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  • Die geprüfte Echtheit des Glaubens bewirkt Ausharren
    Der Wachtturm 1976 | 15. Dezember
    • obgleich sie hören, vergeblich hören und auch den Sinn davon nicht erfassen; und an ihnen erfüllt sich die Prophezeiung Jesajas, welche sagt: ,Hörend werdet ihr hören, doch keineswegs den Sinn davon erfassen; und schauend werdet ihr schauen, doch keineswegs sehen. Denn das Herz dieses Volkes ist dick geworden, und mit ihren Ohren haben sie widerwillig gehört‘ “ (Matth. 13:11-15). Dabei hatten die Juden eine Fülle von Beweisen dafür, daß der Messias tatsächlich gekommen war.

      11, 12. Führe ein Beispiel für einen „offenkundigen Erweis von Wirklichkeiten“ an, der der Welt im allgemeinen verborgen ist.

      11 Bibelleser sehen heute überall Dinge geschehen, die zeigen, daß das messianische Königreich sehr nahe ist. Aber für diejenigen, die ihre Hoffnung auf die Welt setzen, hat es den Anschein, als würde es ewig so weitergehen. Als Jesus auf der Erde lebte, war es ähnlich, obwohl das Ende des jüdischen Systems der Dinge damals nur wenige Jahre entfernt war. Jesus sagte:

      12 „Wenn ihr eine Wolke in westlichen Gegenden aufsteigen seht, sagt ihr sogleich: ,Es kommt ein Sturm’, und es wird so sein. Und wenn ihr seht, daß Südwind weht, sagt ihr: ,Es gibt eine Hitzewelle‘, und es trifft ein. Heuchler, das Aussehen der Erde und des Himmels wißt ihr zu beurteilen, doch wie kommt es, daß ihr diese besondere Zeit nicht zu beurteilen wißt?“ (Luk. 12:54-56).

      13. Welcher Grund wird in 1. Korinther 2:12-14 dafür angegeben, daß der physische Mensch gewisse Dinge nicht erkennen kann, die für einen Christen ganz offensichtlich sind?

      13 Einige mögen einwenden: „Wenn doch der Glaube auf stichhaltigen Gründen beruht, wie kommt es dann, daß andere die Dinge nicht so sehen, wie sie der Christ sieht?“ Der Apostel Paulus erklärte dies wie folgt: „Nun haben wir nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der von Gott ist, damit wir die Dinge erkennen könnten, die uns Gott gütigerweise gegeben hat. . . . Ein physischer [fleischlichgesinnter] Mensch aber nimmt die Dinge des Geistes Gottes nicht an, denn sie sind ihm Torheit; und er vermag sie nicht zu erkennen, weil sie geistig beurteilt werden“ (1. Kor. 2:12-14).

      14. Zeige anhand eines Beispiels, weshalb diejenigen, die keinen Glauben haben, Tatsachen falsch deuten.

      14 Zum Beispiel sagen viele Menschen, wenn jemand stirbt, besonders wenn es sich um ein kleines Kind handelt: „Gott nahm es zu sich.“ Oft hören wir die Klage: „Warum mußte Gott mir mein Kind [oder: meinen Mann] nehmen?“ Oberflächlich betrachtet, mag es den Anschein haben, als ob alles, was geschieht, von Gott gelenkt würde, da er allmächtig ist. Doch diese Leute erkennen nicht, daß Adam, nicht Gott, den Tod über seine Familie brachte, als er willentlich gegen Gott rebellierte und das Leben für seine Nachkommen verlor (Röm. 5:12). Sie erkennen auch nicht, daß Satan, der Teufel, damals Gottes Souveränität in Frage zog, indem er behauptete, kein Mensch werde seine Lauterkeit gegenüber Gott bewahren, wenn er geprüft werde (Hiob 2:4, 5). Sie verstehen nicht, daß Gott das Böse wegen dieser Streitfrage eine Zeitlang zugelassen hat. Auch wissen sie nicht, daß die Toten im Grabe ruhen, bis sie dank der barmherzigen Vorkehrung Gottes von Jesus Christus auferweckt werden (Joh. 11:11-14, 24). Vor allem aber kennen sie Gottes Persönlichkeit nicht, der niemals so grausam wäre, daß er Ehefrauen den Mann „wegnehmen“ würde, den sie brauchen, oder Eltern ihr Kind (2. Mose 34:6, 7).

