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Der Glaube, der Gott gefälltDer Wachtturm 1969 | 15. Juli
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„Sie haben ihrerseits verderblich gehandelt; sie sind nicht seine Kinder, ihre eigene Fehlerhaftigkeit ist es, eine verkehrte und verdrehte Generation!“ — 5. Mose 32:4, 5, NW.
19. Warum sollten wir froh sein, daß Gott Geduld übt?
19 Glücklicherweise hat Gott in seiner Güte Zeit eingeräumt, damit die von Satan aufgeworfene Streitfrage ein für allemal geklärt werden kann, denn dadurch haben wir die Gelegenheit erhalten, unseren Glauben an ihn zu beweisen und ihm zu dienen. „Was sollen wir nun sagen? Gibt es bei Gott Ungerechtigkeit? Dazu komme es nie!“ Im Gegenteil, es wird uns gesagt: „Wenn nun Gott, obwohl gewillt, seinen Zorn an den Tag zu legen und seine Macht kundzutun, die zur Vernichtung passendgemachten Gefäße [des Zornes] mit viel Langmut duldete, damit er den Reichtum seiner Herrlichkeit an Gefäßen der Barmherzigkeit kundtun könnte ...“ Statt uns darüber aufzuregen, daß er die gegenwärtige Ordnung samt den vielen gutgesinnten Menschen, die den Weg des Lebens noch kennenlernen mögen, nicht längst vernichtet hat, sollten wir froh sein, daß er uns die Gelegenheit geboten hat, die Wahrheit zu erkennen und ihm zu dienen. — Röm. 9:14, 22, 23.
20. Wie wird Jehovas Königreich Gottes Namen verherrlichen?
20 Wenn unser Glaube also auf der Bibel beruht und wenn wir wissen, was wir glauben, können wir diese Frage beantworten, indem wir sagen, daß Gott das Böse aus verschiedenen Gründen zugelassen hat, unter anderem, um seinem Widersacher genügend Zeit einzuräumen, alle verderbten Geschöpfe im Himmel und auf der Erde zu veranlassen, gegen sein gerechtes Vorhaben Stellung zu beziehen, und um dann seine Macht sowohl in der Schlacht von Harmagedon zu beweisen, in der er die Erde von allem Bösen reinigen und den Weg für die Königreichsherrschaft frei machen wird, als auch schließlich am Ende der Tausendjahrherrschaft Christi, wenn er das Böse seinem wunderbaren Vorhaben entsprechend endgültig beseitigen wird. (Offb. 20:7-10) Jehova hat die Schmähungen, die Gotteslästerer auf ihn gehäuft haben, mit Langmut und Geduld ertragen, um seinen Namen durch die Herrschaft seines Königreiches zu verherrlichen. — Mal. 3:14-18.
21. Wieso vermittelt uns die Bibel die Ansicht, die uns hilft, der von Satan gelegten Falle zu entgehen?
21 Für uns Menschen mag die Zeit viel langsamer verfließen als für Gott, der ohne Anfang und ohne Ende ist, und wir mögen deshalb ungeduldig werden und denken, es sei höchste Zeit, daß die Zustände geändert werden. Die Zeit, die Gott für die Verwirklichung seines gerechten Vorhabens mit der Erde festgesetzt hat, wird auch noch innerhalb der wenigen unserer Generation verbleibenden Jahre ablaufen. Wir möchten daher heute, in dieser späten Stunde der Menschheitsgeschichte, nicht noch in die von Satan gelegte Falle des Unglaubens und des Glaubensmangels geraten. — Matth. 24:34; Ps. 92:7; Pred. 8:11-13.
GLAUBEN ENTWICKELN, DER GOTT GEFÄLLT
22. (a) Wie kann man beweisen, daß man Gott ernstlich sucht? (b) Wie können wir beweisen, daß unser Glaube Wirklichkeit ist?
