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  • Wie entsteht ein Strand?
    Erwachet! 1971 | 22. Dezember
    • gespült, während große Mengen Sand im Flußdelta liegenbleiben. Aber wie gelangt der Sand an die Stelle, wo ein Strand aufgebaut werden soll? Um das zu verstehen, müssen wir einige der Kräfte näher kennenlernen, durch die Strände zerstört und aufgebaut werden.

      Wellen, die weit draußen auf dem Meer durch den Wind erzeugt werden, brechen schließlich an der Küste. Sie rollen indessen nicht immer senkrecht — oder parallel zur Küste — auf die Küste zu. Deshalb entfällt die Energie der einzelnen Wellen auf zwei Anteile. Der Hauptteil richtet sich senkrecht auf die Küste und verliert sich in der Brandung; der andere Teil, der stark verlangsamt wird, bildet eine Strömung parallel zur Küste. Diese Strömung könnte mit einem Fluß verglichen werden; das eine „Ufer“ würde dann die Küste bilden, das andere die Linie vor der Küste, an der die Wellen zu brechen beginnen.

      Dieser Fluß mag küstenaufwärts oder küstenabwärts fließen, je nach der Richtung der hereinrollenden Wellen. Dieser Küsten„fluß“ vermag wie die Flüsse, die durch das Land fließen, große Mengen Sediment zu befördern. Das Sediment, das der Küsten„fluß“ mitführt, ist natürlich der Sand, aus dem der Strand aufgebaut wird, über den er hinwegfließt.

      Solche Küsten„flüsse“ mögen gewaltige Mengen Sand mitführen — in gewissen Gebieten jährlich Millionen Tonnen. Das ergäbe viele Güterwagen voll an jedem Tag des Jahres. Die Menge ist jedoch überall verschieden, aber wir können deutlich sehen, wie der Sand, der von den Flüssen ins Meer gespült wird, an den Küsten verteilt wird.

      Während auf diese Weise ständig Sand transportiert wird, ist noch ein anderer Prozeß im Gang. Es handelt sich um den Prozeß, der dafür verantwortlich ist, daß der Strand nicht in jeder Jahreszeit gleich ist. In den meisten Gebieten der Welt sind die Wellen während der Sommermonate sanfter, im Winter dagegen ist die See rauh. Die sanften Wellen lagern am Strand Sand ab, während die starke Brandung im Winter den Sand wegträgt und ihn parallel zur Küste, ein Stück davon entfernt, in Form länglicher Sandbänke ablagert. Die sanften Sommerwellen tragen dann den Sand wieder an den Strand, und die Sandbänke verschwinden allmählich.

      Würde aller Sand, den die Flüsse ins Meer schwemmen, an den Stränden abgelagert, dann hätten wir schließlich rings um alle Kontinente große Sandstrände. Doch große Mengen Sand werden so weit von der Küste entfernt abgelagert, daß die Wellen ihn nicht mehr an den Strand spülen können.

      Der Mensch stört das Gleichgewicht

      An vielen Orten hat der Mensch, insbesondere in unserem Jahrhundert, das Gleichgewicht in der Natur gestört. An manchen Küsten sind große Veränderungen vor sich gegangen, weil man dort Häfen und Molen gebaut hat. Ferner kann man beobachten, daß sich auf der einen Seite eines Hafens Sand anhäuft, so daß ständig ausgebaggert werden muß, was sehr teuer ist, und auf der entgegengesetzten Seite wird der Strand immer mehr ausgewaschen und zerstört. Das ist, wie man oft hört, der Preis des Fortschritts, aber es entwickelt sich noch ein weiteres Problem, das von noch größerer Tragweite ist.

      Hochwasserschutz, Gewässerschutz und der Bedarf an Wasserkraftwerken haben dazu geführt, daß überall in der Welt immer mehr Talsperren und Staudämme gebaut worden sind. Diese Stauanlagen haben zur Folge, daß die Flüsse weit weniger Sediment befördern und so schließlich weniger Sand für den Aufbau von Stränden zur Verfügung steht. Wenn die Flußdeltas nicht mehr genügend Sand liefern, werden die Strände flußabwärts ausgeschwemmt. Das fein ausgewogene Gleichgewicht zwischen der Sandmenge, die fort- und wieder zurückgetragen wird, ist gestört.

      Sand aus anderen Gegenden heranzuschaffen und auf einem Strand, von dem der Sand weggewaschen worden ist, abzulagern ist eine Maßnahme, die nur vorübergehend Abhilfe schafft, denn der Sand wird weiterhin ständig vom Wasser weggetragen werden. Die Kosten für das Heranschaffen von Sand, um zerstörte Strände wieder in Ordnung zu bringen, könnten mit der Zeit untragbar werden.

      Zum Schutz der Strände wurden auch Küstenbauten wie Buhnen errichtet, das sind Küstenvorbaue aus Stein oder Pfählen. Sie sollen als Schutz vor Abspülung dienen und den Sand, der angeschwemmt wird, festhalten und so den Strand vor weiterer Zerstörung bewahren.

