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  • Der Wachtturm verkündet Jehovas Königreich 1965
Der Wachtturm verkündet Jehovas Königreich 1965
w65 1. 1. S. 23

Ausdehnung der wahren Anbetung auf den Salomoninseln

VOR zehn Jahren traf auf den Salomoninseln der erste Zeuge Jehovas ein, um die gute Botschaft von Gottes Königreich zu predigen. Im Jahre 1958 gab es auf allen Inseln noch kaum ein Dutzend Königreichsverkündiger. Seither hat sich aber diese kleine Schar vielfach vermehrt, so daß im Mai eine Höchstzahl an Predigern, nämlich 366, tätig war!

Vor einigen Monaten hatten diese eifrigen Insulaner die Freude, einen Kongreß unter dem Motto „Ewige gute Botschaft“ durchzuführen. Die Königreichsverkündiger des kleinen Dorfes Magi auf der Insel Malaita waren die Gastgeber dieses Kongresses. Sie schätzten dieses Vorrecht sehr und bereiteten sich Monate vorher darauf vor, ihre Brüder gut zu verpflegen und bequem unterzubringen.

Sie legten extra einen Garten an, um die Cafeteria zu beliefern. Die Frauen ernteten 7000 Bataten und brachten sie, nachdem sie sie in einem Fluß gewaschen hatten, zur Versammlungsstätte. Das würde wohl für alle reichen, dachten sie. Als aber immer mehr Kongreßbesucher eintrafen, mußten sie Nachschub holen. Als der Kongreß zu Ende war, war alles, auch das, was die Kongreßbesucher von anderen Orten mitgebracht hatten, aufgegessen.

Auch die Männer beteiligten sich eifrig an den Vorbereitungen. Sie bauten Schlafhütten, denn es war schon vorauszusehen, daß nicht alle, die man erwartete, in Privathäusern untergebracht werden könnten. Wie kamen sie aber auf den Gedanken, solche Schlafhütten zu bauen? Durch den Film „Die Neue-Welt-Gesellschaft in Tätigkeit“, in dem sie gesehen hatten, wie die afrikanischen Brüder für ihre Kongresse Unterkunftsmöglichkeiten geschaffen hatten. Nach diesem Muster bauten die Insulaner auch ihre Schlafhütten aus Pfählen und Sagopalmblättern, die sie mit wildem Wein zusammenhefteten.

Zu ihrer Überraschung waren diese Hütten schon vor dem ersten Kongreßtag bis auf den letzten Platz besetzt. Doch niemand geriet deswegen in Aufregung. Alle hießen die neu eintreffenden Besucher herzlich willkommen und waren sofort bereit, weitere Hütten zu bauen. Noch vor dem Frühstück, als die morgendliche Frische der tropischen Hitze noch nicht gewichen war, zog eine Gruppe aus, um Baumaterial zu holen, und bis kurz nach Mittag war mit der Unterstützung vieler williger Helfer eine Schutzhütte von 15 × 4,5 Metern errichtet worden.

Die Zusammenkünfte fanden im Königreichssaal statt. Obwohl zu diesem Zweck bereits vergrößert, war er schon von Anfang an überfüllt. Schon bei der ersten Zusammenkunft waren 500 Personen — fast 200 mehr als die Gesamtzahl der Verkündiger auf allen Inseln — zugegen! Die Arbeiter der Einrichtungsabteilung freuten sich, die Seitenwände abzureißen und das Dach aus Sagopalmblättern zu vergrößern. Sie fällten Bäume und hieben sie in Stücke, die als Bänke benutzt werden konnten. Wie froh waren sie hinterher, daß sie noch in letzter Minute diese Vorkehrungen getroffen hatten, denn bis zum öffentlichen Vortrag stieg die Besucherzahl auf 675!

Unter dieser großen Zuhörermenge befanden sich Melanesier, die verschiedenen Sprachgruppen angehörten, ferner Besucher aus Australien, Kanada, Indonesien, Litauen, Neuseeland, Pakistan und Schweden. Etwa sechzig Zeugen aus der Stadt Honiara auf der Insel Guadalcanar charterten ein Schiff für die Reise. Etwa zweihundert Männer und Frauen waren mit ihren Kindern von der Nordküste von Malaita gekommen. Einige von ihnen hatten eine dreitägige Reise zu Fuß und mit dem Kanu auf dem Meer hinter sich. Dreizehn von den einundzwanzig Täuflingen waren aus dieser Gegend gekommen.

Diese Kongreßbesucher hatten diese lange Reise nicht unternommen, um einem gesellschaftlichen Ereignis beizuwohnen. Nein, sie waren gekommen, um lebengebende Erkenntnis über den wahren Gott, Jehova, und seinen Sohn Jesus Christus in sich aufzunehmen. (Joh. 17:3) Um ihnen dabei zu helfen, wurde jede Ansprache durch Illustrationen ergänzt, die auf einem Stück Tuch oder einer Wandtafel angebracht waren, und am Ende jeder Zusammenkunft standen die Besucher um die Tafeln herum, die alle auf der Bühne aufgestellt worden waren, und machten sich Notizen.

Diesem eifrigen Wunsch, die biblischen Wahrheiten kennenzulernen und bessere Prediger zu werden, ist die erstaunliche Ausdehnung der wahren Anbetung auf den Salomoninseln zuzuschreiben. Als wir sahen, wie die Besucher ihre Notizbücher im Gepäck verstauten und die Heimreise antraten, waren wir überzeugt, daß die gute Botschaft von Gottes Königreich künftig auf den Inseln noch intensiver verkündet wird.

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