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  • Glücklich sind die Friedfertigen
    Der Wachtturm 1957 | 15. Oktober
    • 18. Woran sind Christi Nachfolger deutlich zu erkennen?

      18 Satan hat nun seine Anstrengungen gegen Gottes Knechte verdoppelt. Er zielt mit seinem kriegerischen Angriff direkt auf diesen Kern des Widerstandes und sucht durch alle möglichen, ihm zu Gebote stehenden Mittel jene zu treffen, die den Glauben bewahren und unter der Führung Christi Jesu, ihres Befehlshabers, als christliche Kämpfer dienen. In Offenbarung 12:17 wird gesagt, er sei ausgezogen, um gegen den Überrest der Nachfolger Christi Krieg zu führen. Wie können wir feststellen, wer diese sind, da doch viele religiöse Gemeinschaften behaupten, zu ihnen zu gehören? In der Schrift wird deutlich gezeigt, wer sie sind, indem sie als solche bezeichnet werden, die die Gebote Gottes beobachten und das Zeugnis in bezug auf Christus halten. Während die Organisation der falschen Religionen der Welt heute behaupten, die Gebote Gottes zu beobachten, schieben sie den ewigen Bund bezüglich der Heiligkeit des Lebens ganz beiseite. Die für die wahre Anbetung kämpfenden Menschen aber erkennen, daß dieses Gesetz von Gott kommt, der es ursprünglich dem Noah gab, und das auch heute noch Anwendung hat. Die Religionsführer der Christenheit suchen heute denn auch nicht, das Zeugnis über Christus tatsächlich zu bewahren. Dieses Zeugnis ist nicht mehr lediglich die Botschaft vom irdischen Predigtdienste Jesu oder von seiner Auferstehung, sondern es ist die Botschaft, die in dieser Zeit des Endes zu predigen er selbst geboten hat, die gute Botschaft von der Aufrichtung seines gerechten Königreiches. (Matth. 24:14) Diese gute Botschaft handelt von der Inthronisierung Christi und seiner Machtübernahme in der heutigen Zeit, während seine Feinde noch herrschen. (Ps. 110:2) Jehovas Zeugen haben allen Grund, sich zu freuen, während sie diese friedvolle Botschaft in der ganzen Welt verkündigen.

  • Der Glaubenskampf der Friedfertigen
    Der Wachtturm 1957 | 15. Oktober
    • Der Glaubenskampf der Friedfertigen

      1. Weshalb ist Jehovas Volk trotz Bedrückung glücklich?

      SATAN weiß, daß er nur noch eine kurze Frist hat, und ist entschlossen, das Predigtwerk zum Stillstand zu bringen. Ebenso wie Christus geschmäht und verfolgt und schließlich getötet wurde, können gläubige Menschen heute Verfolgung erwarten, da sie wissen, daß sie diesbezüglich nicht in günstigerer Lage sind als ihr Meister. (Joh. 15:20) Aber Jehovas Zeugen sind unverzagt, und dies trotz Verbote und Gefangennahme, trotz Beschlagnahme der biblischen Literatur und trotz gesetzlicher Hindernisse, die dem Predigtwerk in vielen Ländern in den Weg gestellt werden, denn sie erkennen diese als fühlbare Anzeichen des Kampfes, der gegen den Überrest der Nachfolger Christi geführt wird. In der Tat, sie sind trotz alledem glücklich, wie Jesus es vorausgesehen hat. „Glücklich sind die um der Gerechtigkeit willen Verfolgten, da das Königreich der Himmel ihnen gehört. Glücklich seid ihr, wenn die Leute euch um meinetwillen schmähen und euch verfolgen und lügnerisch allerlei Böses wider euch reden. Freut euch und springt vor Freude, da euer Lohn in den Himmeln groß ist; denn auf diese Weise verfolgten sie vor euch die Propheten.“ (Matth. 5:10-12, NW) So schreitet denn mit Gottes Segen das Predigtwerk trotz all dem, was seine Gegner tun können, um es zum Stillstand zu bringen, voran.

      2. Welchem Wege sollte der Christ folgen, wenn durch die Wahrheit eine Familie zersplittert wird?

      2 Für viele spielt sich der größte Kampf um das treue Verharren in Jehovas Dienst direkt daheim ab. (Micha 7:6) Jesus veranschaulichte dies, indem er sagte, daß ‚zwei zusammen auf dem Felde arbeiten werden; einer werde genommen und der andere gelassen. Zwei Frauen werden an dem Mühlstein mahlen, eine werde genommen und die andere gelassen.‘ (Matth. 24:40, 41) Selbst Personen, die eng zusammenarbeiten, Glieder derselben Familie, mögen wegen der Wahrheit auseinanderkommen. Einer der Angehörigen wird auf dem Wege zum Leben „mitgenommen“, weil er seine Lauterkeit und Treue trotz des Widerstandes bewahrt, den ihm andere, die ihm sehr nahestehen, entgegenbringen mögen.

