Wachtturm ONLINE-BIBLIOTHEK
Wachtturm
ONLINE-BIBLIOTHEK
Deutsch
  • BIBEL
  • PUBLIKATIONEN
  • ZUSAMMENKÜNFTE
  • Hast du einen lebendigen Glauben?
    Der Wachtturm 1977 | 15. November
    • Hast du einen lebendigen Glauben?

      DIE gottgefällige Eigenschaft des Glaubens ist sehr begehrenswert (Joh. 3:16; 2. Kor. 5:7; Hebr. 10:38). Doch echter Glaube schließt weit mehr ein, als nur zu sagen, man habe Glauben. Der Bibelschreiber Jakobus wirft die Frage auf: „Möchtest du aber wissen, du leerer Mensch, daß der Glaube ohne Werke untätig ist?“ (Jak. 2:20). Er fügt hinzu: „Ja, wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot“ (Jak. 2:26). Der Glaube eines Christen darf nicht ruhen, sondern sollte wie die Vegetation, die das Land verschönt, lebendig bleiben und ständig wachsen (2. Thess. 1:3).

      Wir können in dieser Hinsicht eine wertvolle Lektion aus der Art und Weise lernen, wie die Israeliten reagierten, als Gott verhieß, ihnen das Land Kanaan zu geben. Gott sicherte den Israeliten seine übermenschliche Unterstützung zu, indem er sagte:

      „Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, um dich auf dem Wege zu bewahren und dich an den Ort zu bringen, den ich bereitet habe. Nimm dich in acht seinetwegen, und gehorche seiner Stimme. Benimm dich nicht rebellisch gegen ihn, denn er wird eure Übertretung nicht verzeihen; denn mein Name ist in ihm. Wenn du jedoch seiner Stimme genau gehorchst und wirklich alles tust, was ich reden werde, dann werde ich deine Feinde gewißlich befeinden und die befehden, die dich befehden“ (2. Mose 23:20-22).

      Die Israeliten waren verpflichtet, mit Gott in der Ausrottung der Kanaaniter zusammenzuarbeiten. Gott hatte ihnen geboten: „Du solltest sie unweigerlich der Vernichtung weihen. Du sollst keinen Bund mit ihnen schließen noch ihnen irgendwelche Gunst erweisen. Und du sollst kein Ehebündnis mit ihnen eingehen“ (5. Mose 7:2, 3).

      Nachdem die Israeliten das Verheißene Land betreten und ihr Lager in Gilgal, östlich von Jericho, aufgeschlagen hatten, erschien Josua ein Engel, der sich als der „Fürst des Heeres Jehovas“ zu erkennen gab. Dieser Engel offenbarte, daß Gott die Mauern Jerichos durch ein Wunder einstürzen lassen würde. Und sie stürzten völlig ein! (Josua 5:13 bis 6:27). Welch glaubensstärkender Beweis dafür, daß Gott tatsächlich ‘die Feinde Israels befeindete’!

      Doch das war nicht alles. Eine Stadt nach der anderen fiel vor Josua und den Israeliten, die von dem Engelfürsten Jehovas angeführt wurden (Josua, Kap. 6, 10, 11). Gottes Volk hatte triftigen Grund, den göttlichen Auftrag, die Kanaaniter zu enteignen, vollständig und mit Eifer auszuführen. Gehorchten die Israeliten aber so weit, daß man sagen konnte, sie pflegten einen lebendigen Glauben?

      Nein, denn die Bibel berichtet, daß Gottes Engel erneut erschien, diesmal jedoch mit einer traurigen Botschaft. Wir lesen:

      „Dann kam Jehovas Engel von Gilgal nach Bochim hinauf und sprach: ,Ich ging daran, euch aus Ägypten heraufzuführen und euch in das Land zu bringen, das ich euren Vorvätern zuschwor. Ferner sprach ich: „Niemals werde ich meinen Bund mit euch brechen. Und ihr eurerseits sollt keinen Bund mit den Bewohnern dieses Landes schließen. Ihre Altäre solltet ihr niederreißen.“ Aber ihr habt nicht auf meine Stimme gehört. Warum habt ihr das getan? So habe ich meinerseits gesagt: ,Ich werde sie nicht vor euch vertreiben, und sie sollen euch zu Schlingen werden, und ihre Götter werden euch als Köder dienen“‘“ (Ri. 2:1-3).

      Wie die Schrift zeigt, hatten die Israeliten insofern nicht auf die Stimme Gottes gehört, als der Stamm Juda es unterließ, die Bewohner einer bestimmten Gegend in Südkanaan zu enteignen, „weil sie Kriegswagen mit eisernen Sicheln hatten“ (Ri. 1:19). Offensichtlich jagten diese Kriegswagen dem Stamm Juda Furcht ein. Danach unterließen es auch die Stämme Benjamin, Manasse, Ephraim, Sebulon, Ascher, Naphtali und Dan, die kanaanitischen Bewohner mehrerer Städte und abhängiger Ortschaften zu vertreiben. Statt dessen fanden sie sich bereit, unter den Kanaanitern zu wohnen, die sie zur „Zwangsarbeit“ heranzogen (Ri. 1:21-36).

