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Weitab von der HektikErwachet! 1981 | 22. November
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Route waren keine Felsen zu erklimmen, und es gab keine Schluchten, in die man hätte stürzen können. Außerdem wollte ich nicht die Fehler wiederholen, die ich zwei Jahre vorher auf unserer Hochzeitsreise gemacht hatte.
Damals stiegen wir die steilen Pfade am Yosemite-Fall, einem der höchsten Wasserfälle der Welt, hoch. Es war spät am Tag, und ich wollte, daß wir vor Einbruch der Nacht den Gipfel erreichten. Unglücklicherweise waren wir so schlecht in Form, daß wir, als wir am nächsten Tag ins Tal zurückkehrten, einen fürchterlichen Muskelkater in den Beinen hatten. An den folgenden vier Tagen liefen wir wie staksige Roboter umher und schnitten Grimassen vor Unbehagen.
Wir standen auf dem Gipfel einer der größten zusammenhängenden Bergketten der Welt, einer Granitwand, die über 1 370 m bis zur Talsohle des Tenaya Canyon abfällt — und fühlten uns trotzdem frisch. Zum erstenmal konnten wir das Yosemite-Tal im Westen und die zerklüftete High Sierra im Osten aus der Vogelperspektive betrachten.
Der berühmte Naturforscher John Muir war maßgeblich daran beteiligt, daß dieses gesamte Gebiet im Jahre 1890 ein Nationalpark wurde. Wir konnten seine Beschreibung des Parks durchaus bestätigen: „Der Oberlauf von Tuolumne und Merced, zwei der klangvollsten Ströme der Welt; unzählige Seen und Wasserfälle und sanfte liebliche Wiesen; die edelsten Wälder, die erhabensten Granitkuppeln ... und schneebedeckte Berge, die sich zwölf- und dreizehntausend Fuß hoch gen Himmel erheben, angeordnet zu offenen Flanken und zinnenförmigen Gruppen, teilweise unterbrochen durch gewaltige Canyons und Amphitheater; Gärten in ihrem sonnigen Glanz; Lawinen, die an den langen weißen Hängen hinabdonnern; Wasserfälle, die grau schäumend in die zerklüfteten Schluchten stürzen, und Gletscher in ihren schattigen Nischen.“
Bedauerlicherweise mußten wir dieses herrliche Gebiet wieder verlassen. An jenem Abend wanderten wir ins Little-Yosemite-Tal und schliefen so gut wie nie zuvor auf der ganzen Reise. Am Morgen gingen wir erfrischt weiter auf dem John-Muir-Pfad mit Blick auf den „klangvollen“ Merced, der über Felsen und Findlingen seine Melodie spielt und am 181 Meter hohen Nevada-Fall und am 97 Meter hohen Vernal-Fall zwei imposante Sprünge macht. Welch ein Anblick!
Das Ende unserer Reise
Als wir ins Yosemite-Tal kamen, waren wir müde und hungrig und hatten Muskelkater. Aber es war die Sache wert! Unser Körper war durch die Anstrengung belebt worden. Unser Sinn war frei von Streß. Das steigerte unsere Wertschätzung für den liebevollen Schöpfer, der diese wunderschöne Erde für uns geschaffen hat.
Es verhält sich genauso, wie John Muir vor langer Zeit sagte: „Besteige die Berge, und erfreue dich an ihrer Schönheit. Du wirst vom Frieden der Natur durchströmt werden wie die Bäume vom Sonnenschein. Die Winde werden ihre Frische in dich blasen und die Stürme ihre Energie, während die Sorgen wie Herbstblätter zu Boden fallen.“ (Eingesandt.)
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Körperliche Betätigung kontra HerzanfälleErwachet! 1981 | 22. November
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Körperliche Betätigung kontra Herzanfälle
Eine mehrjährige Untersuchung an Männern mittleren Alters brachte zutage, daß bei denjenigen, die sich fleißig körperlich betätigten, nur halb so viele Erkrankungen der Herzkranzgefäße auftraten wie bei den anderen. Man hat Theorien entwickelt, um zu klären, warum dem so ist, aber die Beweise sind noch nicht eindeutig. Die praktische Schlußfolgerung besteht also darin, daß körperliche Betätigung gut für dich ist.
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