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Die Herde Gottes hütenDer Wachtturm 1958 | 1. Juni
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dürfen. Sie müssen nicht nur Jehova Gott und Christus Jesus unterwürfig sein und ihnen Gehorsam leisten, sondern müssen auch denen, die die Herde leiten, in Unterwürfigkeit gehorchen. Es gehört nicht zu dem Recht des Unterhirten, für die Schafe Vorschriften aufzustellen, sondern er muß Jehovas Willen, sie betreffend, erklären und anwenden. Man höre den guten Rat, den der Apostel Paulus gegeben hat: „Gehorcht denen, die euch leiten, und seid unterwürfig, denn sie wachen über eure Seelen als solche, die Rechenschaft ab- legen werden, damit sie dies mit Freude und nicht mit Seufzen tun; denn das wäre euch zum Schaden.“ — Heb. 13:17, NW.
26. In wessen Furcht hat die Klasse des „treuen und verständigen Sklaven“ die Herde geleitet und warum?
26 Es ist überaus wichtig, zu verstehen, daß die Interessen des Königreiches hinsichtlich der Erde vollständig der Obhut der Klasse des „treuen und verständigen Sklaven“ anvertraut worden sind. (Matth. 24:45-47) Dieser „Knecht“ muß ständig über alle Schafe wachen. Welch gewaltige Verantwortung! Die Seelen all dieser Hunderttausende von Schafen sind der Obhut der Hirtenklasse, die Gott auf Erden hat, dem „treuen und verständigen Sklaven“, anvertraut worden. Diese Klasse muß Jehova Gott für ihr Hirtenwerk Rechenschaft ablegen. Möge keines der Schafe denken, daß jene, die zu der Hirtenklasse gehören, ihre große Verantwortung leichtnähmen. Sie wissen nur zu gut, daß Jehova Gott und Christus Jesus sie für das Leben der Schafe verantwortlich machen. Gottesfürchtige Menschen, die wissen, daß jene, die droben im Himmel wohnen, ständig darauf achten, wie sie euch behandeln, dienen und betreuen euch heute. Sie sind gleichsam ‚von Gott gesandt‘ und wirken ‚unter Gottes Augen in Gemeinschaft mit Christus‘. (2. Kor. 2:17, NW) Ja, die Klasse des „treuen und verständigen Sklaven“ dient euch, den Schafen, in der Furcht Gottes, Jehovas. Ihr seid eine beschützte Herde von Schafen. Von seiten eurer treuen Brüder wird euch kein Schaden zugefügt werden.
27. Auf welche Weise hat die geistlich leitende Körperschaft samt den von ihr Eingesetzten die Schafe beschützt, geführt und geweidet?
27 Die geistlich leitende Körperschaft der Zeugen Jehovas, die mit der Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania verbunden ist, hat ihren Dienst in der Furcht Jehovas verrichtet. Personen, die von dieser leitenden Körperschaft in ihre Ämter eingesetzt worden sind, folgten dem Beispiel des Rechten Hirten und taten dasselbe. Auch sie sind vorwärtsgegangen und haben ihre Arbeit in der Furcht Gottes getan. Und sind die Schafe nicht betreut worden? Doch, das ist geschehen. All diese Jahre hindurch sind die Schafe mit reicher geistiger Speise ernährt worden. Es herrscht kein Hunger unter ihnen. Nie gingen die Schafe ohne eine geistige Mahlzeit aus. Die Klasse des treuen Hirten auf Erden hat die Ehre dafür niemals sich selbst zugeschrieben, noch versucht, die Herzen und Sinne der Schafe für sich zu gewinnen, sondern sie hat sie stets auf die himmlischen Hirten hingewiesen. Die Schafe sind vor falschen Lehren und Irrtümern beschützt worden. Sie haben Warnungen vor den unheilvollen Anschlägen Satans erhalten. Sie wurden behütet, damit sie sich nicht verirrten und sich in Unsittlichkeit, Materialismus oder Verehrung von Geschöpfen sowie in Freundschaft mit der bösen Welt verstrickten. Auch haben sie Schutz vor vielen anderen Gefahren erhalten, die man gar nicht alle aufzählen könnte. Warum aber ist dies geschehen? Die Antwort lautet: Um euretwillen haben diese Brüder freudig all das gegeben, was sie hatten, um euch, den Schafen, zu dienen, damit ihr in Frieden leben und in die Gunst Jehovas, Gottes, gelangen konntet.
28, 29. Warum befinden sich die Schafe in einem solch gesegneten Zustande? Was wird zur weiteren Mehrung führen?
