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    Der Wachtturm 1956 | 15. Februar
    • Ausschließliche Ergebenheit

      „Ich, Jehova, dein Gott, bin ein Gott, der ausschließliche Ergebenheit fordert.“ — 2. Mose 20:5, NW.

      1. Warum kann der Schöpfer des Menschen mit Recht von jedem Menschen ausschließliche Ergebenheit fordern?

      JEHOVA, der lebendige Gott, hat das Recht, ausschließliche Ergebenheit zu fordern. Er ist der Schöpfer des Menschen und der Erde, auf der der Mensch lebt. Alle Menschen sollten diesem Einen, dem einzigen Souverän und Herrscher, Ruhm und Ehre darbringen, denn er selbst hat gesagt: „Ich bin Jehova, das ist mein Name; und meine Ehre gebe ich keinem anderen, noch meinen Ruhm den geschnitzten Bildern.“ (Jes. 42:8) Jehova selbst offenbart, daß er zuerst die Erde schuf. Danach erschuf er aus dem Staube der Erde Adam und Eva, unsere Ureltern, und setzte sie in eine paradiesische Heimat, in den Garten Eden. Jehova gebot diesen zwei Personen, die Erde zu füllen, sie sich zu unterwerfen und für ihre Nachkommen aus der ganzen Erde ein Paradies zu machen. Dieses Menschenpaar gehorchte Gott aber nicht. Es zog vor, den Worten eines anderen Geschöpfes zu folgen, sich ihm in seiner Rebellion gegen Jehova anzuschließen. Wegen seiner Rebellion wurde Adam zum Tode verurteilt. (1. Mose 3:19) ‚Durch einen Menschen kam Sünde in die Welt und durch die Sünde der Tod, und so breitete sich der Tod über alle Menschen aus.‘ (Röm. 5:12, NW) So wurde das Menschengeschlecht, das noch in den Lenden seiner Ureltern war, dem „Gott dieser Welt“, Satan, dem Teufel, unterworfen.

      2. Wie und wann wird die umstrittene Streitfrage der Souveränität Jehovas erledigt werden?

      2 Heute lebt die Menschheit auf dieser Erde nicht zufolge des Rechts auf Leben, sondern zufolge der unverdienten Güte des wahren Gottes. Erst wenn der allmächtige Gott in die Machenschaften des falschen Gottes, des Herrschers dieser Welt, Satans, eingreifen will, wird er dies auch tun. Seit der Rebellion in Eden sind schon nahezu sechstausend Jahre verflossen, und immer noch läßt Jehova zu, daß dieses Geschöpf (jetzt Satan), das als erstes respektlos wurde, bestehenbleibt. Doch wird Jehova Satans Respektlosigkeit nicht für immer dulden, denn er hat vorausgesagt: ‚Ich habe dich in der Tat deswegen bestehen lassen, um dir meine Macht zu zeigen, und damit man meinen Namen kundmache auf der ganzen Erde.‘ (2. Mose 9:16; Röm. 9:17, NW) Die Zeit zur endgültigen Regelung dieser Streitfrage, wer denn als Höchster herrsche, ist nun gekommen. Die ganze freie Schöpfung wird Jehova ausschließliche Ergebenheit darbringen, wenn der falsche Gott, Satan, im „Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen“ in Harmagedon, in den Abgrund geworfen ist. — Off. 16:13-16; 20:1-3, NW.

      3, 4. (a) Welche Schritte sind schon unternommen worden, um die umstrittene Streitfrage zu erledigen? (b) Wie können kluge Personen es nun vermeiden, einen verhängnisvollen Fehler zu begehen?

      3 Personen, die die Bibel erforschen, haben Erkenntnis der Vorsätze Gottes, und wissen, daß er seinen Sohn Jesus Christus gesandt hat, damit dieser sein Leben als vollkommenes Opfer niederlege, um die Menschheit vom Tode zu erlösen. Das geschah vor 1923 Jahren. Jesus erwies sich als würdig, Jehovas Rechtfertiger zu sein, und im Jahre 1914 wurde Christus Jesus in die Stellung des Herrschers eingesetzt. Seine erste Tat zur Aufrichtung des Königreiches seines Vaters bestand darin, den Teufel samt all dessen Dämonenhorden aus dem Himmel auf die Erde hinabzuwerfen, und da dies geschehen ist, sind wir nun „dem Kriege des großen Tages Gottes, des Allmächtigen“ sehr nahe. Dann wird Jehova seine souveräne Macht offenbaren und beweisen, daß alle Ergebenheit ausschließlich ihm gehört. Personen, die Gerechtigkeit lieben, haben dem souveränen Herrscher ausschließliche Ergebenheit dargebracht. Wir leben in wunderbaren Tagen, wo sich die von Gott gegebenen Prophezeiungen über das Ende dieses Systems der Dinge erfüllen. Jedermann sollte sich mit der Bibel vertraut machen, sollte sie lesen, sie studieren und genaue Erkenntnis daraus schöpfen. „Denn wenn wir willentlich der Sünde frönen, nachdem wir die genaue Erkenntnis der Wahrheit erlangt haben, so bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig, sondern da ist ein gewisses furchtvolles Erwarten des Gerichts und ein Feuereifer, der die Gegner verzehren wird.“ (Heb. 10:26, 27, NW) Durch rechtes Denken, indem wir so denken, wie Gott uns denken lehrt, werden wir glücklich sein, dem souveränen Herrscher des Universums ausschließliche Ergebenheit darzubringen. Dann werden wir keine Furcht vor dem erwarteten Gericht haben.

      4 Das System der Dinge, in dem sich die Menschheit jetzt befindet, beläßt sie in einer kranken Geistesverfassung. In bezug auf die Zukunft hegen viele keine Hoffnung. Solche leben nur der Gegenwart und sagen: „Laßt uns essen und trinken, denn morgen sterben wir!“ (1. Kor. 15:32, NW; Jes. 22:13) Die Menschen sind haßerfüllt, lüstern, selbstisch und glauben, der einzige Weg zum Glück gehe über die Besiegung anderer. Sie suchen dieses falsche Glück durch den Triumph in Geschäftsbeziehungen, in der Politik und in der Religion; und oft suchen ganze Nationen andere Nationen zu besiegen. Diese Welt und ihre Bevölkerung ist der Selbstsucht ergeben. Dies wird zur Weltvernichtung führen. Ein Wechsel muß und wird kommen.

      5. Was beweisen die Arten der Gottesanbetung unter den Menschen von heute und in der Vergangenheit?

      5 Heute verehren die Menschen sich selbst oder andere, die in hohen Stellungen sind. Sie machen sich selbst zu Götzen und lieben es so. Die Menschen von heute sind in dieser Hinsicht nicht besser als jene vergangener Jahrhunderte. Die Geschichte zeigt uns, wie Götter aus Stein sowie Göttinnen, vierfüßige Tiere, Fische und Vögel angebetet wurden. Alle Arten von Geschöpfen wurden in Holz oder Stein ausgehauen und dann auf Sockel gestellt, damit die Menschen sich vor ihnen niederwerfen sollten. Selbst Gottes erwähltes Volk, die Israeliten, beugten sich vor Bildern nieder, die aus Metall, Stein oder Holz hergestellt worden waren — und mit welchem Ergebnis? Hier folgt Jehovas Befehl durch Mose: „Du sollst dich nicht vor ihnen niederbeugen, noch dich verleiten lassen, ihnen zu dienen, denn ich, Jehova, dein Gott, bin ein Gott, der ausschließliche Ergebenheit fordert und für die Ungerechtigkeit der Väter den Söhnen Strafe auferlegt bis zu den Urenkeln und Ururenkeln, und dies im Falle jener, die mich hassen.“ (2. Mose 20:5, NW) Die ganze Welt weiß, daß sie sich Götter erwählt hat, um einen anderen anzubeten als Jehova, und die Menschheit stellt sich heute wissentlich oder unwissentlich gegen den souveränen Herrscher.

