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    Der Wachtturm 1955 | 1. Oktober
    • Priester berät Einstein

      EINE Meldung der Associated Press vom 13. April aus der Stadt Atlantic besagt: „Ein höherer katholischer Erzieher flehte heute Wissenschaftler an, Albert Einstein eingeschlossen, sich mit ihren Neutronen zu befassen und mit dem ‚Philosophieren‘ aufzuhören. Ehrw. Robert Henle, Dekan der University Graduate School von St. Louis, sagte, die Nation ‚erhalte eine große Menge Wissenschaftler‘, die ‚mit 40 Jahren zu philosophieren‘ beginnen. Er sagte, die meisten seien ‚nicht darin geübt‘. In einer Pressekonferenz beim jährlichen Kongreß der National Catholic Educational Assn. sagte Henle, Einstein habe in den letzten Jahren über die ‚Natur und Existenz Gottes‘ philosophiert. ‚Ich erhebe dagegen Einspruch, daß er eine maßgebende Erklärung über einen Vollkommenen abgibt‘, sagte Henle. ‚Er hat nicht die Schulung, um über die Existenz oder Nichtexistenz Gottes zu sprechen.‘“ — Neuyorker Post, 13. April 1955.

      Der verstorbene Albert Einstein hatte gemäß der Zeitschrift Life vom 2. Mai 1955 gesagt: „Ich glaube nicht an den Gott der Theologie, der Gutes belohnt und Böses bestraft … Eine Vorstellung über Gott, die auf die Furcht vor dem Leben oder auf die Furcht vor dem Tode gegründet ist, oder blinden Glauben an ihn kann ich nicht akzeptieren.“ Aus allen Berichten geht hervor, daß Einstein eine milde Einstellung hatte, und es ist verständlich, daß er nicht an den Gott der Theologie glauben konnte, an einen Gott, der Seelen im Feuer einer Hölle ewig quält oder sie jahrhundertelang in einem flammenden Fegefeuer röstet, bis man Priestern auf Erden genügend bezahlt, um diese Seelen zu befreien.

      Die gleiche Ausgabe von Life berichtete, Einstein habe gesagt: „Das Dasein einer höheren, vernunftbegabten Macht, die sich im unbegreiflichen Universum offenbart, gibt mir meine Auffassung von Gott.“ Weil der Gott der Theologie, wie er von den orthodoxen Religionen gelehrt wird, für Einstein unannehmbar war, tastete er nach einem anderen Gott. Er glaubte an einen, der als der höchste Geist und die höchste Intelligenz hinter den geschaffenen Wundern steht, und war beeindruckt von der Ordnung im Universum, wie Time vom 2. Mai 1955 zeigt. Dort zitierte man ihn: „Ich kann nicht glauben, daß Gott mit dem Kosmos Würfel spielt.“ Die Zeitschrift sagte weiter: „Albert Einstein, der oft sagte, er könne die Lehre der Unsterblichkeit der Seele nicht anerkennen, bewegte sich am Rande des Mysteriums und zuweilen, so gab er zu, glaubte er sich nahe bei Gott. ‚Ich behaupte‘, sagte er einmal, ‚daß die kosmisch-religiöse Erfahrung die stärkste und erhabenste Antriebskraft ist … Meine Religion ist eine demütige Bewunderung für den grenzenlos höheren Geist, der sich in den kleinsten Einzelheiten offenbart, die wir mit unserem gebrechlichen und schwachen Sinn wahrnehmen können‘.“ Die Bibel stimmt mit Einstein überein, wenn „er die Lehre von der Unsterblichkeit der Seele nicht anerkennen konnte“, denn sie erklärt, „Die Seele, welche sündigt, die soll sterben“, und berichtet, daß sogar der sündenlose Jesus „seine Seele ausgeschüttet hat in den Tod“. — Hes. 18:4; Jes. 53:12.

