemäß der Prophezeiung Jesu bedeutet das, daß die Vernichtung des gegenwärtigen Systems unmittelbar bevorsteht.
Vielleicht sagt der eine oder andere: „Wenn das wahr ist, warum dann nicht das Leben noch so richtig genießen, bevor alles aus ist? Es gibt ja doch keine Zukunft.“
Dazu wäre zu sagen, daß gerade durch die Beseitigung des gegenwärtigen Weltsystems die Möglichkeit für eine glückliche Zukunft geschaffen wird, eine Zukunft, wie man sie sich jetzt gar nicht vorzustellen vermag. Die Vernichtung des gegenwärtigen korrupten Systems der Dinge wird nämlich nicht bedeuten, daß alles Leben auf der Erde zugrunde gehen wird. Denn man denke daran, daß in der erwähnten biblischen Verheißung gesagt wird: „Wer aber den Willen Gottes tut, bleibt immerdar.“ Und die Qualität des Lebens, dessen sich die Menschen dann auf der Erde erfreuen werden, wird besser sein denn je. Dessen können wir ganz sicher sein, denn in der Bibel wird über unseren Schöpfer gesagt: „Du öffnest deine Hand und sättigst das Begehren alles Lebenden“ (Ps. 145:16).
Der eine oder andere mag jetzt sagen: „Bei dieser Hoffnung ist wohl der Wunsch der Vater des Gedankens.“ Nun, das stimmt nicht ganz. Es gibt zwingende Gründe dafür, daß wir optimistisch einer glücklichen Zukunft in einer besseren Welt entgegensehen können. Diese Gründe werden in dem folgenden Artikel dargelegt.
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Warum wir sicher sein können, daß eine bessere Welt nahe istErwachet! 1976 | 22. September
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Warum wir sicher sein können, daß eine bessere Welt nahe ist
IST es nicht so, daß man geneigt ist, in gewissen Fällen Vertrauen zu bekunden, in anderen dagegen nicht? Liest man zum Beispiel in der Zeitung, daß die Sonne dann und dann aufgehen wird, so schenkt man diesen Angaben wahrscheinlich Glauben. Warum? Weil sich Erde und Sonne stets gleichförmig in ihrer Bahn bewegen, so daß über den Sonnenauf- und -untergang im voraus richtige Angaben gemacht werden können.
Sagt dagegen ein Politiker, er werde dafür sorgen, wenn er gewählt werde, daß die Zahl der Arbeitslosen zurückgehen, das Verhältnis zu anderen Ländern sich bessern und die Wirtschaft wieder aufblühen werde, schenkst du seinen Worten wahrscheinlich keinen Glauben. Warum nicht? Weil du weißt, daß dieser Mann — er mag noch so ehrlich sein — nicht über die Macht und die Möglichkeiten verfügt, die erforderlich wären, um diese Versprechungen einzulösen.
Ganz besonders junge Leute neigen dazu, Bemühungen, Übelstände abzustellen, pessimistisch zu betrachten. Und niemand wird bestreiten wollen, daß heute weite Gebiete der Erde mit jedem Tag ärger verschmutzt werden, die Bodenschätze unseres Planeten weiterhin vergeudet und die in freier Wildbahn lebenden Tiere vernichtet werden, daß sich der Hunger mehr und mehr ausbreitet, daß das Wettrüsten fortgesetzt wird usw. Doch die Zukunftsaussichten sind nicht so trüb, wie der eine oder andere glauben mag.
Wir wollen kurz einen Aspekt beleuchten, der oft übersehen wird, der jedoch zeigt, warum wir zuversichtlich in die Zukunft blicken können.
Gründe für die Zuversicht
Wenn wir über unsere Umwelt nachdenken, wird es uns bewußt, daß wir allen Grund haben, vertrauensvoll in die Zukunft zu blicken. Denken wir zum Beispiel an die gleichförmigen Bewegungen der Erde und der Himmelskörper. Zufolge der strengen Ordnung, nach der sie sich bewegen, weiß der Mensch genau, wann die Sonne morgens aufgeht. Auch können Sonnenfinsternisse Jahrhunderte im voraus berechnet werden. Da die Erde immer mit der gleichen Geschwindigkeit die Sonne umkreist (im Mittel 29,8 Kilometer in der Sekunde), hat sie immer die richtige Entfernung von der Sonne — nicht zu nahe und nicht zu weit davon entfernt —, so daß es auf der Erde schön und angenehm zu wohnen ist.