      6. Wie hat Satans Tätigkeit Jehova und die Bewohner der Erde berührt?

      6 Es gibt einen Erzfeind Jehovas: Satan, den Teufel, den die Schrift „den Gott dieses Systems der Dinge“ nennt. (2. Kor. 4:4, NW) Dieser falsche Gott will das Herz und den Sinn eines jeden von Jehova Gott abbringen, damit er ihn hasse, gleichwie Satan und seine Dämonen Jehova hassen. Der Teufel hat alles Erdenkliche getan, und tut es noch, um die Sinne der Ungläubigen zu verblenden, und er macht große Anstrengungen, um auch Gläubige irrezuführen und blind zu machen. Er will, daß alle Menschen irgendeinen Gegenstand anbeten, ungeachtet, wie erniedrigend, selbstsüchtig und lieblos dies sei. Er wird bis zum Äußersten gehen, um die Menschheit zur Ausschweifung zu verleiten. Doch ungeachtet der Umtriebe des Teufels, ungeachtet, wie laut die Propaganda zur Menschen Verehrung und Verherrlichung tönen mag, und ungeachtet, welch starken Druck der Verfolgung die wahren Nachfolger des inthronisierten Christus Jehovas zu erleiden haben, fordert der wahre Gott doch von seinen wahren Anbetern ausschließliche Ergebenheit. Für Jehovas Zeugen gibt es keinen Raum für Kompromisse. Sie dürfen sich vor keinen anderen Göttern niederbeugen noch ihnen dienen. Wenn sie es tun, kommen sie um, denn Jehova wird keinerlei Anbetung von Menschen oder Götzen dulden.

      7, 8. (a) Warum ist Gehorsam Jehova gegenüber unerläßlich? (b) Welche Ergebnisse des Gehorsams und des Ungehorsams können wir nutzbringend vergleichen?

      7 Das Leben, das Jehova dem Menschen gleich zu Anfang gab, war eine Gabe, und wenn der Mensch seinem Schöpfer gegenüber gehorsam war, war er frei, dieses Leben zum Lob und zur Anbetung Jehovas zu gebrauchen und so sein eigenes Leben zu bewahren. Gehorsam gegen seinen Schöpfer war unerläßlich. Das Tun des Willens des Souveräns wird von jedem auf Erden Lebenden, ja, von jedem Geschöpf im Universum verlangt. Gottes Sohn, Christus Jesus, erlangte ewiges Leben durch Gehorsam und bekundete so ausschließliche Ergebenheit an Jehova. Nachdem die Israeliten aus dem Lande Ägypten herausgebracht worden waren, versagten sie auf ihrer langen Wüstenwanderung oft in ihrer Gottesanbetung. Doch während dieser ganzen Zeitspanne handelte Jehova Gott mit dem treulosen Volk Israel überaus barmherzig. Immer wieder gab es Fälle, die Jehova eine gerechte Veranlassung gegeben hätten, die ganze Nation zu vernichten. Aber um seines eigenen Namens willen und wegen der Verheißung, die er ihren Vorfahren, Abraham, Isaak und Jakob, gegeben hatte, behandelte er sie weiterhin als sein erwähltes Volk. Jahrhundertelang gingen jene halsstarrigen Juden eigene Wege, beugten sich immer wieder vor anderen Göttern nieder und vergaßen dabei die wahre Anbetung des Einen, der ihnen das täglich Nötige gab, und sagten durch ihr Handeln: „Jeder Übeltäter ist gut in den Augen Jehovas, und an ihnen hat er Gefallen.“ (Mal. 2:17) Etwa tausend Jahre, nachdem die Israeliten von Ägypten befreit worden waren, gebrauchten sie tatsächlich diese Worte, was zeigt, wie verderbt die Nation geworden war. Kann irgend jemand annehmen, der einzig wahre Gott des Universums könne solche Respektlosigkeit ewiglich bestehen lassen?

      8 Später, in den Tagen des Apostels Paulus war die Sachlage noch schlimmer, und Paulus schätzte die Menschheit wie folgt ein: „Obwohl behauptend, weise zu sein, wurden sie töricht und vertauschten die Herrlichkeit des unverweslichen Gottes mit etwas, das dem Bilde von verweslichen Menschen, Vögeln, vierfüßigen Geschöpfen und kriechenden Dingen gleicht. Daher überließ Gott sie, weil sie dies im Herzen begehrten, der Unreinigkeit, so daß ihre Leiber untereinander entehrt würden, eben jene, die die Wahrheit Gottes mit der Lüge vertauschten und der Schöpfung mehr Verehrung und heiligen Dienst darbrachten als dem Schöpfer, der immerdar gepriesen [gesegnet] sei. Amen.“ — Röm. 1:22-25, NW.

      SIND DIE MENSCHEN HEUTE BESSER?

      9, 10. Wie ist die von sogenannt heidnischen Völkern gepflegte Anbetung mit jener der Christenheit zu vergleichen?

      9 Heute mögen die Menschen denken, sie hätten seit den Tagen des Römischen Reiches Fortschritte gemacht, oder sie seien nicht wie die Israeliten, die Griechen oder die Ägypter. Sind sie aber heutzutage in ihrer Denkweise und der Art ihrer Anbetung irgendwie besser? Man werfe einen Blick auf die sogenannt heidnischen Nationen. Immer noch beugen sie sich vor ihren Göttern aus Holz, Stein und Metall nieder. Aber die christlichen Nationen — bestimmt sind diese besser! Im Gegenteil, auch sie beugen sich immer noch vor Kreuzen, Altären, Bildern oder Wachspuppen nieder, die angeblich „die Jungfrau“ und andere „Heilige“ darstellen. Nicht nur in den religiösen Bräuchen finden wir Männer, Frauen und Kinder, die sich vor den mit eigenen Händen gemachten Bildnissen und vor Bildern von Diktatoren niederbeugen, sondern wir finden auch viele Statuen zur Verehrung großer Männer, von Kriegshelden; und vor den „ewigen“ Flammen oder einem Denkmal für den „Unbekannten Soldaten“ wird gebetet! Verehren sie denn nicht die Toten, die doch nach ihrer Behauptung nicht umsonst gestorben sind, sondern um „der Welt die Demokratie zu sichern“?

      10 Haben diese Millionen von Männern und Frauen, die in Weltkriegen umkamen, der Welt oder irgendjemandem aus der Menschheit die Demokratie gesichert? Nein, heute beugt sich die Christenheit tief nieder und ehrt ihre im Kriege Gefallenen ebenso wie Millionen sogenannter Heiden, die seit Jahrhunderten alle ihre toten Ahnen verehrten. Heute verlassen sich Männer wie Frauen in der Christenheit ernstlich auf fleischliche Waffen und auf starke Männer, die sie sehen, und sie verehren tatsächlich solche Führer. Dies ist die Welt von heute. Wie beten sie den wahren und lebendigen Gott Jehova an? Viele behaupten, daß all diese Ahnen- und Bilderverehrung, ungeachtet, was sie sei, jemanden Gott näher bringe. Tut sie es aber? Welcher Gottheit bringt sie dich näher — dem „Gott dieser Welt“, Satan, dem Teufel, oder dem souveränen Herrscher, dem lebendigen Gott Jehova?

      11, 12. Warum ist die wahre Anbetung heute am Platze?

      11 Heute betet die Menschheit ebensosehr Götzen an, wie dies die Israeliten und die Heiden in alter Zeit taten. Jehova verwarf sein erwähltes Volk, weil es ihm nicht ausschließliche Ergebenheit darbrachte. Heute wird Jehova Gott eine ganze Welt verwerfen, ja die meisten der mehr als zwei Milliarden jetzt Lebender, weil sie willentlich die Wahl treffen, dem souveränen Herrscher die Anerkennung zu versagen. (Jer. 25:32, 33) Es ist nun für jedermann an der Zeit, zum lebendigen Gott Jehova umzukehren, sein Wort zu studieren und seinen Weg des ewigen Lebens kennenzulernen. Die „ganze Welt liegt in der Gewalt des Bösen [dessen, der böse ist]“, sagte Johannes. (Matth. 13:19; Joh. 12:31; 1. Joh. 5:19, NW) Gleich zu Anfang gelang es Satan, Eva irrezuführen, durch sie Adam zu fangen und sie beide von der wahren Anbetung abzubringen. Den weisen Rat der Wortführer Jehovas in Vergangenheit und Gegenwart hat Jehova uns gegeben, „damit wir nicht von Satan überlistet werden; denn seine Anschläge sind uns nicht unbekannt“. — 2. Kor. 2:11, NW.