      Obwohl die Israeliten offen vorgaben, an Jehova zu glauben, und obwohl sie sich einverstanden erklärt hatten, ‘alles, was Jehova geredet hatte’, zu beachten, fehlte es ihnen häufig an gottgefälligen Werken, die einen lebendigen Glauben bewiesen hätten (2. Mose 19:8; 24:3-7). Ihre treulose Handlungsweise brachte ihnen keinen Segen ein, sondern führte nur zu Gewissensbissen. Über das, was geschah, nachdem der Engel die Israeliten in Bochim gerügt hatte, berichtet die Bibel: „Es begab sich, sobald Jehovas Engel diese Worte zu allen Söhnen Israels geredet hatte, daß das Volk seine Stimme erhob und zu weinen begann. Folglich gaben sie jenem Ort den Namen Bochim [was „Weinende“ bedeutet]“ (Ri. 2:4, 5).

      Doch es stellten sich noch viel schlimmere Folgen ein. Während die Israeliten unter den moralisch verderbten Kanaanitern lebten, ließen sie sich dazu verführen, Götzendienst zu treiben, ihre Söhne den Dämonen zu opfern und noch viel weiteres unschuldiges Blut zu vergießen. Deshalb flammte Jehovas Zorn gegen sie auf (Ps. 106:34-42).

      Was können Christen heute aus diesen Vorfällen in biblischer Zeit lernen? Christen ist zwar nicht geboten worden, Völker zu enteignen, dennoch haben sie ein herausforderndes Werk zu verrichten, durch das sie mit Menschen in Kontakt kommen, die Jehova nicht anbeten. Jesus gebot seinen Jüngern, die „gute Botschaft“ von Gottes Königreich auf der ganzen Erde zu predigen und ‘hinzugehen und aus Menschen aller Nationen Jünger zu machen’ (Matth. 24:14; 28:19, 20).

      Beteiligst du dich gehorsam am Predigen des Königreiches und am Jüngermachen? Die Bibel versichert uns, daß auch dieses Werk von Engeln unterstützt und zu Gottes Zufriedenheit vollendet werden wird (Offb. 14:6). Wie wir gesehen haben, verloren die Israeliten den Glauben und den Eifer für die Ausführung des Gebotes Gottes, die Kanaaniter auszurotten. Christen müssen sich heute ebenso davor hüten, in ihrem Eifer für das Werk, das Jesus seinen Nachfolgern aufgetragen hat, nachzulassen.

      Und wie Gott von den Israeliten forderte, keinen Bund mit den Kanaanitern zu schließen, wird auch Christen geboten: „Laßt euch nicht in ein ungleiches Joch mit Ungläubigen spannen. ... ,Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab‘, spricht Jehova, ,und hört auf, das Unreine anzurühren‘“ (2. Kor. 6:14-17). Beweist du, daß dein Glaube wirklich lebendig ist, indem du dich von aller Unreinheit der Welt fernhältst?

      Weil die Israeliten Gott gegenüber ungläubig und ungehorsam waren, wurden sie in Bochim gerügt, und sie weinten. Ähnliche Untreue kann heute zu einem Weinen führen, das noch ernsteren Charakter hat. Wieso?

      Die weltweite Erfüllung eines „Zeichens“, das Jesus gab, läßt erkennen, daß im Jahre 1914 die Zeit der ‘Gegenwart Christi und der Abschluß des gegenwärtigen Systems der Dinge’ begonnen hat (Matth. 24:3 bis 25:46). Was Jesus in einem seiner Gleichnisse sagte, bezieht sich daher auf die heutige Generation: „So wird es beim Abschluß des Systems der Dinge sein: Die Engel werden ausgehen und die Bösen von den Gerechten trennen und werden sie in den Feuerofen werfen. Dort wird ihr Weinen und ihr Zähneknirschen sein“ (Matth. 13:49, 50; 24:3, 34).

      Gemäß der Bibel stellt dieser „Feuerofen“ die „ewige Vernichtung“ dar, die Personen widerfährt, wenn Jehova „an denen Rache übt, die Gott nicht kennen, und an denen, die der guten Botschaft über unseren Herrn Jesus nicht gehorchen“ (2. Thess. 1:6-10). Andererseits haben diejenigen, die der guten Botschaft gehorchen und die ihren Glauben an Gott und Jesus Christus durch schriftgemäße Werke leuchten lassen, die sie tagtäglich vollbringen, die glückliche Aussicht, eine neue Ordnung der Gerechtigkeit zu erleben (2. Petr. 3:13; Offb. 21:1-5). Hast du einen solch lebendigen Glauben?