Aber es gibt noch viele weitere Faktoren, die dazu beitragen, daß das Leben auf der Erde angenehm ist. Die Erde dreht sich alle 24 Stunden einmal um ihre eigene Achse. Wegen dieser Regelmäßigkeit kann man die Tag- und Nachtstunden genau voraussagen. Was geschähe, wenn die Rotationsdauer einmal 10 Stunden, ein anderes Mal 30 oder 50 oder noch mehr Stunden betragen würde? Dann wüßte man nie im voraus, wie lang ein Tag und eine Nacht wären. Man könnte nicht planen. Es könnte nur wenig Arbeit geleistet werden. Es würde Verwirrung herrschen. Und wenn sich die Erde wie der Planet Merkur im Jahr nur einmal um ihre eigene Achse drehte, dann würde die eine Erdhälfte in eisiger Kälte erstarren, während die andere eine glutheiße Wüste wäre.
Auch die Erdatmosphäre, die aus vielen verschiedenen Gasen besteht, liefert Gründe dafür, daß wir vertrauensvoll in die Zukunft blicken können. Sie umgibt unseren Planeten wie ein gewaltiges „Meer“. Würde die Atmosphäre nicht mehr das richtige Gasgemisch aufweisen, so erginge es uns wie einem Fisch außerhalb des Wassers: Wir müßten sterben. Aber die Atmosphäre ist seit Jahrhunderten überall auf der Erde gleichgeblieben. Sie weist gerade das Gasgemisch auf, das der Mensch für seine Existenz braucht. Ferner läßt sie die Sonnenstrahlen, die für den Menschen schädlich sind, nicht hindurch. Auch verhindert sie, daß die Wärme des Erdbodens an die Kälte des interplanetarischen Raums verlorengeht, und sie schützt den Menschen vor den Meteoren, da diese beim Eindringen in die obere Atmosphäre verglühen.
In einem Artikel der Zeitschrift New England Journal of Medicine konnte man unter anderem lesen: „Der Sternenhimmel ist eine bewunderungswürdige Leistung. ... Ich bezweifle, daß irgendeiner von uns etwas daran verbessern könnte, außer daß er vielleicht eine örtliche Wolke gelegentlich etwas verschieben würde. Mit dem Wort Zufall lassen sich Werke von solcher Großartigkeit schlecht erklären.“
Auch der Erdboden liefert durch seine wunderbare Beschaffenheit einen Grund zur Zuversicht. In einem Fingerhut voll Erde wimmelt es von Milliarden von Lebewesen. Viele dieser Bodenorganismen zersetzen absterbende Pflanzen sowie tote Tiere und halten auf diese Weise den Erdboden sauber. Einige entziehen der Luft Stickstoff und führen ihn in Stickstoffverbindungen über. Das ist wichtig, weil die Pflanzen Stickstoff benötigen, aber den atmosphärischen Stickstoff nicht unverändert assimilieren können. Läßt das nicht deutlich erkennen, daß ein intelligenter Schöpfer für die vielen erstaunlichen Prozesse und Kreisläufe verantwortlich ist, die die Voraussetzungen dafür bilden, daß der Mensch auf der Erde nicht nur sein Dasein fristen, sondern ein beglückendes Leben führen kann?
Man denke auch daran, wie die Pflanzen wachsen und was das in bezug auf unsere Zukunft erkennen läßt. Vielleicht hast du auch schon Sätze gelesen wie: „Die Pflanzen schicken ihre Wurzeln in die Erde und den Stengel in das notwendige Licht.“ Frage dich jedoch: „Warum und wie tun sie das?“ Du weißt, daß die Pflanzen über kein Gehirn verfügen und daher nicht überlegen können. Hättest du die große Vielfalt an köstlichen Früchten ersinnen können, die die Pflanzen zu unserem Genuß hervorbringen?