      12 Die Welt befindet sich heute unter dem Einfluß und der Leitung des „Gottes dieser Welt“, der die Herzen und Sinne der Menschen in ihr verblendet hat. Er hat sie verblendet, damit sie nicht sehen, wer der souveräne Herrscher des Universums ist, noch sein Vorhaben verstehen. Dieser Böse will nicht, daß der Mensch lebe, er will, daß er in Jehovas ‚Krieg in Harmagedon‘ umkomme. Indem die Menschheit in ihren Werken des Fleisches verharrt, die da sind: „Hurerei, Unreinigkeit, loses Benehmen, Götzendienst, Ausübung von Spiritismus, Feindseligkeiten, Zank, Eifersucht, Zornausbrüche, Streitigkeiten, Spaltungen, Sekten, Neid, Trinkgelage, Schwelgereien und dergleichen“, wird sie dem Tag der Vernichtung entgegengehen. Das ist genau so, wie der Teufel es haben will. „Die solche Dinge verüben, werden Gottes Königreich nicht ererben.“ — Gal. 5:19-21, NW.

      WER BRINGT AUSSCHLIESSLICHE ERGEBENHEIT DAR?

      13. Welche unerläßlichen Erfordernisse des Lebens gemäß der neuen Welt können erkannt werden, und von wem?

      13 Heute gibt es auf Erden eine Neue-Welt-Gesellschaft, bestehend aus Männern, Frauen und Kindern, die entschlossen sind, dem wahren Gott Jehova ausschließliche Ergebenheit darzubringen. Sie haben den Werken des Fleisches entsagt, denn sie sind reingewaschen worden im Blute des treuen Sohnes Jehovas, unseres Herrn Jesus Christus. (Eph. 1:5-7, NW) Nun müssen sie die „Frucht des Geistes“ hervorbringen, nämlich: „Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Glauben, Milde, Selbstbeherrschung.“ (Gal. 5:22, 23, NW) Diese gesunden Grundsätze für eine rechte Lebensweise können und müssen von jedem befolgt werden, der den Wunsch hat, nun am Leben zu bleiben und sich der Anerkennung des souveränen Herrschers zu erfreuen. Dadurch, daß du den Sinn neu gestaltest, also nun so denkst, wie Jehova will, daß du denkst, indem du nützliche, aufrichtige Gedanken pflegst, wirst du dich auf ein Leben gemäß der neuen Welt wappnen und vorbereiten. Ein jeder, der den „Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen“, überlebt, wird seinen Gefährten wie auch sich selbst und dem wahren Gott bewiesen haben, daß er oder sie Jehova wirklich gehorsam sein will, indem er oder sie ihm ausschließliche Ergebenheit zollt und ihm mit Freuden immerdar in seiner neuen Welt der Gerechtigkeit dient.

      14, 15. (a) Warum hat Gott, der Allmächtige, gewisse Menschen ausgewählt, Miterben seines Sohnes im Himmel zu werden? (b) Wer bildet die „e i n e Herde“ unter Jehovas e i n e m Hirten?

      14 Die Streitfrage der Souveränität — Wer herrscht als Höchster? — muß erledigt werden. Aber Jehova erwählt sich dazu seine eigene Zeit. In vielen nun vergangenen Jahrhunderten hat er bewiesen, daß Personen, die ihre Lauterkeit bewahrten, selbst unter äußerst widrigen Umständen treu sein können. Er hat dies beweisen lassen durch alle Arten von Männern und Frauen aus jeder Nation, jedem Stamm und jeder Sprache. Als Jesus Christus vor neunzehnhundert Jahren auf Erden weilte, erschloß er den Weg für willige Glieder des Menschengeschlechts, mit Gott, dem Allmächtigen, versöhnt zu werden. Eine neue Nation wurde geschaffen, die Jehova Gott in Wahrheit Ruhm und Ehre zollen soll. Diese Nation, bestehend aus 144 000 Gliedern, die „kleine Herde“ genannt (Luk. 12:32), hat Jehova dazu bestimmt, Miterben mit Christus Jesus in seinem himmlischen Königreich zu werden und tausend Jahre mit ihm zu regieren und zu herrschen. „Überdies“ — so schrieb ihnen Paulus — „seid ihr es, die Gott lebendig machte, obwohl ihr tot wäret zufolge eurer Übertretungen und Sünden, in denen ihr einst wandeltet gemäß dem System der Dinge dieser Welt, gemäß dem Herrscher der Gewalt der Luft, dem Geist, der jetzt wirksam ist in den Söhnen des Ungehorsams. Ja, unter ihnen wandelten wir alle einst nach den Begierden unseres Fleisches, indem wir das taten, was das Fleisch und die Gedanken wollten, und wir waren von Natur aus Kinder des Zorns wie auch die übrigen. Gott aber, der reich ist an Barmherzigkeit, hat uns um seiner großen Liebe willen, mit der er uns liebte, zusammen mit dem Christus lebendig gemacht, uns, die wir zufolge von Übertretungen tot waren — durch unverdiente Güte seid ihr errettet worden —, und er hat uns mitauferweckt und uns mitsitzen lassen in den himmlischen Örtern in Einheit mit Christus Jesus, damit in den kommenden Systemen der Dinge der unübertroffene Reichtum seiner unverdienten Güte durch seine Huld gegen uns in Gemeinschaft mit Christus Jesus bekundet werde. Durch diese unverdiente Güte seid ihr in der Tat durch Glauben errettet worden; und das habt ihr nicht euch zu verdanken; es ist Gottes Gabe.“ — Eph. 2:1-8, NW.

      15 Alle diese zollen Jehova Gott ausschließliche Ergebenheit, denn sie sind „zusammen aufgebaut zu einer Stätte, wo Gott durch den Geist wohnt“. (Eph. 2:22, NW) Nun kommen noch mehr Leute aus allen Nationen, Stämmen und Sprachen herbei, um Jehova anzubeten. In der Tat, eine „große Volksmenge“ tritt in diesen Tagen mit dem Überrest oder den Übriggebliebenen der „kleinen Herde“ zusammen hervor. Alle diese werden unter Jehovas e i n e n Hirten, Christus Jesus, in die eine Hürde gebracht. Diese „anderen Schafe“, wie die Bibel sie nennt (Joh. 10:16), wissen ebenfalls, daß ihr Gott Jehova ein Gott ist, der ausschließliche Ergebenheit fordert und keinen Rivalen dulden wird; deshalb haben sie sich von der Welt getrennt. Alle, die sich in der „e i n e n Herde“ befinden, beachten Jesu Erklärung, daß er wohl in der Welt, aber kein Teil von ihr war. (Joh. 17:14-16) So „fahrt denn fort, zuerst das Königreich und seine [Jehovas] Gerechtigkeit zu suchen, und alle diese anderen Dinge werden euch hinzugefügt werden“. — Matth. 6:33, NW.

