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  • Gottes Wort verleiht Kraft
    Der Wachtturm 1980 | 1. November
    • aus Matthäus 6:31-34 kamen ihm in den Sinn, und seine Unruhe wich. Es war ihm, als ob Jehova zu ihm sagen würde: „Lebe dein Leben heute, und mach dir keine Sorgen um morgen. Ich werde für dich sorgen, wie ich dies immer getan habe.“ Bruder King dachte auch an Jeremia, den Propheten Gottes, der einmal in eine Schlammgrube hinabgelassen wurde und dort wahrscheinlich bis zu seinem Tode bleiben sollte (Jer. 38:6). Jeremia wurde jedoch aus dieser, wie es schien, hoffnungslosen Lage befreit. Als Harold King über dieses Beispiel der Treue aus alter Zeit nachdachte, hatte er die Zuversicht, daß Jehova ihn schließlich befreien würde, so daß er zu seinen Brüdern zurückkehren und seinen Dienst in Freiheit fortsetzen könnte.

      Um noch mehr Kraft aus Gottes Wort zu schöpfen, versuchte Harold King sich an so viele Bibeltexte wie möglich zu erinnern, genauso wie es Stanley Jones tat. Wenn diese zwei Christen nicht schon vorher die Bibel ernsthaft und fleißig studiert hätten, wären sie dann in der Lage gewesen, sich an viele Bibeltexte zu erinnern, die ihnen halfen, geistig stark zu bleiben?

      Dann haben wir das Beispiel von Nancy Yuen, die in China 20 Jahre in Gefängnissen und Arbeitslagern verbrachte. Während ihrer langen Haftzeit war sie nicht nur von ihrer Familie getrennt, sondern auch ständig dem Druck ausgesetzt, ihrem Glauben abzuschwören. Sie war aber in der Lage, die lange, schwere Prüfung zu überstehen, indem sie auf Jehova vertraute und aus seinem Wort Kraft schöpfte. Mit der Hilfe des Geistes Gottes konnte sie sich an Schrifttexte erinnern, die auf ihre jeweiligen Situationen anscheinend am besten zutrafen. Sie sagte darüber: „Immer kamen mir passende Bibelstellen in den Sinn, die mir als Richtschnur dienten und Kraft gaben, mit jeder Situation fertig zu werden.“

      Wenn man zum Beispiel Schwester Yuen mit Gewaltanwendung und Mißhandlung drohte, erinnerte sie sich an Jehovas tröstende Worte an den Propheten Hesekiel: „Fürchte dich nicht vor ihnen; und vor ihren Worten fürchte dich nicht“ (Hes. 2:6). Wenn sie ihre Familie schmerzlich vermißte, kamen ihr folgende Worte Jesu in den Sinn: „Wer zum Vater oder zur Mutter größere Zuneigung hat als zu mir, ist meiner nicht würdig; und wer zum Sohn oder zur Tochter größere Zuneigung hat als zu mir, ist meiner nicht würdig. Und wer irgend seinen Marterpfahl nicht annimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig“ (Matth. 10:37, 38). Dies half ihr, erneut entschlossen zu sein, ihre Lauterkeit zu bewahren, koste es, was es wolle.

      Wenn Schwester Yuen gedemütigt und mißhandelt wurde, erinnerte sie sich daran, wie Jesu Apostel reagierten, als sie wegen des Predigens der „guten Botschaft“ ausgepeitscht worden waren. Sie dachte daran, daß sie ‘voll Freude aus dem Sanhedrin hinweggingen, weil sie würdig erachtet worden waren, um des Namens Christi willen in Unehre zu kommen’ (Apg. 5:40-42). So war sie in der Lage, die Schmach freudig zu ertragen. Als sie Mangel an Nahrung hatte, erinnerte sie sich daran, daß ‘der Mensch nicht von Brot allein leben soll’ (Luk. 4:4).

      Schwester Yuen dachte über viele treue Diener Jehovas nach, die ihre Lauterkeit Gott gegenüber in Prüfungen und in Leid bewahrt hatten. Sehr trostreich für sie war das gute Beispiel Hiobs und Daniels, denn ihr war, als müßte sie ähnliche Erfahrungen durchmachen wie diese treuen Männer der alten Zeit. Natürlich war das beste Beispiel von allen — das von Jesus Christus — eine ständige Quelle der Ermunterung für sie.

      In vielen anderen Fällen haben Gottes Diener der Neuzeit in verschiedenen Teilen der Erde lange, schwere Glaubensprüfungen erduldet. Diese Christen, die in Prüfungen den Sieg davongetragen haben, sind einfach nur Männer und Frauen wie wir alle. Aber ihr völliges Vertrauen auf Gott hat sie befähigt, große Leiden zu erdulden. Ja, ‘die Kraft, die über das Normale hinausgeht, ist Gottes und nicht aus uns selbst’ (2. Kor. 4:7).