      3. Warum ist es so gefährlich, sich in die Sorgen dieser Welt zu verwickeln?

      3 Für andere ist das größte Hindernis gegen die Teilnahme am Königreichsdienst der Materialismus. Sie lassen sich durch die Aussicht auf mehr Lohn und eine bessere Stellung locken, bis sie nur noch sehr wenig Zeit für sich selbst und für Jehovas Dienst übrig haben. Sie vergessen, den Rat Jesu anzuwenden, daß sie in ihrem Leben die Königreichsinteressen an ‚die erste Stelle setzen sollen‘, wobei ihnen verheißen ist, daß ihnen die anderen, zum Leben notwendigen Dinge hinzugefügt werden. In Lukas 14:16 wird berichtet, daß Jesus in einem Gleichnis von einem Mann redete, der seine Freunde zu einem großen Festmahl einlud. Alle brachten sie Ausreden vor. Einer hatte eben etwas Land gekauft, ein anderer Vieh, und wieder ein anderer hatte gerade geheiratet. Gleichwie in den Tagen Noahs aßen und tranken sie; sie heirateten und wurden verheiratet und kümmerten sich nicht genügend um Gott und seinen Dienst, so daß sie sich der wirklich wichtigen Dinge angenommen hätten. Wie aus dem Gleichnis Jesu hervorgeht, verpaßten diese Freunde ein reiches Festmahl. Ähnlich könnten wir heute ein reiches geistiges Fest mit wunderbaren Vorrechten des Dienstes für Gott und die Gemeinschaft mit denen verpassen, die den gleichen kostbaren Glauben haben, wenn wir andere Dinge in unserem Leben voranstellten. Es ist stets nötig, eine klare Vision der neuen Welt zu behalten und sie nicht trüben zu lassen durch Träume von Gold, das sich nur als das Gold eines Toren erweisen mag. (Luk. 21:34-36) Die glücklichsten Menschen, die heute leben, sind jene, die dauernden Reichtum erlangen, indem sie den geistigen Schätzen den ersten Platz einräumen.

      4. Was ist nötig, um Gottes Anerkennung zu erlangen und Königreichsfrüchte hervorzubringen?

      4 Andere sind stolz und gehen deshalb des Glückes verlustig, das wahre Kinder Gottes erleben. Sie haben das Empfinden, sie könnten ihren Glauben niemals vor anderen vertreten. Aber Jehova verlangt von uns nie etwas, das wir nicht tun können. Ein jeder kann reden. Wir tun es jeden Tag. Paulus erinnert uns daran, daß wir mit dem Munde ein Bekenntnis ablegen sollten, das uns zur Rettung gereicht. Indem wir freimütig von der Wahrheit reden und die Schrift Menschen guten Willens erklären, führen wir sie auf den Pfad zum Leben. Wenn wir wahre Liebe zu Gott und unseren Brüdern haben, werden wir dieses friedsame Werk zu tun wünschen.

      5. Warum müssen die Gesandten des Friedens Glauben haben, und wie bewahrt man einen starken Glauben?

      5 Damit wir in unserem Dienst für Gott trotz Opposition weiterhin glücklich sein mögen, ist Glaube erforderlich. Der Glaube wird dadurch gestärkt, daß wir Gottes Wort hören und darüber nachsinnen. Ein jeder kann noch mehr Glauben brauchen. Das traf selbst auf Petrus zu. Auf Jesu Einladung hin versuchte er, auf dem Wasser zu wandeln, und einen Augenblick lang erlaubte ihm dies sein Glaube, aber dann verlor er das Vertrauen und sank. Wir wünschen nie, rückwärts zu gehen und im Unglauben der alten Welt zu versinken, indem wir uns den Spöttern anschließen, die sagen: „Wo ist diese seine verheißene Gegenwart?“ Haltet am Glauben und an der Erkenntnis des Wortes Gottes fest. Selbst wenn der Glaube nur so klein wäre wie ein Senfkorn, wird er sich für unsere Bedürfnisse als genügend erweisen. Damit aber der Glaube lebendig bleibe, muß er geübt werden. Diese Lebendigkeit verleihen wir ihm, indem wir am Königreichsdienst teilnehmen. Wir tun ihn durch unser Vertrauen und durch die Liebe zu unseren Brüdern kund. Obwohl wir in Matthäus 24:12 daran erinnert werden, daß die Liebe der meisten erkalte, wird doch die gute Botschaft vom Königreich weiterhin gepredigt. Wird sich dein Glaube als groß und stark genug erweisen, damit du einen Anteil an dieser Verkündigung haben kannst und im Dienste treu bleibst bis zu der Zeit, da Jehova sagt: „Es ist genug“?

