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  • Glücklich seid ihr, wenn man euch verfolgt
    Der Wachtturm 1971 | 15. November
    • Böses mit Bösem. Sorgt für die Dinge, die in den Augen aller Menschen vortrefflich sind. Haltet nach Möglichkeit, soweit es von euch abhängt, mit allen Menschen Frieden. Rächt euch nicht selbst, Geliebte, sondern gebt dem Zorn Raum; denn es steht geschrieben: ,Mein ist die Rache; ich will vergelten, spricht Jehova.‘ ... Laß dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse stets mit dem Guten.“ (Röm. 12:14, 17-21) Diese Einstellung und dieses Benehmen führt zu Gottes Wohlgefallen. Es ist der christliche Weg.

      21. (a) Welche Einstellung wird der Christ offenbaren, wenn sein Eigentum zerstört wird oder wenn ihm selbst Schaden zugefügt wird? (b) Wie wird der Christ die Dinge ansehen, wenn Schlimmes über Schlimmes über ihn kommt?

      21 Es gibt keinen Grund für rachsüchtige Vergeltung, wenn Leute das Eigentum des Christen vernichten oder ihm Schaden zufügen. Das Eigentum gehört Gott, und der Christ ist Gottes Mitarbeiter. Die gesetzmäßigen Gerichte mögen den Christen schützen und ihm das verlorene Eigentum ersetzen. Wenn sie es aber nicht tun, dann sollte der Christ den Verlust erleiden. Der Christ sollte nicht danach trachten, jemandem zu schaden oder ihn zu töten. Die Rache gehört Gott; er wird vergelten. Das ist die christliche Einstellung.

      DIE VERFOLGUNG ERTRAGEN

      22, 23. (a) Was wird ein Christ tun, um unter Verfolgung durchzuhalten? (b) Was zu tun, wird er ermahnt, wenn er von unbändigen Pöbelrotten bedroht wird?

      22 Um die Verfolgung ertragen zu können, muß der Christ sein ganzes Vertrauen auf Jehova setzen. Gott wird ihn stärken und ihn schließlich glücklich machen. (2. Tim. 4:17) Er sollte nie unterlassen, für sich und seine christlichen Brüder, die ebenfalls Prüfungen erdulden mögen, zu Jehova zu beten. Wenn er betet, sollte er nicht Jehova die Schuld geben für die Verfolgung, ganz einfach darum, weil Gott keinen Unschuldigen verfolgt. Satan und seine böse Organisation sind die Verfolger. Gott aber läßt Verfolgung zu, um vor der ganzen Schöpfung die Loyalität des Christen gegenüber seiner universellen Souveränität festzustellen. Dadurch, daß der Christ auf diese Weise Verfolgung erduldet, hält er Jehovas Namen und sein Wort hoch.

      23 Christen werden nicht nach Verfolgung oder Märtyrertum trachten, noch werden sie gottlose Menschen zu Gewalttaten herausfordern wollen. Sie werden ernstlich ermahnt, sich „vorsichtig wie Schlangen und doch so unschuldig wie Tauben“ zu benehmen. (Matth. 10:16) Bei einem gewissen Anlaß ging Jesus einer Pöbelrotte aus dem Wege. Es mag gelegentlich für den christlichen Prediger notwendig werden, wenn er bedroht wird, sich an einen freundlicheren Ort zu begeben. — Joh. 10:31-39.

      24. Was sich vor Augen zu halten, wird der Christ stets bemüht sein, und warum?

      24 Der Christ sollte stets daran denken, daß er Verfolgung nicht in seiner eigenen Kraft erdulden kann und daß Gott nicht zulassen wird, daß er über das hinaus versucht wird, was er ertragen kann, ja daß Jehova für ihn einen Ausweg schaffen wird, damit er fähig ist durchzuhalten. (2. Kor. 4:9, 10; 1. Kor. 10:13) Für einige mag Treue bis in den Tod der Ausweg sein, aber Jehova wird ihnen die nötige Kraft geben, auch eine so schwere Prüfung zu erdulden. Wenn der Christ Jehova zu seiner Festung macht, wird er in seiner Stunde der Not Kraft finden. Die Auferstehungshoffnung und die Verheißung auf ewiges Leben sind glaubensstärkend. Sie stärkten Jesus und werden alle stärken, die auf Jehova vertrauen. „Für die vor ihm liegende Freude erduldete er einen Marterpfahl, der Schande nicht achtend, und hat sich zur Rechten des Thrones Gottes niedergesetzt.“ (Hebr. 12:2) Halte dir Jehovas Verheißungen stets vor Augen, damit du ebenso handeln kannst. — Nah. 1:7; Spr. 18:10.