      Einstein erklärte, er könne nicht in „blindem Glauben“ irgendeine Vorstellung von Gott akzeptieren. Ein biblischer Glaube an Jehova Gott ist nicht blind, als hätte er absolut keine Grundlage. Glaube ist „die offenbare Demonstration von Wirklichkeiten, obgleich nicht gesehen“. (Heb. 11:1, NW) Ohne die Elektrizität oder Schwerkraft zu sehen, glaubte Einstein an ihr Dasein, weil er Beweise gesehen hatte, die ihre Wirklichkeit demonstrieren. Ohne den „grenzenlos höheren Geist“ zu sehen, glaubte Einstein an dessen Existenz, weil er im Weltenall Majestät, Kraft und Ordnung gesehen hatte. Die Bibel weist darauf hin, daß diese geschaffenen Wunder Beweise für das Dasein des unsichtbaren Schöpfers sind: „Denn das Unsichtbare von ihm, sowohl seine ewige Kraft als auch seine Göttlichkeit, die von Erschaffung der Welt an in dem Gemachten wahrgenommen werden, wird geschaut.“ (Röm. 1:20, NW) Daß Erkenntnis und Verständnis über die Berichte in der Bibel für den Glauben an den Gott der Bibel notwendig sind, wird durch Römer 10:17 (NW) gezeigt: „Der Glaube folgt auf den Bericht.“ Aber der Glaube an den Gott der orthodoxen Theologie ist ein blinder Glaube, weil er nicht auf biblische Wahrheiten gegründet ist, sondern eher auf die heidnischen Vorstellungen von Priestern des Altertums oder auf die eigensinnigen Philosophien moderner Prediger. Keine vernünftige Person sollte eine solche Vorstellung über Gott aus blindem Glauben annehmen. Niemand sollte jedoch zulassen, daß falsche, von orthodoxen Religionen gelehrte Auffassungen über Gott ihn vom Gott der Bibel entfernen. Alle sollten die Bibel studieren, um von dem Gott zu lernen, der das Universum erschaffen hat, und nicht wegen religiöser Falschheiten gegen ihn voreingenommen sein.

      Wenn sich orthodoxe Religionen auf die Bibel beschränkt hätten, hätte sich Einstein wahrscheinlich nur mit seinen Neutronen befaßt. Hätten diese Religionen andere über den Gott der Bibel belehrt, nicht aber über eine widerliche heidnische Gottheit, die vermeintlich eingebildete Seelen in nichtbestehenden Fegefeuern und Feuer- und Schwefelhöllen quält, hätte sich Einstein nicht veranlaßt gefühlt, sich eine andere Vorstellung über Gott zu suchen. Vielleicht sollte Henle den Balken aus seinem Auge entfernen, bevor er sich über den Strohhalm in Einsteins Auge ausläßt. Er könnte versuchen, sich an den Gott der Bibel zu halten, dem zu dienen er vorgibt. Er könnte heidnische Lehren und menschliche Traditionen aufgeben, von schmeichelhaften Titeln wie Ehrwürden und Vater absehen, die in der Bibel nur auf Jehova Gott angewandt werden. Er könnte die unbiblischen Geschäftseinrichtungen der Fegefeuergebete und des Bingospiels aufgeben. (Hiob 32:21, 22; Matth. 7:1-5; 21:13; 23:9) Henle klagte Einstein an, er würde sich nicht auf sein Gebiet der Wissenschaft beschränken, er selbst aber macht sich schuldig, indem er von seiner angeblichen Arbeit des Dienstes für Gott abirrt. Treffend sagt Römer 2:1: „Deshalb bist du nicht zu entschuldigen, o Mensch, jeder, der da richtet; denn worin du den anderen richtest, verdammst du dich selbst; denn du, der du richtest, tust dasselbe.“

  • Die Grundlage der Erziehung
    Der Wachtturm 1955 | 1. Oktober
    • Die Grundlage der Erziehung

      Die Zeit macht die Bibel nie altmodisch; die Bibel bleibt immer modern, weil sie geradezu die Grundlage der Erziehung ist. Deutschlands großer Schreiber, Johann Wolfgang von Goethe, äußerte sich über die Erziehung und die Bibel. Er, einer der Berühmtesten in der ganzen Weltliteratur, sagte: „Ich bin überzeugt, daß die Bibel noch schöner wird, je mehr man sie versteht. Mögen Kultur und Wissenschaft weiterhin gefördert werden, mag der Geist vorwärtsschreiten wie er will — er wird nie die Stufe und moralische Kultur des Christentums erreichen, die aus den Evangelien hervorleuchten und -strahlen. Es ist der innere Wert, dem die Bibel ihre außergewöhnliche Verehrung verdankt, mit der sie von so vielen Nationen und Generationen bedacht wurde. Sie ist nicht nur ein volkstümliches Buch, sie ist das Buch der Völker. Je größer der geistige Fortschritt der Zeitalter ist, desto eher wird es auch möglich sein, die Bibel sowohl als Grundlage, als auch als Werkzeug der Erziehung zu verwenden — jener Erziehung, durch die nicht Pedanten, sondern wirklich kluge Menschen heranerzogen werden.“ — The Supremacy of the Bible, S. XXVIII.

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