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  • Ein Blick durch die Linse
    Erwachet! 1971 | 8. November
    • Stelle gehalten, und bei ihr gelten dieselben Prinzipien der Lichtbrechung, die sich der Mensch bei den künstlichen Linsen zunutze gemacht hat. Dadurch, daß das Gehirn die Nervenimpulse, die ihm von der Netzhaut übermittelt werden, in farbige, dreidimensionale bewegliche Bilder umwandelt, erhalten wir ein wunderbares aufrechtes Bild von etwas, was größer ist als das Bild auf der Netzhaut, aber stets in einem optisch proportionalen Verhältnis zu unserem Körper. Das ist so, ungeachtet ob es sich um eine Erbse oder um einen Teller, um eine Vase mit Flieder oder um herrliche, schneebedeckte Berge handelt.

      Daß wir in dem einen Augenblick auf eine Landkarte blicken können, die auf unseren Knien ruht, und im nächsten Augenblick eine Gebirgslandschaft betrachten können, die viele Kilometer entfernt ist, zeigt, daß die Linse des Auges vollkommen entworfen worden ist. Sie kann sich augenblicklich scharf einstellen und automatisch Abweichungen korrigieren, die bei künstlichen Linsen vorhanden wären. Wie verwirrend wäre es doch, wenn man ein verzerrtes Bild sähe, das sich ständig, mit jeder Kopfbewegung, verändern würde und bunte Ränder hätte!

      Die Teile des Auges, die das Licht brechen und sammeln, die Linse selbst und die Hornhaut (die gewölbte durchsichtige Schicht über dem Auge), verkündigen wahrhaftig das von Intelligenz zeugende Werk eines Schöpfers. Selbst Charles Darwin gab die Sinnwidrigkeit seiner Theorie von der natürlichen Zuchtwahl zu, als er über das Auge schrieb: „Die Annahme, daß das Auge mit all seinen unnachahmlichen Einrichtungen: die Linse den verschiedenen Entfernungen anzupassen, wechselnde Lichtmengen zuzulassen und sphärische wie chromatische Abweichungen zu verbessern, durch die natürliche Zuchtwahl entstanden sei, erscheint, wie ich offen bekenne, im höchsten Grade als absurd“ (Die Entstehung der Arten, S. 245).

      Die Linse der Brille

      Die Linse des Auges ist äußerst elastisch und kann sich biegen, sie läßt sich ausdehnen oder strecken und kann flacher gedrückt werden. Diese Fähigkeit in Verbindung mit der Brechungskraft der Hornhaut gestattet die schnelle, genaue, verzerrungsfreie Einstellung. Durch das Altern kann sich jedoch die Linse oder die Linsenmuskeln verhärten, so daß die Anpassung (als Akkommodation bezeichnet) und scharfe Einstellung schwierig wird. Bei einigen Menschen stellt sich das Auge schlecht ein, weil der Augapfel eine ungewöhnliche Form hat; seine Länge beträgt entweder mehr oder weniger als die durchschnittliche Länge von vierundzwanzig Millimetern.

      Die Linse deines Auges ruht, wenn du entfernte Gegenstände betrachtest, aber sie wird durch die Linsenmuskeln zusammengedrückt, so daß sie dicker ist, wenn sie sich auf Dinge in der Nähe einstellen soll. Durch diese Tätigkeit der Muskeln kommt es zur „Überanstrengung der Augen“, wenn wir in unmittelbarer Nähe der Augen eine Arbeit verrichten, lesen oder schreiben.

      Ist der Augapfel zu lang, so erscheint das Bild vor der Netzhaut; es wird verschwommen, so daß es zu Kurzsichtigkeit kommt. Sie läßt sich durch die Verwendung einer Brille mit konkaven Gläsern korrigieren, die das in das Auge eintretende Licht zerstreuen und der konvexen Linse des Auges helfen, den Brennpunkt auf die Netzhaut zu bringen.

      Weitsichtigkeit dagegen kommt daher, daß der Augapfel zu klein ist und das Bild hinter der Netzhaut entstehen würde. Ein konvexes Brillenglas vor dem Auge sammelt die eintretenden Strahlen und lenkt sie richtig auf die Netzhaut.