      WESHALB EIN STARKER, UNERSCHÜTTERLICHER GLAUBE ERFORDERLICH IST

      15. Inwiefern ist der Verlust des Glaubens oder Glaubensschwäche „die uns leicht umstrickende Sünde“?

      15 Da die Lauterkeit und die Handlungsweise eines Christen auf seinem Glauben beruhen und jede Abweichung vom rechten Weg eine Glaubensschwäche verrät, führt der Apostel in seinen weiteren Ausführungen über den Glauben Beispiele an und schreibt dann: „Da wir denn von einer so großen Wolke von Zeugen umgeben sind, so laßt uns auch allen Ballast und die uns leicht umstrickende Sünde ablegen, und laßt uns in dem vor uns liegenden Wettlauf mit Ausharren laufen“ (Hebr. 12:1). Der Glaube eines Christen muß daher sehr stark sein.

      16, 17. Zeige anhand zweier Beispiele, weshalb diejenigen die die „neue Erde“ erleben möchten, einen starken Glauben haben müssen.

      16 Warum muß der Glaube eines Christen, um jedem Angriff standhalten zu können, so beschaffen sein? Nehmen wir zur Veranschaulichung die „große Volksmenge“, die die „große Drangsal“ überleben wird, in der das gegenwärtige Weltsystem der Dinge vernichtet wird (Offb. 7:9-14). Die Glieder dieser „großen Volksmenge“ werden dann auf einer gereinigten Erde leben und die Grundlage einer neuen Gesellschaft, einer „neuen Erde“, bilden. Als Grundlage müssen sie stark sein. Sie müssen Jehova, den Souverän des Universums, vertreten, ohne sich erschüttern zu lassen. Sie werden leben, wenn sich die Prophezeiung aus Offenbarung 20:11-15 erfüllt, und werden daher die Verantwortung haben, die Auferstandenen über den richtigen Weg zu belehren und ihnen zu helfen, Verständnis über Jehova und seinen Sohn Jesus Christus zu erlangen. Unter diesen Auferstandenen, die die unterschiedlichste Vergangenheit haben und zu den verschiedensten Zeiten gelebt haben, werden zweifellos einige sein, die der Wahrheit Widerstand leisten werden. Daher wird der Glaube der „großen Volksmenge“ fest gegründet sein müssen. Sie darf sich nicht durch Druck oder persönliche Gefühle vom rechten Weg abbringen lassen.

      17 Dann, am Ende der Tausendjahrherrschaft Christi, wird der Glaube aller auf der Erde lebenden Menschen einer endgültigen Prüfung unterzogen, indem Satan losgelassen wird. Bei dieser Prüfung wird die Lauterkeit jedes einzelnen und auch sein Glaube an Gott gründlich erprobt, ja es wird sogar festgestellt werden, ob er die geringste Neigung zur Untreue hat. Das ist erforderlich, weil diejenigen, die die Prüfung bestehen, ewiges Leben erhalten werden. Da sie ihren unerschütterlichen Glauben bewiesen haben, werden Jehova und seine ganze Schöpfung wissen, daß sie niemals schwach werden oder sich von der Wahrheit abwenden werden (1. Kor. 15:24-28).

      18. Warum sollte ein Christ gemäß den Worten des Petrus und des Jakobus nicht überrascht sein, wenn sein Glaube verschiedenen, ja sogar schweren Prüfungen unterzogen wird?

      18 Unser Glaube sollte also jedem Angriff standhalten können. Wir sollten deshalb nicht überrascht sein, wenn zu unserer Prüfung noch Dinge geschehen werden, die wir vielleicht nie erwartet hätten. Der Apostel Petrus machte Christen auf diese Tatsache aufmerksam, indem er schrieb: „Geliebte, laßt euch das, was unter euch brennt und was euch als Prüfung widerfährt, nicht befremden, als ob euch etwas Befremdendes zustoße“ (1. Petr. 4:12). In Übereinstimmung damit schrieb Jakobus, der Halbbruder Jesu: „Erachtet es für lauter Freude, meine Brüder, wenn ihr in mancherlei Prüfungen geratet, da ihr ja wißt, daß die geprüfte Echtheit eures Glaubens Ausharren bewirkt“ (Jak. 1:2, 3).

      19. Wie kann ein Christ seinen Glauben prüfen?

      19 Der Glaube kann also unterschiedlich stark sein. Jeder von uns sollte seinen Glauben prüfen. Der Apostel Paulus gibt den Rat: „Prüft immer wieder, ob ihr im Glauben seid, bewährt euch immer wieder“ (2. Kor. 13:5). Der Christ kann über die Prüfungen und Probleme, denen er bereits gegenübergestanden hat, nachdenken und auch darüber, wie er damit fertig geworden ist. Er kann überlegen, wie er seine gegenwärtigen Probleme lösen und seinen jetzigen Verpflichtungen nachkommen kann. Macht er Fortschritte, was das Hervorbringen der Früchte des Geistes betrifft? Tut er, was in seinen Kräften steht, um anderen zu helfen? Ist das, was er für seine Brüder tut, immer zu ihrem Guten? Gibt er eine öffentliche Erklärung seines Glaubens ab?