      Stranderosion ist ein wachsendes Problem insbesondere in dichtbevölkerten Gebieten. Grundstücke an der Küste, deren Wert in die Millionen geht, sind stark gefährdet. Der kurzlebige Mensch, der nicht weit in die Zukunft blicken kann, hat alle möglichen Pläne verwirklicht, um sofort daraus Nutzen zu ziehen, finanziellen und anderen — doch nun treffen ihn ganz unerwartet katastrophale Folgen. Jetzt, da ein großer Teil der Bevölkerung endlich mehr Freizeit hat, verschwinden immer mehr der Erholungsgebiete an den Meeresküsten und Seeufern.

      Einen wirklich schönen natürlichen Strand aufzubauen übersteigt das Können des Menschen. Doch Kräfte, die Gott geschaffen hat, sorgen seit Jahrhunderten dafür, daß Strände aufgebaut werden und erhalten bleiben, so daß sie den Menschen als Stätten der Erholung dienen können.

  • Ist es wahr oder nicht?
    Erwachet! 1971 | 22. Dezember
    • Ist es wahr oder nicht?

      ● Aus Lancashire (England) berichtet ein Mann folgendes Erlebnis: „Ich war der Meinung, Jehovas Zeugen hätten recht, doch meine Frau war anderer Meinung. Eines Tages besuchte uns der katholische Priester des Ortes. Meine Frau hoffte, er könnte mich von meiner Meinung abbringen. Ich fragte ihn, warum man das Weihnachtsfest am 25. Dezember feiere, da Jesus doch nicht an jenem Tag geboren sei. Er gab ohne weiteres zu, daß Jesus zu einer anderen Zeit des Jahres geboren sei. Dann wurde er auf die Frage und Antwort im katholischen Katechismus hingewiesen, die lauten: ‚An welchem Tag ist unser Heiland geboren?‘ ‚Unser Heiland ist am Weihnachtstag geboren‘, und in der Fußnote wird erklärt: ‚Am Weihnachtstag, dem 25. Dezember.‘ Wir fragten den Priester, ob das die Wahrheit sei. Er gab keine Antwort.“

  • Er wurde ein Diener Gottes von anderer Art
    Erwachet! 1971 | 22. Dezember
    • Er wurde ein Diener Gottes von anderer Art

      IN DER ganzen Welt gibt es Tausende, die sich an Jehovas Zeugen wenden mit der Bitte, man möge mit ihnen die Bibel studieren. Jehovas Zeugen freuen sich, wenn sie um ein solches Bibelstudium gebeten werden. Es folgt nun ein Erlebnis, das ein Zeuge Jehovas in Kansas (USA) mit einem Geistlichen hatte:

      „Ein Jugendlicher fing an, die Zusammenkünfte in unserem Königreichssaal zu besuchen. Als seine Mutter davon erfuhr, wurde sie zornig und wollte ihn nicht mehr gehen lassen.

      Sie bat daher einen Methodistenpfarrer, sie zu besuchen und mit dem Jungen zu sprechen. Der Junge fragte mich, ob ich mich an der Diskussion beteiligen würde. Doch dieser Pfarrer kam zuerst zu mir. Nachdem er mir die Situation erklärt hatte, sagte er, er möchte schon, daß wir zusammenkämen, aber er wollte nicht diskutieren oder debattieren. Zwei seiner Arbeitskameraden, die auch Zeugen Jehovas seien, würden sich so vorzüglich benehmen, daß er deswegen große Achtung vor Jehovas Zeugen habe.

      An dem vereinbarten Abend trafen wir uns alle in der Wohnung des Jungen. Während des Gesprächs wurde die Frage des Wehrdienstes und der christlichen Neutralität besprochen. Die Mutter des Jungen erklärte, man müsse für das Land, in dem man lebe, auch kämpfen. Doch zu ihrer Überraschung entgegnete der Pfarrer, er sei nicht zum Wehrdienst einberufen worden, aber er könne nicht mit Sicherheit sagen, daß er Dienst leisten würde, wenn er dazu einberufen würde.

      Dieser ersten Zusammenkunft folgten weitere und bei der letzten zeigte ich, wie wir die Bibel studieren. Ein großer Teil der Familie des Jugendlichen war dabei. Gegen Ende unseres Gesprächs konnte man bemerken, daß die Mehrzahl der Anwesenden ihr Ohr gegenüber der Wahrheit verschlossen hatte. Der Pfarrer flüsterte mir zu: ,Ich glaube, von diesen Leuten wird keiner mit Ihnen die Bibel studieren, aber es würde mich interessieren, ob Sie das mit einer einzigen Person tun würden.‘

      Ob ich das tun würde? Aber natürlich! Wir studierten jeweils am Montagabend. Das Bibelstudium dauerte manchmal drei Stunden. Es zeigte sich, daß der Methodistenpfarrer eine tiefe Liebe zu Gottes Wort hatte und auch daran glaubte. Außerdem vertrat er die Meinung, ein Pfarrer sollte seinen Lebensunterhalt

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