  • Gesucht und gefunden
    Der Wachtturm 1977 | 15. November
    • Gesucht und gefunden

      Wir beide, meine Frau und ich, hatten das Gefühl, daß uns etwas fehle. Meine Frau hatte den Wunsch, die Bibel besser kennenzulernen, und machte daher den Vorschlag, zur Kirche zu gehen. Aber ich wollte nicht, denn ich hatte die Erfahrung gemacht, daß die Kirchen nur auf das Geld aus sind. Doch meine Frau suchte sich eine Kirche aus — es war die Pfingstgemeinde — und besuchte deren Gottesdienst. Als sie nach Hause kam, war sie erschüttert. Die Anwesenden waren während des Gottesdienstes schreiend umhergelaufen. Darauf entgegnete ich nur: „Was habe ich dir gesagt?“

      Kurz danach machte ihr eine andere kirchliche Organisation das Angebot, ihr gegen ein Entgelt Bibelunterricht zu erteilen. Etwas später bot ihr ein Zeuge Jehovas an, sie unentgeltlich in der Bibel zu unterweisen. Dieses Angebot nahm sie an. Nach einiger Zeit ging sie zum erstenmal in den Königreichssaal. Als sie nach Hause kam, war sie ganz glücklich über das, was sie dort gehört hatte. Ich konnte es nicht glauben. Gewöhnlich kommen die Leute nicht so beglückt von der Kirche nach Hause. „Und weißt du“, rief sie aus, „sie haben keine Kollekte erhoben!“

      Ich erwiderte, daß in allen Kirchen der Kollektenteller herumgereicht werde. Sie habe ihn nur nicht bemerkt. Ich nahm mir daher vor, am folgenden Sonntag mitzugehen, um ihr zu beweisen, daß eine Kollekte eingesammelt wird. Der Titel des Vortrages lautete: „Die Echtheit der Bibel“. Er war so interessant, daß ich vergaß, auf den Kollektenteller aufzupassen. Deshalb ging ich am darauffolgenden Sonntag wieder hin. Der Vortrag, der an diesem Sonntag gehalten wurde, fesselte mich noch mehr als der erste, den ich gehört hatte, und wieder vergaß ich ganz, auf den Kollektenteller achtzugeben. Am Ende der dritten Zusammenkunft, die ich besuchte, wußte ich, daß wir das gefunden hatten, was uns bisher gefehlt hatte. Nun war auch ich bereit, regelmäßig die Bibel zu studieren. Und jetzt freuen wir uns, daß wir die Wahrheit des Wortes Gottes kennengelernt haben. (Eingesandt.)

  • Fragen von Lesern
    Der Wachtturm 1977 | 15. November
    • Fragen von Lesern

      ● In Jakobus 4:5 wird anscheinend ein Zitat aus der Bibel angeführt. Welche Stelle zitierte Jakobus, und was wollte er damit sagen?

      Jakobus 4:5 lautet: „Oder scheint es euch, daß der Schrifttext umsonst sagt: ,Mit einem Hang zum Neid sehnt sich fortwährend der Geist, der in uns Wohnung genommen hat.‘?“

      Welchen Bibeltext der Jünger Jakobus hier anführt, kann nicht mit Sicherheit gesagt werden. Vielleicht gibt er einfach eine Zusammenfassung oder erwähnt sozusagen den grundlegenden Gedanken, der in mehreren Versen zum Ausdruck kommt.

      Weil in den Hebräischen Schriften kein bestimmter Vers zu finden ist, der mit dem Wortlaut des Jakobus übereinstimmt, vermuten Kommentatoren, daß er aus einer apokryphen oder einer verlorengegangenen Schrift zitiert. Doch die inspirierten Schreiber der Christlichen Griechischen Schriften verwenden wiederholt Ausdrücke wie „das Schriftwort sagt“, um Zitate aus dem inspirierten Kanon oder Hinweise auf Teile davon — sei es der hebräische Originaltext oder eine griechische Übersetzung davon — einzuleiten (Joh. 19:37; Röm. 4:3; 9:17; Gal. 4:30; 1. Tim. 5:18). Sie zitierten nie aus den nichtkanonischen Büchern der Apokryphen.

      Aus vielen Bibeltexten geht hervor, daß unvollkommene Menschen mit sündigen Neigungen behaftet sind. So lesen wir beispielsweise: „Da sah Jehova, daß die Schlechtigkeit des Menschen ausnehmend groß war ...

Deutsche Publikationen (1950-2025)
Abmelden
Anmelden
  • Deutsch
  • Teilen
  • Einstellungen
  • Copyright © 2025 Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania
  • Nutzungsbedingungen
  • Datenschutzerklärung
  • Datenschutzeinstellungen
  • JW.ORG
  • Anmelden
Teilen