      GOTT BELOHNT AUSHARREN MIT SEINER GUNST

      20. Was bewirkt das treue Ausharren in einer Prüfung bei einem Christen?

      20 Jakobus sagt, daß diese geprüfte, erprobte Echtheit unseres Glaubens Ausharren bewirkt. Der Apostel Petrus spricht von den Prüfungen, die über Christen kommen, und nennt den Grund dafür: „Damit die geprüfte Echtheit eures Glaubens, viel wertvoller als Gold, das vergeht, obwohl es durch Feuer erprobt wird, bei der Offenbarung Jesu Christi als eine Ursache zum Lobpreis und zur Herrlichkeit und Ehre erfunden werde“ (1. Petr. 1:7). Je mehr Glaubensprüfungen wir erfolgreich bestehen, desto stärker werden wir — wir können ausharren. Außerdem empfangen wir Jehovas Gunst und machen ihn und seinen Sohn glücklich, da wir in der Streitfrage um die Lauterkeit als Zeugen für Jehova eintreten (Röm. 5:3, 4).

      21. Von welchem Wert ist ein unerschütterlicher Glaube?

      21 Einen starken, unerschütterlichen Glauben zu haben ist tatsächlich besser, als ein großer Eroberer zu sein, denn der Apostel Johannes sagt: „Das ist die Siegesmacht, die die Welt besiegt hat: unser Glaube“ (1. Joh. 5:4). Es ist eine Frage der Lauterkeit, nicht der Macht. Wer im Glauben ausharrt, ahmt das größte Vorbild des Glaubens nach, den, der die Welt besiegt hat: Jesus Christus (Joh. 16:33).

      22. Inwiefern geht aus 1. Petrus 1:7 hervor, von welchem Bestand ein geprüfter Glaube und dessen Besitzer ist?

      22 Ja, alles Materielle, sogar das Gold, ist vergänglich, denn es kann sich abnutzen oder durch chemische Stoffe aufgelöst werden. Aber ein Glaube, der geprüft und erprobt und dessen Echtheit nachgewiesen worden ist, ist „unvergänglich“. Er kann nicht zerstört werden, denn er stützt sich auf den ewigen Gott, den Allmächtigen. Der Apostel sagt, es sei unmöglich, Gott ohne Glauben wohlzugefallen (Hebr. 11:6). Ein Ungläubiger kann die Wahrheit nicht glauben. Er übersieht die größte Wahrheit im ganzen Universum: die rechtmäßige Souveränität Jehovas Gottes. Er kann Gott nicht wohlgefallen, weil das, was er tut, mit dem ganzen Universum nicht im Einklang ist. Wer aber einen erprobten Glauben hat, wird für immer bleiben, denn Gott, der immerdar lebt, liebt ihn und beschützt sein Leben (Ps. 145:18-20; Offb. 7:15-17).

  • „Laßt das Ausharren sein Werk vollständig haben“
    Der Wachtturm 1976 | 15. Dezember
    • „Laßt das Ausharren sein Werk vollständig haben“

      „Doch laßt das Ausharren sein Werk vollständig haben, damit ihr vollständig und in allen Beziehungen gesund seid und es euch an nichts fehle“ (Jak. 1:4).

      1, 2. Warum stehen alle Christen vor der Frage, ob sie ausharren werden? (Matth. 10:22, 36).

      NIEMAND, der an Gott glaubt, kann einer Prüfung seines Glaubens entgehen. Dem ist so, weil der Geist der Welt dem Glauben an Gott entgegenwirkt und auf Gläubige einen Druck ausübt, um ihren Glauben zu zerstören. Der Christ steht daher vor der Frage, ob er ausharren wird.

      2 Der Glaube kann auf vielerlei Weise geprüft werden. Man mag offenen Widerstand ertragen müssen, vielleicht sogar von lieben Angehörigen und Freunden. Man mag verspottet, gehaßt, mißverstanden und falsch angeklagt oder verleumdet werden. Auch Verfolgungen und Krankheiten können Prüfungen darstellen.

      3. Welche Fragen kann sich ein Christ stellen, wenn er Prüfungen gegenübersteht?

      3 Jeder Christ muß sich daher fragen: Wie werde ich diesen Prüfungen begegnen? Wird mein Glaube unerschütterlich bleiben? Werde ich mit dem richtigen Verständnis ausharren und mich darüber freuen, daß mein Glaube sich als echt erweist? Werde ich den Wunsch haben, um der Gerechtigkeit willen auszuharren und um Gott, nicht mich selbst, zu verherrlichen? (Matth. 5:10).

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