      16. Warum ist es jetzt nötig, daß jeder Mensch Jehovas Souveränität anerkenne?

      16 Zuerst das Königreich Gottes zu suchen erfordert die ausschließliche Ergebenheit einer Person an Gott. Das nun aufgerichtete Königreich Gottes rechtfertigt Jehovas Namen und Wort. Vor etwa vierzig Jahren bestand seine erste Wirksamkeit oder sein erster Akt darin, den Teufel aus seiner Stellung eines Rivalen im Himmel hinauszuwerfen. (Jes. 14:12; Off. 12:9) Nun können Satan und seine unsichtbaren Horden nur noch in der Umgebung der Erde wirken. Auch hier sollen sie bald vertrieben werden. Auch hier wird Jehovas nun aufgerichtetes Königreich die Streitfrage der Souveränität oder der konkurrenzlosen Herrschaft erledigen. (Jes. 9:7; Dan. 2:44) „Ich, Jehova, dein Gott, bin ein Gott, der keine Rivalität duldet.“ (2. Mose 20:5, NW, Fußn.) Jehova wird seinen Ruhm keiner anderen Person geben. Seine Grundsätze der Wahrheit und Gerechtigkeit werden angewandt werden. Von jetzt an muß im Sinn eines jeden lebenden Geschöpfes im ganzen Universum seine Persönlichkeit als der Höchste, der Souverän, und sein Name Jehova allein dastehen. (Jes. 2:11; Hab. 2:20) „Du sollst dich nicht vor einem anderen Gott niederbeugen, denn Jehova ist ausschließlich seinem Namen ergeben. Er ist ein Gott, der ausschließliche Ergebenheit fordert.“ — 2. Mose 34:14, NW.

      „DEIN NAME WERDE GEHEILIGT“

      17, 18. Welche Forderung Jehovas sollte jedes Menschengeschöpf heute zu Recht anerkennen?

      17 Jehova kann nicht dulden, daß irgendein anderer Name mit dem seinigen auf die gleiche Stufe gestellt werde. Er steht über allen. Einmal war er mit all seiner Macht und Autorität im ganzen Universum allein. Diese höchste Stellung hat er nie einem anderen abgetreten und wird es auch nie tun. Alles, was gemacht, erschaffen, hervorgebracht wurde und Leben erhielt, geschah auf das Geheiß dieses Einen: Jehovas. Die Schöpfung ist sein Werk. Er ist der Quell allen Lebens. Er kann erschaffen und vernichten, wenn er dies will. Aber Jehova, der Ewige, der von Ewigkeit zu Ewigkeit ist, ist der schöpferische Gott, der wünscht, daß andere Personen sich des Lebens erfreuen. Deshalb verleiht er Leben als eine Gabe. (Ps. 90:1-17) Wenn Jehova dies aber tut, fordert er, daß seine Geschöpfe ihn als souveränen Herrscher anerkennen und ihm ausschließliche Ergebenheit zollen. Da ist kein Raum für Konkurrenz oder Rivalität. Jehova erschuf den Mann und das Weib nicht, damit sie angebetet werden sollten. Sie selbst sollten Anbeter sein. Jehova ist mit einem Töpfer zu vergleichen. Er bildet den Ton des Erdbodens zu einer Form nach seinem Belieben. Der Ton auf der Töpferscheibe ist davon abhängig, wie die Hände des Töpfers ihn formen. Beim Töpfer liegt es, die Art eines zu machenden Gefäßes festzulegen, also zu bestimmen, wie es aussehen und welche Herrlichkeit es haben soll, ob es ein Gefäß von großer Schönheit oder nur ein Gefäß für den gewöhnlichen Gebrauch werden soll. Nachdem ein Töpfer viele schöne Mustergefäße gemacht und sie auf das Gestell gestellt hat, damit die Leute sie sehen können, preisen oder verehren jene, die das Werk des Künstlers betrachten, nicht das Gefäß. Ehre oder Ruhm wird nicht dem Geschaffenen zuteil, sondern die rühmende Bemerkung, das Lob ergeht an jenen, der das Gefäß gebildet hat. Wir würden eine Person als völlig außer dem Gleichgewicht betrachten, die sich vor ein Töpferwerk hinstellte und es priese und verherrlichte; wenn sie aber die Lobesworte für dessen Bildner spräche, könnten wir ihre Äußerungen verstehen.

      18 Jehova ist der Töpfer. Er ist der Bildner. Er hat die schönen Geschöpfe auf der Erde hervorgebracht. Er hat sie geformt, sie gebildet, hat ihnen Anmut und Reiz verliehen, ja noch mehr: er hat ihnen Leben gegeben. Jehova also ist es, dem das Lob gebührt. Er ist der Eine, dem Bewunderung und ausschließliche Ergebenheit gezollt werden sollten. Wir sind das Geschaffene. Wir verherrlichen unseren Schöpfer auf die gleiche Weise wie das Gefäß eines Töpfers seinem Bildner Ehre bereitet. Jehova Gott hat uns ins Dasein gebracht. Er ist es, dem Ehre gebührt. Er braucht keine Rivalität zu dulden und duldet sie auch nicht.

      ‚GEHT NICHT ANDEREN GÖTZEN NACH!‘

      19, 20. (a) Was wird durch den Wunsch irgendeines Menschengeschöpfes nach Lob angezeigt? (b) Welche Beispiele von Respektlosigkeit gegen Jehova dienen uns als Warnungen?

      19 In diesen Tagen großer Selbstsucht und ehrgeiziger Bestrebungen unter Nationen und Menschen gibt es zu viele Personen, die lieber Lob entgegennehmen als Lob spenden. Indem sie Ruhm haben wollen, werden sie Rivalen Gottes. Der Teufel sagte schon zu Eva: ‚Wenn du von diesem Baume der Erkenntnis des Guten und Bösen ißt, wirst du sein wie Gott.‘ Dieser Gedanke wird dem Menschen auch heute noch eingeflößt, und der Mensch wünscht, verehrt zu werden, auch wenn er nichts ist — nur Staub vom Erdboden, Ton, der vom souveränen Herrscher des Universums zu einem schönen Geschöpf geformt wurde und dem dieser Schöpfer Leben verlieh. Aber das lebende Geschöpf will seinen Schöpfer nicht preisen. Es wird stolz, hochmütig, nimmt sich selbst wichtig; und es geht gar nicht lange, so beginnt es Gott zu sagen, worin er unrecht habe. Es ist nichts Ungewöhnliches, in Zeitungen Äußerungen von Geistlichen der Christenheit zu lesen und zu sehen, wie sie die Bibel, Gottes Wort, kritisieren. Viele Geistliche haben Bücher über „höhere Kritik“ geschrieben und sind so weit gegangen, das Loskaufsopfer Christi Jesu zu verleugnen. Sie behaupten, Christen zu sein, verleugnen aber Christus selbst als den Sohn Gottes. Wie könnte dies christlich sein?

      20 Andere Geistliche der Christenheit gehen so weit, daß sie Jehova einen „Tyrannen“ nennen und so den souveränen Herrscher des Universums in den Sinnen derer, die er doch geschaffen hat, auf eine niedrige, verächtliche Stufe herabziehen. All dies wird getan, damit dem souveränen Herrscher mit Respektlosigkeit begegnet und dem Geschaffenen, einem Menschen, Ruhm gezollt werde. Die Christenheit und ihre Vertreter bringen Jehova nicht ausschließliche Ergebenheit dar. Sie interessieren sich für ihre eigenen Ziele, ihre eigene Nation, ihre nationalen Kriege, ja glauben, daß Katholiken und Protestanten in einem Lande gesegneter, begünstigter seien als Katholiken und Protestanten in einem anderen Lande. Wo ist ihre Einheit, ihre Bruderliebe? Sind es nur leere Worte?