      Gottes Wort ist „lebendig und übt Macht aus“

      Es stimmt, daß nicht alle Anbeter Jehovas dieselben schweren Prüfungen erleiden müssen. Nicht alle werden wegen ihres Glaubens eingesperrt. Doch alle Diener Gottes müssen durch die eine oder andere Art von Prüfungen hindurchgehen, damit ihr Glaube gründlich erprobt wird. Die Prüfungen mögen durch Widerstand von Familienangehörigen, unmoralische Versuchungen, den von Bekannten ausgeübten Druck zu unbiblischem Handeln, Sorgen des Lebens, schlechte Gesundheit, verschiedene persönliche Probleme usw. kommen. Wir können aber sicher sein, daß, ganz gleich, wie schwer die Prüfungen auch sein mögen, der Trost und die Kraft aus Gottes Wort eine unschätzbare Hilfe in Zeiten der Not sein und uns befähigen werden, standhaft zu bleiben und unseren Glauben an Gott zu bewahren (Röm. 15:4).

      Tausende von Personen des Volkes Gottes können bezeugen, daß sein Wort Kraft verleiht. Es befähigte sie, Widerstand von Familienangehörigen tagaus und tagein während vieler Jahre zu erdulden. So war es ihnen möglich, in einer immer unmoralischer und gesetzloser werdenden Welt weiterhin einen guten, christlichen Wandel zu führen. Sie waren in der Lage, trotz Spott und Verachtung seitens einer Gesellschaft Ungläubiger einen starken Glauben zu bekunden. Diese gegenwärtigen lebendigen Beispiele zeigen, daß Gottes Wort ‘lebendig ist und Macht ausübt’ (Hebr. 4:12). Es kann mit einem Schwert verglichen werden, das man zum Angriff und zur Verteidigung gebraucht. Ein Schwert hat aber in der Hand eines Ungeübten nicht viel Wert. Deshalb hat Gottes Wort auch für jemand, der eine sehr begrenzte Bibelkenntnis besitzt und sie nicht in seinem Leben anzuwenden weiß, wenig Nutzen (Eph. 6:17).

      Gottes Wort ist das Erzeugnis des Geistes Gottes — der größten Kraft im Universum. Um es richtig zu verstehen, müssen wir es gebetsvoll mit der Hilfe des Geistes Gottes und in Gemeinschaft mit der Versammlung seines Volkes studieren (Matth. 24:45-47; Apg. 8:30-35; 1. Kor. 2:10). Obwohl diese Welt eine Zeit großer Unruhe und beispielloser Schwierigkeiten durchmacht und wir uns dadurch in einer sehr kritischen Lage befinden, können wir aus der Bibel Kraft schöpfen. Ja, jetzt ist es an der Zeit, Gottes Wort fleißig zu studieren, so daß wir vollständigen Nutzen aus der Kraft ziehen, die es verleiht.

  • ‘Wie gut ist ein Wort zur rechten Zeit!’
    Der Wachtturm 1980 | 1. November
    • ‘Wie gut ist ein Wort zur rechten Zeit!’

      „EIN Wort zur rechten Zeit, o wie gut!“ rief der weise Schreiber dieses biblischen Spruches aus (Spr. 15:23). Wie wahr dies doch ist!

      In einem osteuropäischen Land gingen eines Tages zwei Zeugen Jehovas in einem Park umher und knüpften mit einem jungen Mann, der dort mit seinem Kind spazierenging, eine Unterhaltung an. Diese führte zu einer Einladung in die Wohnung des einen Zeugen. Dort begann man, mit dem Mann und seiner Frau über die biblische Botschaft zu sprechen. Schließlich nahmen dieses Ehepaar und die Mutter des jungen Mannes die Wahrheit des Wortes Gottes an.

      Interessanterweise hatte der junge Mann an dem Tag, an dem er die zwei Zeugen das erste Mal getroffen hatte, eine Kapelle in dem Park besucht und gebetet: „Gott, wenn du existierst, dann hilf mir doch bitte, dich kennenzulernen.“ Während drei Jahren hatte der Mann Spaziergänge in diesem Park gemacht. Doch an dem Tag, an dem er gebetet hatte, traf er die zwei Zeugen Jehovas. Wie lobenswert ist es, daß sie eifrig daran interessiert waren, die „gute Botschaft“ zu verbreiten! Der junge Mann betrachtete die Begegnung als Antwort auf sein Gebet.

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