28 Die treuen Hirten haben den Schafen Hilfe geboten, damit sie erkennen konnten, wie sie Jehova Gott und Christus Jesus auf annehmbare Weise dienen können, wie sie die frohe Botschaft vom Königreich predigen und ‚die gute Botschaft der von ihm bewirkten Rettung erzählen‘, wie sie sein Lob ausbreiten, seine herrlichen Taten den Menschenkindern verkünden, Frieden ausrufen und das wunderbare Vorhaben des himmlischen Vaters und seines Sohnes Christus Jesus bekanntmachen können. (Ps. 96:2, NW) Die Schafe sind dazu geschult worden, diese Dinge selbst zu tun, und sind belehrt worden, auf welche Weise sie weitere Menschen schulen können, dasselbe zu tun. Die Schafe sind vereint worden, und die verlorenen Schafe wurden in die Hürde gebracht. Welch gesegnetes Los für die Schafe! Wie wunderbar begünstigt seid ihr, Gottes Schafe zu sein, denen sich treue Hirten annehmen, und zuversichtlich zu wissen, daß es bewährte, treue Menschen sind! Du Herde Gottes, du wirst vor Schaden behütet, weil deine treuen Hirten auf Erden Jehova Gott und Christus Jesus euretwegen Rechenschaft ablegen müssen!
29 Die Zeit für eine Mehrung der Herde ist gekommen. Alle Schafe müssen eingesammelt werden, und Jehova Gott hat seinem Volke geboten, sie von Norden und Süden, von Osten und Westen herbeizuführen. (Jes. 43:1-7) Heute erschallt die Stimme des Rechten Hirten in mehr als 160 Ländern, und sie spricht zu noch weiteren der verirrten, schafähnlichen Menschen trostvolle Worte. Sie werden in Mengen herbeikommen. Der Tag ist da, an dem sie alle eingesammelt werden müssen. Die Herde kann am besten gedeihen, wenn die Hirten sich ihrer großen Verantwortung gegenüber Jehova Gott und Christus Jesus bewußt bleiben. Durch Gehorsam und Unterwürfigkeit erleichtern ihnen die Glieder der Organisation, die Schafe des Herrn, die Erfüllung ihrer Aufgaben.
30. Was müssen Schafe weiterhin tun, um Schutz zu erhalten?
30 Die Herde Gottes bleibt beisammen. Sie irrt von der Neuen-Welt-Gesellschaft nicht ab. In der Alten-Welt-Organisation gibt es Schlingen und Fallgruben. Überall lauern Gefahren. Menschen und Organisationen werden euch übervorteilen, und ihr werdet dort keinen Schutz haben. Bleibt innerhalb der Organisation Gottes. Um dies tun zu können, müßt ihr Gottes Willen kennenlernen. Ihr müßt theokratischen Anforderungen gehorsam entsprechen. Ihr müßt dem Frieden folgen und Gerechtigkeit üben. Ihr müßt euch von denen leiten und hüten lassen, die zu Hirten eingesetzt worden sind. Während ihr diese Dinge tut, werdet ihr in den rechten Wegen geschult werden, so daß ihr dem allmächtigen Gott im Himmel, dessen Name Jehova all unseres Lobes würdig ist, Lobpreis darbringen könnt. Freut euch, daß ihr aus der alten Welt befreit und in die Neue-Welt-Gesellschaft hineingebracht worden seid, und frohlockt über all das, was Jehova Gott für euch getan hat und jetzt um euretwillen tut, wie auch über die wunderbaren Dinge, die er für euch bereithält, wenn die neue Welt selbst nach der Schlacht von Harmagedon ihren Anfang nehmen wird. Ihr, die ihr zu dieser glücklichen Herde gehört, freut euch über diesen Großen Hirten des geistigen Volkes Israel und seinen Rechten Hirten und wißt, daß euch kein Übel befällt, sondern daß er euch um seines Namens willen stets auf grüne Auen und an wohlbewässerte Ruhestätten führen wird.
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Wie die ersten ChristenDer Wachtturm 1958 | 1. Juni
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Wie die ersten Christen
In seinem Buch Church, State, and Freedom [Kirche, Staat und Freiheit] unterscheidet Leo Pfeffer Jehovas Zeugen von anderen Glaubensrichtungen mit der Begründung, sie seien einzig in ihrer Art, indem sie Christus so nachfolgten, wie es die ersten Christen getan hätten. Pfeffer schreibt: „Das Problem, das darin besteht, zwischen den sich widersprechenden Interessen des häuslichen Friedens und der Religionsfreiheit einen Ausgleich zu schaffen, hat sich meistens um die Fälle der Zeugen Jehovas gedreht. Wahrscheinlich ist seit der Entstehung der Kirche der Mormonen keine Sekte … so sehr ein Opfer des Hasses und der Verfolgung von seiten der Öffentlichkeit gewesen wie die der Zeugen Jehovas. Die Mormonen hatten anfänglich Schwierigkeiten wegen ihrer ungewohnten Auffassung über die Ehe. Wenn sie diesbezüglich keine so überspannten Ideen gehabt hätten, dann wären sie ganz angesehen gewesen, und nachdem dieses Problem einmal gelöst war, wurde die Kirche der Heiligen der Letzten Tage als ehrbares Mitglied in die Konfessionengemeinschaft aufgenommen. Anders steht es mit Jehovas Zeugen … Ihre herausfordernden Missionsmethoden erinnern an die Methoden, die die ersten Christen anwandten; und die Art und Weise, wie ihnen Andersgläubige begegnen, erinnert ebenfalls an die Art und Weise, wie die ersten Christen aufgenommen wurden.“
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