      21. Aus welchen anderen Gründen ist ausschließliche Ergebenheit Jehova gegenüber jetzt von erster Wichtigkeit?

      21 Es gibt nur einen wahren Gott und ein Volk, das auf dieser Erde lebt, und all dessen Glieder stammen von der ursprünglichen Schöpfung Gottes ab; und zu seiner bestimmten Zeit werden alle eine Nation sein und einen Gott haben. Er wird keine Rivalität dulden. Sein Königreich wird ewig bestehen. Alle Menschen, die sich weigern, in Einklang zu gelangen mit der wahren Anbetung, werden vernichtet, vertilgt, da es in seinem Universum keinen Platz gibt für Rebellen. „Ihr sollt nicht anderen Göttern nachgehen, irgendwelchen Göttern der Völker, die rings um euch her sind, (denn Jehova, dein Gott, in deiner Mitte ist ein Gott, der ausschließliche Ergebenheit fordert) damit nicht der Zorn Jehovas, deines Gottes, gegen dich entbrenne und er dich vom Erdboden hinweg vernichte.“ (5. Mose 6:14, 15, NW) Folgende Worte sind bestimmt und positiv gesprochen worden: „Du sollst nie irgendwelche anderen Götter haben meinem Angesicht entgegen.“ Oder, wie es in der Fußnote heißt: „Du sollst nie irgendwelche anderen Götter haben mir zum Trotz.“ (5. Mose 5:7, NW) Dennoch gibt es heute immer noch viele Menschen, die diese Welt und dieses System der Dinge verehren, was alles im Trotz gegen Gottes gerechtes Königreich geschieht. Einerseits beten sie: „Dein Reich komme; dein Wille geschehe, wie im Himmel also auch auf Erden“ (Matth. 6:10), und andererseits gehen sie voran und unterstützen die Organisation der Vereinten Nationen, die sich doch entschieden gegen Gottes inthronisierten König Christus Jesus wendet. Die Religionisten haben die Vereinten Nationen von heute und auch den Völkerbund von gestern unterstützt und unterstützen diese Organisation weiterhin. In der Tat gingen sie so weit, zu sagen, dieser „Bund“ sei der politische Ausdruck des Königreiches Gottes. Ist nicht deutlich zu sehen, daß sie im Trotz gegen Jehova etwas Eigenes aufrichten?

  • „Wählet, wem ihr dienen wollt“
    Der Wachtturm 1956 | 15. Februar
    • „Wählet, wem ihr dienen wollt“

      1, 2. Worin sind die heutigen Führer der Welt und die Zeugen Jehovas in ihrer Denkweise verschieden?

      WIE befremdend, daß die heutigen Führer der Welt die Worte Josuas nicht beachtet haben! Denn Josua diente demselben Gott, dem zu dienen die Führer der Christenheit beanspruchen. Er sagte: „‚Fürchtet Jehova und dient ihm in Lauterkeit und in Wahrheit, und entfernt die Götter, denen eure Vorfahren jenseits des Stromes und in Ägypten dienten, und dient Jehova. Wenn es nun übel ist in euren Augen, Jehova zu dienen, so wählt heute, wem ihr dienen wollt: ob den Göttern, denen eure Vorfahren dienten, die jenseits des Stromes wohnten, oder den Göttern der Amoriter, in deren Land ihr wohnt. Ich aber und mein Haus, wir werden Jehova dienen!‘ Darauf antwortete das Volk und sprach: ‚Es ist für uns undenkbar, Jehova zu verlassen, um anderen Göttern zu dienen.‘“ (Jos. 24:14-16, NW) Wenn aber auch die Weltführer nicht so denken, so denken doch Jehovas Zeugen so. Zu einer gewissen Zeit im Leben gehörte jedes Glied der Neuen-Welt-Gesellschaft der Zeugen Jehovas zur alten Welt. Doch werden sie nicht mehr den Göttern östlich des Euphrats dienen, das heißt den Göttern Babylons, noch den Göttern Ägyptens, die ihr Vertrauen in die Militärmacht setzen. Statt dessen haben Jehovas Zeugen die Worte befolgt: „Geht aus ihr hinaus, mein Volk, wenn ihr nicht mit ihr teilhaben wollt an ihren Sünden und damit ihr nicht Anteil an ihren Plagen bekommt.“ — Off. 18:4, NW.

      2 Die „anderen Schafe“ erkennen, daß Jehova, ihr Gott, sie aus Babylon herausgebracht hat. Sie sind willig herzugekommen und werden Jehova nicht „verlassen, um anderen Göttern zu dienen“. Sie sehen das triumphierende Königreich Gottes Jehovas in den Himmeln bereits aufgerichtet und erkennen, daß Satan, der „Gott dieser Welt“, auf die Erde hinabgeworfen worden ist, und sie verstehen, daß heute unter den Bewohnern der Erde Leid und Weh herrscht, weil der Teufel zu ihnen herabgekommen ist. Bald wird er mit seiner ganzen Dämonenorganisation in den Abgrund geworfen werden, weil sie Jehova, dem souveränen Herrscher des Universums, nicht ausschließliche Ergebenheit zollen.

      3-5. (a) Welche anderen Schritte des Gehorsams werden richtigerweise getan, nachdem jemand den Entschluß gefaßt hat, sich Jehova hinzugeben? (b) Dürfte jemand zu Recht die Notwendigkeit des Untertauchens im Wasser in Frage stellen, und warum antwortest du so?

      3 Männer und Frauen, die leben und nicht sterben möchten, müssen Jehova ausschließliche Ergebenheit zollen; jeder muß sich willig erwählen, sein Leben dem Dienste Jehovas hinzugeben und seine Gebote zu befolgen. Indem jemand die Gebote Gottes befolgt, beweist er, daß er Gott liebt. Er bekundet Gehorsam gegen den Willen Gottes. „Wenn ihr meine Gebote beobachtet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, gleichwie ich die Gebote des Vaters beobachtet habe und in seiner Liebe bleibe.“ (Joh. 15:10, NW) Dies bedeutet alle Gebote Jehovas. Gewisse Personen möchten sich die Gebote auslesen, die sie halten wollen. Zum Beispiel wird jemand sagen, es sei nicht nötig, sich taufen zu lassen und die Hingabe seiner selbst an Jehova Gott zu symbolisieren. Er denkt, solange er nur mit Jehovas Zeugen verbunden sei, werde er Jehovas Segen erlangen und in die neue Welt der Gerechtigkeit hineinkommen. Er folgert: ‚Ich möchte mich nicht so eng an irgendeine Organisation anschließen, somit lasse ich mich nicht taufen; ich werde in den Zeugnisdienst gehen, will mich aber selbst freihalten.‘ Es geht hier nicht darum, einer Organisation angeschlossen zu sein, sondern wenn ihr leben wollt, geht es vielmehr darum, Jehova Gott ausschließliche Ergebenheit darzubringen. Wer sich weigert, sich taufen zu lassen, denkt, die Taufe werde ihn verpflichten und ihm größere Verantwortung bringen. Er denke aber daran, daß er die Verantwortung schon hat, sobald er Erkenntnis besitzt. Man kann mit Gott keinen Handel abschließen. Wer das Leben wünscht, bringe Jehova Gott ausschließliche Ergebenheit dar; er halte Gottes Gebote, wandle in den Fußstapfen Christi Jesu und lasse sich mit Freuden als ein offenes, öffentliches Bekenntnis seiner Hingabe an Gott taufen.

      4 Bisweilen findet ein Kreisdiener auf seiner Runde eine Versammlung von vielleicht fünfundfünfzig Verkündigern, die alle jeden Monat regelmäßig ausziehen, die gute Botschaft vom Königreich predigen und freudig Dienst tun. Wenn er aber die Aufzeichnungen nachprüft, findet er, daß zwanzig von den fünfundfünfzig nicht getauft sind. Er fragt sich, was der Grund sein mag, und stellt Nachforschungen an. Dann findet er, daß die Betreffenden denken, sie nähmen eine zu große Verantwortung auf sich, wenn sie ihre Hingabe an Jehova Gott symbolisierten. Frage dich einmal: Lieben solche Jehova wirklich? Möchten sie ihm ausschließliche Ergebenheit darbringen, oder wollen sie mit einem Fuß in der alten Welt bleiben und mit dem anderen in die neue eintreten? Wenn Jehova für seinen Sohn eine gewisse Handlungsweise vorsah, daß er nämlich im Wasser getauft werde, dann muß gewißlich jeder, der ewig in Gottes neuer Welt leben will, diese Handlungsweise nachahmen. Kein einzelner entscheidet, ob die Taufe angebracht oder unangebracht sei. Eine Person, die sich Jehova Gott hingibt und Leben in der neuen Welt wünscht, muß wissen, daß die Taufe eine erforderliche Pflicht ist. Einige denken bei sich, dies sei einfältiges Formenwesen, aber dem Sinne nach sagen sie damit, sie seien weiser als Gott. Sie folgern leichtfertig, dieses Getauftwerden sei altmodisch! Einige mögen sogar sagen: „Nun, das ist der einzige Punkt, worin ich nicht einiggehe, sonst nehme ich Gottes Wort an.“ Wenn man aber näher prüft, findet man, daß der Betreffende auch bei vielen anderen einfachen Dingen nicht einiggeht und sich in die Lage eines Kritikers versetzt, der den Schöpfer kritisiert. Und dabei ist der Kritiker doch nur ein Gefäß. Hat der Erschaffene ein Recht, die Dinge, die der souveräne Herrscher von irgendeinem seiner Geschöpfe verlangt, in Frage zu stellen, zu kritisieren oder Fehler daran zu suchen? (Röm. 9:20) Wenn Jehova zeigt, daß das Taufen im Wasser ein Symbol unserer Hingabe ist, dann sollte jeder Christ dies tun wollen.