Wie erzeugen die Pflanzen die Nahrung, von der Mensch und Tier leben? Es ist bekannt, daß Kohlendioxyd und Wasser auf das Chlorophyll der Pflanzen einwirken. Aber wie das wirklich geschieht, ist für den Menschen immer noch ein Geheimnis. In der Zeitschrift Science News Letter konnte man lesen:
„Hier vollbringen die ,Gottheiten’ ihr Wunder. Das Sonnenlicht liefert die Energie für die große chemische Veränderung, und das Chlorophyll dient als ,Schaltbrett’, das die Reaktion regelt. Unter dem Einfluß des Sonnenlichts und des Chlorophylls verbindet sich das Kohlendioxyd mit dem Wasser, um die Grundlage jeder Nahrung zu erzeugen, einen einfachen Zucker. All die zahlreichen Fette, Eiweiße und Kohlehydrate, die Pflanzen und Tiere brauchen, müssen später aus diesem Zucker erzeugt werden.“
Hunderte von Faktoren wirken zusammen, um das Leben auf der Erde zu ermöglichen. Aber sie ermöglichen es nicht nur, sondern sie schaffen auch die Voraussetzungen für ein beglückendes Leben. Man denke an das Sonnenlicht. Ohne Sonnenlicht gäbe es für Mensch und Tier keine Nahrung, aber es schenkt uns auch Farbe und Schönheit. Die Farbe stammt eigentlich von dem Licht, das auf einen Gegenstand fällt. Das Licht kann in Zehntausende von Farben oder Farbtönen zerlegt werden. Und wie wohltuend ist das Licht! Welch ein Wunder ist es!
Ähnlich verhält es sich mit vielen anderen Dingen, zum Beispiel mit der unendlichen Vielfalt an Lauten, Geschmäcken und Gerüchen, durch die das Leben angenehm und genußreich wird. Diese Dinge sind ungemein kompliziert. Der Mensch hat sie nicht geschaffen. Er versteht sie nicht einmal ganz. Drängt sich uns nicht die Erkenntnis auf, daß unsere Erde einen Schöpfer haben muß, wenn wir über die vielen Prozesse und Kreisläufe nachdenken? Ja, die vielen voneinander abhängigen Faktoren, die harmonisch zusammenwirken, um das Leben auf der Erde zu erhalten, ergeben ein wunderbares System, das weit, weit komplizierter ist als irgendein Gerät oder eine Maschine, die der Mensch entwickelt oder gebaut hat.
Zu welchem Schluß kommen wir, wenn wir sehen, wieviel Überlegung und Arbeit in den komplizierten Prozessen und Kreisläufen der Erde steckt? Daß es dem Schöpfer daran gelegen ist, daß das Leben für alle, die auf der Erde wohnen, angenehm und beglückend ist. Deshalb haben wir allen Grund, zuversichtlich in die Zukunft zu blicken. Was wir bisher besprochen haben, läßt folgendes erkennen: Der Schöpfer will, daß das Leben für die Erdbewohner angenehm und beglückend ist, und er besitzt offensichtlich auch die Macht, seinen Willen auszuführen.
Ist der Schaden noch gutzumachen?
Manch einer ist der Meinung, daß die Zerstörung der Erde bereits so weit fortgeschritten sei, daß die Menschheit keine Zukunft mehr habe. Mit riesigen Gebieten ist ein solcher Raubbau getrieben worden, daß der Boden dort zerstört oder seine Fruchtbarkeit stark beeinträchtigt ist. Läßt sich der Schaden, der diesem Land zugefügt worden ist, nicht mehr gutmachen?
Das ist nicht unbedingt gesagt. Vielleicht kennst du sogar Gebiete, die durch Umweltverschmutzung, eine Naturkatastrophe oder unsachgemäße Bodenbearbeitung zerstört worden sind. Doch der Erdboden besitzt eine erstaunliche Regenerationsfähigkeit. Das ist in Gebieten zu beobachten, die durch Brände oder Vulkanausbrüche verwüstet wurden. Nach einiger Zeit waren sie wieder mit einem üppigen Pflanzenkleid bedeckt. Und Flüsse, die hoffnungslos verschmutzt waren, wurden, nachdem ihnen keine ungereinigten Abwässer mehr zugeführt wurden, wieder so sauber, daß Fische darin leben und Menschen gefahrlos darin baden können.
Sogar Boden, der durch die Mißwirtschaft des Menschen zu einer Wüste geworden ist, kann saniert werden. Ein Beispiel dafür ist der Nahe Osten. Dort war früher der
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