      25. Welche glückliche Aussicht hat der, der seine Lauterkeit bewahrt?

      25 Die Prüfungen der Verfolgung dauern aber nur eine kleine Weile und können nicht verglichen werden mit dem Lohn, den Jehova verheißt. Paulus sagte: „[Ich] halte dafür, daß die Leiden der gegenwärtigen Zeit nichts bedeuten im Vergleich zu der Herrlichkeit, die an uns geoffenbart werden wird.“ Denn die Drangsal „bewirkt ... für uns eine Herrlichkeit, die an Gewicht immer mehr alles Maß übersteigt und ewig dauert“. (Röm. 8:18; 2. Kor. 4:17) Erdulde daher alle Prüfungen, da es dein Vorrecht ist, um der Gerechtigkeit willen zu leiden, denn groß ist in der Tat dein Lohn! „Glücklich ist der Mann, der die Prüfung erduldet, denn nachdem er sich bewährt hat, wird er die Krone des Lebens empfangen, die Jehova denen verheißen hat, die ihn beständig lieben.“ (Jak. 1:12; Offb. 2:10) Möge das dein glücklicher Lohn sein.

  • Was bedeutet Vollkommenheit in Wirklichkeit?
    Der Wachtturm 1971 | 15. November
    • Was bedeutet Vollkommenheit in Wirklichkeit?

      DIE Bibel sagt von Gott: „Vollkommen ist sein Tun.“ — 5. Mose 32:4.

      Als Gottes Meisterwerk muß unser Planet, die Erde, vollkommen gewesen sein. Warum hieß denn Gott Adam und Eva, ‘sich die Erde untertan zu machen’? — 1. Mose 1:28.

      Ebenso war das Erzeugnis der Tätigkeit Gottes, das erste Menschenpaar, vollkommen. Wieso konnte es denn sündigen?

      Wie würdest du diese Fragen beantworten? Was bedeutet „Vollkommenheit“ in Wirklichkeit? Weißt du, was die Bibel darüber lehrt? Würde es dir gefallen, in Vollkommenheit auf dieser Erde zu leben, oder denkst du, die Vollkommenheit würde dem Leben allen Ansporn nehmen und es nach mechanischer Art gleichförmig und uninteressant machen?

      DIE WAHRE BEDEUTUNG ERFASSEN

      Tatsächlich haben die meisten Menschen ein sehr unvollkommenes Verständnis dessen, was das Wort „vollkommen“ bedeutet. Zum Beispiel mag jemand sehen, daß Oberhemden für je 10,75 DM ausgeschrieben werden mit der Notiz daneben: 20,75 DM bei garantiert vollkommener Qualität. Wird hier das Wort „vollkommen“ richtig gebraucht?

      Einige würden sagen: „Nein“ und mögen erklären: „So etwas wie ein garantiert ,vollkommenes‘ Oberhemd gibt es nicht.“ Warum? Nun, sie mögen denken, ein garantiert „vollkommenes“ Hemd müßte von erstaunlicher Qualität sein, würde sich vielleicht nie abnutzen und somit für immer halten. Wenn aber das Oberhemd von Stoff gemacht wäre, der sich niemals abnutzte, wie hätte dieser überhaupt zerschnitten werden können? Wenn er zugeschnitten werden konnte, dann könnte er sich auch abnutzen. Und wenn er nicht zugeschnitten werden konnte, würde er stärker als irgendein anderer vorhandener Stoff sein, ja sogar härter als Diamanten. Was empfändest du, ein Hemd aus solchem Material auf deinen Schultern zu fühlen?

      Dennoch wäre der Gebrauch des Wortes „vollkommen“ in der Anpreisung richtig. Das Wörterbuch sagt uns, daß das englische Wort perfect für das deutsche Wort vollkommen von der lateinischen Vorsilbe per herkommt, was „durch und durch“ oder „vollständig“ bedeutet, und ferner von dem Tätigkeitswort facere, was „tun“ oder „machen“ bedeutet.

      Somit ist etwas, was „perfekt“ oder „vollkommen“ ist, etwas „vollständig Gemachtes oder Vollendetes, das alle wesentlichen Teile aufweist, also nicht defekt ist“. Es ist auch etwas, was „allen Erfordernissen und festgesetzten Maßstäben der Vortrefflichkeit entspricht“.

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