      Die Entstehung eines Bildes hinter der Netzhaut kommt auch dann vor, wenn die Linse des Auges ihre Akkommodationsfähigkeit verliert und sich nicht mehr so stark wölben kann, wie es nötig ist, um sich auf nahe Gegenstände einzustellen. Dieser Zustand, von dem meistens Personen betroffen werden, die über das mittlere Alter hinaus sind, ist als „Alterssichtigkeit“ bekannt und erfordert zur Korrektur der Fehlsichtigkeit konvexe Brillengläser.

      Wir sollten unsere Augen sehr sorgfältig behandeln. Bohre nicht im Auge herum, wenn Sand hineingekommen ist, und reibe auch nicht mit schmutzigen Fingern oder Tüchern daran. Vielleicht kann dir jemand anders den Fremdkörper sorgfältig mit einem sauberen Taschentuch herausholen — vielleicht sogar ein Arzt, wenn es nötig ist. Und wenn du abends liest, so wirst du deine Augen in einem gleichmäßig gut erleuchteten Zimmer nicht so anstrengen wie unter einer kleinen Lampe, die nur wenig Licht gibt.

      Die Linsen anderer Geschöpfe

      Wenn du durch die Linsen einiger Insekten blicken könntest, würdest du feststellen, daß sie sich für einen pfeilschnellen Flug oder zum Abschätzen der Geschwindigkeit eignen. Ihre Augen bestehen aus zahlreichen Linsen, die Einzelbilder entstehen lassen. Die Zeit, die vergeht, wenn ein Bild von einem Teil des Auges zum anderen gelangt, dient als Hinweis auf die Geschwindigkeit.

      Wirbeltiere besitzen zum Sehen paarweise angeordnete Linsen. Einige, wie zum Beispiel das Pferd, haben einen Rundblick und können fast alles um sich her sehen. Andere, wie Eulen und Affen, und auch der Mensch haben die Augen mehr an der Vorderseite des Kopfes, wodurch sich das Gesichtsfeld beider Augen teilweise überschneidet. Die Augen der Vögel sind mit höchst ungewöhnlichen Linsen versehen, die teleskopisch und mikroskopisch wirken. Dadurch haben sie unter allen Geschöpfen den schärfsten Blick. Adler, Geier und andere Raubvögel können aus ungeheuren Entfernungen winzige Dinge erkennen.

      Viele natürliche Anwendungen der Prinzipien der Lichtbrechung und der Optik haben den Menschen in Staunen versetzt und bewirkt, daß er sie zu seinem eigenen Vorteil anwendet, und zwar auf vernünftige Weise, nachdem er aus den Werken des Schöpfers gelernt hat.

  • Die Empfehlung eines Rabbiners
    Erwachet! 1971 | 8. November
    • Die Empfehlung eines Rabbiners

      Eine Jüdin in Detroit (Michigan) hatte den Wunsch, die Bibel kennenzulernen. Eines Tages bat sie ihren Mann, er möge ihr erlauben, zu diesem Zweck in eine Kirche oder Synagoge zu gehen. Als er sie nicht gehen lassen wollte, antwortete sie: „Warte nur, du wirst sehen, daß jemand kommen und mich in der Bibel unterweisen wird.“ Noch am gleichen Nachmittag klingelten Jehovas Zeugen, als sie in jenem Viertel von Haus zu Haus gingen, als erstes an ihrer Tür. Die Frau nahm das Angebot der Zeugen, sie in der Bibel zu unterweisen, mit Freuden an, denn sie hatte darum zu Gott gebetet.

      Nachdem die Frau einige Zeit Bibelunterricht genossen hatte, sagte sie zu ihrem Mann, sie wolle ein Zeuge Jehovas werden und sich taufen lassen. Er war sehr bestürzt darüber und ließ einen Rabbiner kommen. Was der Rabbiner sagte, ist höchst interessant: „Wir leben in einem freien Land. Wir können Gott anbeten, wie wir wollen. Jehovas Zeugen sind gute Menschen. Ihre Gottesanbetung ist rein und lauter. Ich habe nichts gegen sie, ausgenommen, daß sie im Gegensatz zu uns auch das Neue Testament benutzen. Außerdem steht geschrieben: ,Erwählet euch, wem ihr dienen wollt!‘“

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