Wachtturm ONLINE-BIBLIOTHEK
Wachtturm
ONLINE-BIBLIOTHEK
Deutsch
  • BIBEL
  • PUBLIKATIONEN
  • ZUSAMMENKÜNFTE
  • Eliab — ein Judäer, der sich nicht zum König eignete
    Der Wachtturm 1978 | 1. September
    • Schlacht zu sehen“ (1. Sam. 17:28). Eliab urteilte voreilig über seinen Bruder, ohne zuerst die Tatsachen zu ermitteln. Er folgerte, daß David die wenigen Schafe sich selbst überlassen habe, obwohl der Verlust eines einzigen ein schwerer Schlag für die Familie gewesen wäre. Doch das war alles andere als die Wahrheit. Um die Herde seines Vaters zu schützen, hatte David schon einmal einen Bären und einen Löwen getötet (1. Sam. 17:34, 35). Eliabs Sorge um die Schafe war auch ein Zeichen für seine Unausgeglichenheit. Er geriet wegen etwas in Zorn, was, verglichen mit der ungeheuren Herausforderung Goliaths, ziemlich unbedeutend war. Der Philister schmähte in Wirklichkeit Jehova den Gott Israels. Darüber war sich David völlig klar.

      Gestützt auf eine bloße Annahme, ging Eliab sogar noch weiter. Er bezeichnete David als vermessen und anmaßend und beschuldigte ihn, von sich aus auf das Schlachtfeld gekommen zu sein. Er unterschob ihm auch falsche Beweggründe und bezichtigte ihn, ein schlechtes Herz zu haben. Das brachte er durch die Worte zum Ausdruck: „Du bist zu dem Zweck herabgekommen, die Schlacht zu sehen.“ Das zeigt, daß Eliab dachte, sein jüngerer Bruder sei von seiner Arbeit weggelaufen, um etwas Spannendes zu sehen.

      David verteidigte sich gegen die falschen Anschuldigungen mit den Worten: „Was habe ich nun getan? War es nicht nur ein Wort?“ Damit wollte David dem Sinne nach sagen: „Welche Grundlage hast du für deine Anschuldigungen? Was habe ich in Wirklichkeit getan? Habe ich nicht das Recht, eine Frage zu stellen, um zu erfahren, was hier vor sich geht?“ Damit war die Sache erledigt. David erkundigte sich bei jemand anders, und schließlich bewies er seinen großen Glauben an Jehova und besiegte Goliath (1. Sam. 17:29, 36-51).

      Zeigt diese Begebenheit nicht sehr deutlich, warum Eliab für das Königtum nicht in Frage kam? Ohne einen stichhaltigen Beweis unterschob er seinem Bruder David falsche Beweggründe. Es mangelte ihm am richtigen Glauben an Jehova; deshalb unternahm er nichts gegen den Spott des Philisters Goliath. Er erkannte nicht, daß es vor allem darum ging, den Namen Jehovas von der Schmach zu reinigen, die der Philister darauf gebracht hatte, sondern schien mehr an ein paar Schafen interessiert zu sein. Ein Mann, dem es dermaßen an Glauben, Mut und richtigem Urteilsvermögen mangelte, konnte für Jehova niemals als König in Frage kommen. Jehova, der Prüfer der Herzen, beging also keinen Fehler, als er David, den jüngsten Sohn Isais, statt des Erstgeborenen wählte (1. Sam. 13:14).

  • Fragen von Lesern
    Der Wachtturm 1978 | 1. September
    • Fragen von Lesern

      ● Die Bibel sagt von Moses, daß seine Lebenskraft bei seinem Tod noch ungebrochen war (5. Mose 34:7). Warum sagte denn Moses gemäß 5. Mose 31:2, er sei nun hundertzwanzig Jahre alt und könne nicht mehr vor den Israeliten als ihr Führer „ausziehen und einziehen“?

      Anscheinend wollte Moses damit im wesentlichen sagen, daß er nicht mehr vor den Israeliten „ausziehen und einziehen“ dürfe, um sie in das Verheißene Land zu führen.

      Das geht aus einigen Übersetzungen aber nicht deutlich hervor, denn sie geben 5. Mose 31:2 so wieder, als ob Moses gesagt hätte, er sei körperlich nicht mehr in der Lage, das Volk zu führen. Nach der Guten Nachricht lautet dieser Text: „Ich bin jetzt hundertzwanzig Jahre alt; ich kann nicht mehr euer Anführer sein. Außerdem hat der Herr zu mir gesagt: ,Du wirst den Jordan, der hier vor dir liegt, nicht überschreiten‘“ (5. Mose 31:2, Kursivschrift von uns).

      Es ist jedoch ganz klar, daß Moses nicht gesagt haben kann, er könne das Volk zufolge von Altersschwäche nicht mehr führen. Das wissen wir, denn nach seinem Tod wurde über ihn geschrieben: „Und Moses war bei seinem Tode hundertzwanzig Jahre alt. Sein Auge war nicht trübe geworden, und seine Lebenskraft war nicht gewichen“ (5. Mose 34:7).

      Demnach war Moses noch ziemlich rüstig. Wenn auch nicht mehr so kräftig wie ein junger Mann, war er doch für sein Alter immer noch außergewöhnlich gut in Form. Er war bis zu seinem Tod in der Lage, das Volk zu führen.

Deutsche Publikationen (1950-2025)
Abmelden
Anmelden
  • Deutsch
  • Teilen
  • Einstellungen
  • Copyright © 2025 Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania
  • Nutzungsbedingungen
  • Datenschutzerklärung
  • Datenschutzeinstellungen
  • JW.ORG
  • Anmelden
Teilen