      5 Sagte Jesus denn nicht: „Gehet daher hin und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, indem ihr sie tauft im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, und indem ihr sie lehrt, alle Dinge zu beobachten, die ich euch geboten habe. Und siehe! ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Systems der Dinge“? (Matth. 28:19, 20, NW) Irgend jemand, der leben und Jehovas Gunst erlangen möchte, muß vor Jehova Gott demütig sein und die Vorkehrung erkennen, die sein Sohn zu seiner Erlösung getroffen hat, und muß gleichzeitig Gottes Gebote befolgen. Darum sagte Petrus: „Bereuet daher, und kehrt um, damit eure Sünden ausgetilgt werden, so daß Zeiten der Erquickung kommen von Jehova persönlich und daß er den für euch bestimmten Christus aussende, Jesus, den zwar der Himmel behalten muß bis zu den Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge, von denen Gott durch den Mund seiner heiligen Propheten der alten Zeit redete. Mose hat in der Tat gesagt: ‚Jehova Gott wird euch aus euren Brüdern einen Propheten erwecken gleich mir. Auf ihn sollt ihr hören gemäß allem, was er zu euch redet. In der Tat: irgendeine Seele, die auf jenen Propheten nicht hört, wird aus dem Volke ausgerottet werden.‘“ (Apg. 3:19-23, NW) Hört also, denn diese Gebote sind für kein Geschöpf zu viel!

      6. Wie erlangt man Verständnis?

      6 Es mag Dinge geben, die jemand nicht versteht, Dinge, die gerade jetzt noch nicht ganz klar sind. Aber das Licht scheint heller und heller bis zum vollkommenen Tage. (Spr. 4:18) Je mehr einer Gottes Wort studiert und je mehr er den Geboten Gottes gemäß lebt, desto mehr erkennt er, wie vernünftig dies ist, und das ewige Leben kommt in seine Reichweite. Gottes Wort ist mehr als nur gesunder Menschenverstand. Es ist Weisheit von oben. Befolge es!

      ‚NICHT VON DIESER WELT‘

      7, 8. Welche richtige Haltung „dieser Welt“ gegenüber wird von jemand bewahrt, der sich Jehova hingegeben hat?

      7 Jehovas Zeugen sind friedsam und wünschen nur, Jehovas Königreichswerk ausschließlich ergeben zu sein. Sie wissen, ihre Stellung auf Erden fordert von ihnen, Gott und ihn allein zu vertreten. Weltliche Regierungen wollen nicht, daß ihre Wähler neutral seien, soweit es diese, Welt betrifft. Wenn indes jemand Jehova Gott ausschließliche Ergebenheit darbringt, wird er sich nicht in die Politik, die Religionen oder die geschäftlichen Bewegungen dieser Welt einmischen. Wiewohl in der Welt, ist er doch kein Teil davon. Alle so Gesinnten trachten zuerst nach dem Königreich des Himmels und nach Jehovas Gerechtigkeit, und dann wird ihnen alles weitere hinzugefügt werden. — Matth. 6:33, NW.

      8 Der christliche Prediger von heute kann nicht gemäß dem Sittengesetz der alten Welt leben, wenn sie ihr Auge vor Ehebruch und Hurerei verschließt und denkt, es sei schneidig, betrunken zu sein. Da viele den vorzüglichen Rat vergessen und verlassen, den Jehova in seinem Wort niedergelegt hat, werden immer mehr Menschen verbrecherisch. Auch machen sich die Führer jeder Nation über die Kriminalität immer mehr Sorgen. Irgendeine Verletzung des Wortes Gottes offenbart heute eine Mißachtung des souveränen Herrschers und seines inthronisierten Christus. So wie Judas die Bosheit der Welt beschreibt, dient dies uns als Warnung vor der Art und Weise, wie sie in die Versammlung Gottes eindringen könnte. Und über jene, die die wahren Nachfolger Christi verderbt zu machen trachten, sagte er: „Diese Menschen sind Murrende, sie beschweren sich über ihr Lebenslos, handeln nach ihren eigenen Begierden, und ihr Mund redet Schwulst, während sie um des eigenen Nutzens willen Persönlichkeiten bewundern.“ (Jud. 16, NW) Solche zollen Jehova Gott natürlich nicht ausschließliche Ergebenheit, und der Schrifttext sagt uns, daß wir uns weder unter Leute von dieser Art mischen noch ihre Götter anbeten noch ihnen dienen können, „damit nicht der Zorn Jehovas deines Gottes gegen dich entbrenne und er dich vom Erdboden hinweg vernichte“. — 5. Mose 6:15, NW.

      SKLAVE ODER MEISTER?

      9, 10. (a) Wie können wir die ausschließliche Ergebenheit beschreiben, die Jehova gebührt? (b) Welche rechte Haltung Jehova gegenüber wird uns durch Christus Jesus und welche verkehrte Haltung durch Satan vor Augen geführt?

      9 Ausschließliche Ergebenheit an Jehova Gott ist eine sehr ernste Anforderung. Laßt uns dies nun von Jehovas Gesichtspunkt aus betrachten. „Ausschließlich“ bedeutet, andere fernzuhalten oder auszuschließen. Es bedeutet: einzige, alleinige, oder auf einen einzigen gerichtete Ergebenheit. Niemand kann in Gottes Stellung eingeschlossen sein. Er ist Gott unter Ausschluß jedes anderen. Jeder andere bleibt außerhalb dieser geehrtesten Stellung, die nur er innehaben kann. Er ist an seinem erhöhten Platz im Universum allein. Er wird nicht einen anderen mit sich einschließen. Seine Ehre teilt er mit keinem anderen. Christus Jesus verstand diese ganz ausschließliche Stellung, die sein Vater im Universum innehat, und Paulus schrieb über diesen Punkt: „… Christus Jesus, der, obwohl in Gestalt Gottes existierend, nicht daran dachte, etwas an sich zu reißen, nämlich das Gottgleichsein. Nein, er entäußerte sich selbst, nahm Sklavengestalt an und wurde den Menschen gleich. Mehr als das: als er sich in seiner Beschaffenheit als Mensch sah, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam, selbst bis zum Tode, ja bis zum Tode an einem Marterpfahl.“ (Phil. 2:5-8, NW) Auch sagte Jesus selbst: ‚Ich gehe hin zum Vater, denn der Vater ist größer als ich.‘ — Joh. 14:28, NW.

      10 Satan, der Teufel, entschloß sich zum Versuch, Jehova Gott aus dieser exklusiven Stellung zu verdrängen, und natürlich hat Satan Jehova nicht ausschließliche Ergebenheit dargebracht, denn er zog ernstlich in Betracht, dem Höchsten gleich zu sein, und er hat es in den Sinn der Glieder der ganzen Schöpfung gelegt, daß sie wie Gott sein sollten, erkennend Gutes und Böses; in anderen Worten, daß sie Richter sein sollten, indem sie entschieden, was recht und unrecht ist im Universum. So finden wir denn oft Geistliche, die das Wort Gottes in Frage ziehen und bestreiten mit der Behauptung, gewisse Teile der Bibel seien nur Märchen, und so haben sie sich zu einem Gott emporgeschwungen, zu jemandem, der befähigt sei, mit Gott, dem Allmächtigen, zu streiten und sein Wort in Frage zu ziehen. Was für ein Stolz!