22 Wenn du zu denen gehörst, die „Gott ernstlich suchen“, dann solltest du deinen Glauben stärken durch Studium und durch die Gemeinschaft mit Jehovas Zeugen, die Glauben ausüben, indem sie die gute Botschaft anderen überbringen. Wenn du das Empfinden hast, du müßtest deinen Glauben stärken, um zu verhindern, daß du oder deine Angehörigen zu den Beklagenswerten gehören, deren Glaube erkaltet und die nichts haben, um ihn zu ersetzen, dann „widme dich weiterhin“ dem Aufnehmen von Erkenntnis und dem Weitergeben derselben, „denn dadurch, daß du dieses tust, wirst du sowohl dich selbst als auch jene retten, die auf dich hören“. (1. Tim. 4:13-16; 6:12; 2. Tim. 2:15) Der wahre Glaube ist nicht ein unbestimmbares, unerklärliches Gefühl, denn aus Hebräer 11:1 geht hervor, daß der Glaube mit Wirklichkeiten, nicht mit etwas Unwirklichem verbunden ist. Was wir in Verbindung mit unserem Glauben tun, ist für andere ein offenkundiger Beweis dafür, daß unser Glaube Wirklichkeit ist, und das überzeugt sie davon, daß unser Glaube an Gott und sein Vorhaben eine gesicherte Erwartung ist.
23. Womit kann der Glaube, der Gott gefällt, verglichen werden?
23 Glaube also weder an die Sicherheit deiner Kapitalanlage, die plötzlich dahin sein kann, noch an Freunde, die sich als unbeständig erweisen oder dich in der Not im Stich lassen mögen, noch an eine Regierung, die gerade dann wechseln mag, wenn man es am wenigsten erwartet, sondern glaube an den Einen, der dir helfen kann und der Gewalt hat über Leben und Tod. Möge dein Glaube so unerschütterlich sein wie der Glaube Davids, als er von Jehova aus der Hand Sauls, seines Feindes, gerettet wurde. Seine Worte in 2. Samuel 22:3 (NW) bringen diesen Glauben wunderbar zum Ausdruck: „Mein Gott ist mein Fels. Ich werde bei ihm Zuflucht suchen.“ Möge dein Glaube von geprüfter Echtheit sein, geläutert wie feines Gold, aber weit wertvoller in den Augen Jehovas. (1. Petr. 1:7) Möge er nicht wie eine vom Winde gejagte und umhergetriebene Meereswoge sein, sondern wie ein gut verankertes, vor dem Sturm gesichertes Schiff, das dich, angetrieben von Gottes Geist, sicher an dein Ziel bringt. (Jak. 1:6, 7) Überzeuge dich davon, daß du „den Glauben“ hast, von dem Jesus sprach, und daß du „dem Weg“ folgst, wie es die Apostel taten, ja daß dein Glaube Gott gefällt. — 1. Joh. 5:4.
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Bist du bereit, die Verpflichtungen eines getauften Zeugen zu übernehmen?Der Wachtturm 1969 | 15. Juli
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Bist du bereit, die Verpflichtungen eines getauften Zeugen zu übernehmen?
„Als sie nun auf der Straße weiterfuhren, kamen sie an ein gewisses Gewässer, und der Eunuch sprach: ‚Siehe, ein Gewässer! was hindert mich, getauft zu werden?‘“ — Apg. 8:36.
1. Welche Änderungen bringt die christliche Taufe für den Betreffenden mit sich?
DIE christliche Taufe ist ein Schritt, den man mit der Übersiedlung in ein anderes Land vergleichen könnte, in dem man eine neue Sprache erlernen und eine neue Beschäftigung aufnehmen müßte. Personen, die diesen Schritt tun, lösen sich von dem gegenwärtigen alten System der Dinge mit seinen Bindungen und Treueverhältnissen und verbinden sich mit den Menschen, die zu Gottes geistiger Nation gehören; sie werden Glieder der Neuen-Welt-Gesellschaft des über die ganze Erde verbreiteten Volkes Jehovas. Obwohl sie noch in der Welt sind, sind sie kein Teil mehr davon, denn durch ihre Lebensweise verraten sie, daß sie nun die Macht und die Gewalt des Königreiches Gottes, der himmlischen Regierung Gottes, anerkennen. Sie sind nicht mehr durch nationale oder Sprachenschranken voneinander getrennt; sie lernen nun alle die „reine Sprache“, die Sprache der Wahrheit aus der Heiligen Schrift, die alle Glieder des Volkes Jehovas sprechen. (Zeph. 3:9, NW) Schließlich nehmen sie auch eine neue Beschäftigung auf, indem sie in den Dienst ihres Schöpfers eintreten und diesen Dienst zu ihrer Lebensbeschäftigung machen.
2. Wie kann man ein Jünger Christi werden?
2 Bist du bereit, diesen Schritt zu tun? Selbstverständlich sollte er gründlich überlegt und gebetsvoll erwogen werden. Darum ermuntern Jehovas Zeugen niemand, sich taufen zu lassen, bevor er genau weiß, was dieser
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