      6. Welches Ziel verfolgt Jehovas Volk in seinem Predigtdienst?

      6 Lediglich einen Gottesdienst zu besuchen und zu sagen: „Ich habe Glauben“, genügt nicht. Es muß der wahre Glaube sein. Jesus erklärte, daß ‚nicht alle, die sagen: Meister, Meister, in das Königreich eingehen‘ werden. (Matth. 7:21) Wir müssen eine genaue Erkenntnis besitzen und dann auch ihr entsprechend leben. Wenn wir sodann den christlichen Dienst vollführen, können wir diejenigen befreien helfen, die in religiöser Knechtschaft gehalten werden, indem wir sie von religiösem Irrtum frei machen. Satan hat ein großes Bollwerk der Verführung aufgerichtet, um seine Gefangenen festzuhalten. Alles, was wir als Gegenmittel haben, ist das Wasser der Wahrheit, und dies genügt, wenn es von einem geschickten Arbeiter richtig gelenkt und wenn ihm durch Gottes Geist Kraft und Antrieb verliehen wird. Wie selbst ein kleiner Bach sich in den Felsengrund eingraben und ihn aushöhlen kann, bis eine große Schlucht entsteht, so öffnen die Wahrheiten der Schrift den Menschen guten Willens den Weg zum Leben. Das ist das glückliche Teil der heute lebenden Christen, die als Gesandte des Friedens die Königreichsbotschaft bekanntmachen.

      7. Beschreibe den Unterschied zwischen dem fleischlichen und dem geistigen Kriegszug.

      7 Paulus erklärte die Art unseres christlichen Dienstes und verglich ihn mit Kriegsdienst. Er schrieb: „Obwohl wir im Fleische wandeln, kämpfen wir nicht gemäß dem, was wir im Fleische sind. Denn die Waffen unserer Kriegführung sind nicht fleischlich, sondern durch Gott mächtig, um starke Verschanzungen niederzureißen. Denn wir stoßen Vernunftschlüsse um und jede Höhe, die sich erhebt gegen die Erkenntnis Gottes, und führen jeden Gedanken unter den Gehorsam gegenüber dem Christus gefangen.“ (2. Kor. 10:3-5, NW) Warum vergleicht Paulus diese Tätigkeit mit Kriegsdienst, wenn Christen doch ein glückliches, friedfertiges Volk sein sollen, wie Jesus es anzeigte? Offenbar spricht er hier nicht von den Kriegen der Nationen, sondern zeigt, daß Gott die christlichen Diener in ihrem geistigen Kriegsdienst unterstützt, indem sie gegen Tradition, Weltweisheit und Dämonenlehren kämpfen, die sich gegen das Wort Gottes richten. Der von Satan, dem Gott dieser Welt, kommende Widerstand, bei dem alle weltlichen Streitmächte unter seinem Kommando mitwirken, macht diesen Kampf zu einem Kampf bis aufs äußerste, aber für Personen, die den Glauben bewahren, auch zu einem gesegneten Kampf.

      8. Weshalb ist es nötig, einem Lauf der Neutralität zu folgen?

      8 Jehovas Zeugen müssen den von Christus vertretenen Standpunkt bewahren, wonach sie zwar in der Welt, aber kein Teil von ihr sind. Sie erkennen, wie notwendig es ist, strikte Neutralität gegenüber den politischen Angelegenheiten der Welt zu bewahren, um den Menschen aller Nationen als christliche Diener Jehovas richtig dienen zu können. Da sie wahre Friedensstifter sind, ist ihr Glaube nicht durch Nationalismus, Rassenvorurteil oder Politik geteilt, sondern sie wirken unter der obersten Leitung Jehovas und seines königlichen Sohnes Christus Jesus in allen Teilen der Welt vereint zusammen. Da sie die Ermahnung der Schrift befolgen, können sie nicht der Führung der falschen Religion folgen, die mit der Welt Freundschaft pflegt. Jehovas Volk hat in der weiten Welt eine wirklich Neue-Welt-Gesellschaft aufgebaut, die aus Menschen aller Rassen besteht. Diese Menschen hingen früher verschiedenen Glaubensbekenntnissen an, vertrauen aber heute gemeinsam auf die unveränderliche Verheißung Jehovas, daß er unter Christus eine Friedensherrschaft für die Welt aufrichtet. Sie erkennen, daß sie sich nur dadurch, daß sie ihre Treue bewahren und am Kampfe teilnehmen, um diese Botschaft der Wahrheit dem Volke zu predigen, der wunderbaren Segnungen des Lebens in der nahe bevorstehenden gerechten neuen Welt erfreuen können.

      DIE WAHRHEIT HOCHHALTEN

      9. Wie haben Jehovas Zeugen den Angriffen widerstanden, die die falsche Wissenschaft auf Gottes Wort macht?

      9 Jehovas Zeugen haben die biblischen

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