      11, 12. (a) Was ist in der echten Anbetung Jehovas inbegriffen? (b) Wie sind Liebe zu Gott und Liebe zum Nächsten im Vergleich zueinander?

      11 Eine demütige Person, die Jehova ergeben ist, wird mit Eifer und Gottesfurcht erfüllt sein. „Ergebenheit“ bedeutet eine starke Neigung oder eine feste Anhänglichkeit, eine glühende Liebe oder Zuneigung zu jemandem. Ergebenheit hat mit jemandes Religiosität zu tun. Wer heute die wahre Religion versteht, pflegt echte Anbetung, gleichwie Jesus es voraussagte: „Die Stunde kommt, und sie ist jetzt da, in der die wahren Anbeter den Vater mit Geist und Wahrheit anbeten werden; denn tatsächlich sucht der Vater Anbeter dieser Art.“ (Joh. 4:23, NW) Wer immer Jehova Gott ausschließliche Ergebenheit darbringt, wird nicht zulassen, daß irgend etwas anderes diese Ergebenheit störe oder schwäche. Jehova kann dies nicht dulden. Daher sollte der Betreffende nicht zulassen, daß ihn irgend etwas an seiner ungeteilten Ergebenheit hindere. Jemandes Ergebenheit an Jehova Gott muß von Liebe durchglüht sein, von der Liebe, die ausschließlich Jehova Gott zum Ziele hat, also nicht von einer Liebe, die zwischen ihm und jemand anders geteilt werden könnte.

      12 In 2. Mose 34:14 lesen wir gemäß einer französischen Übersetzung (Abbé-Drioux-Übersetzung, 1884) wie folgt: „Gott wünscht eine Liebe, die einzig ist in ihrer Art“, das heißt, er will in einer Klasse für sich, also einzigartig geliebt werden. Als Christus Jesus auf Erden weilte, erwähnte er zwei Gebote. Erstens sagte er: Du sollst den Vater mit deinem ganzen Herzen, deinem ganzen Sinn, deiner ganzen Seele und Kraft lieben, und zweitens: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Hier wiederum erkennt man Jehova Gott in einer Stellung, die einzig ist in ihrer Art, ausschließlich, getrennt von aller anderen Liebe. Als Souverän ragt er in einer Stellung für sich hervor. Die Liebe richtet sich auf ihn direkt, ohne daß irgend jemand teilhabe daran. Das ist ausschließliche Ergebenheit. Das ähnliche, zweite Gebot lautet, daß wir unsere Nächsten so lieben sollen wie uns selbst. Obwohl diese Liebe mehr umfaßt, indem sie alle Menschen einschließt, die ihrerseits uns lieben können, werden wir unsererseits doch in dieser Selbstlosigkeit keinem einzelnen Menschen ausschließliche Ergebenheit entgegenbringen. Unsere Liebe zum Nächsten kann die ganze Menschheit einschließen. Was aber den Schöpfer betrifft, beansprucht nur er und dies mit Recht, daß ihm ausschließliche Ergebenheit dargebracht werde. Unseren Nächsten zu lieben wie uns selbst ist richtig, bedeutet aber nicht ausschließliche Liebe. Wir beten den Nächsten nicht an, sondern lieben ihn lediglich. Bei Jehova schließt unsere Liebe Anbetung, Dienst, Gehorsam ein, und darin duldet er keine Rivalität.

      13, 14. Wie wird dieser Vergleich durch Jesus klarer gezeigt? Und wie können wir einen Segen erhalten, indem wir dies jetzt verstehen?

      13 Jesus tat den Grundsatz dieser persönlichen Liebe kund, denn er war gut vertraut mit seinem Vater, so gut vertraut, daß er sagen konnte, wenn jemand den Sohn kenne, so kenne er auch den Vater. „Jesus sagte … ‚Niemand kommt zum Vater außer durch mich. Wenn ihr mich erkannt hättet, so würdet ihr auch meinen Vater erkannt haben.‘“ Indem Jesus den Grundsatz der ausschließlichen Ergebenheit an Jehova Gott und sein Königreich darlegte, wies er auch darauf hin, daß die größere Liebe zum Königreich und zur Rechtfertigung des Namens Jehovas wichtiger ist als die Liebe zum Nächsten. Das Geschöpf kann sich dem himmlischen Vater jetzt nur durch den Sohn nähern; darum sagte Jesus: „Jeder nun, der sich vor Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich bekennen vor meinem Vater, der in den Himmeln ist.“ Und um darauf zu zeigen, wie groß diese Liebe zum Vater sein muß, die durch den Sohn kund wird, sagt Jesus: „Wer zu Vater oder Mutter größere Zuneigung hat als zu mir, ist meiner nicht würdig. Und wer zu Sohn oder Tochter größere Zuneigung hat als zu mir, ist meiner nicht würdig. Und wer nicht seinen Marterpfahl aufnimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig.“ — Joh. 14:6, 7; Matth. 10:32, 37, 38, NW.

      14 Nach Jehovas ‚Krieg in Harmagedon‘ werden ihn alle Überlebenden erkennen und vor allem ihm ihre Liebe entgegenbringen. Auch heute müssen Jehovas Zeugen ihm durch den Sohn, Christus Jesus, solche Liebe zollen, und dies versetzt uns in ein Verhältnis mit unserem Schöpfer, das einzig ist in seiner Art; denn ‚er ist ein Gott, der Liebe wünscht, die einzig ist in ihrer Art‘. „Der Vater sucht Anbeter dieser Art.“ Diese Anbetung wird mit Geist und Wahrheit geschehen und wird ausschließlich ihm dargebracht. In dieser Liebe, dieser Anbetung ist niemand anders eingeschlossen, folglich steht sie allein da.

      15. Wie wird gemäß der Schrift die Stellung eines Sklaven mit Recht angesehen?

      15 Wenn jemand Gott so ausschließlich ergeben ist, so erinnert dies an ein anderes Verhältnis, das einzig ist in seiner Art, das Verhältnis zwischen jenen zweien, die Meister und Sklave sind. Jehova ist der Meister oder Herr, weil er der Schöpfer, der Eigentümer ist; und es wird von dem Geschöpf oder der Person, die einem anderen gehört, verlangt, daß sie den Willen ihres Meisters tue. Jehova ist der ausschließliche und einzige Eigentümer des Geschöpfes. Er hat es gemacht. Jehova Gott hat Vorkehrung getroffen, daß sein Sohn die menschliche Familie erkaufe. So sagt es der folgende Text: „Ihr wurdet um einen Preis erkauft; werdet nicht mehr Sklaven der Menschen.“ (1. Kor. 7:23, NW) In seinem Briefe an die Korinther stellte Paulus eine sehr interessante Betrachtung an über Sklaven: „In welchem Stande ein jeder berufen wurde, darin bleibe er. Wurdest du als Sklave berufen? So mache dir deshalb keine Sorgen; doch wenn du frei werden kannst, dann ergreife lieber die Gelegenheit. Denn wer im Herrn als Sklave berufen wurde, ist der Freigelassene des Herrn; so auch wer als Freier berufen wurde, ist ein Sklave Christi. Ihr wurdet um einen Preis erkauft; werdet nicht mehr Sklaven der Menschen. In welchen Verhältnissen jeder berufen wurde, Brüder, darin bleibe er in Verbindung mit Gott.“ — 1. Kor. 7:20-24, NW.

      16. Was verrät es, wenn jemand es sich erwählt, heute ein Sklave Jehovas zu sein?

      16 Für Gott oder Christus Jesus kam es in der Zeit der ersten Christen nicht darauf an, ob die Menschen Freie oder Sklaven waren. Sie konnten dennoch zu der hohen Stellung der Miterbschaft mit Christus Jesus in himmlischer Herrlichkeit berufen werden. Doch ungeachtet, in welchen Verhältnissen sie sich befanden, ob gebunden oder frei, wurden solche zu Sklaven Christi, und nur auf diese Weise konnten sie in Verbindung mit Gott kommen. Auch jetzt macht sich jemand, der zu Jehova kommt und sich durch Christus Jesus dem Dienst Jehovas hingibt, zu Gottes Sklave. Hierin ist der Christ kein Heuchler, sondern es ist sein aufrichtiges Wohlgefallen, dem souveränen Herrscher ausschließliche Ergebenheit zu zollen und den Willen des Vaters zu tun, gleichwie der Sohn Gehorsam gegen die Gebote seines Vaters bekundete. Dieses sklavengleiche Verhältnis kommt aus dem Herzen. Es entspricht dem innersten Verlangen eines Gott Hingegebenen. In seinem Herzen hat dieser Gott gegenüber die rechte Neigung. Für ihn ist der Wunsch, dem wahren Gott zu gehorchen, ganz natürlich. Ein solcher trifft willentlich die Wahl, ein Sklave zu sein. Der Gott so Hingegebene gibt diesem sklavengleichen Verhältnis dem rechtmäßigen Herrn und Meister, Jehova, gegenüber den Vorrang.

      „SKLAVE AUF UNBESTIMMTE ZEIT“

      17, 18. (a) Warum konnte jemand in alter Zeit in Israel „Sklave auf unbestimmte Zeit“ werden? (b) Welche heilsame Lehren können christliche Diener von heute aus diesem alten Brauche ziehen?

      17 In den Tagen des alten Volkes Israel wurde es manchmal nötig, daß sich ein Hebräer in die Sklaverei verkaufte. Gottes Wort sagt uns: „Im Falle, da du einen hebräischen Sklaven kaufst, wird er sechs Jahre ein Sklave sein, aber im siebenten wird er ohne Entgelt als Freigelassener weggehen. Wenn er allein hereinkommen sollte, wird er allein wieder gehen. Besitzt er eine Frau, dann soll seine Frau mit ihm weggehen. Wenn sein Meister ihm eine Frau geben sollte und sie gebiert ihm Söhne oder Töchter, so wird die Frau samt ihren Kindern ihrem Meister gehören, und er wird allein weggehen. Aber wenn der Sklave beharrlich sagen sollte: ‚Ich habe meinen Meister, meine Frau und meine Söhne wirklich lieb; ich will nicht als Freigelassener weggehen‘, so soll ihn sein Meister vor Gott bringen und soll ihn an die Tür oder den Türpfosten stellen, und sein Meister soll sein Ohr mit einem Pfriem durchbohren, und er soll sein Sklave sein auf unbestimmte Zeit.“ — 2. Mose 21:2-6, NW.

      18 Hier finden wir einen Mann als Sklaven, der seinem Herrn völlig ergeben ist, und er geht so weit, zu sagen: „Ich habe meinen Meister wirklich lieb.“ Auch für einen Christen ist dies die rechte Geistesverfassung. Er sollte sich stets in der sklavengleichen Stellung sehen, begierig, dem Meister Jehova zu dienen, der ihm Leben und all dessen Segnungen verliehen hat. Niemand sollte je von Jehova Gott frei sein wollen, um eigene Wege zu gehen. Der Teufel war der erste, der diesen falschen Wunsch hegte, und sein Ende wird die Vernichtung sein.

      19, 20. Wie erscheint hier in unserem Studium die Freiheit eines Menschen, zu wählen?

      19 Jehova Gott verlangt mit Recht ausschließliche Ergebenheit. Aber wenn diese ausschließliche Ergebenheit dem souveränen Herrscher des Universums gezollt wird, muß der Betreffende dies selbst tun wollen. Er wird dazu nicht gezwungen werden. Er muß den Wunsch haben, sie willig und froh darzubringen. Niemand wird ihn in diese Stellung hineintreiben oder ihn in den Dienst Gottes Jehovas hineinstoßen. Aber weil er Gottes Wort studiert, weil er Jehovas Willen tun will, ist es seine Neigung und er zieht es allem anderen vor, in voller Harmonie mit Gott und seinen Vorsätzen, ja sein Sklave zu sein, gleichwie es für Christus Jesus, den Sohn Jehovas, eine Lust war, das Gebot seines Vaters zu tun.

      20 Wer sich Jehovas Dienst hingegeben hat, ist bestimmt gleich diesem hebräischen Sklaven, der willens ist, ein Sklave auf unbestimmte Zeit zu sein. Für Glieder der Neuen-Welt-Gesellschaft bedeutet dies bis in Ewigkeit. Jehova hat die Welt so geliebt, daß er seinen einziggezeugten Sohn auf die Erde sandte, damit jene, die auf Erden wohnen und an ihn glauben wollen, ewiges Leben erhalten. Er traf Vorkehrungen, daß sein Sohn die menschliche Familie erkaufte. Viele werden sich weigern, sich selbst als Sklaven anzuerkennen und unter diesen Kaufpreis zu gelangen und werden es sich erwählen, eigene Wege zu gehen, aber diese eigenen Wege sind Wege „dieser Welt“ und führen zu ihrem Tod. — Joh. 3:16; 1. Joh. 2:17, NW.

      21. Welche Verpflichtungen bringt es mit sich, wenn jemand es sich erwählt, Jehova zu dienen?

      21 „Das Gedächtnis des Gerechten ist zum Segen, aber der Name der Gesetzlosen verwest.“ (Spr. 10:7) Die das Lösegeld zurückweisen, werden für immer sterben und somit vernichtet werden, indem sie keinerlei Dasein mehr haben. So hat es Jehova Gott durch seinen Propheten Jeremia aufzeichnen lassen: ‚Sie werden entschlafen zu ewigem Schlafe und nicht mehr erwachen, spricht der König, Jehova der Heerscharen ist sein Name.‘ (Jer. 51:57) Alle Personen, die ihr Leben dem Dienste Gottes Jehovas hingegeben haben, müssen erkennen, daß Christ sein eine ernste Sache ist, und, wie sich Mose ausdrückte: „Du sollst den Namen Jehovas, deines Gottes, nicht in unwürdiger Weise annehmen; denn Jehova wird den nicht unbestraft lassen, der seinen Namen in unwürdiger Weise annimmt.“ (2. Mose 20:7, NW) Niemand sollte denken, daß Jehova Gott — weil er sich ihm hingegeben hat und sich im Wasser taufen ließ — nun verpflichtet sei, alles für ihn zu tun. Gott wird bestimmt seinen Teil der Übereinkunft ausführen, indem er den Betreffenden segnet und für ihn sorgt, aber der Sklave, der sagt, er wolle Jehova Gott ausschließliche Ergebenheit darbringen, muß ebenfalls seinen Teil der Vereinbarung tun. Er muß zeigen, daß er ein Sklave ist, ein gehorsamer Sklave des souveränen Herrschers. Sein Leben hängt von seiner wahren, echten Anbetung ab, und ‚der Vater blickt nach Anbetung solcher Art aus‘, denn er ist „ein Gott, der ausschließliche Ergebenheit fordert“.

      „Dienet Jehova mit Freuden; kommet vor sein Angesicht mit Jubel! Erkennet, daß Jehova Gott ist! Er hat uns gemacht, und nicht wir selbst — sein Volk und die Herde seiner Weide. Kommet in seine Tore mit Lob, in seine Vorhöfe mit Lobgesang! Lobet ihn, preiset seinen Namen! Denn gut ist Jehova; seine Güte währt ewiglich, und seine Treue von Geschlecht zu Geschlecht.“ — Ps. 100:2-5.

  • Sagst du: „Sende mich“?
    Der Wachtturm 1956 | 15. Februar
    • Sagst du: „Sende mich“?

      ● Wie stellst du dich eigentlich zur Predigttätigkeit der Zeugen Jehovas? Freust du dich über den Wachtturm? Liebst du die Botschaft, hältst du aber dennoch damit zurück, sie anderen zu erzählen? Bewunderst du solche, die jene Arbeit tun, oder vielleicht den Verkündiger, der dir die Botschaft überbracht hat? Und zögerst trotzdem, selbst einen Anteil daran zu nehmen? Schlägst du den rechten und eifrigen Lauf Jesajas ein, der willig sagte: „Hier bin ich, sende mich“? — Jes. 6:8.

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